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Montag, 30. Mai 2016

Die Kraft des Segnens

Mt. 5,44  Ich aber sage euch: Liebet eure Feinde, segnet, die euch fluchen, tut wohl denen, die euch hassen, und betet für die, die euch beleidigen und verfolgen

1.Petr 3,9 ...und vergeltet nicht Böses mit Bösem, oder Scheltwort mit Scheltwort, sondern im Gegenteil segnet, weil ihr dazu berufen worden seid, daß ihr Segen ererbet.

Jemanden segnen bedeutet: Gutes über ihn aussprechen, ihm Gutes wünschen - im Namen Gottes und im Namen Jesu Christi. - Das Gegenteil ist ihm zu fluchen, ihm Böses zu wünschen, zu meckern und murren, über ihn zu klagen.

Im Segnen und im Fluchen liegt eine große Macht verborgen - sowohl zum Guten als auch zum Bösen. In den Weisheits-Sprüchen Salomos heißt es: "Tod und Leben steht in der Gewalt der Zunge" (Spr.18,21)


Neulich hatten wir eine gute Gelegenheit zu meckern und zu murren und auf jemanden zu schimpfen und haben es zu Anfang auch getan - ich bin mir der biblischen Weisheit ja nicht unbedingt in jeder Situation bewußt und lebe sie daher auch leider allzuoft nicht in der Praxis aus.

Ein Nachbar mit Fenstern zum gemeinsamen Hof war der Meinung er müsste die ganze Nacht laute Musik laufen lassen - bei geöffneten Fenstern!
Wir dagegen schlafen lieber des nachts - zumindest so ab Mitternacht - und haben dabei auch gern geöffnete Fenster wegen der frischen Luft. Mit geschlossenen Fenstern wird die Luft schnell stickig und verbraucht in dem kleinen Schlafzimmer. Also meckert und schimpft man so einige Zeit, gibt dem unbekannten Nachbarn einige übele Schimpfnamen wie: Blödmann, Affe, Idiot usw. und schließt dann nach ein paar Stunden das Fenster um wenigstens noch ein paar Stunden Schlaf zu finden.
Bei dem Nachbarn lief die Musik dann noch den halben Tag weiter, es war einige Stunden Ruhe und ging dann abends wieder los. Das Spiel ging auch den zweiten und dritten Tag so weiter - so daß wir dann früher unser Fenster schlossen.

Morgens dachte ich mir dann: Vielleicht sollte ich für den Mann (Natürlich muß es ein Mann gewesen sein) mal beten. 

Ich habe schon vor vielen Jahren die Lektion gelernt daß Fürbitte bedeutet FÜR jemanden zu beten - nicht GEGEN jemanden! Denn Gott liebt alle Menschen gleich und ist grundsätzlich FÜR uns und nicht GEGEN uns. Sooft ich GEGEN Dinge gebetet habe, die mich bei den Anderen stören und die meiner Meinung nach dem Willen Gottes entgegen standen habe ich keine Gebetserhörungen erlebt so weit ich mich erinnern kann.

Also fing ich an den Krachmacher zu segnen und ihm im Gebet gutes zu wünschen. Nach kurzer Zeit hatte ich innerlich den Eindruck daß dieser Mensch ernsthafte seelische Probleme hat. Ich betete daß Gott ihm in seiner Güte begegnet und ihm Heilung schenkt - mir kam der Gedanke daß er vielleicht unter einer Angststörung leidet die er versucht mit der nächtlichen Musik zu kompensieren.
Auch dafür betete ich und bekam richtiges Mitempfinden mit diesem Menschen. Mein Ärger verflog sehr schnell - auch der Gedanke eventuell irgendwann nachts die Polizei zu rufen - und machte Mitgefühl und Sympathie platz.

Ich erwartete nicht daß mein Gebet eine Auswirkung auf die nächtliche Störung hatte - es war mir auch egal geworden. Allerdings warteten wir abends dann vergeblich auf die Beschallung und konnten das Fenster offen lassen. Seitdem ertönt die Musik nur noch sehr sporadisch und auch nie mehr nachts. Ich habe keine Ahnung wer der "Übeltäter" war würde mich aber freuen ihn kennen zu lernen.

