Donnerstag, 13. November 2014

Reich gekrönt

Früher haben wir in der Gemeinde das Lied gesungen: "Reich bist Du gekrönt". Gestern las ich die Bibelstelle auf welche das Lied zurück geht. Sie steht in Offenbarung 19,12

Offb 19,12    Seine Augen sind eine Feuerflamme, und auf seinem Haupte sind viele Kronen, und er trägt einen Namen geschrieben, den niemand kennt als nur er selbst. (Schlachter 1951)

Ich habe seit vielen Jahren ein kleines Fragezeichen im Kopf warum Jesus viele Kronen (oder Diademe) auf dem Kopf trägt und ob da so viel Platz ist! ;-)
Gestern habe ich Gott im Gebet einfach mal gefragt und es kam spontan ein Gedanke dazu:

Vielleicht ist eine Krone für den Entschluß und die Tat die himmlische Herrlichkeit zu verlassen und als Mensch geboren zu werden. In einem dreckigen Stall. Ein denkwürdiger Tausch!
Er machte sich selbst zu Nichts um uns auf Augenhöhe begegnen zu können und uns ähnlich zu werden. Philipper 2,5-9

Und eine Krone dafür uns die kostbaren Worte der Wahrheit Gottes zu verkünden und zu Lehren.

Eine Krone für die Barmherzigkeit mit der er Menschen geheilt hat.

Eine Krone dafür daß er seine Taten nicht aus eigener göttlicher Vollmacht getan hat sondern als einfacher Mensch wie Du und ich, der einfach nur auf den Vater im Himmel hörte und ausschließlich das tat, was dieser ihm sagte.

Und die schönste Krone dafür daß er die Menschen trotz allen Widerstandes bis zu Ende liebte - bis zum Tod am Kreuz, womit er all unsere Schuld und Gottesferne auf sich nahm um uns mit Gott dem Vater zu versöhnen.

Dienstag, 28. Januar 2014

Gastbeitrag von "Apo-Opa" Matthias Sesselmann


Schülerstress 1968

Es gab seinerzeit unsäglich braunkleinkarierte Pädagogik-Fuzzys, pädagogisch strukturierte , nette Lehrer gab es nicht oft - der Hauskrach war vorprogrammiert.
Also erfand ich das "Durchhaltespiel", um ein für allemal klarzumachen, "es ist etwas falsch im Staate Dänemark ..."

Zum Vergrößern anklicken. Dann ausdrucken und auf Pappe kleben!

Montag, 13. Januar 2014

Jesus und die große Ernte

Jesus spricht zu ihnen: Meine Speise ist, daß ich den Willen dessen tue, der mich gesandt hat, und sein Werk vollbringe. Sagt ihr nicht: Es sind noch vier Monate, und die Ernte kommt? Siehe, ich sage euch: Hebt eure Augen auf und schaut die Felder an! Denn sie sind schon weiß zur Ernte.
Joh.4,34-35 (rev. Elberfelder 1985)

Das Evangelium des Johannes spricht davon daß Jesus gekommen ist um die Welt zu retten.
Gott möchte nicht daß irgendjemand in Dunkelheit und Verzweiflung zugrunde geht, sondern daß Menschen zu Jesus, dem Licht der Welt, kommen und für ewig gerettet werden.
Sie sollen Zugang in das wunderbare Königreich Gottes erhalten und Gottes Hausgenossen werden - in die Familie Gottes aufgenommen werden, als Söhne und Töchter Gottes!
Das gilt für das irdische "Hier und Jetzt" und für die Ewigkeit in Gottes Dimension der Heiligkeit - der neuen Welt Gottes.

Sonntag, 12. Januar 2014

Don Ralfo und die Musik - Teil 3

Zimmer 20 und die Lobpreismusik.

Zu der Zeit als ich zu Jesus fand arbeitete ich als Zivildienstleistender Im Annastift auf der Frauenstation im Wohnheim für Schwerstbehinderte.
Einige der behinderten Frauen waren lebendige und engagierte Christen, die mich schon lange auf dem Kiecker hatten und für mich beteten.
Sie wohnten zusammen in Zimmer 20 und hießen Ilona, Siggi, Helga und Heike.
Immer wenn ich dieses Zimmer versorgen musste, bemerkte ich daß die Atmosphäre hier irgendwie anders war als in den restlichen Zimmern - ich kam oft zutiefst deprimiert und voller schlechter Gefühle und Gedanken morgens hinein und wurde durch das fröhliche Wesen und die Lust am Leben die die Bewohnerinnen versprühten angesteckt, so daß es mir danach viel besser ging und ich selber gut gelaunt und fröhlich wurde.

Dienstag, 7. Januar 2014

Don Ralfo und die Musik - Teil 2

...Und dann kam das Jahr 1977, in dem sich schlagartig alles änderte... 

