Sonntag, 15. Juni 2008

Hilfe mein Herz brennt

Ich war heute wieder im Gottesdienst in der Ichtys-Gemeinde. Mit unserer Jule, der Wundertüte aus unserer Hauskirche. Ich liebe und brauche meine Hauskirche. Dort sind meine Freunde, die mich über Jahre getragen und ertragen haben. Ich möchte keinen von ihnen missen.
Aber ich kann mich wieder am Gottesdienst in einer "normalen" Freikirche erfreuen und bin außerordentlich gesegnet von diesem Gottesdienst nach hause gefahren.
Schon während der Lobpreiszeit ist die wunderbare Nähe Gottes regelrecht über mich hergefallen!
Ich weiß nicht, wie man es beschreiben kann. Die Liebe des Vaters hat mich regelrecht und buchstäblich durchgeschüttelt! Ich musste weinen, lachen und stöhnen zugleich. Gott ist so gut. Er ist so wunderbar. Ich fühle mich so glücklich und voller Freude.
Gott ist so heilig. Nichts ist mit ihm zu vergleichen! Es gab einen Altarruf, bei dem ich das erste mal seit über 10 Jahren nach vorne zur Bühne gegangen bin, um vor Gott niederzuknien. Die Menschen um mich herum waren mir so was von egal. Ich konnte nur noch sagen: Heilig, Heilig, Heilig ist der Herr! Holy, holy holy!
Ich bin überwältigt von der Güte Gottes.

Foto: http://www.ichthyshannover.de

Samstag, 14. Juni 2008

Jesus liebt Kritik

Spr 6,27 Kann jemand Feuer in seinem Busen (oder Gewandbausch) tragen, ohne daß seine Kleider in Brand geraten?
Jesus kam um ein Feuer auf der Welt anzuzünden und hatte großes Verlangen danach, es endlich brennen zu sehen. (Luk.12,49)
Gemeint ist hier sicherlich der Heilige Geist, der am Pfingsttag in Gestalt von Feuerzungen auf die wartenden und betenden Jünger/innen kam.
Paulus sagt viel später: Hebr 12,29 Denn auch unser Gott ist ein verzehrendes Feuer.
Hallo Gemeinde, bitte aufwachen! Kann man das verzehrende Feuer unseres mächtigen und heiligen Vaters in seinem Herzen tragen und nicht davon verzehrt werden? Kann man verhindern daß die Kleidung Feuer fängt?
Kann man Jesus nachfolgen, ohne das Zeichen und Wunder geschehen, Kranke geheilt werden und von Dämonen geknechtete Menschen frei werden?
Joh 14,12 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, wer an mich glaubt, der wird die Werke auch tun, die ich tue, und wird größere als diese tun, weil ich zu meinem Vater gehe;
Was bildet sich Jesus eigentlich ein, so etwas zu behaupten? Ich - und die gleichen Werke tun, die Jesus auch getan hat? Und sogar noch größere?
Der bildet sich wohl ein, der Sohn Gottes zu sein und seine Jünger mit der gleichen Power auszurüsten, die er selbst hatte, als er noch auf der Erde herumspazierte!
Apg 1,8 ...sondern ihr werdet Kraft empfangen, wenn der heilige Geist über euch kommt, und werdet Zeugen für mich sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samaria und bis ans Ende der Erde!
Ihr werdet Kraft empfangen wenn der Heilige Geist über Euch kommt!
Wo in aller Welt gibt es ein funktionierendes Auto, in dessen Tank Supersprit gefüllt wurde, das keine Kraft hat mit 120 Sachen über die Autobahn zu preschen?
Wo in aller Welt gibt es ein entzündetes Lagefeuer, das keine Kraft hat mich zu erwärmen? Wo gibt es ein Feuer, das keine Kraft hat ein Stück Holz anzuzünden, das ich in die Flamme halte?
Wo in aller Welt kann ein Christ mit dem Heiligen Geist erfüllt sein - ohne irgend eine sichtbare und fühlbare Auswirkung?
Sag doch mal das Wort: Auswirkung.
Auswirkung! Auswirkung! Auswirkung!
Liebe Gemeinde, das Problem in unserem Leben ist, daß wir das Feuer des Himmels verloren haben. Vielleicht haben wir es auch noch nie so richtig in seiner ganzen Fülle und Kraft empfangen. Vielleicht haben wir uns mit viel weniger zufrieden gegeben, als der Herr Jesus für uns bereit hatte. Vielleicht sind wir lauwarm geworden?
Jesus liebte die Christen von Laodicea. Deswegen hat er sie kritisiert - und er hat das gerne getan. Eben weil er sie liebte.
Offb 3,14 Und dem Engel der Gemeinde in Laodizea schreibe: Das sagt der Amen, der treue und wahrhaftige Zeuge, der Ursprung der Schöpfung Gottes: Ich weiß deine Werke, daß du weder kalt noch warm bist. Ach, daß du kalt oder warm wärest! So aber, weil du lau bist und weder kalt noch warm, werde ich dich ausspeien aus meinem Munde. Denn du sprichst: Ich bin reich und habe Überfluß und bedarf nichts! - und weißt nicht, daß du elend und erbärmlich bist, arm, blind und bloß! Ich rate dir, von mir Gold zu kaufen, das im Feuer geglüht ist, damit du reich werdest, und weiße Kleider, damit du dich bekleidest und die Schande deiner Blöße nicht offenbar werde, und Augensalbe, um deine Augen zu salben, damit du sehest. Welche ich liebhabe, die strafe und züchtige ich. So sei nun fleißig und tue Buße! Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hört und die Tür öffnet, so werde ich zu ihm hineingehen und das Nachtmahl mit ihm einnehmen und er mit mir. Wer überwindet, dem will ich geben, mit mir auf meinem Thron zu sitzen, wie auch ich überwunden habe und mit meinem Vater sitze auf seinem Thron. Wer ein Ohr hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt!
Hast Du ein Ohr? Dann höre bitte, was der Geist den Gemeinden sagt und kaufe Gold vom Herrn Jesus. Du brauchst Gold, das im Feuer geglüht ist. Du brauchst ganz dringend weiße Kleider, um vor Jesus und seinem Blick standzuhalten. Und Du brauchst Augensalbe, um zu sehen.
Du brauchst ganz dringend den Heiligen Geist der Kraft, der Freude, des Friedens und der Gerechtigkeit. Du brauchst den Geist des Glaubens und der Liebe. Der Geist der Weissagung ist auch nicht verkehrt.
Hast Du schon alles oder bist Du demütig genug, um Gott ganz neu dafür zu bitten - ja auf Knien anzuflehen?

