Ich müsste im Keller noch irgendwo ein Foto von ihr haben. Sie war eine Rollstuhlfahrerin, die im Haus Roderbruch lebte, dem Wohnheim für Schwerstkörperbehinderte, in dem ich damals meinen Zivildienst machte.
Ich musste sie und ihre Zimmergenossinnen oft pflegen. Sie wohnte in Zimmer 20 mit Siggi, Heike und der blinden Helga zusammen.
Zimmer 20 war das "Christenzimmer". Alle beteten fleissig für mich und alle anderen Zivis und Pflegekräfte.
Ab und zu musste ich sie mit dem Kleinbus zur Bibelschule nach Wolfenbüttel bringen, oder zu Konferenzen der "Geschäftsleute des vollen Evangeliums" nach Braunschweig.
Die Athmosphäre in Zimmer 20 war auffallend anders, als in den anderen Zimmern. Dort wurde viel gelacht, gesungen und gebetet. Wenn ich mies drauf war und völlig fertig mit mir und der Welt, änderte sich meine Stimmung sofort, wenn ich für dieses Zimmer eingeteilt war. Obwohl ich noch kein Christ war, muß ich schon empfänglich für die heilende Wirkung des Heiligen Geistes gewesen sein. Ich bekam gute Laune, wenn ich Ilona und die Anderen pflegte.
Besonders groß war natürlich die Freude in Zimmer 20, als ich mich nach einiger Zeit zu Jesus bekehrte; schließlich hatten sie schon lange darauf hingearbeitet und gebetet.
Ich fing an, regelmässig in den Gottesdienst zu gehen und lernte dabei natürlich die ganzen Lieder kennen, die man in Zimmer 20 schon lange kannte.
Ilona hatte Muskelschwund und konnte mit den Beinen gar nichts- und mit den Händen nur noch sehr wenig machen. ich legte ihr die Gitarre auf den Schoß und dann zupfte und spielte sie leise auf der Gitarre. Es fiel ihr aber sehr schwer.
Wir sangen oft zusammen in Zimmer 20 und als die Behinderten feststellten, daß ich auch ein wenig Gitarre spielen konnte, verdonnerten sie mich dazu, die Lobpreislieder zu spielen, während sie dazu sangen. Meistens waren es ja nur 2 bis 3 Akkorde, die ich schrammeln musste und Ilona sagte mir, wie die gingen.
Ich hatte vor dieser Zeit jahrelang versucht, zu den Akkorden, die ich kannte, zu singen, aber das hatte nie geklappt. Ich konnte mich einfach nicht gleichzeitig aufs spielen und singen konzentrieren. Es ging nur entweder das Eine oder das Andere.
Das frustrierte mich nun ziemlich, denn ich hätte beim Lobpreis gerne mitgesungen, musste aber die doofen Akkorde schrammeln, damit die Anderen eine gute Zeit mit dem Herrn haben konnten. - Ich sang die Lieder wirklich sehr gern -
Meistens ging ich in meiner Abendbrotpause in Zimmer 20, um mit meinen neuen Geschwistern Gemeinschaft zu haben. Oder ich kam einfach mal vorbei, wenn ich keinen Dienst hatte - ich wohnte ja schließlich nur eine Etage höher auf dem "Pflegerflur".
Eines abends klagte ich Ilona mein Leid: "Ich finde es doof, nur Gitarre spielen zu können, während ihr am singen seid. Das macht mir einfach keinen Spaß mehr!"
Ilona antwortete: "Versuch doch einfach mal beim Gitarrespielen mitzusingen, daß ist gar nicht schwer". Ich kann nicht gleichzeitig spielen und singen", gab ich zurück, "daß habe ich schon jahrelang erfolglos versucht". "Versuch es doch trotzdem noch mal, Du kannst das", war ihre Antwort. "Nein, ich kann es eben nicht"! gab ich schon halb entrüstet zurück.
"Doch Du kannst!" beharrte Ilona hartnäckig auf ihrer Meinung.
"OK", antwortete ich mürrisch, "damit Du mir glaubst, daß es eben nicht geht, versuche ich es Dir zuliebe eben noch mal". Wir suchten ein einfaches Lied aus, ich nahm die Gitarre und spielte , machte meinen Mund auf.... und konnte singen!
Ilona strahlte mich an wie ein Honigkuchenpferd und feixte grimassierend über mich.
Seitdem konnte ich gleichzeitig singen und Gitarre spielen.
Ich wurde Lobpreisleiter in der Gemeinde. Und Ilona (Gott habe sie selig) hat schuld daran.
Mittwoch, 19. März 2008
Montag, 17. März 2008
Multiple Persönlichkeit?
Goethe ließ seinen Dr. Faust mal sagen: "Zwei Seelen wohnen, ach, in meiner Brust!"
Später wurde dieses spannende Thema von Robert Louis Stevenson in seinem Buch "Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde" auf die gruselige Spitze getrieben.
Doch auch schon unser aller Freund Paulus kannte den Widerspruch zwischen "Geist" und "Fleisch" oder dem "alten" und dem "neuen" Menschen.
Es scheint fast so, als ob in einem Körper zwei völlig verschiedene Persönlichkeiten ihr zuhause hätten: Die eine will das Gute, Wahre, Heilige und Gerechte und die Andere das Böse, das Chaos, die Zerstörung und den Hass.
Paulus gibt uns gute Empfehlungen in seinen Briefen, wie wir mit diesem Dilemma umgehen sollen, aber davon soll hier jetzt nicht die Rede sein.
Das erste mal las ich in einem alten science fiction Roman von jemand, der eine multiple Persönlichkeit gewesen sein soll. Ich fand das recht witzig damals.
In den 80iger Jahren war ich voll mit der Gründung einer charismatischen Freikirche beschäftigt, was damals das Zentrum meines Denkens war. Ich lebte hauptsächlich für die kommende "Erweckung".
Nebenbei hatte ich aber auch noch eine Berufsausbildung und eine Ehe mit damals 3 Kindern zu absolvieren. Eine Ehe mit 3 Kindern kann man allerdings überhaupt nicht absolvieren ;-))
In jener Zeit fiel mir des öfteren auf, daß ich scheinbar noch mehr als nur 2 verschiedene Persönlichkeiten in meinem Körper beherbergte: Bei der Arbeit war ich ein völlig Anderer als zu hause. Und in der Gemeinde war ich widerum ein Anderer als z.B. beim Einkaufen oder Autofahren.
Bei der Arbeit war ich fleissig und gewisenhaft. Zuhause war ich faul und ließ sehr oft fünfe gerade sein. In der Gemeinde war ich ein Heiliger, aber beim Autofahren hätte ich manchmal zum Mörder werden können.
Das klingt vielleicht lustig, ist aber sehr ernst, denke ich.
War ich ein auch so ein Fall von multipler Persönlichkeit?
Waren es gar Dämonen, die in mir wohnten und ihr Spiel mit mir trieben? - Aber ich hatte mich doch von allem Okkulten und Familienbelastungen, Flüchen und dergleichem völlig losgesagt und zigmal für mich beten lassen. Nein - Dämonen waren es sicher nicht.
Ich denke eher, es waren die verschiedenen Rollen, die man in der Gesellschaft zu spielen hat, die sich einfach verselbstständigen können und meine wahre Persönlichkeit zudecken.
Man kann sich in den verschiedenen Rollen möglicherweise total verlieren, wenn man nicht aufpasst.
Eine Rolle hat immer etwas mit Schauspielerei zu tun - und die Welt ist unsere Bühne.
Jesus nannte diese Art von Schauspielerei Heuchelei. Wenn es bei ihm heißt: "Seid nicht wie die Heuchler!", dann steht im Urtext eigentlich: "Seid nicht wie die Schauspieler!"
Ziemlich sicher kannte Jesus damals echte Schauspielerei, da es im alten Israel tatsächlich römische oder griechische Amphitheater gab.
Gott möchte das wir "Eins" sind, daß wir "heil" sind und nicht so eine zersplitterte Persönlichkeit.
Er möchte, daß wir uns selbst kennen und entdecken, wer wir in Wahrheit sind: Eine wunderbare neue Schöpfung in seinem Ebenbild.
