Samstag, 6. Juni 2020

Der Geist des Gebets

Sach 12,10    Aber über das Haus David und über die Einwohner von Jerusalem will ich ausgießen den Geist der Gnade und des Gebets, und sie werden auf mich sehen, den sie durchstochen haben, und sie werden um ihn klagen, wie man klagt um ein einziges Kind, und sie werden bitterlich über ihn weinen, wie man bitterlich weint über einen Erstgeborenen.
(Schlachter 1951)

Den "Geist der Gnade" haben sicher alle Menschen erfahren, die Jesus eingeladen haben, Herr über ihr Leben zun sein. Ich z.B. hätte mich überhaupt nicht bekehrt und zu Jesus als Retter gefunden, wenn ich nicht den wunderbaren Geist des Herrn absolut unverdient in massiver und überzeugender Weise erlebt hätte.
Nur durch das Wirken des heiligen Geistes und seine erfahrbare Güte sind wir überhaupt in der Lage, zu Gott umzukehren!

Aber in diesem Post geht es mir um den "Geist des Gebets", oder wie die Elberfelder Bibel übersetzt, den "Geist des Flehens". Im Römerbrief lesen wir, daß der heilige Geist uns beim Beten helfen will - mit unaussprechlichem Seufzen.

Freitag, 15. Mai 2020

Vollmächtig beten - Berufen zu segnen

Segnender Jesus Foto: Donralfo
Mt. 5,44  Ich aber sage euch: Liebet eure Feinde, segnet, die euch fluchen, tut wohl denen, die euch hassen, und betet für die, die euch beleidigen und verfolgen

1.Petr 3,9 ...und vergeltet nicht Böses mit Bösem, oder Scheltwort mit Scheltwort, sondern im Gegenteil segnet, weil ihr dazu berufen worden seid, daß ihr Segen ererbet.

Jemanden segnen bedeutet: Gutes über ihn aussprechen, ihm Gutes wünschen - im Namen Gottes und im Namen Jesu Christi. - Das Gegenteil ist ihm zu fluchen, ihm Böses zu wünschen, zu meckern und murren, über ihn zu klagen.

Im Segnen und im Fluchen liegt eine große Macht verborgen - sowohl zum Guten als auch zum Bösen. In den Weisheits-Sprüchen Salomos heißt es: "Tod und Leben steht in der Gewalt der Zunge" (Spr.18,21)


Mittwoch, 13. Mai 2020

Vollmächtig beten - Wenn mein Volk sich demütigt -


2Chronik 7,12-14  
da erschien der HERR dem Salomo in der Nacht und sprach zu ihm: Ich habe dein Gebet erhört und mir diesen Ort zur Opferstätte erwählt.
Siehe, wenn ich den Himmel zuschließe, daß es nicht regnet, oder den Heuschrecken gebiete, das Land abzufressen, oder wenn ich eine Pestilenz unter mein Volk sende, und sich mein Volk, das nach meinem Namen genannt ist, demütigt, und sie beten und suchen mein Angesicht und wenden sich ab von ihren bösen Wegen, so will ich im Himmel hören und ihre Sünden vergeben und ihr Land heilen. (Schlachter 1951)

Diese Passage der Schrift wurde wohl mit am Häufigsten zitiert, wenn wir zu Fürbitteveranstaltungen oder Gebetskonferenzen zusammenkamen und gehört sicher auch zum Standardrepertoire in Gebetshäusern.
Ich habe es in Deutschland sehr häufig so gehört und auch so verstanden: "Wenn das deutsche Volk sich endlich vor Gott demütigt und anfängt zu beten und zu Gott umzukehren, wenn sie sich von ihren bösen, gottlosen Wegen abwenden und Jesus nachfolgen, dann..will ich vom Himmel hören usw.