Mittwoch, 11. Juni 2008

Burn Baby Burn

Mt 3,11 Ich taufe euch mit Wasser zur Buße; der aber nach mir kommt, ist stärker als ich, so daß ich nicht gut genug bin, ihm die Schuhe zu tragen; der wird euch im heiligen Geist und mit Feuer taufen.
Lk 12,49 Ich bin gekommen, Feuer auf die Erde zu werfen, und wie wünschte ich, es wäre schon angezündet!

Apg 2,3 Und es erschienen Zungen, die sich zerteilten, wie von Feuer, und setzten sich auf einen jeglichen unter ihnen.
Um ein Feuer anzuzünden braucht man leicht entflammbaren Zunder, trockenes Holz und einen kleinen Funken. Ein Streichholz ist nicht schlecht.
Man braucht sich nicht anzustrengen, man braucht keinen Flammenwerfer oder Brennspiritus dazu. Nur schön trockenes leicht brennbares Material.
Man braucht auch keinen Blasebalg oder Fön wie beim Grillen zum anfachen der Glut, wenn man sehr trockenes Holz hat.
Jak 3,5 So ist auch die Zunge ein kleines Glied und rühmt sich doch großer Dinge. Siehe, ein kleines Feuer, welch großen Wald zündet es an!
Die Frage ist nur: Ist Dein Herz trocken genug, um das himmlische Feuer zu empfangen und angezündet zu werden? Oder hast Du schon alles und weißt Du schon alles? Hast Du schon genug vom Herrn empfangen? Hast Du den Heiligen Geist empfangen, als Du gläubig wurdest oder kannst Du nur die richtigen Bibelstellen zitieren?
Es gibt keine zweite Erfahrung mit dem Heiligen Geist, musste ich neulich die Weisheit eines Bruders lesen. Alles mit der Wiedergeburt erledigt und jetzt schön nüchtern und sachlich Jesus nachfolgen.
Ein Feuer hat allerdings die Eigenschaft so lange weiter zu brennen, bis das Brennmaterial völlig aufgezehrt ist. Es hört nicht so einfach auf, wenn man es nicht bewusst auslöscht.
Ich fürchte es gibt zu viele selbsternannte christliche Feuerwehrleute in der Gemeinde, die eifrig dabei sind jeden Brand möglichst schnell zu löschen.
"Da kommt die fromme Feuerwehr und löscht wo's gar nicht nötig wär", heißt es in einem alten Spottgedicht.
Höre lieber auf die Zunge, die das Heilige Feuer anzündet, als auf die fromme Feuerwehr, wenn Du für Jesus brennen möchtest. Hey, das ist sogar ein Gebot!
Röm 12,11 Im Fleiß lasset nicht nach, seid brennend im Geist, dienet dem Herrn!
Es ist schwer, sich selbst anzuzünden, wenn man das Feuer verloren hat. Du hast ja keinen Funken, keine Flamme mehr. Du brauchst jemand Anders, der das Feuer hat. Das ist vielleicht demütigend, aber ist Demut nicht eine gute christliche Tugend?
Bitte jemand um Feuer, am besten Gott selbst. Oder hör Dir die Worte der Christen an, die im Geist brennen. Let it burn Baby.
Burn Baby Burn!

Montag, 9. Juni 2008

Nimmst Du die Bibel noch wörtlich?