Er hat geplant, daß wir "ganz" sind. Leib, Seele und Geist sind eine Einheit! Ich bin nicht nur Geist, sondern auch ganz Körper und Seele.
Und ich brauche keine Rollen mehr zu spielen, sondern darf ganz und gar ich selber sein!
Praise the Lord.++++++
Später wurde dieses spannende Thema von Robert Louis Stevenson in seinem Buch "Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde" auf die gruselige Spitze getrieben.
Doch auch schon unser aller Freund Paulus kannte den Widerspruch zwischen "Geist" und "Fleisch" oder dem "alten" und dem "neuen" Menschen.
Es scheint fast so, als ob in einem Körper zwei völlig verschiedene Persönlichkeiten ihr zuhause hätten: Die eine will das Gute, Wahre, Heilige und Gerechte und die Andere das Böse, das Chaos, die Zerstörung und den Hass.
Paulus gibt uns gute Empfehlungen in seinen Briefen, wie wir mit diesem Dilemma umgehen sollen, aber davon soll hier jetzt nicht die Rede sein.
Das erste mal las ich in einem alten science fiction Roman von jemand, der eine multiple Persönlichkeit gewesen sein soll. Ich fand das recht witzig damals.
In den 80iger Jahren war ich voll mit der Gründung einer charismatischen Freikirche beschäftigt, was damals das Zentrum meines Denkens war. Ich lebte hauptsächlich für die kommende "Erweckung".
Nebenbei hatte ich aber auch noch eine Berufsausbildung und eine Ehe mit damals 3 Kindern zu absolvieren. Eine Ehe mit 3 Kindern kann man allerdings überhaupt nicht absolvieren ;-))
In jener Zeit fiel mir des öfteren auf, daß ich scheinbar noch mehr als nur 2 verschiedene Persönlichkeiten in meinem Körper beherbergte: Bei der Arbeit war ich ein völlig Anderer als zu hause. Und in der Gemeinde war ich widerum ein Anderer als z.B. beim Einkaufen oder Autofahren.
Bei der Arbeit war ich fleissig und gewisenhaft. Zuhause war ich faul und ließ sehr oft fünfe gerade sein. In der Gemeinde war ich ein Heiliger, aber beim Autofahren hätte ich manchmal zum Mörder werden können.
Das klingt vielleicht lustig, ist aber sehr ernst, denke ich.
War ich ein auch so ein Fall von multipler Persönlichkeit?
Waren es gar Dämonen, die in mir wohnten und ihr Spiel mit mir trieben? - Aber ich hatte mich doch von allem Okkulten und Familienbelastungen, Flüchen und dergleichem völlig losgesagt und zigmal für mich beten lassen. Nein - Dämonen waren es sicher nicht.
Ich denke eher, es waren die verschiedenen Rollen, die man in der Gesellschaft zu spielen hat, die sich einfach verselbstständigen können und meine wahre Persönlichkeit zudecken.
Man kann sich in den verschiedenen Rollen möglicherweise total verlieren, wenn man nicht aufpasst.
Eine Rolle hat immer etwas mit Schauspielerei zu tun - und die Welt ist unsere Bühne.
Jesus nannte diese Art von Schauspielerei Heuchelei. Wenn es bei ihm heißt: "Seid nicht wie die Heuchler!", dann steht im Urtext eigentlich: "Seid nicht wie die Schauspieler!"
Ziemlich sicher kannte Jesus damals echte Schauspielerei, da es im alten Israel tatsächlich römische oder griechische Amphitheater gab.
Gott möchte das wir "Eins" sind, daß wir "heil" sind und nicht so eine zersplitterte Persönlichkeit.
Er möchte, daß wir uns selbst kennen und entdecken, wer wir in Wahrheit sind: Eine wunderbare neue Schöpfung in seinem Ebenbild.
Er hat geplant, daß wir "ganz" sind. Leib, Seele und Geist sind eine Einheit! Ich bin nicht nur Geist, sondern auch ganz Körper und Seele.
Und ich brauche keine Rollen mehr zu spielen, sondern darf ganz und gar ich selber sein!
Praise the Lord.++++++
Freitag, 14. März 2008
Mitnahmementalität
"In Ost wie West gibt es eine Mentalität bis weit in die Mittelschicht hinein, dass man staatliche Leistungen mitnimmt, wo man sie kriegen kann."
Im letzten Jahrzehnt hat man nicht nur von unserem Ex-Bundeskanzler vorwurfsvolle Töne über diese sogenannte "Mitnahmementalität" zuhauf gehört. Besonders Vertreter der FDP wie Herr Westerwelle aber auch führende Manager der Wirtschaft haben diese fiese Eigenschaft der schmarotzenden Sozialhilfeempfänger und kleinen Leute immer wieder angeprangert.
Wir müssen alle den Gürtel enger schnallen, damit es Deutschland bald wieder besser geht, hieß es.
Zurückhaltung bei den Lohnrunden und gegebenenfalls auch Lohnverzicht muß sein, hieß es.
Später wurde dann auch die "Geiz ist Geil - Mentaltät" vielfach angeprangert.
Gestern erst wieder mal vom "großen Alten" der Sozialdemokratie: Hans Jochen Vogel bei Maybrit Illner.
Gestern gab es in der Sendung auch ein schönes Schaubild zu sehen: Die Entwicklung der Managergehälter, der Steuern und Abgaben an den Staat in den letzten Jahren (2003-2007) und die Entwicklung der Löhne und Gehälter.
Die Zahlen stammen von einer Studie der Bundesregierung.
Ürigens hatte der Topmanager der Firma Grünenthal, Wirtz oder so, im letzten Jahr schon 87 Millionen €uro verdient, als das Jahr noch nicht mal um war. Das wären so etwa 174 Millionen D-Mark gewesen, wenn es diese noch gäbe. Die Abfindung der Firma für tausende von Contergangeschädigten Behinderten ohne Arme und Beine betrug 100 Millionen DM damals.
Durch das Mittel Contergan wurde ein vielfaches dieser Summe als Reingewinn gemacht.
Es wird übrigens immer noch verkauft.
Neulich bekam ich eine mail von Det, in der er darüber Buße tat, für Gerhard Schröder mal Wahlkampf gemacht zu haben.
Als Begründung sandte er einen Link zu diesem Film.
Hier sieht man unseren Herrn (Mitnahmementaltät) Schröder in der schönen Schweiz, wo er eine Firma leitet (Ostsee-Gaspipeline). In der Stadt Zug gibt es neben Schröders Gasfirma noch viele viele Briefkastenfirmen, weil die Steuern da so niedrig sind...
Unsern Gerd sieht man denn auch nur einmal im Jahr in seiner Firma, es reicht ja, wenn er in der Schweiz die Steuern zahlt. Arbeiten kann man auch anderswo.
Ich stelle fest: Schröder hatte recht. Es gibt tatsächlich diese Mitnahmementalität in Deutschland. Und zwar bei den Managern, großen Wirtschaftsunternehmen und beim Staat!
Und die kleinen Leute werden immer geiziger und kaufen nur noch das Billigste und keine teuren deutschen Produkte mehr. Warum? - Weil sie eben kein Geld mehr für die teuren deutschen Produkte haben.
Geiz ist eben geil...
Im letzten Jahrzehnt hat man nicht nur von unserem Ex-Bundeskanzler vorwurfsvolle Töne über diese sogenannte "Mitnahmementalität" zuhauf gehört. Besonders Vertreter der FDP wie Herr Westerwelle aber auch führende Manager der Wirtschaft haben diese fiese Eigenschaft der schmarotzenden Sozialhilfeempfänger und kleinen Leute immer wieder angeprangert.
Wir müssen alle den Gürtel enger schnallen, damit es Deutschland bald wieder besser geht, hieß es.
Zurückhaltung bei den Lohnrunden und gegebenenfalls auch Lohnverzicht muß sein, hieß es.
Später wurde dann auch die "Geiz ist Geil - Mentaltät" vielfach angeprangert.
Gestern erst wieder mal vom "großen Alten" der Sozialdemokratie: Hans Jochen Vogel bei Maybrit Illner.