Aber ist das deutsche Volk, oder irgendein anderes hauptsächlich säkulare Volk hier eigentlich überhaupt angesprochen? 
Die Worte richten sich in erster Linie ursprünglich an Israel, welches das von Gott erwählte Volk ist und immer bleiben wird.
Und in übertragenem Sinn natürlich an uns Christen, die Jesusnachfolger, das geistliche Israel!
Gottes Volk im neuen Testament ist die "Ecclesia", die herausgerufene Gemeinde aus den Völkern!
Es sind wir. diejenigen, die sich von Jesus aus der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht haben berufen lassen und ihm gefolgt sind:
Die seinen Ruf beantwortet haben mit dem Satz: "Ja Herr Jesus, du bist ab jetzt der Kapitän meines Lebens, du sollst das Steuerruder in meinem Leben in der Hand halten. Nimm du mein Leben hin und lass fortan deinen Willen in mir und durch mich geschehen.
Ich will nicht mehr Herr im Hause meines Lebens sein, sondern komm du in mein Herz hinein und sei Herr über alles!"
Das Wort richtet sich an diejenigen, die sich vom Geist Gottes haben erneuern lassen und die durch das Wort Gottes und den heiligen Geist wiedergeboren wurden zu einer lebendigen Hoffnung!

Vollmächtig beten - Fürbitte

Betet für alle Menschen! 

1.Timotheus2,1-4
Am wichtigsten ist, dass die Gemeinde nicht aufhört zu beten. Betet für alle Menschen; bringt eure Bitten, Wünsche, eure Anliegen und euren Dank für sie vor Gott.  Betet besonders für alle, die in Regierung und Staat Verantwortung tragen, damit wir in Ruhe und Frieden leben können, ehrfürchtig vor Gott und aufrichtig unseren Mitmenschen gegenüber.
So soll es sein, und so gefällt es Gott, unserem Retter. Denn er will, dass alle Menschen gerettet werden und seine Wahrheit erkennen. 
(Hoffnung für alle)

Am wichtigsten ist, daß wir für alle Verantwortungsträger beten!
FÜR-Bitte tut not, nicht GEGEN-Bitte.
Viele Christen beten "gegen" Menschen und erwarten, daß Gott dann als unser großer Polizist kommt und endlich für Ordnung sorgt, so wie wir sie verstehen und für gut befinden.
Das hat Anklänge an Magie und geistliche Manipulation.
Gott will nicht "unser Reich" sondern "sein Reich" auf der Erde verwirklichen.
Wir wollen FÜR unsere Politiker und alle Entscheidungsträger beten und (man Stelle es sich vor) sogar für sie danken!
Wann hast du das letzte Mal für Angela Merkel und ihre Minister gedankt? (Gilt auch für die nächste Regierung)
Oder für den Ministerpräsidenten in deinem Bundesland?
Für Wirtschaftsführer? Für andere Verantwortungsträger?
Wenn nicht, dann wird es höchste Zeit.

Wenn du dann die Danksagung nachgeholt hast, darfst du auch für Weisheit und Schutz beten, für Kraft und das sie Gott begegnen. Und dafür, daß sie die "shitstorms" und bösartigen Hassangriffe psychisch gut verdauen können. 
So gefällt es Gott, unserem Retter.

Und dann darfst du erwarten, daß Gott Menschen rettet und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen..


Sonntag, 10. Mai 2020

Verschwörungstheorien, Mythen oder Wahrheit?


2.Timotheus 3,3-4
Denn es wird eine Zeit kommen, da werden sie die gesunde Lehre nicht ertragen, sondern sich selbst nach ihren eigenen Lüsten Lehrer beschaffen, weil sie empfindliche Ohren haben;
und sie werden ihre Ohren von der Wahrheit abwenden und sich den Legenden zuwenden.
(Studienbibel Schlachter 2000).