Ähnliches habe ich viele Jahre zuvor bei noch wesentlich gravierenderen Ruhestörungen erlebt als nichts half: Keine Beschwerde oder gütliches Zureden und auch kein DAGEGEN beten in dem Namen Jesu Christi und Ausübung meiner geistlichen Autorität gegen die "Mächte der Finsternis".

Ich wohnte damals im Wohnheim für Schwerstbehinderte direkt über der Station wo ich Körperbehinderte pflegte auf dem sogenannten Pflegerflur. Im Zimmer auf der gegenüberliegenden Seite des Flures wurde nacht für nacht lautstark gefeiert, so daß auch kein Ohropax mehr half. Und es war sehr hellhörig dort - die Wände waren dünn. Es waren Schwestern und Pfleger die dort überhaupt nicht wohnten sondern den Raum ausschließlich für ihre Gelage nach Feierabend nutzten.
Die Feiern dauerten nicht selten bis 4:00 Uhr nachts und ich hatte oft am nächsten Morgen Frühdienst und musste um 6:00 Uhr auf der Station antreten.

Ein Christ wohnte direkt im Nebenzimmer und hatte auch schon alles versucht um seine Ruhe zu kriegen. Er war Klassik-Fan und hatte in seiner Verzweiflung schon seine Lautsprecherboxen direkt gegen die Wand gerichtet und Orgelmusik von Bach laut aufgedreht. Es interessierte keinen.

Die Wende kam als wir uns entschlossen unsere geballte Gebetskraft zu vereinigen und mal zusammen für die Lage zu beten: Ich war erstaunt als Andreas anfing meine Kollegen zu segnen und sogar ihre Familien in den Segen Gottes einschloß. Ich stieg sofort darauf ein und segnete mit.
Diesmal kam kein Wort der Anklage oder des Murrens über unsere Lippen - nur Segen und gute Wünsche.
Gegen Mitternacht legte ich mich ins Bett und las vor dem Licht löschen noch einen Psalm. Ich hatte ihn noch nicht zu Ende gelesen als die Tür im Nachbarzimmer aufging und die Leute sich nach und nach verabschiedeten. Man konnte jedes Wort verstehen!

Seit dem war Ruhe. Für immer!

Sonntag, 23. Dezember 2012

In der Kirche umme Ecke

Sylle und ich waren heute in unserer evangelischen Kirche umme Ecke.
Nebst Chor und Adventsliedern gab es auch eine Taufe. Der Kleine und seine Schwester waren schon etwas älter und der erste wollte nicht mit Wasser benetzt werden und hat immer wieder NEIN gesagt. Auch den Segen der Pastorin (mit Handauflegung) wollter er nicht. Die Pastorin musste sich ganz schön Mühe geben :-)

Und ich dachte bei mir: Sind wir nicht oft genauso? Gott möchte uns Gutes tun und unser Leben segnen, aber wir sind skeptisch und wollen lieber nicht, weil uns dieser Gott unheimlich ist ;-)

Ich fragte mich auch warum Jesus gesagt hat: Ihr müßt umkehren und sein wie die Kinder wenn ihr in Gottes Reich hineinwollt.
Kinder haben doch meist ihren eigenen Kopp und wehren sich erstmal gegen alle gutgemeinten Warnungen vor dem Feuer oder dem überqueren der Strasse ohne auf die Autos zu achten!
Sie misachten doch grundsätzlich alle Mahnungen welche die Eltern aussprechen um sie zu schützen und müssen mit gaaanz langem Atem mühevoll erzogen werden...

Samstag, 8. Januar 2011

Tessa †

Zytanien Hauptbühne   Foto: Ruben Förthmann
Ich traf Tessa nur zwei mal im Leben. Und doch hat sie sich in mein Herz eingebrannt. Das erste mal war 2003 oder 04  als ich die freie Republik Zytanien kennenlernte. Dort leben ein paar Hippies, Punks und Ausgeflippte in einer alten Ziegelei. Und die veranstalten jedes Jahr ein Kultfestival mit ca 2000 Besuchern.
Ich hatte meine Töchter und ihren Punkerfreund Hoschi im Auto und war schon sehr gespannt auf die Bands und das Festival-Feeling.
Am Eingang des Geländes trafen wir Tessa und meine Tochter stellte mich als Vater vor. Meike kannte Tessa von der Punker-Szene, aber sie sah überhaupt nicht punkig aus. Sie war noch recht jung und wirkte sehr nett und aufgeschlossen auf mich und ich war froh von ihr nicht als der bürgerliche Spießer sondern als Mensch wahrgenommen zu werden.