Gestern gab es in der Sendung auch ein schönes Schaubild zu sehen: Die Entwicklung der Managergehälter, der Steuern und Abgaben an den Staat in den letzten Jahren (2003-2007) und die Entwicklung der Löhne und Gehälter.
Die Managergehälter stiegen um 47%, die Staatseinnahmen um 22% und die Löhne und Gehälter der Arbeitnehmer um 4,3%.
Oh, kleiner Fehler passiert! Korrektur: Die Löhne der Arbeitnehmer sanken um 4,3%, Entschuldigung.
Die Zahlen stammen von einer Studie der Bundesregierung.
Ürigens hatte der Topmanager der Firma Grünenthal, Wirtz oder so, im letzten Jahr schon 87 Millionen €uro verdient, als das Jahr noch nicht mal um war. Das wären so etwa 174 Millionen D-Mark gewesen, wenn es diese noch gäbe. Die Abfindung der Firma für tausende von Contergangeschädigten Behinderten ohne Arme und Beine betrug 100 Millionen DM damals.
Durch das Mittel Contergan wurde ein vielfaches dieser Summe als Reingewinn gemacht.
Es wird übrigens immer noch verkauft.
Neulich bekam ich eine mail von Det, in der er darüber Buße tat, für Gerhard Schröder mal Wahlkampf gemacht zu haben.
Als Begründung sandte er einen Link zu diesem Film.
Hier sieht man unseren Herrn (Mitnahmementaltät) Schröder in der schönen Schweiz, wo er eine Firma leitet (Ostsee-Gaspipeline). In der Stadt Zug gibt es neben Schröders Gasfirma noch viele viele Briefkastenfirmen, weil die Steuern da so niedrig sind...
Unsern Gerd sieht man denn auch nur einmal im Jahr in seiner Firma, es reicht ja, wenn er in der Schweiz die Steuern zahlt. Arbeiten kann man auch anderswo.
Ich stelle fest: Schröder hatte recht. Es gibt tatsächlich diese Mitnahmementalität in Deutschland. Und zwar bei den Managern, großen Wirtschaftsunternehmen und beim Staat!
Und die kleinen Leute werden immer geiziger und kaufen nur noch das Billigste und keine teuren deutschen Produkte mehr. Warum? - Weil sie eben kein Geld mehr für die teuren deutschen Produkte haben.
Geiz ist eben geil...
Donnerstag, 13. März 2008
Was ist mit Hannovers Gemeinden los?
Hannover ist eine Großstadt mit ca. 600.000 Einwohnern und hat ein Einzugsgebiet von etwa 1,5 Millionen Menschen, die eng mit der Hauptstadt des Landes Niedersachsen verbunden sind.
Sie kommen zum Einkaufen in die City, besuchen Theater, Kinos und Konzerte. Wir haben große Messen, viele Kneipen und Clubs mit und ohne live-Musik. Wir haben große Museen, Parks und einen alten Barockgarten. Im ganzen Jahr gibt es große und kleine kulturelle und politische Events. TV und Radio haben hier ihre Studios. Wir haben große und kleine Zeitungen und weit über hundert Verlage in der Stadt.
Bei uns sitzt der Landtag im alten Leineschloss. Wir haben einige Unis und Fachhochschulen und viele Krankenhäuser.
Die Stadt ist bunt und brummt. Sie ist Multikulturell. Ok, man kann sie nicht mit Hamburg oder Berlin vergleichen, aber sie ist ganz bestimmt kein Provinznest, wie böse Zungen manchmal behaupten.
In dieser Stadt gibt es auch viele Kirchen und freie Gemeinden. Im Umland auch. Diese werden jedoch von ihrem Umfeld nur spärlich wahrgenommen. Selten gibt es in den Medien einmal etwas vom (frei)kirchlichen Leben der Stadt zu berichten. Am meisten sicherlich von der evangelischen Landeskirche, ihrer Bischöfin Käßmann und vereinzelten Gospel- oder klassischen Konzerten in der Kirche.
Hin und wieder gab es früher gemeinsame Aktivitäten der charismatischen und evangelikalen Gemeinden wie: Ein gemeinsames Fest zur Ehre Gottes, gemeinsame Evangelisationen oder einen Jesus-Marsch. Es gab mal einen so genannten überkonfessionellen "Gebetsaltar".
In den letzten 10 Jahren sind diese gemeinsamen Aktivitäten sehr geschrumpft.
Das Geld ist allgemein sehr knapp geworden - das liegt wohl im Bundestrend. Jede Gemeinde muss zusehen, wie sie ihre großen Räume und Säle samt Pastoren und Mitarbeitern noch finanzieren kann. Die Spendenwilligkeit schrumpft mit dem schrumpfenden Einkommen der Gemeindemitglieder.
Jede Gemeinde ist mit ihrem eigenen Programm und ihren eigenen Gottesdiensten voll ausgelastet. Überkonfessionelle gemeinsame Aktivitäten kosten Kraft und Geld.
Für diese große Stadt Hannover mit ihrem vielfältigen kulturellen und kirchlichem Angebot gibt es nur EINEN überkonfessionellen christlichen Buchladen, der für Kirchenchristen, Evangelikale und Charismatiker die ganze Woche ganztägig geöffnet ist. Read+meet in der Podbielskistrasse.
Man kann hier Musik hören, in Büchern stöbern und Tee oder Kaffee trinken. Seelsorge geschieht nebenbei. Es werden Karten für christliche Veranstaltungen verkauft. Prospekte und Flyer für christliche Werke und Gemeinden liegen aus.
Christen der verschiedensten Denominationen treffen sich hier und können sich kennen lernen.
Dieser Laden ist am Sterben und es interessiert Niemanden!
Die Notlage wurde der evangelischen Allianz in Hannover geschildert.
Ein Brief mit einem Hilferuf vom Freundeskreis der Bücherstube ging an über 3o Pastoren der Stadt. Nur 2 gaben eine Rückmeldung. Es ist offenbar nicht möglich, daß sich auch nur fünf Pastoren und Leiter von Gemeinden mal zu einem Gespräch zusammensetzen, um über eine Weiterführung der Arbeit zu reden. Offenbar sind noch nicht einmal die Gemeindeleiter der jetzigen Geschäftsinhaber an der Fortsetzung der Arbeit interessiert.
Ein Armutszeugnis!
Und ich dachte mal, die Einheit und Liebe unter den Christen wäre das Wichtigste sichtbare Zeichen für die Nichtgläubigen...
Ich dachte mal, wir wollten unsere Stadt für das Evangelium erobern.
Ich dachte mal, das Reich Gottes wäre wichtiger als die kleine lokale Gemeinde.
Was ist mit den Gemeinden in Hannover los?
Sie kommen zum Einkaufen in die City, besuchen Theater, Kinos und Konzerte. Wir haben große Messen, viele Kneipen und Clubs mit und ohne live-Musik. Wir haben große Museen, Parks und einen alten Barockgarten. Im ganzen Jahr gibt es große und kleine kulturelle und politische Events. TV und Radio haben hier ihre Studios. Wir haben große und kleine Zeitungen und weit über hundert Verlage in der Stadt.
Bei uns sitzt der Landtag im alten Leineschloss. Wir haben einige Unis und Fachhochschulen und viele Krankenhäuser.
Die Stadt ist bunt und brummt. Sie ist Multikulturell. Ok, man kann sie nicht mit Hamburg oder Berlin vergleichen, aber sie ist ganz bestimmt kein Provinznest, wie böse Zungen manchmal behaupten.
In dieser Stadt gibt es auch viele Kirchen und freie Gemeinden. Im Umland auch. Diese werden jedoch von ihrem Umfeld nur spärlich wahrgenommen. Selten gibt es in den Medien einmal etwas vom (frei)kirchlichen Leben der Stadt zu berichten. Am meisten sicherlich von der evangelischen Landeskirche, ihrer Bischöfin Käßmann und vereinzelten Gospel- oder klassischen Konzerten in der Kirche.