Warum werden diese Art von Christen so angesprochen von Legenden und Mythen?
Legenden sind ja Erzählungen mit einem wahren Kern, um den dann eine erfundene Geschichte gesponnen wird - es werden Vermutungen angestellt, wie es wirklich gewesen sein könnte.
Der Stoff der gesponnen wird, nährt sich von Gerüchten, die man gehört oder gelesen hat, deren Wahrheitsgehalt man aber nur sehr schwer und mit viel Aufwand überprüfen kann!
  • “Nach ihren Lüsten beschaffen sie sich Lehrer“!
Da ist offenbar ein großer Mangel in ihrer Seele vorhanden, ein Mangel, den das Wort Gottes - die “gesunde Lehre“ nicht füllen kann. Ein ungesunder Mangel, der aus unserem “Fleisch“ kommt und nicht vom Geist der Wahrheit! Eine Lust am spekulieren, eine Lust am dunkelen Geheimnis, am Mythos.
Deshalb wenden sie sich von der Wahrheit ab und der Teufel gibt ihnen, was sie vermeintlich brauchen: Irrlehrer, die ihre verborgenen Sehnsüchte derart bedienen, daß ihnen die Ohren davon klingeln!
Wo bei der Masse ein Bedürfnis entsteht - da gibt es auch immer jemand, der die Marktlücke erkennt und sein Geschäft darauf aufbaut.
Das war schon zur Vorzeit so und so ist es auch heute.

Donnerstag, 30. April 2020

Vollmächtig beten

Jakobus 5,16-18
"Bekennt nun einander die Sünden und betet füreinander, damit ihr geheilt werdet! Viel vermag eines Gerechten Gebet in seiner Wirkung.
Elia war ein Mensch von gleichen Gemütsbewegungen wie wir; und er betete inständig, dass es nicht regnen möge, und es regnete nicht auf der Erde drei Jahre und sechs Monate. Und wieder betete er, und der Himmel gab Regen, und die Erde brachte ihre Frucht hervor."

(Rev. Elberfelder Bibel)

Wir werden von Jakobus aufgefordert, einander die Sünden zu bekennen und füreinander zu beten.
Das “Füreinander beten“ habe ich sehr oft erlebt in meiner nun über 40jährigen Reise als Christ - das “einander die Sünden bekennen“ sehr selten!
Dabei hat gerade DAS die Verheißung der Heilung!

Kann es sein, daß gerade dadurch unser Gebet dermaßen kraftvoll werden kann, wie es die folgenden Verse nahelegen?
Viel vermag das Gebet des Gerechten in seiner Wirkung!
Die “Hoffnung für alle“ übersetzt an dieser Stelle:
“Denn das Gebet eines Menschen, der nach Gottes Willen lebt, hat große Kraft.“

Ich habe mir angewöhnt in guter Tradition zu glauben und zu bekennen das Jesus allein meine Gerechtigkeit ist, “mein Schmuck und Ehrenkleid“.
Aber ich habe auch so häufig erlebt, wie kraftlos mein Gebet ist - ebenfalls das Gebet der Gemeinde..
Und ich rätsele und frage seit Beginn meines Christseins warum wir meist nicht diese Vollmacht im Gebet erleben wie Elia, dieser Mensch mit den selben Gemütsbewegungen wie wir.

Woran liegt es, daß wir es so schwer damit haben, einander die Sünden zu bekennen?
Sind wir zu stolz, uns selbst und erst recht nicht vor anderen, Versagen einzugestehen?
Haben wir Schwierigkeiten uns voreinander zu demütigen - denn ein Schuldeingeständnis zerstört ja erstmal das Bild des tollen geistlichen Kerls der ich doch gerne in den Augen der Gemeinde sein will.
Ich will doch gern jemand sein, der geistlichen Durchblick hat, der sich mit dem Willen Gottes und seinem Wort auskennt! Ich möchte gern jemand sein, dessen Theologie ernstgenommen wird usw. usw.

In der Demut liegt eine große Kraft verborgen: Den Demütigen gibt Gott Gnade!
Demut bedeutet auch, nicht höher von sich zu denken, als sich zu denken gebührt.
Nicht vor anderen etwas scheinen wollen, was man gar nicht ist.
Und ich kenne doch meine Fehler und Schwächen ganz genau, bin ein Mensch mit den gleichen Gemütsbewegungen wie Elia..
 
Doch das Gebet des Elia hatte diese gewaltige Kraft, nach der ich mich immer so gesehnt habe!
Ist vielleicht praktische Demut - das Eingeständnis unserer Schwächen und Fehler - ein entscheidender Schlüssel für unsere Kraft im Gebet? 
 
Bekennt einander die Sünden und betet füreinander, damit ihr geheilt werdet! Lasst uns
nicht voreinander leugnen, daß wir krank sind, wenn wir doch innerlich genau wissen, wo wir es sind!