Donnerstag, 16. Juli 2009

30 Jahre Treue (Perlenhochzeit)

Ich habe heute eine Kerze angezündet. Standesgemäß natürlich im Internet. Es war ein Dank an meine liebe Ehefrau, Freundin und Kumpel(in) Sylle für 30 Jahre Treue zu mir.
Man braucht schon ein wenig Ausdauer für so etwas.
Aber das ist wohl wechselseitig.
Vielleicht sollte ich noch eine zweite Kerze des Dankes an den lieben Gott anzünden, der uns so lange durchgetragen hat, uns Liebe füreinander und die Kinder gab?
Tja, was soll man dazu noch sagen? Ist es ein (kleines) Wunder heutzutage wo jede zweite Ehe geschieden wird? Oder haben wir es etwa ganz allein geschafft?

Meine Frau ist ein toller, grandioser Mensch und ich selbst möglicherweise auch, und wir lieben uns sogar immer noch trotz aller Schwächen und Merkwürdigkeiten. Vielleicht sogar mehr als am Anfang.
Aber irgendwie ist es trotzdem ein Wunder für mich, daß wir gemeinsam durch Dick und Dünn gegangen sind, heute beim Italiener das exakt Gleiche Essen und Trinken bestellt haben um anschließend eine Flasche Sauvignon blanc und danach eine Flasche Chianti zu leeren und auf SKY einen schaurigen Thriller zu gucken.
Wem kann man dafür danken außer Gott?

Sonntag, 28. Juni 2009

Lieschen Müller kauft sich einen Ehemann

Der investigative Reporter Günter Jott berichtet über einen neuen Trend aus der Hauptstadt, der eventuell dem großen Kaufhaussterben entgegenwirken könnte,wenn..., ja wenn die Frauen mitspielen!

Berlin ist ja schon immer dafür bekannt, die Nase vorne zu haben. Wenn es etwas Neues auf der Welt gibt, dann zuerst in Berlin. Da muss der Rest der Welt schauen, wie er damit zurecht kommt.

Nun hat vor einigen Wochen ein neues Kaufhaus seine Pforten geöffnet. Es nennt sich »Männerkaufhaus«. Auf sechs Etagen werden Ehemänner verkauft - der richtige Ort für heiratsfähige und -willige Damen also. Seit der Eröffnung ist das Kaufhaus ständig überfüllt. > Weiterlesen...

Donnerstag, 4. Juni 2009

Neues Familienportal

Da ist sie wieder - Eva Hermann. Nein, nicht im öffentlich Rechtlichen, sondern bei familyfair.tv
Sie interviewed Experten zum Thema Ehe und Familie, Emanzipation und Männerbewegung.
Auf dem Familienportal "familyfair" gibt es interessante Artikel zu den Themen Familie und Erziehung, Geschlechterkampf und Gleichberechtigung der Geschlechter. Dazu ein interaktives Diskussionsforum zu den genannten Themen.
Offizieller Startschuß ist erst mitte Juni 09, man kann allerdings jetzt schon blättern und sich im Portal registrieren. Kampf dem Gender Mainstreaming!
Ergänzend zum Thema Gender Mainstreaming: > Sexualität und Schamgefühl.

Mittwoch, 8. Oktober 2008

Kinder sind ein Geschenk

Ps. 127,3 Siehe, Kinder sind eine Gabe des HERRN, und Leibesfrucht ist ein Geschenk.
Als ich als Kind einmal meinen Vater fragte, was der Sinn des Lebens sei, antwortete er mir mit einer Gegenfrage: "Was ist der Sinn von einem Apfelbaum?" Auf meine Ratlosigkeit hin antwortete er mir: "Früchte hervorbringen!"
"Kann es denn so einfach sein?", fragte ich mich damals. Aber warum nur soll ich mich vermehren? Um des Vermehrens willen? Um den Fortbestand der Art zu gewährleisten? Muss es nicht noch einen tieferen Sinn geben?