Als ich Jesus in einer für mich völlig überzeugenden Weise begegnete wurde mir schnell klar, daß ihm ab sofort mein ganzes Leben gehören sollte - mit allen Bereichen, auch dem der Musik. Ich wollte ihm mit ganzem Herzen nachfolgen, nicht weil mich die Jesus-Leute bequatscht hatten, sondern weil mir der Auferstandene selbst begegnet war und sich mir offenbart hatte. Ich bin der Herr Dein Gott - Du sollst keine anderen Götter neben mir haben, das erste Gebot, wollte ich ganz selbstverständlich in meinem Leben  praktisch verwirklichen. Jesus sollte wirklich der Herr in meinem Leben werden und niemand anderer sonst. Mein altes Leben sollte mit Jesus am Kreuz sterben und das neue Leben wollte ich nur aus seiner Hand nehmen.

Montag, 6. Januar 2014

Don Ralfo und die Musik

Ab einem gewissen Zeitpunkt wurde die Musik mein Gott. Ich kann das korrekte Datum nicht nennen...
War es mit meiner erste Single "Oh well" von Fleetwood Mac, welche mir völlig unter die Haut ging?
Oder etwas später als ich (leicht angesoffen) zu Deep Purples "Speed King" wie wild in meinem Zimmer zu tanzen begann?
Jedenfalls war es bald eine Art religiöser Frevel für mich eine LP (damals gab es nur Vinyl) einfach nur halb abzuspielen, oder gar nur einen einzigen Song zu spielen.
Damals in den späten Sechzigern und frühen Siebzigern des letzten Jahrtausends gab es ohnehin fast nur Konzeptalben für mich, die man zusammenhängend hören musste - es gab noch so etwas wie "Botschaften" in der Musik, die ich verzweifelt herauszuhören versuchte weil mein Englisch leider nicht ausreichte... aber irgendwie setzte sich das bischen was ich verstand immer zu einer Art Botschaft für mich zusammen die mein Lebensgefühl prägte.

Samstag, 30. November 2013

Was ich immer schon mal tun wollte..

Manchmal sitze ich im Bus oder der Straßenbahn, schaue mir die Leute an und denke: "Wie traurig und einsam so viele Menschen doch sind."

Sie sind in sich gekehrt, niemand schaut sich direkt an oder lächelt gar. Fast könnte man meinen die ganze Straßenbahn (Die Menschen darin, nicht die Bahn) oder sogar ganz Deutschland ist von einer kollektiven Depression befallen.
Warum unterhält sich niemand außer den Schulkindern oder sowieso Bekannten? Warum starren die Leute nur mit leerem Blick in der Gegend herum, vermeiden sich gegenseitig anzusehen oder spielen mit dem Smartphone? Manche sind auch in ein Buch vertieft.
Ähnlich ist es in den Wartezimmern der Ärzte, von denen ich im Lauf der letzten Jahre eine ganze Menge kennengelernt habe: Die Wartezeit dauert elend lange, man sagt "Guten Morgen" und "Auf Wiedersehen" aber keiner kommt auf die Idee sich vielleicht mal mit dem Nachbarn zu unterhalten um das Warten kurzweiliger und angenehmer zu gestalten.

Donnerstag, 1. August 2013

Prüfet alles!

Der Satz aus 1.Thes 5,21: Prüfet aber alles. Das Gute behaltet... wird sehr häufig als Totschlagargument gegen jegliche Kritik an christlichen Lehren oder Persönlichkeiten missbraucht.
So als ob es nur diesen einen Satz in der Bibel zu diesem Themenkreis geben würde.
Wir sollen das Schlechte oder Fragwürdige einfach ignorieren und uns nur mit dem Positiven beschäftigen.
Da ist natürlich auch etwas Wahres dran, aber es wird möglicherweise übersehen daß wir erst einmal das Falsche oder Böse als solches zur Kenntnis nehmen müssen um es vom Richtigen und Guten zu unterscheiden. Und man muß das Schlechte dann auch thematisieren und benennen um es verwerfen zu können und das Gute zu behalten. Das nennt sich prüfen!
Wir sollen uns allerdings nicht vom Bösen hypnotisieren lassen und nur noch darauf starren sondern weitergehen und uns auf das Gute konzentrieren.
Bei manchen lieben Geschwistern habe ich den starken Eindruck das mir nahegelegt werden soll ich solle doch auch bitte dieses Prüfen tunlichst vermeiden weil ich ansonsten der Kritiksucht verfallen würde.
Es wird dabei geflissentlich übersehen daß im neuen Testament sowohl falsche Lehren als auch bestimmte Personen namentlich erwähnt werden von denen wir uns fern halten sollen. Es wird sehr wohl vor dem Schlechten und Falschen gewarnt und nicht nur das Gute gelehrt und betont!