Prophetischer Traum?

Ich träume eigentlich jede Nacht und kann mich nicht daran erinnern, einmal nicht geträumt zu haben. Meistens sind es "Kraut und Rüben Träume", aber manchmal, sehr selten, bin ich sicher, daß es ein Traum von Gott war!

Ab und zu habe ich auch apokalyptische Träume die sehr wild sein können und mich eher ratlos aufwachen lassen.
Ich hatte auch schon absolut dunkle, böse Träume, in denen ich gegen Dämonen und finstere Mächte kämpfen musste und die sich sehr real anfühlten. Meistens beginne ich dann im Traum schon zu beten und mich mit dem Namen Jesus gegen die Finsternis zu wehren.
Ich denke daß die meisten Träume uns mit ihrer oft verschlüsselten Symbolik etwas sagen wollen; vielleicht über Dinge die wir ins Unterbewußtsein verdrängen oder über Tatsachen die wir nicht wahrhaben wollen.
Ich hatte aber auch schon Träume als Nichtchrist, deren Bilder ich zu meiner Verwunderung 1:1 in der Bibel niedergeschrieben fand.

Ich glaube daß Gott auch immer noch durch Träume zu Menschen redet, wie wir es ausgesprochen häufig sowohl im alten- wie auch im neuen Testament der Bibel lesen können.

Manche dieser Träume vom Herrn sind ganz eindeutig und mit klaren Anweisungen, andere aber müssen von jemand ausgelegt werden, der etwas davon versteht, wie z.B. Joseph dem Pharao den Traum von den sieben fetten und en sieben mageren Kühen, oder auch Daniel dem Nebukadnezar seinen Traum vom goldenen Standbild in Daniel 2.

Ende 2017 hatte ich einen Traum, der mich stark beunruhigte und ich fragte Gott beim Aufwachen sofort, ob er von ihm gewesen sei und eine prophetische Bedeutung habe. Ich war mir sehr unschlüssig darüber, weil der Traum apokalyptisch, symbolisch und sehr bildhaft war.

Es war mir jedenfalls sofort klar, daß es nicht der übliche "Kraut und Rüben Traum" war sondern mir etwas zu sagen hatte.
Ich veröffentlichte ihn auf Facebook in der Hoffnung, daß vielleicht einer meiner christlichen Freunde etwas damit anfangen könnte, weil ich von Gott nichts weiter im Gebet hörte, aber weiterhin beunruhigt war.

Zumindest einen Tip bekam ich von einer Freundin, die davon überzeugt war, daß es wirklich ein Traum vom Herrn war: "Erzähl den Traum auf jeden Fall der Anke". Anke hat sich sehr dem Gebet und dem Hören auf Gottes Stimme verschrieben.
Auch Anke dachte: Das ist ein Traum vom Herrn, und er hat eine politische Bedeutung. So suchte ich also weiter nach einer vernünftigen Auslegung und befragte immer wieder den Herrn darüber. Als ich in den kommenden Wochen und Monaten nicht mit der Auslegung vorankam befragte ich das Buch: "Interpreting Types and Symbols" von Kevin J. Conner, der das Vorkommen von Bildern, Zahlen und Symbolen der Bibel systematisch erarbeitet hat - mitsamt ihren damit verbundenen Auslegungen. Nun aber mein Traum.

Freitag, 13. März 2020

Paul Gerhardt und Co


Paul Gerhardt: Quelle Wikipedia, Gemeinfrei
Mal etwas Persönliches:
Seit ca 3 Jahren lese ich (unter Anderem) das christliche Andachtsbuch “Momento“, daß mir immer wieder gute Impulse gibt.

Ganz am Ende des kurzen Textes steht auch immer der Hinweis auf ein Kirchenlied des Tages aus dem evangelischen Gesangbuch.
Irgendwann habe ich angefangen die Lieder mitzulesen, weil mir die Andacht doch arg kurz war!
Über die Monate und Jahre sind mir die Texte sehr zum Segen geworden.
Ich besorgte mir ein Gesangbuch auf Ebay und entdeckte später auch die online-Version eines evangelischen Pfarrers.