Hin und wieder gab es früher gemeinsame Aktivitäten der charismatischen und evangelikalen Gemeinden wie: Ein gemeinsames Fest zur Ehre Gottes, gemeinsame Evangelisationen oder einen Jesus-Marsch. Es gab mal einen so genannten überkonfessionellen "Gebetsaltar".
In den letzten 10 Jahren sind diese gemeinsamen Aktivitäten sehr geschrumpft.
Das Geld ist allgemein sehr knapp geworden - das liegt wohl im Bundestrend. Jede Gemeinde muss zusehen, wie sie ihre großen Räume und Säle samt Pastoren und Mitarbeitern noch finanzieren kann. Die Spendenwilligkeit schrumpft mit dem schrumpfenden Einkommen der Gemeindemitglieder.
Jede Gemeinde ist mit ihrem eigenen Programm und ihren eigenen Gottesdiensten voll ausgelastet. Überkonfessionelle gemeinsame Aktivitäten kosten Kraft und Geld.
Für diese große Stadt Hannover mit ihrem vielfältigen kulturellen und kirchlichem Angebot gibt es nur EINEN überkonfessionellen christlichen Buchladen, der für Kirchenchristen, Evangelikale und Charismatiker die ganze Woche ganztägig geöffnet ist. Read+meet in der Podbielskistrasse.
Man kann hier Musik hören, in Büchern stöbern und Tee oder Kaffee trinken. Seelsorge geschieht nebenbei. Es werden Karten für christliche Veranstaltungen verkauft. Prospekte und Flyer für christliche Werke und Gemeinden liegen aus.
Christen der verschiedensten Denominationen treffen sich hier und können sich kennen lernen.
Dieser Laden ist am Sterben und es interessiert Niemanden!
Die Notlage wurde der evangelischen Allianz in Hannover geschildert.
Ein Brief mit einem Hilferuf vom Freundeskreis der Bücherstube ging an über 3o Pastoren der Stadt. Nur 2 gaben eine Rückmeldung. Es ist offenbar nicht möglich, daß sich auch nur fünf Pastoren und Leiter von Gemeinden mal zu einem Gespräch zusammensetzen, um über eine Weiterführung der Arbeit zu reden. Offenbar sind noch nicht einmal die Gemeindeleiter der jetzigen Geschäftsinhaber an der Fortsetzung der Arbeit interessiert.
Ein Armutszeugnis!
Und ich dachte mal, die Einheit und Liebe unter den Christen wäre das Wichtigste sichtbare Zeichen für die Nichtgläubigen...
Ich dachte mal, wir wollten unsere Stadt für das Evangelium erobern.
Ich dachte mal, das Reich Gottes wäre wichtiger als die kleine lokale Gemeinde.
Was ist mit den Gemeinden in Hannover los?
Donnerstag, 6. März 2008
Showdown bei Aldi
Heute morgen bei Aldi um 10 vor Acht:
20 Männer mit grimmig entschlossenen Gesichtern warten auf die Öffnung der Türen.
Einige sind schon mit großen Einkaufswagen bewaffnet.
Heimliche und abschätzende Blicke werden ausgetauscht - Wer wird der Schnellere sein?
Hat jemand einen Colt im Ärmel? Wird es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen kommen?
Stille. Schweigen. Niemand sagt auch nur ein Wort. Bloss nicht in die Karten gucken lassen.
Nur ein unvorsichtiges Greenhorn studiert intensiv den Aushang mit dem Sonderangebot, daß heute startet: Ein Multimedia-PC mit fast unglaublicher Ausstattung wird für 699 € angeboten.
Die Türen öffnen sich, das Hauen und stechen kann beginnen!
Der gößte Schwung eilt sofort wild entschlossen zur nächsten offenen Kasse und ich folge eilig.
Das müssen Eingeweihte sein.
Ich hatte mir vorher überlegt, in den Saal zu stürmen und gleich in die Reihe mit den technischen Produkten zu laufen, vertraue aber lieber der Mehrheit.
Eine Stahltür direkt neben der Kasse wird geöffnet und der Angestellte schiebt den ersten PC richtung Kasse.
Meine Befürchtung wird nicht bestätigt. Es gibt keine Rangeleien oder Gezanke und Geschimpfe.
Keine Gewalt.
Die Männer warten brav einer nach dem Anderen auf ihre Abfertigung. Ich bin schon als Fünfter an der Reihe und blättere 8 Hunderter an der Kasse hin. Einen Drucker mit Scanner und Fax gab es nämlich auch noch.
An der Nebenkasse ordert ein Unverschämter 7 externe Festplatten, die er höchstwahrscheinlich bei Ebay weiterverscheuern will.
Als ich die Kasse mit meiner Beute passiert habe, grinst mich ein Zukurzgekommener mit polnischem Akzent an. Er hat keine Festplatte mehr abgekriegt und beglückwünscht mich zu meiner erfolgreichen Jagd. "Jetzt sind sie glücklich, nicht wahr?", strahlt er mit einem Funken Neid in den Augen.
Verwirrt strebe ich dem Ausgang zu. Wie kommt es, daß ich als Herzkranker Frührentner unbehelligt mitsamt meiner Beute den Ort des Showdowns verlassen kann?
Beim Öffnen des Kofferraums blicke ich mich verstohlen um, ob da vielleicht doch noch irgendein Bewaffneter aus dem Gebüsch kommt, um mir eins über den Schädel zu ziehen und mit dem PC zu verschwinden. - Nichts dergleichen passiert. -
Als ich mit einem überschäumenden Glücksgefühl davonrase, kommt mir plötzlich die Erleuchtung - Es waren keine Frauen anwesend!
Ich fasse mir an die Stirn und sehe innerlich das Szenario vor mir, wenn sich Frauen keifend und zerrend um die Ware gestritten hätten. Ein wilder Mob, gegen den ich keine Chance gehabt hätte!
Ich habe eine neue Hochachtung vor dem deutschen Manne. Oder ist es einfach nur noch die pure Verweichlichung desselbigen?
20 Männer mit grimmig entschlossenen Gesichtern warten auf die Öffnung der Türen.
Einige sind schon mit großen Einkaufswagen bewaffnet.
Heimliche und abschätzende Blicke werden ausgetauscht - Wer wird der Schnellere sein?
Hat jemand einen Colt im Ärmel? Wird es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen kommen?
Stille. Schweigen. Niemand sagt auch nur ein Wort. Bloss nicht in die Karten gucken lassen.
Nur ein unvorsichtiges Greenhorn studiert intensiv den Aushang mit dem Sonderangebot, daß heute startet: Ein Multimedia-PC mit fast unglaublicher Ausstattung wird für 699 € angeboten.
Die Türen öffnen sich, das Hauen und stechen kann beginnen!
Der gößte Schwung eilt sofort wild entschlossen zur nächsten offenen Kasse und ich folge eilig.
Das müssen Eingeweihte sein.
Ich hatte mir vorher überlegt, in den Saal zu stürmen und gleich in die Reihe mit den technischen Produkten zu laufen, vertraue aber lieber der Mehrheit.
Eine Stahltür direkt neben der Kasse wird geöffnet und der Angestellte schiebt den ersten PC richtung Kasse.
Meine Befürchtung wird nicht bestätigt. Es gibt keine Rangeleien oder Gezanke und Geschimpfe.
Keine Gewalt.
Die Männer warten brav einer nach dem Anderen auf ihre Abfertigung. Ich bin schon als Fünfter an der Reihe und blättere 8 Hunderter an der Kasse hin. Einen Drucker mit Scanner und Fax gab es nämlich auch noch.
An der Nebenkasse ordert ein Unverschämter 7 externe Festplatten, die er höchstwahrscheinlich bei Ebay weiterverscheuern will.
Niemand protestiert. ?$!°#?^????
Als ich die Kasse mit meiner Beute passiert habe, grinst mich ein Zukurzgekommener mit polnischem Akzent an. Er hat keine Festplatte mehr abgekriegt und beglückwünscht mich zu meiner erfolgreichen Jagd. "Jetzt sind sie glücklich, nicht wahr?", strahlt er mit einem Funken Neid in den Augen.