Gott sagt was er meint und er meint was er sagt, wurde ich als junger Christ gelehrt. Und deshalb müssten wir die Bibel wortwörtlich als direktes Reden Gottes an uns ganz persönlich nehemen, wurde uns gesagt. Ein Beispiel: Gottes Wort sagt im Eph 5,18:
Und berauschet euch nicht mit Wein, was eine Liederlichkeit ist, sondern werdet voll Geistes!
Wenn ich das wörtlich nehme, darf ich mich nicht mehr besaufen. Aber wenn ich den folgenden Vers wörtlich nehme, darf ich mich trotzdem vollaufen lassen:
Spr 31,6 Gebt starkes Getränk denen, die am Umkommen sind, und den Wein den betrübten Seelen.
Ich habe einen starken Hang zu einer betrübten Seele und zum Blues. Ist es jetzt OK, wenn ich mich öfter mal berausche und zudröhne?
Ich habe von Eberhard Mühlan mal die Story über einen bibelgläubigen Christen gehört, der buchstäblich versucht hatte, sich das Auge auszustechen, weil es ihn zur Sünde verführt hatte, hübschen Mädels lüstern nachzublicken. Jesus hat das ja schließlich so gesagt...
Vielleicht merkt jetzt selbst die schlichteste christliche Seele, daß es Humbug ist, das Wort Gottes wortwörtlich zu nehmen.
Es muss ausgelegt werden! Paulus z.B. hat das getan:
2Tim 2,15 Strebe danach, dich Gott bewährt zur Verfügung zu stellen als einen Arbeiter, der sich nicht zu schämen hat, der das Wort der Wahrheit in gerader Richtung schneidet!
Was bedeutet "schneiden" im Urtext?
3718 ortho-tomeo
3717 und Urspr. von 5114, (w. gerade-schneiden); Vb. (1) Gräz. nur LXX: Wege ebnen bzw. gerade machen d.h. wohl gerade Pfade aus einem bewaldeten Gebiet herausschlagen und so gerade Wege machen damit man keine Umwege machen muß. Spr 3,6; 11,5
I.) Ptz.Präs.: geradlinig schneidend 1) Es könnte auch das Bild des Bauarbeiters dahinterstehen, der die Steine gerade schneidet, damit sie in die Mauer passen; oder der Zeltmacher der seinen Stoff gerade schneidet (22, IV, Seite 619). Sich auf geraden Wegen bewegen, einen geradlinigen Kurs einschlagen oder einhalten; übertr.: d. Wort d. Wahrheit (= d. christl. Lehre) geradlinig, direkt, korrekt und ohne Umschweife lehren und es nicht so verdrehen wie d. falschen Lehrer, d.h. es richtig handhaben; viell. auch: geradlinig (ein)teilen; richtig zuteilen. 2Tim 2,15
Selbst Jesus hat das Wort Gottes ausgelegt und nicht wortwörtlich und buchstabengetreu umgesetzt, obwohl er sich grundsätzlich ans alte Gesetz gehalten hat. Die Schriftgelehrten wollten ihn ja immer wieder mit dieser wortwörtlichen Anwendung des Gesetzes fangen. Z.B. als sie die Ehebrecherin zu ihm hin schleppten und sagten: Im Gesetz steht geschrieben, man muss sie steinigen. Du nun, was sagst Du?
"Wer unter Euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein". Vow. Doppeltes VOW!!
Es ist eine übele Irrlehre, das Wort Gottes wortwörtlich umsetzen zu müssen.
Der Teufel selbst steckt dahinter. Schau Dir die Versuchung von Jesus an:
Es steht geschrieben, sagte der Teufel - wenn Du wirklich Gottes Sohn bist dann stürze Dich hier herab, mache die Steine zu Brot u.s.w.
Es steht geschrieben, es steht geschrieben, plärrt er auch heute noch durch die Zungen und Schriften selbsternannter christlicher Warner und Propheten.
Quatsch! Das Wort Gottes muss ausgelegt und richtig geschnitten werden. Und das geht nicht ohne die praktische Hilfe des Heiligen Geistes. Ohne den Geist ist der Buchstabe tot. Ja ohne den Geist bringt Dich der Buchstabe sogar um, sagt uns Paulus. WARNING! Das was zum Leben gegeben wurde kann umbringen und töten, wenn es falsch angewandt wird.
Lass Dir bitte vom Heiligen Geist helfen, die Bibel auszulegen und höre nicht auf die Dränger und Verführer, die eigensüchtige Motive haben. Amen.

Sonntag, 8. Juni 2008

Der Gemeindekritiker war unterwegs

Heute war er wieder unterwegs - der Gemeindekritiker. Er hörte vom armlosen Heiko, daß die Ichtys-Gemeinde in Hannover auch von der Lakeland-Erweckung erfasst worden sei und wollte mal schauen, wie sich das dort so äußert. Er zog sein Eaglespirit T-shirt an und schwang sich auf seinen Motorroller. Und dann ab die Post mit 120 Sachen auf'm Messeschnellweg ins Industriegebiet Vahrenheide.
In der Ikarusallee fällt ihm ein großes Schild auf: Bethaus! Fast ist er versucht, schon dort auszusteigen, aber die Gottesdienstbesucher sehen so bedrückt aus - das kann keine charismatische Gemeinde sein. Also ein paar hundert Meter weiter fahren und schon prangt ihm das große Schild entgegen. Ichtys-Gemeinde.
Der Lobpreis hat schon begonnen, doch ein paar altbekannte Christen begrüssen den Gemeindekritiker trotzdem recht freundlich im vorbeigehen.
Der Saal ist freundlich, weiträumig und gut besucht. Zu Anfang kommen die Kinder zu ihrem Recht. Sie werden vor die Bühne geholt und bekommen ein paar verbale Kuscheleinheiten. Die müssen ja auch wissen, daß Papa im Himmel sie liebt. Danach gibt es den Segenstunnel für sie. Eine Menge Erwachsene bilden mit den Armen eine lange Brücke, durch die sie hindurchmarschieren müssen. Dabei werden sie gesegnet. Was gesagt wird hat der Kritiker nicht gehört, weil er in der letzten Reihe saß. Aber alle machen fröhliche und entspannte Gesichter.
Für die Gottesdienstgäste, die sich mit Handzeichen melden müssen, gibt es zur Belohnung Gummibärchen. Na, wenigstens das hat sich schon mal gelohnt.



Da der Gemeindekritiker ein schwaches Herz hat, steht er nur beim ersten Lied auf und genießt den Rest der Lobpreiszeit im Sitzen. Er muss aber im Takt mit dem Kopf wackeln und dem Fuss wippen, weil die Musik sehr schön ist. Ja, der Geist ist sehr freundlich hier und man spürt das frische Feuer vom Herrn. Ein schöner Anbetungsfluss schwappt erfrischend durch den Saal. Er kommt sogar in der letzten Reihe an und der Kritiker legt den spitzen Bleistift beiseite und singt lieber mit. Schön ist es beim Herrn. Er ist so nett und freundlich. Er erfrischt und füllt mit Freude.
Ein Ehepaar zeigt eine Diashow von ihrem Besuch bei der Ignited Church in Lakeland und berichtet von Heilungen, Hunger und Durst nach dem Herrn. Pastor Matthias Hoffmann interviewed die Beiden geschickt. Ja da kommt Freude auf, das turnt an!
Die Predigt von Matthias ist spitze! Sehr erfrischend, ermutigend und tiefgehend. Und dabei sehr locker und entspannt. Nach dem GoDi noch ein nettes Schwätzchen mit alten Bekannten. Dem Kritiker ist aufgefallen, daß die Gemeinde offensichtlich einen neuen Engel in der unsichtbaren Welt beherbergt, der vor ein paar Jahren noch nicht zu spüren war. Noch n' Kaffee in der Cafeteria trinken und weiter quatschen, was das Zeug hält. Es gibt doch nichts Schöneres als Kommunikation.
Fazit: Daumen rauf, die Gemeinde hat Zukunft! Der Kritiker ist nicht abgeschreckt worden sondern hat Bock drauf noch mal wieder zu kommen. Vielleicht auch zur nächsten "Vaterherz-Konferenz" im November? Mal sehen.