Ich kann euch nur ermutigen, euch auf die teilweise mittelalterlichen Texte einzulassen, die oft inhaltlich “Schwarzbrot des Glaubens“ enthalten und manchmal sehr tiefgehend sind.

Ich liebe auch viel vom modernen Lobpreis und war selber jahrzehntelang Lobpreisleiter. Jeden Tag höre ich ungefähr eine Stunde die “Feiert Jesus“ CDs und viele andere CDs, die mich in den Tag begleiten und oft sehr fröhlich drauf bringen.
Das Eine Schließt das Andere ja nicht aus! 😀

Aber ich bin auch extrem dankbar für diese alten Lieder unserer Vorväter des Glaubens, die auch Mangel, Leid, Schmerz und Tod nicht aussparen wie oft die modernen “Siegeslieder“.
Liest man die Lieder der Psalmen, wird ja ebenfalls nichts ausgespart, was menschlich ist. Sogar Zorn und Wut hat da manchmal seinen Platz! Oder Angst, Trauer und Sorgen..

Hier der Link zur Online-Version

Samstag, 6. April 2019

Oh Happy Day

Mein guter Freund Klaus Dietzler war gestorben. Und nun war ich gefragt.
Viele Jahre zuvor kam ich einmal mit meiner Gitarre in die christliche Bücherstube in der Hildesheimer Strasse gegenüber dem Mormonentempel.
Mit den Mormonen hatten die Inhaber der Bücherstube rein gar nichts zu tun - der Laden befand sich nur zufällig dort.

Warum ich meine Gitarre dort auspackte und zu klimpern begann, weiß ich nicht mehr.

Ich fand zwei Akkorde, mit denen sich der Anfang von "Oh Happy day" spielen ließ und ich fing an das Lied so aus dem Stegreif zu singen.., überlegte wahrscheinlich ob man das Lied im Gottesdienst singen könnte und woher ich den ganzen Text wohl bekäme, der mir nur teilweise geläufig war.
Klaus jedenfalls swingte sofort mit und meinte: Dieses Lied mußt du unbedingt auf meiner Beerdigung spielen! Ich lachte über den Scherz und Klaus meinte: "Nein, das meine ich ganz ernst! Ich wünsche mir daß du das tatsächlich machst!"
Ich glaube, daß ich mich vor Lachen eher ausgeschüttet habe, denn Klaus war noch jung und fit und seine Beerdigung noch so weit entfernt - ich hielt es für einen von Klaus Scherzen, sein Humor war öfter recht skurril und ich liebte das. "Und dann sollen wir wohl auf deinem Grab tanzen?" fragte ich höchstwahrscheinlich zurück, "und so richtig Party machen?"
Klaus meinte, der Tag an dem er durch die Himmelstür gehen würde sei doch wohl ein Freudenfest für ihn und er wollte nicht, daß man um ihn trauern solle, sondern sich mit ihm freuen, daß er dann beim Herrn sei - in der himmlischen und ewigen Freude!

Sonntag, 10. März 2019

Herzkasper wieder Online


Nach dem Versuch, das Büchlein über meine Herzoperation, die Folgen und Verarbeitung bei Amazon als E-Book zu verkaufen habe ich es jetzt wieder auf meinem WordPress-Blog online gestellt.

Ich denke, auf diese kostenlose Weise erreiche ich mehr Leute.
Als es zuerst auf meiner ehemaligen Webseite Donralfo.de erschien, zählte der Seitenzähler zumindest einige tausend Aufrufe und ich erhielt eine reihe E-mails von Betroffenen, die mich teilweise sogar um Rat baten, weil sie in sich in einer ähnlichen Situation befanden.

Hier der Link zum “HERZKASPER“!

Samstag, 2. März 2019

Ich kann nicht glauben

Röm 10,17  Demnach kommt der Glaube aus der Predigt, die Predigt aber durch Gottes Wort. (Schlachter 1951)

Ich würde ja gerne glauben können wie du, aber ich kann es einfach nicht! Ich beneide dich um deinen Glauben; ich habe das Gefühl mir fehlt dazu irgendwie etwas, ich habe einfach nicht die Befähigung zum Glauben!
So oder ähnlich habe ich schon so Manchen reden hören, dem ich etwas von meiner Beziehung zu Gott mitgeteilt habe.