Jedenfalls vergaß ich diesen Satz meines Vaters mein ganzes Leben nie. Nun bin ich selbst Vater von vier erwachsenen Kindern, die mich viel Kraft und Nerven gekostet haben. Nicht alles ist glatt gegangen in unser aller Leben; aber niemals habe ich meine Entscheidung für die Ehe und unsere gemeinsame Entscheidung für Kinder bereut - im Gegenteil. Meine KInder, deren Freunde und Lebenspartner machen mein Leben reich. Wir lieben uns als Familie: Die KInder unter sich, wir Eltern lieben jedes Kind und unsere Kinder lieben uns als Eltern. Wir halten zusammen, stützen und helfen uns gegenseitig und haben einen regen Gedankenaustausch auf jeder Ebene. Ich könnte mir ein Leben ohne Familie nicht mehr vorstellen. Was wären wir einsam und arm ohne einander!
Kinder sind eine Gabe des HERRN! Das kann und möchte ich doppelt unterstreichen. Sie sind das wunderbarste Geschenk, daß Gott uns Menschen machen kann - was kann mehr Wert auf der Welt sein als ein Mensch?
Geld? Gold? Diamanten? Luxus? Macht? Ausleben unserer Triebe?
Geld schießt Tore, sagt man gern in der Fußball Bundesliga, aber selbst dieser Spruch ist nicht immer wahr, wie man am derzeitigen Tabellenstand des FC Bayern München sehen kann :-) Und noch viel weniger kann Geld Liebe, menschliche Nähe und Wärme kaufen. Und das hemmungslose Ausleben unserer Triebe bringt uns vielleicht Aids oder den Tripper, aber keine Geborgenheit in unserem Leben. Ein jeder Mensch sehnt sich nach Sicherheit und Geborgenheit in einer verlässlichen Partnerschaft mit einem anderen Menschen. Niemand wird gern betrogen oder geht leichten Herzens darüber hinweg, wenn sein fester Freund(in) oder Lebenspartner(in) mit jemand anders intim wird. Manche mögen vielleicht im Laufe der Zeit abstumpfen, weil sie sich Treue in einer Beziehung überhaupt nicht mehr vorstellen können, aber von Natur aus möchten wir unseren Lebenspartner mit niemandem teilen. All diese Schwärmereien von "offener Ehe", Dreierbeziehungen oder ähnlichem Nonsens können unser eigentliches Verlangen nach fester, vertrauensvoller Bindung niemals ersetzen, sie sind nur ein Notbehelf um seelische Störungen und Beziehungsunfähigkeit zu kaschieren.
An Kleinkindern kann man hervorragend beobachten, wie wichtig feste Bezugspersonen für Kinder sind und wie schwer sie sich von ihnen trennen. Kinder sind von Natur aus die lupenreinsten Spießer die es gibt. Sie wollen feste Ordnungen und Rituale und sie wollen Eltern, die sich nicht trennen, sondern immer für sie da sind! Aber wir sind seit den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts ja so furchtbar schlau geworden und haben tolle neue Konzepte entwickelt, die Ehe und Familie ersetzen sollen. Und Kinderfeindlich sind wir geworden. nein, das gibt niemand zu - ich und KInderfeindlich? Aber ab zwei Babys in der Familie gilt man schon als anrüchig oder asozial. Eine Frau, die gern zu hause bleiben und Mutter sein möchte, anstatt zu arbeiten, wird als Heimchen am Herd verspottet. Ein Vater, der solches tut, dagegen als Held verehrt. - Welch ein Blödsinn!
Die Früchte eines Apfelbaums schmecken gut, wenn er gut gepflegt und behandelt wird. Ebenso ist es mit Kindern. Wenn man sie als Lebensaufgabe und Lebenssinn betrachtet, viel Liebe, Aufmerksamkeit und Zeit in sie investiert. Ein Apfelbaum kann nicht glücklich werden, wenn jemand versucht ein Motorrad aus ihm zu machen. Er ist von Natur aus dazu bestimmt Äpfel zu tragen.
Aber wir Menschen haben uns immer mehr von unserer wahren Natur entfremdet und suchen unser Glück in immer phantastischeren Kicks und Abenteuern. Doch das wahre Abenteuer liegt darin, unsere eigentliche Bestimmung, unsere wahre Natur zu finden. So einfach und doch scheinbar so schwer. Möge Gott uns dabei helfen!
Foto: Reinhold Stansich (Flickr.com)