Donnerstag, 5. Juni 2008

Warum hört Gott nicht auf uns?

In über 30 Jahren als Christ habe ich viele Bücher über Gebet gelesen, viele Predigten und Lehreinheiten darüber gehört. Ich habe versucht das Meiste auch in die Tat umzusetzen, denn ich wollte Gott an mir und anderen handeln sehen. Gemäß dem Aufwand, den ich getrieben habe (Nächte durchgebetet, Gebetszeiten von 8 Stunden Länge u.vieles mehr) habe ich sehr wenig von Gottes Handeln in meinem Leben und im Leben der Gemeinde und der Welt gesehen.
Man kann Gott offenbar nicht einfach den Arm umdrehen und erst wieder loslassen, wenn er getan hat, was man sich so alles wünscht. Darauf reagiert er scheinbar nicht. Natürlich kenne ich die Story von der hartnäckigen Witwe, aber ich kenne auch die Verse wo Jesus sagt: Macht nicht viele Worte im Gebet, denn euer Vater im Himmel weiß ja alles was ihr braucht ;-))
Es nützt auch nicht viel, ihm sein Wort unter die Nase zu halten, zu zetern und zu sagen: "Hier habe ich es schwarz auf weiß, Du musst zu Deinem Wort stehen, jetzt mach endlich etwas"!
Fehlanzeige.
Ich spreche jetzt nicht vom allgemeinen Reden mit Gott, von Kommunikation oder Lobpreis und Anbetung - das klappt jederzeit. Ich rede von konkreten Bitten um konkrete Dinge wie Heilung und Befreiung oder Geld. Ich rede von Bitten um die Errettung und Bekehrung von Menschen und Fürbitte für die Nation. Ich rede von Wiederherstellung von Beziehungen auf der Arbeit oder in der Gemeinde. Konkrete Anliegen in die ich Gott mit einbeziehe und erwarte, daß er etwas tut!
Und er rührt sich einfach nicht, egal was ich auch proklamiert und geweissagt habe. Egal wieviel "Glauben" ich aufgebaut habe und egal wie fromm ich meine Bitten auch verpacke. "Es geht mir nur um Deinen Willen, Herr! Es geht mir nur um Deine Verherrlichung und Dein Königreich." Nutzt alles nix. Gott handelt nur sehr selten in dieser Weise für mich. Ab und zu schon, aber im Vergleich zum betriebenen Aufwand? Auch auf den Trick mit dem gemeinsamen Gebet fällt Gott nicht herein, selbst wenn zweihundert Beter gemeinsam schreien und proklamieren was das Zeug hält.
Ich glaube nicht, daß der Teufel Schuld daran hat. Gott ist um so viel stärker als der.
Gott stellt sich einfach nicht zu unserem Gebet, weil er nicht will - aus irgendwelchen Gründen. Für mich ist es sehr interessant herauszufinden warum Gott einfach nicht will. Was für Gründe hat Gott? Das werde ich ihn in Zukunft vermehrt fragen.
Ich habe heute eine sehr interessante Bibelstelle zu diesem Thema gelesen:
Offb 8,3 Und ein anderer Engel kam und stellte sich an den Altar, und er hatte ein goldenes Räucherfaß; und es wurde ihm viel Räucherwerk gegeben, damit er es für die Gebete aller Heiligen(1) auf den goldenen Altar gebe, der vor dem Thron ist. Und der Rauch des Räucherwerks stieg mit den Gebeten der Heiligen auf aus der Hand des Engels vor Gott. Und der Engel nahm das Räucherfaß und füllte es von dem Feuer des Altars und warf es auf die Erde; und es geschahen Donner und Stimmen und Blitze und ein Erdbeben.
In der Anmerkung meiner geliebten Elberfelder Bibel steht dazu: (1) Um den Gebeten der Heiligen dadurch Wohlgeruch und Wirksamkeit zu verleihen.
Ein mächtiger Engel Gottes fügt den Gebeten eine göttliche Substanz hinzu - Räucherwerk - erst dann steigen die Gebete auf zu Gott!
Erst dann darf der Engel das Feuer des Altars nehmen und auf die Erde werfen. Und erst jetzt geschieht etwas auf der Erde in der sichtbaren Wirklichkeit. Und zwar etwas Gewaltiges. Gottes Reden, Donner, Blitze und ein Erdbeben.
Offenbar reichen die Gebete der Heiligen allein nicht aus, um Gottes Handeln auf der Erde freizusetzen. Es muss etwas Göttliches dazugetan werden - etwas Wohlriechendes und Heiliges. Etwas von Gott selbst - vielleicht seine Salbung, sein Heiliger Geist? Gebet, daß nicht nur aus meiner Seele kommt sondern inspiriert ist vom Geist selber? Gebet voller Feuer, Gebet welches aus Gottes Herzen geboren wurde und nicht aus meinem eigenen Herzen?
Dein Wille geschehe, wie im Himmel - so auf Erden. Dein Reich komme. Amen.