Verwirrt strebe ich dem Ausgang zu. Wie kommt es, daß ich als Herzkranker Frührentner unbehelligt mitsamt meiner Beute den Ort des Showdowns verlassen kann?
Beim Öffnen des Kofferraums blicke ich mich verstohlen um, ob da vielleicht doch noch irgendein Bewaffneter aus dem Gebüsch kommt, um mir eins über den Schädel zu ziehen und mit dem PC zu verschwinden. - Nichts dergleichen passiert. -
Als ich mit einem überschäumenden Glücksgefühl davonrase, kommt mir plötzlich die Erleuchtung - Es waren keine Frauen anwesend!
Ich fasse mir an die Stirn und sehe innerlich das Szenario vor mir, wenn sich Frauen keifend und zerrend um die Ware gestritten hätten. Ein wilder Mob, gegen den ich keine Chance gehabt hätte!
Ich habe eine neue Hochachtung vor dem deutschen Manne. Oder ist es einfach nur noch die pure Verweichlichung desselbigen?
Mittwoch, 5. März 2008
Dienstag, 4. März 2008
Ein Psalm - von Ralle. Zur Leier gesungen.
Ich bin wütend!
Wütend auf mich und wütend auf Gott.
Wütend auf mich, weil ich mich nicht ändern kann.
Wütend auf Gott, weil er mich nicht heilt und ich weiter an mir leiden muß.
Wozu dieses sinnlose Leid?
Wozu die ständige Hoffnung auf ein Morgen, wenn sich doch nichts ändert?
Ich wünschte ich könnte schlafen - ewig schlafen - doch ich muß noch Meilen gehn, bevor ich ruhen kann.
Gibt es ein Himmelreich? Dann komme bald, Herr Jesus.
Warum diese ständige Verzweiflung? Immer wiederkehrende Belanglosigkeiten.
Gibt es eine zukünftige Hölle, oder bin ich da schon längst?
Ich bin wie Tantalus, der den Stein immerfort bergauf rollt, aber nie die Spitze des Berges erreicht. Und immer wieder entgleitet er und rollt bergab.
Ich kann nicht mehr und mag nicht mehr.
Macht mir keine neue Hoffnung, die doch nur wieder enttäuscht wird.
Die schlimmste Hölle wäre, wenn es zu den Höllenstrafen gehörte, an einen Erlöser zu glauben, der mich aus der Hölle rettet, um mich dann in das ewige Feuer zurückzuwerfen.
Immer und immer wieder.
Hoffnung auf Erlösung - die dann enttäuscht wird zu ständig tiefer gehender Pein im Sumpf des Verderbens.
Das kann kein Gott der Liebe sein, der sich so etwas ersann!
Nein so etwas gibt es nicht.
Das ewig Böse ist undenkbar und unvorstellbar.
Kein Gott der Liebe würde so etwas zulassen. - Wo ihr Wurm nicht stirbt und ihr Feuer nicht erlischt.
Wütend auf mich und wütend auf Gott.
Wütend auf mich, weil ich mich nicht ändern kann.
Wütend auf Gott, weil er mich nicht heilt und ich weiter an mir leiden muß.
Wozu dieses sinnlose Leid?
Wozu die ständige Hoffnung auf ein Morgen, wenn sich doch nichts ändert?
Ich wünschte ich könnte schlafen - ewig schlafen - doch ich muß noch Meilen gehn, bevor ich ruhen kann.
Gibt es ein Himmelreich? Dann komme bald, Herr Jesus.
Warum diese ständige Verzweiflung? Immer wiederkehrende Belanglosigkeiten.
Gibt es eine zukünftige Hölle, oder bin ich da schon längst?
Ich bin wie Tantalus, der den Stein immerfort bergauf rollt, aber nie die Spitze des Berges erreicht. Und immer wieder entgleitet er und rollt bergab.
Ich kann nicht mehr und mag nicht mehr.
Macht mir keine neue Hoffnung, die doch nur wieder enttäuscht wird.
Die schlimmste Hölle wäre, wenn es zu den Höllenstrafen gehörte, an einen Erlöser zu glauben, der mich aus der Hölle rettet, um mich dann in das ewige Feuer zurückzuwerfen.
Immer und immer wieder.
Hoffnung auf Erlösung - die dann enttäuscht wird zu ständig tiefer gehender Pein im Sumpf des Verderbens.
Das kann kein Gott der Liebe sein, der sich so etwas ersann!
Nein so etwas gibt es nicht.
Das ewig Böse ist undenkbar und unvorstellbar.
Kein Gott der Liebe würde so etwas zulassen. - Wo ihr Wurm nicht stirbt und ihr Feuer nicht erlischt.
Sonntag, 2. März 2008
Freitag, 29. Februar 2008
Tribute to Larry Norman
Sarah Brendels Abschiedsbrief an Larry Norman
Wie Larry heimgegangen ist - Original-Story
Seine Abschiedsworte auf dem Sterbebett
Montag, 25. Februar 2008
Sternenkind
Kratzend malte der Lehrer Jahreszahlen an die Tafel und sprach seinen Monolog mit näselnder Stimme: 1075 Sachsenkrieg, 1077 Bußgang nach Canossa, 1084 Heinrich IV. wird in Rom als Kaiser gekrönt…
Die Tafel mit den Jahreszahlen verschwamm vor Ralfs Augen, während die monotone Stimme des Lehrers in weite Ferne rückte und einschläfernd vor sich hin leierte. „Wenn doch nur jemand käme und mich mitnähme“, seufzte der Junge still in sich hinein. Er träumte sich auf eine einsame Insel im großen Ozean. Die Gesellschaft von Menschen würde ihm dort nicht fehlen. Er würde wie Robinson in einer gemütlichen Höhle wohnen und tagsüber am weißen Strand liegen und faulenzen. Ab und zu hinein in die schäumende Brandung zum Abkühlen und eine Weile schwimmen und tauchen. Ein Delphin wäre sein Freund, der ihn jeden Tag besuchen würde und ihm Fische vorbeibrächte, die er dann über dem Lagefeuer braten würde. Der Strand wäre voller Kokospalmen, an denen er empor klettern würde, um sich leckere Kokosnüsse zu holen und ab und zu würde er die Insel durchwandern und erforschen. So wie Robinson hätte er eine Ziege, die ihm Milch gäbe und wäre gut Freund mit allen Tieren auf der Insel.
Menschen würde er nicht vermissen, nein überhaupt nicht. Die beachteten den pickeligen, schüchternen Jungen ja sowieso nicht. Die Mädchen seiner Klasse gaben ihm den Spottnamen „Furzmann“, indem sie seinen Nachnamen verballhornten und riefen: „Hau ab, Du stinkst“, falls er sich zu sehr in ihrer Nähe aufhielt. Seine Eltern waren dauernd am streiten und der Vater verprügelte Ralf regelmäßig mit dem Rohrstock, wenn er mit schlechten Noten von der Schule kam. Lob gab es keins. Wenn Ralf ausnahmsweise mal eine gute Note heimbrachte, war das selbstverständlich, aber für schlechte Leistungen gab es furchtbaren Ärger und Geschimpfe.
„Na wieder mal am träumen?“, durchbrach eine schneidend sarkastische Stimme den Wachtraum des Jungen, während die ganze Klasse laut johlte. Das große Lineal des Lehrers krachte klatschend auf den Tisch, um Ralf zu wecken, der erschrocken und beschämt aufschaute. Er wurde knallrot, als er die abschätzigen Blicke der Mädchen bemerkte, die auf ihm ruhten. Seine Kumpels feixten hinter dem Rücken des Lehrers, während dieser seinen allseits gehassten Spruch aufsagte: „Stehenbleiben!“ Herr Thomas schüttelte langsam den Kopf, während Ralf zögerlich aufstand um die nächsten zehn Minuten öffentlich am Pranger zu stehen. „Sind wir jetzt dann wach?“, näselte die Stimme des Lehrers dicht vor seinem Gesicht. „Also dann noch mal von vorn: „Warum und zu wem ging Heinrich nach Canossa?“
Der Junge druckste leise herum, wusste aber mit der Frage überhaupt nichts anzufangen. „Wenn doch nur jemand käme und mich mitnähme“, dachte Ralf erneut, und wäre am liebsten sofort im Boden versunken. Er fühlte sich einsam.