Und dann kommen manchmal diverse Hinderungsgründe. An erster Stelle das Argument: Wenn Gott tatsächlich existiert, wie kann er dann XYZ zulassen! Und DESHALB kann ich einfach nicht glauben!

Ich sage dazu: Es fehlt nicht an irgendeiner mystischen Befähigung zum Glauben! Es fehlt nicht an Zeichen, Wundern oder Heilungen, die man miterleben müsste, damit man glauben kann.

Dienstag, 26. Februar 2019

Gottes Arbeit erledigen?

Ich denke ständig über mein Leben nach. Über die Dinge für die ich Gott dankbar bin und noch mehr über die Dinge die schief gelaufen sind. Und ich versuche ständig die Ursachen dafür zu ergründen. Das ist schon zwanghaft bei mir und ich wünschte ich bräuchte nicht so viel über mich nachdenken. 
Sei 1977 habe ich so Einiges mit Gott erlebt und wollte ihm immer mit ganzem Herzen und ganzer Kraft dienen.
Allerdings habe ich den Eindruck gewonnen, daß ich sehr häufig versucht habe schneller voranzugehen als Gott das eigentlich von mir wollte. Sobald ich den Eindruck hatte, daß Gott mich in irgend einer Richtung gebrauchen wollte war ich unter Volldampf, reflektierte nicht großartig darüber und setzte mich in Bewegung wie eine Dampflokomotive. Ob mir andere hinterher kamen interessierte mich wenig. 

Und auch die Zeitpunkte Gottes (kairos) interessierten mich wenig. Gott war ja schließlich im "Wunder-Business" und hatte gefälligst dafür zu sorgen, daß Leute sich bekehren, geheilt und befreit wurden und ihr Leben auf die Reihe kriegten. Und wenn Gott sich mit seiner Arbeit Zeit ließ, wenn die Wunder auf sich warten ließen war ich sehr wohl geneigt ihm ein wenig nachzuhelfen.
Wenn ich zum Beispiel einen leisen Eindruck oder Impuls in meinen Gedanken verspürte, posaute ich diesen gerne auf der Bühne mit dem Anspruch hinaus: "Der Herr hat gesagt!", obwohl eigentlich der Herr gar nichts gesagt hatte.

Sonntag, 24. Februar 2019

Der Knallbottich

Nach langer Zeit höre ich mal wieder King Crimsons "Larks' Tongues in Aspic" und erinnere mich an das winzige verqualmte Zimmer in dem der Knallbottich stand.
Er war ein riesiger grüner Glasballon, den mein Vater einmal zur Weinherstellung verwendet hatte.

Ich hatte ihn ein wenig zweckentfremdet und eine Art Wasserpfeife daraus gebastelt. Ein Glaskolben wurde mit einem Sieb Versehen und ein langer Schlauch aus dem Gartencenter daran befestigt, so das der Rauch des Haschisch durch einige Liter Wasser gekühlt und gereinigt wurde.

Der Vorteil war, dass man kaum noch hustete, obwohl man sehr tief einatmen musste, um an den begehrten Rauch zu gelangen. Der zweite Vorteil war, dass das Rauschgift viel mehr "knallte" als der übliche Joint, weshalb wir ihn auch "Knallbottich" nannten.
Außerdem war er bei Kerzenlicht und Musik auch unsagbar gemütlich.
Und so hörten wir die psychedelische Musik von King Crimson umso konzentrierter und entspannter und ließen uns einfach treiben..

Dieser Knallbottich war grün und verzerrte die Gesichter und Flammen der Kerzen, wenn man hindurch schaute.
Und jeder träumte von einem anderen Land, einer anderen Zeit oder Dimension.
Ich vergaß meine furchtbar nüchterne, graue Handwerkslehre, die so gar nicht zu mir passte und auch keine Zukunft hatte.
 Ich würde einmal vielleicht ein Guru oder geistiger Lehrer sein, oder zumindest ein weiser Mann mit langem Haar und Bart; und ahnte nicht, dass ich einfach nur ein verstörter junger Mann mit vielen psychischen Problemen war.
Aber zumindest hatte ich viel Phantasie und konnte von einer besseren Welt träumen..
Wir Hippies würden ja die Welt verändern!