Dienstag, 3. Juni 2008

Entspanntes christsein

Ich bin von Natur aus sehr faul. Hatte selten Bock auf richtig anstrengende Arbeit. Wenn ich in den Sprüchen gelesen habe: Geh hin zur Ameise, du Fauler und lerne ihre Weise, dann bekam ich ein richtig schlechtes Gewissen.
Und dann der liebe Gott mit all seinen Forderungen, wo ich noch nicht mal den Anforderungen als Vater, Ehemann und Krankenpfleger so richtig gewachsen war...
Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Du sollst deine Feinde lieben. Du sollst deine Ehefrau lieben, wie Christus die Gemeinde geliebt und sich selbst für sie hingegeben hat (Am Kreuz) Du sollst brennend im Geist sein. Du sollst den Missionsbefehl erfüllen und das Evangelium der ganzen Schöpfung predigen. Du sollst Menschen nicht nur bekehren sondern zu Jüngern machen. (Man beachte den gravierenden Unterschied) Dann sollst du dich noch um die Armen, die Waisen und Witwen kümmern. Wer soll das alles eigentlich schaffen?
Ich habe neulich den absoluten Trick herausgefunden, wie man das alles tatsächlich unter einen Hut bekommt und sogar dabei noch total entspannt ist:
Lass es einfach jemand anders machen!
z.B. den Heiligen Geist, der unser Beistand und Sachwalter ist:
Sach 4,6 Da antwortete er und sprach zu mir: Das ist das Wort des HERRN an Serubbabel; es lautet also: Nicht durch Heer und nicht durch Kraft, sondern durch meinen Geist! spricht der HERR der Heerscharen.
Du wirst von Menschen oder dem Feind angeklagt? Lass es einfach Jesus machen! Er ist unser himmlischer Rechtsanwalt:
1Jo 2,1 Meine Kindlein, solches schreibe ich euch, damit ihr nicht sündiget! Und wenn jemand sündigt, so haben wir einen Fürsprecher bei dem Vater, Jesus Christus, den Gerechten;
Du fühlst Dich von Arbeit überfordert? Schicke doch Jesus hin:
Hebr 4,10 Denn wer in seine Ruhe eingegangen ist, der ist auch zur Ruhe gelangt von seinen Werken wie Gott von seinen eigenen.
Du denkst vielleicht ich flunkere? Wir müssen doch selbst auch etwas dazutun? Wir können doch nicht den ganzen Tag nur im Sessel sitzen, während Jesus, die Engel und der Heilige Geist für uns schuften? Nun ja, Gott hat uns ja erlaubt seine Mitarbeiter zu werden. Aber nur völlig ohne einen selbstgemachten Stress:
Phil 2,13 denn Gott ist es, der in euch sowohl das Wollen als auch das Vollbringen wirkt, nach Seinem Wohlgefallen.
Hallooooo! Gott ist es, der selbst das Wollen in uns bewirkt. Und er bewirkt auch das Vollbringen seiner guten Werke!
Lass es einen Anderen machen!
Lehne dich zurück und schau dem Herrn und seinen Engeln bei der Arbeit zu.
Hebr 1,13 Zu welchem der Engel aber hat er jemals gesagt: «Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde hinlege als Schemel deiner Füße»? Sind sie nicht alle dienstbare Geister, ausgesandt zum Dienst um derer willen, die das Heil erben sollen?
Ich wünsche Dir und mir ein absolut stressfreies christsein ;-))



Sonntag, 1. Juni 2008

Blogstöckchen Demutspreis 2008

Bild: Der Demutspokal. Die Symbolik soll uns sagen - Demut bedeutet, den Ball immer schön flach zu halten!

Der Demutspreis wird jedes Jahr durch eine unbestechliche Jury an Blogautoren verliehen, die sich um diese christliche Tugend besonders verdient gemacht haben.
Wer ist Favorit in diesem Jahr? Wer kommt überhaupt in Frage und welche Kriterien soll man an den Blogautor anlegen? Sind es diejenigen, die aus Demut sehr wenig schreiben, wie Haso in der letzten Zeit? Sind es eifrige Diener in der Auslegung des Wortes wie Storch? Kommen Autoren in Frage, die ein Schild mit der Aufschrift: "Member Relevant Blogs" tragen, oder ist das schon stolz? Keine Chancen wird dieses Jahr wohl Günter J. Matthia haben, dessen narzistische Beweggründe seiner Bloggerei durch seine Ehefrau hinreichend aufgedeckt wurden.

Nenne bitte
1. einen preisverdächtigen Blogautor
und füge
2. eine einleuchtende Begründung für den kommenden Preisträger hinzu.
Ich persönlich schlage Dosi wegen seiner Verdienste um den Brückenbau zwischen Emergent-Church und einem der wichtigsten Warner der evangelikalen Szene Rudolf Ebertshäuser vor.
Hiermit reiche ich das Stöckchen weiter an Haso, Bento und Günter J. Matthia.

Das Evangelium vom Wohlstand

Bis auf diese Stunde leiden wir Hunger, Durst und Blöße, werden geschlagen und haben keine Bleibe und arbeiten mühsam mit unsern eigenen Händen.
So kann nur jemand sprechen, der absolut keine Ahnung von dem hat, was jedem Christen im Übermaß zusteht: Wohlstand und Überfluss! Das ist unser gutes Recht als Kinder des Königs der Könige. Bei wem solch ein Erleben der Normalzustand ist, hat einen "Armutsgeist", der ausgetrieben werden muss. Der weiß einfach noch nicht, was ihm als "neue Schöpfung" und Kind Gottes alles zusteht. Er weiß einfach nicht, wer er "in Christus" ist.
Ich würde einem solchen Menschen dringend empfehlen Kenneth Hagin zu lesen und in eine "Wort und Geist-Gemeinde" einzutreten, in der noch das "volle" Evangelium gepredigt wird.
Dringend zu meiden sind Gemeinden, die noch ein Evangelium der Armut predigen.
Denn wer weiß, was ihm von Gott geschenkt ist, fährt nur noch in Luxuskarossen und fliegt nie mehr Economy-Klasse, sondern nur noch erster Klasse!
Schließlich sind wir ja Botschafter an Christi statt, Gottes Repräsentanten. Und Gott ist reich und nicht arm. Und zwar über alle Maßen. Ich bedauere die armen Christen, die immer noch mit den Hühnern im Sand scharren, anstatt wie ein Adler zu fliegen.
Weißt Du noch nicht, daß Du ein "Adler Gottes" bist?
Das schlimme ist, daß das Evangelium der Armut immer noch weite Verbreitung hat und von vielen christlichen Lehrern vertreten wird, die sich zu allem Überfluss auch noch "Apostel" nennen. Den Autor der oben zitierten Verse sollte man ganz schnell aus seinem Bücherregal verbannen. Hier der Link zu einem seiner Lehrbriefe.