Der Schultag verging schleppend. Die Sonne prallte unbarmherzig durchs Fenster, so dass die verwaschenen, gelblichen Vorhänge teilweise geschlossen wurden, um ein halbwegs normales arbeiten zu ermöglichen. In der nächsten Stunde gab es glücklicherweise ein Diktat in Deutsch bei der netten Frau Erfurt, was Ralf viel lieber mochte, als die langweilige Geschichtsstunde bei Herrn Thomas. Beim Diktat wurde er wenigstens nicht mit peinlichen Fragen behelligt oder auch noch an die Tafel gerufen, um etwas vorzurechnen, was regelmäßig in die Hose ging und zu allgemeiner Heiterkeit führte. Außerdem durfte man nach dem Diktat schon etwas eher in die große Pause gehen.
Uff, geschafft. Die Klasse pinselte schnell den letzten Satz ins Diktatheft, jeder gab sein Heft am Pult der Lehrerin ab und stürmte ins Freie.
Nach Schulschluss trabte Ralf langsam nach hause. Die Sonne brannte ihm sehr heiß auf den Rücken und er hatte Durst. Zuhause trank er erstmal schnell einen großen Becher Buttermilch, den er rasch wieder auffüllte. Gott sei Dank fragte niemand nach seinen Hausaufgaben, so dass er nach dem Essen in sein Zimmer verschwand, um in seine eigene kleine Welt abzutauchen.
Die Welt des Jungen bestand aus einer großen Menge Büchern, die er verschlang. Sie war angefüllt mit den Abenteuern von Robinson Crusoe, Winnetou und Old Shatterhand, Käptn’ Ahab und dem weißen Wal und vielen Sagen und Legenden. Wenn er las, vergaß er alles um sich herum und auch regelmäßig seine Hausaufgaben, was ihm allerhand Ärger in der Schule einbrachte.
Oft musste er vor der Stunde oder in den kleinen Pausen mit rasender Geschwindigkeit noch schnell etwas in seine Hefte klieren, was er bei seinen Freunden abschrieb.
Besonders die Kontrollen der Hausaufgaben von Herrn Müller waren sehr gefürchtet. Er ging von Einem zum Anderen und vergaß niemals Jemanden. Wer seine Hausaufgaben nicht vorzeigen konnte, bekam regelmäßig eine harte Kopfnuß mit den Fingerknöchelchen verabreicht, so dass das nächstgelegene Ohr noch eine Viertelstunde lang klingelte. Fast genausoschlimm war die Misbilligung des Lehrers, der wegen seiner väterlichen Art trotz diesen harten Sanktionen von den meisten Schülern sehr verehrt wurde.
Doch daran dachte Ralf jetzt nicht. Davon war er meilenweit entfernt. Genauer gesagt: 20.000 Meilen unter dem Meer bei Kapitän Nemo an Bord der „Nautilus“. Wie gerne hätte er die Geheimnisse der Tiefsee in Wirklichkeit auf diese Weise erkundet, fern von dem grauen Einerlei der Schule und des zerrissenen Elternhauses. „Wie gerne wäre ich wirklich dabei gewesen“ träumte er vor sich hin. „Ach wenn doch jemand käme und mich mitnähme“, seufzte er wieder einmal.
Dienstag, 12. Februar 2008
Goldsucher - Seite 123
Was wollt ihr von mir?
"Ja, ja, ja - reg Dich nur nicht auf!" beschwichtigte ihn der rote Bill, "ich hab's ja immer gesagt, du bist ein vernünftiger Kerl.
Nur schön ruhig bleiben!
Das waren 3 Sätze auf Seite 123 aus dem Buch Goldsucher von Jack London, daß ich gerade eben aus dem Bücherregal griff.
Die Sätze passen ganz gut zu den Chaoten, die mit solch krummen Blogstöckchen um sich werfen wie Haso, Martin und Günter.
Die Chaoten forderten folgendes von mir:
"Ja, ja, ja - reg Dich nur nicht auf!" beschwichtigte ihn der rote Bill, "ich hab's ja immer gesagt, du bist ein vernünftiger Kerl.
Nur schön ruhig bleiben!
Das waren 3 Sätze auf Seite 123 aus dem Buch Goldsucher von Jack London, daß ich gerade eben aus dem Bücherregal griff.
Die Sätze passen ganz gut zu den Chaoten, die mit solch krummen Blogstöckchen um sich werfen wie Haso, Martin und Günter.
Die Chaoten forderten folgendes von mir:
Ich weigere mich, dieses sinnlose Stöckcken weiterzuwerfen ;-))Für diesen Post hast du
- das nächste Buch in deiner Nähe mit mindestens 123 Seiten geschnappt,
- es auf Seite 123 aufgeschlagen,
- den fünften Satz auf der Seite gesucht,
- die nächsten drei Sätze gepostet.
Freitag, 1. Februar 2008
Robi Zonca - Bluesman -
Vor ein paar Monaten lud ich einen eigenen Film mit dem wunderschönen Song "Hole In My Shoe" von Traffic als Hintergrundmusik nach Youtube hoch.
Ein gewisser Zonk55 antwortete mit folgendem Kommentar:
Beim folgenden Briefwechsel stellte sich heraus, daß der Song ihn an seine erste Freundin und seine Jugendzeit erinnert hatte.
Ich stöberte ein wenig bei Youtube in den Filmen von Zonk55 herum und fand nur exzellente Handgemachte Bluesmusik vor, die ich begeistert kommentierte und mit vielen positiven Sternchen versah.
Auf die Frage, ob er eventuell ein Mitglied dieser Bluesband sei, kam heraus, daß er der Bandleader - Robi Zonca - selber war, der schon mit diversen Größen des Blues gespielt hatte.
Sogar mit Ginger Baker himself!
Es entwickelte sich eine schöne Brieffreundschaft per email und nun bin ich dabei, eine Konzert-Tour für die Robi Zonca Bluesband in Deutschland zu organisieren.
Habe leider noch keine positiven Rückmeldungen von Clubs oder Promotern erhalten, aber ich bleibe dran.
Vielleicht gibt es ja geneigte Leser, die eine Idee für einen netten Auftritt haben oder jemanden kennen, der da weiterhelfen könnte?
Robi hat mir seine erste eigene CD geschickt und ich habe mir sein neustes Werk "Rebel" aus Amerika kommen lassen. Das geht gut ab.
Hier gibts den Titelsong auf Youtube:
Ein gewisser Zonk55 antwortete mit folgendem Kommentar:
great!
the song is so fantastic. I love SteveW and the Traffic.
man I am listening to the music and I am almost crying!
thanks for posting
Beim folgenden Briefwechsel stellte sich heraus, daß der Song ihn an seine erste Freundin und seine Jugendzeit erinnert hatte.
Ich stöberte ein wenig bei Youtube in den Filmen von Zonk55 herum und fand nur exzellente Handgemachte Bluesmusik vor, die ich begeistert kommentierte und mit vielen positiven Sternchen versah.
Auf die Frage, ob er eventuell ein Mitglied dieser Bluesband sei, kam heraus, daß er der Bandleader - Robi Zonca - selber war, der schon mit diversen Größen des Blues gespielt hatte.
Sogar mit Ginger Baker himself!
Es entwickelte sich eine schöne Brieffreundschaft per email und nun bin ich dabei, eine Konzert-Tour für die Robi Zonca Bluesband in Deutschland zu organisieren.
Habe leider noch keine positiven Rückmeldungen von Clubs oder Promotern erhalten, aber ich bleibe dran.
Vielleicht gibt es ja geneigte Leser, die eine Idee für einen netten Auftritt haben oder jemanden kennen, der da weiterhelfen könnte?
Robi hat mir seine erste eigene CD geschickt und ich habe mir sein neustes Werk "Rebel" aus Amerika kommen lassen. Das geht gut ab.
Hier gibts den Titelsong auf Youtube:
Sonntag, 27. Januar 2008
Auslegung - mit dem Löwen kuscheln
Dann will ich mal versuchen, die Gedanken zusammenzufassen, die mir als Auslegung meines "Löwentraums" durch den Kopf gingen.