Samstag, 9. Februar 2019

Fake News im Kopf

Gestern morgen im Badezimmer..
Meine Körperlotion ist alle und ich sehe, daß meine Frau eine Neue auf den Badewannenrand gestellt hat.
Mist! Warum kauft meine Frau so oft Bodymilk anstatt Lotion - die lässt sich viel schlechter verreiben und zieht viel schlechter ein. Da ist wieder diese Olive drauf abgebildet und dort steht eindeutig BODYMILK drauf. Aber ich habe ja gottseidank noch eine LOTION imSchrank!

Ich stehe schon unter der Dusche und frage meine Perle: “Kannst du mir mal meine Bodylotion aus dem Schrank holen?“ “Wieso? Da steht doch eine auf dem Rand!“ antwortet meine Frau.
“Nee, das ist doch diese Bodymilk, die sich so schlecht verreiben lässt“, protestiere ich. “Habe ich doch genau gelesen!“
Sie hält mir die Plastikflasche hinter dem Duschvorhang unter die Nase und ich lese BODYLOTION und bin sprachlos. Ich habe doch eindeutig Bodymilk gelesen und die dazugehörige Olive auf dem Cover gesehen! 
Moment mal, das ist ja gar keine Olive sondern.. eindeutig eine aufgeschnittene Avokado! Ich bin platt und mein Gehirn rattert..

Will mich meine Frau verarschen und hat schnell eine andere Flasche herbeigezaubert? Nein, ist überhaupt nicht ihre Art. Ich habe mich eindeutig verlesen und verguckt! 
Aber warum? Weil ich dieses Bild über meine Frau im Kopf habe, dieses Unverständnis darüber, daß sie  überhaupt etwas anderes zum Eincremen benutzt als ich für nützlich befinde - mein Gehirn hat mir etwas vorgegaukelt, was gar nicht real da war! Ich war völlig perplex und auch ein wenig erschrocken über mich. Erst gar nicht richtig hingeschaut - dem Vorurteil in meinem Kopf mehr getraut als der Realität - ja die Realität erst überhaupt gar nicht wahrgenommen!

So muß es mir wohl auch in anderen Fällen gehen. Fälle, wo ich mir eben in vielen Jahren eine Meinung über bestimmte Menschen, die Politik, Kunst, Wissenschaft oder Gesellschaft gemacht habe. Es kann theoretisch das gesamte Leben, die gesamte Wirklichkeit umfassen. 
Die Wahrheit ist das was wirklich da ist - nicht unbedingt das, was ich durch meinen Persönlichkeitsfilter wahrnehme.
Fake News im Badezimmer,
denke ich amüsiert und creme mich mit der guten, neuen Bodylotion ein. Vielleicht sollte ich meine Wahrnehmung der Wirklichkeit des Öfteren einer kritischen Betrachtung unterziehen und oft genauer hinsehen und hinhören - die Welt ist ja voll von Fake News, nicht nur mein Badezimmer und mein Kopf!

Donnerstag, 26. Oktober 2017

Das, was uns rettet

1Kor 1,18 Denn das Wort vom Kreuz ist denen, die verlorengehen, Torheit; uns aber, die wir errettet werden, ist es Gottes Kraft.

Danke, Jesus, daß das Wort von deinem Kreuz mich gerettet hat. Einst war es auch für mich eine reine Torheit und nichts als Blödsinn!

Ich habe dagegen angekämpft und Christen als Spinner tituliert, die mich überzeugen wollten, daß Jesus der EINZIGE Weg zu Gott ist und daß er am Kreuz die Schuld und Sünde meines ganzen Lebens trug.

Aber Du, Jesus, hast nicht locker gelassen, hast mich verfolgt, verstört und bist mir nachgegangen. Dein Wort rumorte in meinem Herzen bis es endlich Ruhe fand bei dir.
Dein Wort ist wirklich Gottes Kraft! Übernatürlich, lebendig und wirksam - denn du selber wohnst in deinem Wort!