Donnerstag, 29. Mai 2008

Unser Kampf II - Die Waffen

Eph 6,13ff Deshalb ergreifet die ganze Waffenrüstung Gottes, damit ihr am bösen Tage zu widerstehen vermöget und, nachdem ihr alles wohl ausgerichtet habt, das Feld behalten könnet.
So stehet nun, eure Lenden umgürtet mit Wahrheit, und angetan mit dem Panzer der Gerechtigkeit, und die Füße gestiefelt mit Bereitwilligkeit, die frohe Botschaft des Friedens zu verkündigen. Bei dem allen aber ergreifet den Schild des Glaubens, mit welchem ihr alle feurigen Pfeile des Bösewichts auslöschen könnet. Und nehmet den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, nämlich das Wort Gottes.
Bei allem Gebet und Flehen aber betet jederzeit im Geist, und wachet zu diesem Zwecke in allem Anhalten und Flehen für alle Heiligen,
Den Kampfplatz unseres geistlichen Nahkampfes habe ich im ersten Artikel beschrieben und auch dargelegt, was nicht unser Kampf ist. Vielleicht hätte ich präzisieren sollen: Wo unser Kampf nicht stattfindet, denn entscheidend ist der ORT des Kampfes und der Gegner. Wir sollen nicht gegen Fleisch und Blut (also Menschen) kämpfen, sondern gegen böse Mächte in den himmlischen Regionen.
Aber wir können und sollen nicht dem Widersacher auf seinen Kampfplatz folgen sondern hübsch zu hause bleiben.
1Petr 5,8 Seid nüchtern, wacht! Euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann.
Wenn Jesus nun am Kreuz alle Mächte und Gewalten entwaffnet und öffentlich zur Schau gestellt hat (Kol.2,15) , wie kommt es denn dann, daß der Teufel immer noch wie ein brüllender Löwe umhergeht? Paradox? Nein, es ist lediglich nicht einfach, geistliche Wahrheiten und Realitäten der unsichtbaren Wirklichkeit einem menschlichen Verstand klar zu machen. Der Verstand ist da schnell überfordert. Geistliche Wirklichkeiten müssen mit dem Geist beurteilt werden, sagt Paulus in 1.Kor.2,13ff.
Unser Verstand gehört aber zum natürlichen Wesen. Unser Geist dagegen ist laut der biblischen Anthropologie übernatürlich, weil er eine neue Schöpfung durch den Geist Gottes ist. Christus lebt in uns. Ja wie denn und wo? Nicht in unserem Körper, dann müsste wohl jeder von uns die Wundmale tragen. Und auch nicht in unserer Seele, denn dann würden wir nur noch reden und handeln wie er. Er wohnt in diesem weitgehend unbekannten Teil unserer Persönlicheit - unserem Geist.

Nun noch mal zu Petrus und seinem "brüllenden Löwen". In Afrika ist es auch heute noch teilweise üblich, das Vieh des Dorfes in einem Kreis aus Dornengebüsch über nacht aufzubewahren. Kein Löwe würde wegen der Dornenhecke dort einbrechen um sich seine Beute zu holen. Aber die Löwen sind nicht dumm. Ihre Strategie ist, in der Nähe der Dornenhecke laut zu brüllen. Schon mal im Zoo aus zwei Meter Entfernung einen Löwen brüllen gehört? Es fährt einem durch Mark und Bein. Mein damals dreijähriger Sohn ist bei dieser Gelegenheit unter Tränen in Panik aus dem Tropenhaus entflohen. Wir konnten ihn nur ganz mühsam beruhigen.
Ähnlich ergeht es dem dummen Vieh in Afrika. Vor Angst brechen einige Rinder aus dem Schutz der Dornenhecke aus und werden draussen eine leichte Beute des Löwen!

Als Paulus in Athen war und in der ganzen Stadt die Götzenbilder und Altäre ihrer Götter sah, ergrimmte sein Geist in ihm - aber er machte keine "geistliche Kriegsführung", in dem er vor die Altäre trat und die geistigen Mächte dahinter direkt ansprach, band und austrieb. Er setzte keine "Fürsten der Himmelswelt" ab, sondern sprach zu den Menschen. Er erzählte von Jesus und der frohen Botschaft. Das war seine Kampfführung!
Was war hier seine Waffe? Das Schwert des Geistes, welches ist das Wort Gottes.
Das Schwert ist die einzige offensive Waffe, die im Epheser 6 genannt wird. Paulus sprach hier in die Gedankenwelt der Zuhörer mit dem Wort Gottes hinein. Das war sein Kampf gegen die Mächte der Finsternis, nichts weiter. Keine Wissenschaft, keine Dämonologie, kein stürzen der Mächtigen vom Thron in der Himmelswelt - einfach nur die Wahrheit verkündigt. Und so setzte er den Sieg des Herrn Jesus auf der Erde durch - etliche wurden gerettet und zu Jüngern des Herrn.