Der erste Teil dürfte eigentlich klar sein: Der Herr der Herren ist kein Plüschtier, mit dem man machen kann, was man will. ER ist der Boss und nicht wir!
Und obwohl Jesus es liebt, wenn wir ihm unsere Liebe ausdrücken und zeigen, ist er nicht unser Kumpel oder eben unser Spielzeug, sondern unser Herr.
Als solcher will er auch ernst genommen werden.
Seine Liebe ist auch gefährlich für uns - Sie hätte mich fast erdrückt -
In der Tat glaube ich, daß es sogar unser Leben kostet, wenn wir seine Nähe und Liebe auf Dauer genießen wollen!
Mir kamen folgende Bibelverse in den Sinn:
Joh 12,24 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein; wenn es aber stirbt, bringt es viel Frucht.
und als zweites:
Röm 6,5 Denn wenn wir verwachsen sind mit der Gleichheit seines Todes, so werden wir es auch mit der Auferstehung sein,
und dann noch:
Mt 16,24 Dann sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn jemand mir nachkommen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf und folge mir nach!
Wenn man nahe bei Jesus sein will muss man ihm nachfolgen. Sonst kann man ihm nicht auf Dauer nahe sein. Man ist zwar ein Kind Gottes und auch in Ewigkeit errettet, man wird nicht von Gott gerichtet oder verdammt, man wird auch von Gott geliebt, aber man ist kein "Freund" Gottes, dem er seine Geheimnisse mitteilt.
Man kann auch nicht mit ihm "schmusen".
Jesus nachfolgen bedeutet "sein Kreuz" auf sich zu nehmen. Das Kreuz aber ist ein Instrument des Todes - Ein Hinrichtungsinstrument! Es bedeutet die Bereitschaft zu sterben und zwar nicht nur einmal!
Die Taufe ist ein anderes Sinnbild dafür: Wir werden in den Tod Jesu hineingetauft - der alte Mensch soll sterben, damit ein neuer Mensch in uns geboren werden kann.
Das geschieht bei unserer Bekehrung zu Jesus. Wir geben den Thron der Herrschaft über unser eigenes Leben auf und überlassen ihn jemand anders - Jesus. Wir geben das Steuerrad über unsere Lebensschiff aus der Hand und lassen jemand anders den Kurs bestimmen. Käptn Jesus.
Das Problem ist nur, daß wir unseren "alten Menschen" nicht ein für allemal begraben. Wir möchten bei bestimmten Gelegenheiten gern wieder zurück auf den Thron und sind nicht einverstanden mit der Richtung und dem Kurs unseres Lebensschiffes.
Wir nehmen unserem Kapitän das Steuer wieder aus der Hand und wollen selbst gern bestimmen, wo es lang zu gehen hat.
Die Pranke des Löwen wird uns zu schwer und wir schieben sie weg, damit wir wieder frei atmen können.
Doch Paulus rät uns, daß wir "verwachsen" sollen mit der Gleichheit seines Todes, nämlich des Todes am Kreuz.
Jawohl, Jesus hat uns Leben versprochen und zwar im Überfluß! Und das hätten wir auch gerne.
Aber wir vergessen schnell und gerne, daß es ein "Auferstehungsleben" ist, und daß man nur auferstehen kann, wenn man zuvor gestorben ist.
Das Wort "verwachsen" legt eindeutig nahe, daß das Sterben kein einmaliger Akt ist, sondern ein lebenslanger Prozess.
Wenn wir im "Auferstehungsleben" wachsen wollen, müssen wir auch immer mehr mit dem Tode Jesu verwachsen.
Wir haben oft sehr viel Angst sowohl vor dem leiblichen Tod, als auch vor seelischen Sterbeprozessen, weil wir in unserem Unglauben denken, der Tod sei das Ende aller Dinge und das Ende des Lebens.
Wir vermuten, daß der Tod endgültig ist und uns einfach komplett jedes Leben und alle Freude raubt.
Wir scheinen zu vergessen, daß uns eine Auferstehung versprochen wurde!
Doch der Tod ist nichts weiter als eine Tür der Verwandlung, durch die wir gehen und niemals das Ende unserer Existenz.
So wie das Weizenkorn sterben muss und komplett zerfällt, um das Wunder der Verwandlung in einen komplett neuen Trieb und eine neue Pflanze zu erleben, so müssen auch wir unser Leben hingeben, um es wieder in völlig neuer Weise geschenkt zu bekommen.
"Muss ich denn sterben, um zu leben?" sang einst Falco in seinem Song: "Out of the dark".
Ja - von ganzem Herzen, würde ich ihm heute gern zurufen, wenn er noch leben würde.
Mein Lieblingsapostel Paulus sagt dazu auch folgendes:
2Kor 4,10 allezeit das Sterben Jesu am Leibe umhertragend, auf daß auch das Leben Jesu an unserem Leibe offenbar werde.
Denn wir, die wir leben, werden allezeit dem Tode überliefert um Jesu willen, auf daß auch das Leben Jesu an unserem sterblichen Fleische offenbar werde.
Möchtest Du gern immer noch mit dem Löwen kuscheln? Möchtest Du Jesus gern ganz nah sein? - Dann lass Dich von seiner Pranke erdrücken und schiebe sie nicht weg von Dir, weil sie zu schwer ist und Dir den Atem nimmt.
Mach Jesus nicht zum Plüschtier und Kuscheltiger, mit dem Du alles machen kannst, was Du willst.
Sag ja zum Sterben und zum Tod am Kreuz und folge Jesus nach. Umso herrlicher wird dann auch das wunderbare Leben Gottes in Deinem Leben sichtbar werden!
Diese Erklärung hatte der Herr für mich persönlich in meiner stillen Zeit am Freitag morgen.
Und ich sagte dazu: Amen.
Der erste Teil dürfte eigentlich klar sein: Der Herr der Herren ist kein Plüschtier, mit dem man machen kann, was man will. ER ist der Boss und nicht wir!
Und obwohl Jesus es liebt, wenn wir ihm unsere Liebe ausdrücken und zeigen, ist er nicht unser Kumpel oder eben unser Spielzeug, sondern unser Herr.
Als solcher will er auch ernst genommen werden.
Seine Liebe ist auch gefährlich für uns - Sie hätte mich fast erdrückt -
In der Tat glaube ich, daß es sogar unser Leben kostet, wenn wir seine Nähe und Liebe auf Dauer genießen wollen!
Mir kamen folgende Bibelverse in den Sinn:
Joh 12,24 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es allein; wenn es aber stirbt, bringt es viel Frucht.
und als zweites:
Röm 6,5 Denn wenn wir verwachsen sind mit der Gleichheit seines Todes, so werden wir es auch mit der
Mt 16,24 Dann sprach Jesus zu seinen Jüngern: Wenn jemand mir nachkommen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf und folge mir nach!
Wenn man nahe bei Jesus sein will muss man ihm nachfolgen. Sonst kann man ihm nicht auf Dauer nahe sein. Man ist zwar ein Kind Gottes und auch in Ewigkeit errettet, man wird nicht von Gott gerichtet oder verdammt, man wird auch von Gott geliebt, aber man ist kein "Freund" Gottes, dem er seine Geheimnisse mitteilt.
Man kann auch nicht mit ihm "schmusen".
Jesus nachfolgen bedeutet "sein Kreuz" auf sich zu nehmen. Das Kreuz aber ist ein Instrument des Todes - Ein Hinrichtungsinstrument! Es bedeutet die Bereitschaft zu sterben und zwar nicht nur einmal!
Die Taufe ist ein anderes Sinnbild dafür: Wir werden in den Tod Jesu hineingetauft - der alte Mensch soll sterben, damit ein neuer Mensch in uns geboren werden kann.
Das geschieht bei unserer Bekehrung zu Jesus. Wir geben den Thron der Herrschaft über unser eigenes Leben auf und überlassen ihn jemand anders - Jesus. Wir geben das Steuerrad über unsere Lebensschiff aus der Hand und lassen jemand anders den Kurs bestimmen. Käptn Jesus.