Sonntag, 30. Juni 2013

Alten Schatz gefunden

Als die CD damals Einzug hielt sind mir manche Vinyl-LPs von damals verloren gegangen - es ist lange her.
Gestern bin ich beim Stöbern auf Youtube auf alte Schätze gestoßen, die einst in meinem Besitz waren und auf die ich nicht genug aufgepasst hatte. Hier ist ein wiedergefundenes Kleinod davon:

Mittwoch, 22. Mai 2013

Was mir so zu Pfingsten durch den Kopf ging

Was mir so zu Pfingsten durch den Kopf ging: 
In der Pfingstpredigt meiner Gemeinde (ev.luth) wurde gesagt daß Pfingsten eines der drei "Hochfeste" der Kirche sei und daß diese Feste immer 2 Tage dauern würden. Zu Weihnachten wird wochenlang über die Geburt Jesu gepredigt und zu Ostern wochenlang über seinen Tod und die Auferstehung. Aber im Pfingstgottesdienst war der heilige Geist merkwürdiger Weise nur eine Randnotiz! :-) Und scheinbar kann die evangelische Kirche und möglicherweise auch viele anderen mit dem heiligen Geist nicht viel anfangen. Er ist nicht so anschaulich und handfest wie der "Menschensohn" Jesus Christus.
Aber besteht einfach kein Interesse an der Person des heiligen Geistes, oder hat man Angst vor ihm? Befürchtet man daß er Unruhe oder Unordnung in die Kirche hereinbringen könnte?
Was ist wohl die Ursache dafür, daß man mit dem Heiligen Geist nichts anfangen kann?

Dienstag, 26. Februar 2013

Abgelehnt?

Es passiert mir sehr häufig, daß ich mich von Gott abgelehnt oder im Stich gelassen fühle. In meinem Kopf weiß ich eigentlich daß dies totaler Blödsinn sein muß, aber meine Emotionen führen offenbar ein Eigenleben und sagen mir etwas völlig Entgegengesetztes!
Wenn ich krank werde oder meine chronischen Krankheiten betrachte fühle ich mich von Gott im Stich gelassen. Wenn mein Auto kaputt geht oder mir ein Misgeschick passiert fühle ich mich von Gott abgelehnt und vermute daß dies die Folge meines Versagens in Bezug auf Gott ist.
Ich frage mich was ich alles falsch gemacht habe und wo ich überall Gottes Willen verpassst haben mag.
Ich glaube nicht daß ich der Einzige Christ bin, dem es so ergeht. Im Psalm 10,1 (rev. Elberfelder Bibel) heißt es:
 "Warum, HERR, stehst du fern, verbirgst dich in Zeiten der Drangsal?"
Oder mit anderen Worten: "Herr, warum hast du mich im Stich gelassen und kümmerst dich nicht um mein Elend?"
Und es liegt offenbar nahe Krankheit oder Unglück automatisch mit begangener Sünde oder Rebellion gegen Gott in Verbindung zu bringen:
Joh 9,2  (rev.Elberfelder Bibel)  Und seine Jünger fragten ihn und sagten: Rabbi, wer hat gesündigt, dieser oder seine Eltern, daß er blind geboren wurde?
Joh 9,3  Jesus antwortete: Weder dieser hat gesündigt, noch seine Eltern, sondern damit die Werke Gottes an ihm offenbart würden.

Jesus verneint diesen religiösen Automatismus in welchem wir meinen daß Unglück oder Krankheit immer mit unserem Fehlverhalten zu tun haben muß, stattdessen sagt er an anderer Stelle daß Gott die Sonne über Gerechten und Ungerechten aufgehen lässt und es auch gleichermaßen über Böse und Gute regnen lässt! (Mt.5,45) In Luk.6,35 behauptet er gar daß Gott gütig ist gegen die Undankbaren und Bösen!
Daraus schließe ich daß Gottes Wort richtig und wahr ist und meine Emotionen falsch und trügerisch!

Gestern morgen war ich schon beim Aufwachen mies drauf - wie es Depressiven wie mir sehr oft ergeht. Und dieses Grübeln und Suchen nach falschen Motiven und Fehlern bei mir begann wieder einmal  völlig automatisch. Es muß doch einen Grund geben warum es mir so dreckig geht?
Da kam plötzlich ein Gedanke in meine übelgelaunte Seele hereingeschneit - als ob es eine Eingebung von Gott war: "Ralf denke doch einmal darüber nach wie vielen von Gott geliebten und gesegnen Leuten in der Bibel es oft dreckig ging und wie viel Unglück sie erdulden mußten!"
Und ich fing an über Hiob nachzudenken - das Paradebeispiel eines Menschen welcher unendlich viel Leid ertragen musste obwohl er gerecht war und sich nichts hatte zuschulden kommen lassen.
Und er war keineswegs von Gott verlassen oder abgelehnt. Sein Unglück hatte überhaupt nichts mit seinen Fehlern oder Sünden zu tun. Im Gegenteil: Gott war regelrecht stolz auf ihn!
Und was war mit Jesus, Paulus, den alten Propheten und vielen Anderen in der heiligen Schrift? Gibt es jemanden von ihnen, die keinerlei Unglück oder Leid erdulden mussten?

Mir wurde schlagartig bewusst daß meine selbstquälerischen Gedanken rein gar nichts damit zu tun hatten, daß Gott mich ablehnt oder mich im Stich lässt.
Eine Ahnung von Gottes zärtlicher Liebe wehte durch meine Seele. Scheinbar ist mein himmlischer Vater mir total wohlgesonnen, wacht über mich und ist mir durch Jesus ganz nah. Trotz aller meiner Fehler, Sünden und Macken.