Mittwoch, 28. Mai 2008

Warnung vor falschen Propheten!

Liebe Freunde. Dringende Warnung vor einem falschen Propheten namens "Haso".
Geht ihm nicht auf den Leim und klickt auf keinen Fall diese Webseite an!
Da äußert er föllig unbiblische Lehren über den Umgang mit der heiligen Schrift.
Das ist nun wirklich hochgefährlich. Da kann Dir ein extrem ansteckender dämonischer Geist aus dem Monitor entgegenschlagen, wenn Du diesen Artikel liest. Also bitte tue es nicht!
Bild: Don Ralfo, wie er dem "Haso" die Leviten liest

Dienstag, 27. Mai 2008

Für und wider Florida Healing Revival

Hier gibt es einen kritischen Artikel über die Vorgänge in Lakeland, auf den eine angeregte Diskussion mit Argumenten für und gegen Gottes Urheberschaft dieser Ereignisse in Lakeland Florida zwischen mir und Charly entbrannte. Richard meldete sich zwischendurch auch zu Wort und versuchte ohne viel Erfolg die Wogen zu glätten ;-))
Florida Revival - oder wie leicht es doch ist...

Montag, 26. Mai 2008

Was NICHT unser Kampf ist...

Es gibt einen geistlichen Kampf in den wir verwickelt sind, ob wir wollen oder nicht. Das habe ich im letzten Artikel dargelegt. Andere Leute auf der Welt lesen auch Bibel und haben Erfahrungen mit dieser Tatsache gemacht. Es ist immer gut, das Wort Gottes ernst zu nehmen.
Allerdings gibt es auch Viele, die aus diesem geistlichen Kampf eine Art Wissenschaft gemacht haben. Der Guru oder Gründer dieser Bewegung ist C.Peter Wagner, ein sehr respektabeler Christ und Bibellehrer. Ich habe kein einziges Buch von ihm gelesen sondern bin in langjährige Berührung mit seinen Adepten und den Adepten der Adepten gekommen.
Stark beeinflusst wurde ich durch Berthold Becker und seiner Organisation "Fürbitte für Deutschland" Berthold ist schon ein starker Typ und ein supernetter Mensch.
Wir und andere sammelten uns unter der Fahne der "geistlichen Kriegsführung", beteten anhaltend für die Errettung von Städten und Ländern. Hauptsächlich aber für Deutschland.
Sehr wichtige Bibelstellen für unsere "geistliche Kriegsführung" entnahmen wir dem Propheten Daniel. Daniel begegnet dem Engel Gabriel, der ihm folgende Botschaft brachte:
Dan 10,11 Und er sprach zu mir: Daniel, du vielgeliebter Mann! Achte auf die Worte, die ich zu dir rede, und steh an deinem Platz! Denn ich bin jetzt zu dir gesandt. Und als er dieses Wort mit mir redete, stand ich zitternd auf. Und er sprach zu mir: Fürchte dich nicht, Daniel! Denn vom ersten Tag an, als du dein Herz darauf gerichtet hast, Verständnis zu erlangen und dich vor deinem Gott zu demütigen, sind deine Worte erhört worden. Und um deiner Worte willen bin ich gekommen. Aber der Fürst des Königreichs Persien stand mir 21 Tage entgegen. Und siehe, Michael, einer der ersten Fürsten, kam, um mir zu helfen, und ich wurde dort entbehrlich bei den Königen von Persien.
Daniel betete für sein Volk und bat Gott um Vergebung der Sünden des ganzes Volkes Israel. Darufhin wurde der Engel zu ihm gesandt und wurde auf Grund des Kampfes in der Himmelswelt 21 Tage lang mit seiner Botschaft aufgehalten. Ein ungeheuerliches Ereignis mit großen Konsequenzen für jeden, der für sein Land intensiv betet.
Ja Freunde, es ist in der Tat so, daß man nicht nur für sich selber und sein eigenes Wohlergehen beten kann, sondern auch für Andere. Sogar für ganze Städte, Regionen und Länder!
Aber wie kommt es, daß Gott dem Daniel nicht einfach direkt begegnet. ER ist doch der Allmächtige, oder?
Ich weiß nicht viel über die Gründe, aber es ist ein typisches Muster in der ganzen Bibel, daß Gott für alles und jeden seine Boten hat. Erstaunlich aber wahr.
Vielleicht liegt es daran, daß wir Menschen einfach nicht in der Lage wären, Gottes leibhaftige Gegenwart zu ertragen? Zu Mose sprach er folgende Worte auf dessen Bitte, Gottes Herrlichkeit zu sehen:
2Mo 33,20 Dann sprach er: Du kannst es nicht ertragen, mein Angesicht zu sehen, denn kein Mensch kann mich sehen und am Leben bleiben.
Zurück zum geistlichen Krieg in der Himmelswelt. Da kämpfen mächtige Engel Gottes gegen Herrscher der Finsternis, die sich über spezifischen Ländern aufhalten und diese geistig beeinflussen. Erschreckend, oder?
Ausgehend von der Bibelstelle in Epheser 6.12, die ja behauptet, daß wir uns im Nahkampf mit derartigen Mächten befinden, fingen wir nun an im Gebet gegen diese unbekannten Mächte vorzugehen. Wir versuchten herauszufinden, warum sie ein Anrecht hatten, über bestimmte Städte und Länder zu regieren.
Wir setzten Mächtige über Städten und Nationen ab und den Geist Gottes und seine Engel ein.
Alles im Namen Jesus. Wir waren so richtige Ghost-Busters.
Überall spürten wir die Machenschaften des Teufels und seiner dunkelen Fürsten auf, um sie im Gebet zu bekämpfen. Aufregend, nicht wahr? Das ist großes Hollywood-Kino!
Wir vergaßen nur ein winziges aber wichtiges Detail bei der Sache: Der Kampf ist die Sache des HERRN!
Er setzt Könige ein und Könige ab - nicht WIR.
In der himmlischen Welt über Ländern kämpfen die Engel Gottes gegen die Engel Satans und wir sollten uns besser nicht unbedacht in diesen Krieg begeben - weil uns Gott überhaupt nicht dazu berufen hat!
Falscher Kampfplatz - die Himmelswelt über Nationen und Städten. Da gehören wir nicht hin!
Unser Kampfplatz ist unsere Gedankenwelt. Dort können und sollen wir gewinnen, denn es ist unser Terrain und unser Privatbesitz. Natürlich verlockt ein kluger Feind seinen Gegner, ihm auf einen Kampfplatz zu folgen, auf dem er im Vorteil ist.
Dort in der Himmelswelt, über Städten und Ländern haben wir keinerlei Chance. Es war alles sinnlos vergeudete Zeit und viele sind in diesem Krieg verletzt und verwundet worden. Wir hätten uns lieber um Menschen und ihre Probleme kümmern sollen. Ich kann nur noch vor dieser gigantischen Irrlehre der "geistlichen Kriegsführung" warnen. Und mich bei denen entschuldigen, die ich durch meine Dummheit mit in einen solchen sinnlosen Kampf gezogen habe. Entschuldigung an Jeden, der von mir in dieser Richtung beeinflusst wurde!