Das Problem ist nur, daß wir unseren "alten Menschen" nicht ein für allemal begraben. Wir möchten bei bestimmten Gelegenheiten gern wieder zurück auf den Thron und sind nicht einverstanden mit der Richtung und dem Kurs unseres Lebensschiffes.
Wir nehmen unserem Kapitän das Steuer wieder aus der Hand und wollen selbst gern bestimmen, wo es lang zu gehen hat.
Die Pranke des Löwen wird uns zu schwer und wir schieben sie weg, damit wir wieder frei atmen können.
Doch Paulus rät uns, daß wir "verwachsen" sollen mit der Gleichheit seines Todes, nämlich des Todes am Kreuz.
Jawohl, Jesus hat uns Leben versprochen und zwar im Überfluß! Und das hätten wir auch gerne.
Aber wir vergessen schnell und gerne, daß es ein "Auferstehungsleben" ist, und daß man nur auferstehen kann, wenn man zuvor gestorben ist.
Das Wort "verwachsen" legt eindeutig nahe, daß das Sterben kein einmaliger Akt ist, sondern ein lebenslanger Prozess.
Wenn wir im "Auferstehungsleben" wachsen wollen, müssen wir auch immer mehr mit dem Tode Jesu verwachsen.
Wir haben oft sehr viel Angst sowohl vor dem leiblichen Tod, als auch vor seelischen Sterbeprozessen, weil wir in unserem Unglauben denken, der Tod sei das Ende aller Dinge und das Ende des Lebens.
Wir vermuten, daß der Tod endgültig ist und uns einfach komplett jedes Leben und alle Freude raubt.
Wir scheinen zu vergessen, daß uns eine Auferstehung versprochen wurde!
Doch der Tod ist nichts weiter als eine Tür der Verwandlung, durch die wir gehen und niemals das Ende unserer Existenz.
So wie das Weizenkorn sterben muss und komplett zerfällt, um das Wunder der Verwandlung in einen komplett neuen Trieb und eine neue Pflanze zu erleben, so müssen auch wir unser Leben hingeben, um es wieder in völlig neuer Weise geschenkt zu bekommen.
"Muss ich denn sterben, um zu leben?" sang einst Falco in seinem Song: "Out of the dark".
Ja - von ganzem Herzen, würde ich ihm heute gern zurufen, wenn er noch leben würde.
Mein Lieblingsapostel Paulus sagt dazu auch folgendes:
2Kor 4,10 allezeit das Sterben Jesu am Leibe umhertragend, auf daß auch das Leben Jesu an unserem Leibe offenbar werde.
Denn wir, die wir leben, werden allezeit dem Tode überliefert um Jesu willen, auf daß auch das Leben Jesu an unserem sterblichen Fleische offenbar werde.
Möchtest Du gern immer noch mit dem Löwen kuscheln? Möchtest Du Jesus gern ganz nah sein? - Dann lass Dich von seiner Pranke erdrücken und schiebe sie nicht weg von Dir, weil sie zu schwer ist und Dir den Atem nimmt.
Mach Jesus nicht zum Plüschtier und Kuscheltiger, mit dem Du alles machen kannst, was Du willst.
Sag ja zum Sterben und zum Tod am Kreuz und folge Jesus nach. Umso herrlicher wird dann auch das wunderbare Leben Gottes in Deinem Leben sichtbar werden!
Diese Erklärung hatte der Herr für mich persönlich in meiner stillen Zeit am Freitag morgen.
Und ich sagte dazu: Amen.
Freitag, 25. Januar 2008
Fasten - Teil 2
Tja, eigentlich hatte ich ja geschrieben, daß ich gar nicht fasten wolle in diesem Jahr, es sei denn der Herr würde es mir irgendwie sagen oder zeigen.
Aber während ich diese Zeilen schrieb, bekam ich Lust aufs Fasten und beschloß, erstmal nix zum Abendbrot zu essen und dann mal weiter zu schauen.
Am nächsten Tag, dem Mittwoch, hatte ich dann irgendwie keine Lust mit dem Fasten aufzuhören und dachte: Du kannst ja noch 1, 2 Tage dranhängen.
Es war möglicherweise ähnlich wie bei Forrest Gump, der eines Tages anfing ein wenig zu laufen und dann keine Lust mehr verspürte, damit aufzuhören.
Er lief dann quer durch die Vereinigten Staaten von Amerika bis zur Meeresküste in Kalifornien, machte da kehrt und lief zurück bis zur Ostküste.
Er lief dreieinhalb Jahre lang...
Am ersten Tag, dem Mittwoch fühlte ich mich erstaunlich wohl. Ich hatte einfach ein geiles Körpergefühl im Bauch. Es ging mir einfach saugut.
Ich besorgte mir 5 Liter Buttermilch, 5 Liter Gemüsesaft und 6 Liter Orangensaft.
Buttermilch ist zwar ein Nahrungsmittel, aber ich bin ja schließlich nicht gesetzlich.
Der nächste Tag war nicht ganz so leicht, wie der erste, aber mir ging es gut.
Heute morgen hatte ich eine wunderbare Gebetszeit. Ich fühlte mich dem Herrn sehr nah und er redete zu mir. Nein, nicht in hörbaren Worten, aber er erkärte mir einen Traum, den ich vor Jahren hatte. Es waren wunderbare tiefe Gedanken aus Gottes Wort, die langsam durch meinem Geist flossen. Danke Jesus.
Und danke Günter, Haso und Björn, durch die dieser Impuls des Fastens zu mir kam ;-))
Aber während ich diese Zeilen schrieb, bekam ich Lust aufs Fasten und beschloß, erstmal nix zum Abendbrot zu essen und dann mal weiter zu schauen.
Am nächsten Tag, dem Mittwoch, hatte ich dann irgendwie keine Lust mit dem Fasten aufzuhören und dachte: Du kannst ja noch 1, 2 Tage dranhängen.
Es war möglicherweise ähnlich wie bei Forrest Gump, der eines Tages anfing ein wenig zu laufen und dann keine Lust mehr verspürte, damit aufzuhören.
Er lief dann quer durch die Vereinigten Staaten von Amerika bis zur Meeresküste in Kalifornien, machte da kehrt und lief zurück bis zur Ostküste.
Er lief dreieinhalb Jahre lang...
Am ersten Tag, dem Mittwoch fühlte ich mich erstaunlich wohl. Ich hatte einfach ein geiles Körpergefühl im Bauch. Es ging mir einfach saugut.
Ich besorgte mir 5 Liter Buttermilch, 5 Liter Gemüsesaft und 6 Liter Orangensaft.
Buttermilch ist zwar ein Nahrungsmittel, aber ich bin ja schließlich nicht gesetzlich.
Der nächste Tag war nicht ganz so leicht, wie der erste, aber mir ging es gut.
Heute morgen hatte ich eine wunderbare Gebetszeit. Ich fühlte mich dem Herrn sehr nah und er redete zu mir. Nein, nicht in hörbaren Worten, aber er erkärte mir einen Traum, den ich vor Jahren hatte. Es waren wunderbare tiefe Gedanken aus Gottes Wort, die langsam durch meinem Geist flossen. Danke Jesus.
Und danke Günter, Haso und Björn, durch die dieser Impuls des Fastens zu mir kam ;-))
Mittwoch, 23. Januar 2008
Geh doch hier mal nen Kaffee trinken
Hurra, ich habe wieder einem neuen Freund aus dem Internet. Der ist scheinbar genauso nett wie mein Günter Jott und heißt auch noch Günther. Und kommt auch aus der Hauptstadt.Außerdem hat er eine Vision für Hauskreise in jeder Strasse.
Schau doch mal in sein Café herein und lies was Gutes und Aufbauendes.
Z.B diese Geschichte von einem total Kaputten, den Gott zum Pastor umgebaut hat ;-))
Allerdings ist das nicht die Einzige gute Geschichte, die man hier finden kann.
Wer sucht, der findet in diesem gemütlichen Café vielleicht sogar einige Kleinode oder Schätze.
Lass Dich überraschen.
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