Sonntag, 25. Mai 2008

Unser Kampf

Eph 6,12 Denn unser Kampf ist nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen die Gewalten, gegen die Mächte, gegen die Weltbeherrscher dieser Finsternis, gegen die geistigen Mächte der Bosheit in der Himmelswelt.

1.Das Wort Kampf, daß Paulus hier gebraucht, heißt im Urtext: Ringkampf oder Faustkampf, d.h. es ist ein Nahkampf und kein Fernkampf, wo wir womöglich sicher in unserem Flugzeug sitzend mit dem Joystick unsere intelligenten Bomben und Raketen abschießen.
2.Unser Kampf ist nicht gegen Fleisch und Blut. Wir sollen nicht gegen Menschen oder Tiere kämpfen, sondern gegen die geistigen Mächte der Bosheit in der unsichtbaren Wirklichkeit.
3. Man kann sich als Christ diesem Kampf nicht entziehen. Es ist ein Kampf, der uns von den Herrschern der Finsternis aufgezwungen wird, ob man es nun bemerkt oder nicht!
Wer kämpft - kann gewinnen. Wer sich nicht wehrt - hat den Kampf schon verloren.

Wie sieht denn dieser Kampf nun genau aus? Nehmen wir die Bibel wie eine Art Fliegenklatsche in die Hand und hauen damit in der Luft rum? Paulus sagt an anderer Stelle, daß er nicht wie einer ist, der Luftschläge ausführt. ER spricht von mächtigen Waffen Gottes, die er ganz gezielt einsetzt, um Bollwerke des Feindes zu zerstören.
Und wo sind diese Bollwerke?
2Kor 10,4 denn die Waffen unseres Kampfes sind nicht fleischlich, sondern göttlich mächtig zur Zerstörung von Festungen; indem wir Vernunftschlüsse zerstören und jede Höhe, die sich erhebt wider die Erkenntnis Gottes, und jeden Gedanken gefangen nehmen unter den Gehorsam des Christus...

Diese Festungen und Bollwerke des Feindes befinden sich offensichtlich in uns, genauer gesagt in unserem Verstand. Paulus nennt sie "Vernunftsschlüsse". Es handelt sich um Gedanken und ganze Gedankengebäude in unserem Hirn, die gegen Gott und seine Weisheit und Wahrheit gerichtet sind. Sie erheben sich gegen Gott und sein Wort. Es sind Gedanken des Ungehorsams gegen Jesus und seine Lehre.
Wir meinen, es besser zu wissen als Gott. Wir denken logisch. Wir betrachten die vermeintliche Realität und machen uns so unsere eigenen Gedanken darüber. Wenn A gleich B ist, dann kommt C dabei heraus. Ist doch völlig logisch, oder?
Was sind Vernunftsschlüsse?

Wir geben uns selber die Antworten auf unsere Fragen, die uns Gott ja augenscheinlich nicht beantworten will. Selbst ist der Mann - selbst ist die Frau! Do it yourself. Selbstverantwortung, Selbstverteidigung. Mach DEIN Ding! Jeder soll nach seiner eigenen Facon selig werden...usw.usw.
Paulus hatte überhaupt nix gegen die Vernunft oder den Verstand. Im Gegenteil, er riet den Korinthers sogar am Verstand vollkommen zu werden und keine Kinder im Denken zu bleiben.
Er hatte nur was dagegen seine eigenen Gedanken und die eigene Vernunft über die Weisheit und Wahrheit Gottes zu erheben. Er hatte was gegen die Arroganz des Menschen, der sich für klüger hält als Gott und sein Wort.
Das ist unser Kampfplatz gegen die Mächte der Bosheit in der Himmelswelt. Unsere Gedankenwelt, unsere Phantasie, unser Vorstellungsvermögen.
Doch Gott hat uns mächtige geistige Waffen für diesen Nahkampf gegeben, wir brauchen nicht mit unserer Kraft und mit unseren Händen zu kämpfen sondern in der Kraft des Heiligen Geistes mit Gottes Waffen und Gottes Mitteln.
Lust zu kämpfen? Lust zu gewinnen? Hoffentlich! Ich feuere Dich an, yeah!
Möge Gott dir Offenbarung über Deine Fragen und seine Antworten geben. Mögest Du die Kraft und den Mut finden, Gott persönlich zu fragen und in seinem Wort nach Antworten zu suchen. Möge er Dich von Deinen eigenen Ratschlägen erlösen und Dir seine Ratschläge geben.

Sein Name ist Wunderrat!