Donnerstag, 17. Juli 2008

1x1 des christlichen Hausmannes

Die Zeiten haben sich gottlob geändert. Vor der Emanzipationsbewegung der Frauen musste der Mann jeden Tag schuften gehen, um die Familie zu ernähren, während die Frau hübsch daheim blieb, kochte, mit den Kindern Spaß hatte und sich den ganzen Tag die Fingernägel lackierte.
Der Hausfrau wurde empfohlen, den Ehemann ab und zu mit etwas neuem zu überraschen, wenn er müde und abgespannt von der Maloche kam:

Ein fettes Steak, ein raffiniertes durchsichtiges Negligé zur Begrüßung an der Tür. Oder ein romantisches Diner bei Kerzenschein während die Schmusemusik im Hintergrund spielt.

Aber nun hat sich selbst bei uns Christen das Rollenbild schon geändert.
Der Mann darf nicht nur bei der Entbindung seiner Kinder zuschauen, sondern sogar tatkräftig mithelfen, Schwangerschaftskurse besuchen mit allem PiPaPo, die Babys wickeln und, und... zuhause bleiben, während die Gemahlin das Geld heranschafft!
Welch ein Fortschritt.
Nun hat der Mann allerdings noch wenig Erfahrung auf dem Gebiet der Überraschungen für seine Holde sammeln können, da die Rolle des Hausmanns einfach noch nicht Jahrhunderte lang erprobt ist. Ein christlicher Mann kann und sollte sich nicht den ganzen Tag die Fingernägel lackieren. Hier ist guter Rat teuer und deshalb gibt Don Ralfo als erfahrener Hausmann den Ahnungslosen Kollegen mal ein paar Tips.


1. So ein Haarschnitt geht auf gar keinen Fall!
Und dann noch völlig unrasiert. Die Ehefrau hasst lange Hippiehaare und kratzende Bartstoppeln wie die Pest. Da hilft das dämliche Grinsen auch nicht drüber hinweg.
Mein Tipp: Einmal im Monat zum Frisör und die Frau mit einem akkuraten Kurzhaarschnitt überraschen. Das kommt immer gut an.


Welche Frau möchte solch einem fröhlichen und gutaussehendem Mann nicht gerne beim Nachhausekommen an der Tür begegnen?

2. Im durchsichtigen Negligé kann der Mann nicht die Tür öffnen, das wäre peinlich!
Aber wie wäre es mal ab und zu mit einem neuen Hut?
Das betont die Männlichkeit, wirkt cool und attraktiv für die Frau und führt garantiert zu einem romantischen und wilden Abend zu zweit. (Den Kindern gibt man halt rechtzeitig ein leichtes Schlafmittel)

3. Nicht zu vergessen ist die Wichtigkeit von immer frischen Schnittblumen in der Vase!
Manche Dinge ändern sich halt nie. ;-) Was die Affinität von Frauen und Blumen angeht kann selbst die nachhaltigste Frauenbefreiungsbewegung nichts ausrichten.
Da werden sie einfach schwach, selbst wenn der harte Job noch so sehr fordert. Deshalb: Nicht nur lecker kochen, sondern niemals die Blumen auf dem Tisch vergessen. Ein kleines Kärtchen mit einem Gedicht dazu ist auch nie verkehrt.


4. Niemals den Hochzeitstag vergessen!
Das ist das große Muss schlechthin. Alles Andere darfst Du vergessen, aber niemals den Hochzeitstag, den ersten Kuss und das genaue Datum wann ihr das erste Mal... ähäm, räusper - na Du weißt schon.
Es kommt dabei auch nicht auf die Größe des Geschenkes an, sondern auf Originalität und Glaubhaftigkeit Deiner Komplimente auf der beiliegenden Karte.
Dies hier ist ein gutes Beispiel für ein gelungenes Geschenk zum XXten Hochzeitstag. (Natürlich werden die Anzahl der Gemeinsamen Jahre diskret verschwiegen)



So liebe Männer, nun soll es für heute reichen, meine Frau kommt gleich nach Hause und ich muss noch kochen, bügeln, putzen und nach den Kleinen sehen. Und schließlich will ich ja schick aussehen, wenn sie da ist...
Euer Lebenshelfer (Lebensretter?)

Don Ralfo

Mittwoch, 16. Juli 2008

Umzug nach Wordpress?

Habe vor ca 14 Tagen einen neuen Blog auf Wordpress.com eröffnet, der eigentlich nur dazu dienen sollte, meine Beiträge auf der Theolounge in Ruhe vorzubereiten. Dort will ich relevante Dinge für ganz Deutschland schreiben, und das mehr Private möglichst im "Labyrinth" belassen, weil die Theolounge viel mehr Besucher anzieht als mein chaotisches Tagebuch.

Aber im neuen Blog hatte ich in kurzer Zeit schon relativ viele Besucher und er hat auch sehr schöne Administrative Tools, die mir Blogger.com nicht bietet.
Dort finden mich auch Leute, die das versteckte Labyrinth nicht finden. Bin am überlegen, ob ich die ganze Bloggerei nicht auf Wordpress.com verlegen sollte.
Nur finde ich die ganzen schönen Artikel hier natürlich viel zu schade zum wegwerfen.

Mein allererster Artikel in einer christlichen Zeitschrift ist auch gerade eben frisch herausgekommen. Er steht in THE RACE in der aktuellen Ausgabe.
Bin mächtig unchristlich stolz, neben Autoren wie Harald Sommerfeld eingeladen worden zu sein. (Dazu noch Satements von christlichen Berühmtheiten wie: walter heidenreich, Lothar Kosse, Keith Warrington, Lilo Keller u.A.) Das geht doch runter wie Öl! Die Ausgabe hat das Leitthema Erweckung.
Wer weiß, vielleicht ist das der Beginn einer neuen Karriere? ;-))

Montag, 14. Juli 2008

Gesegnet durch Todd Bentley

Diesen Artikel habe ich exclusiv für die "Theolounge" veröffentlicht und Du findest ihn hier.

Ich gebe keinen Zehnten mehr

Gerade eben beim Hochfahren des PC's dachte ich darüber nach, mich als Geizkragen zu outen, der keinen "Zehnten" mehr in die Gemeinde gibt. Obwohl ich eigentlich sehr gerne gebe -nicht nur Geld - sehe ich nicht ein, daß dieses alttestamentarische Gesetz auch heute noch auf die Gläubigen anzuwenden ist. Die neutestamentliche Argumentationskette dafür ist außerordentlich dünn und nicht stichhaltig. Meine Hauskirche braucht den Zehnten nicht, da sie keine Ausgaben hat. Wir teilen Wurst, Käse, Räucherfisch, Salat, Getränke und Brötchen miteinander, wenn wir gemeinsam essen. Ansonsten helfen wir uns untereinander mit unseren sonstigen Gaben und Fähigkeiten, soweit Zeit und Kraft das zulässt.
Beim hochfahren des PC kommt immer zuallererst die Herrnhuter Losung des Tages auf den Monitor. Vorhin hatte ich schon ein sehr gutes Gespräch mit dem lieben Gott und er ist mehr sehr nahe heute morgen, aber beim Lesen des Losungstextes kriegte ich erstmal einen Lachanfall und bin immer noch überaus heiter gestimmt. ich will Euch den Text nicht vorenthalten!
So brachten die Israeliten, Männer und Frauen, die ihr Herz dazu trieb, freiwillige Gaben zu allem Werk, das der Herr durch Mose geboten hatte.
2.Mose 35,29
Ein jeder gebe, wie er's sich im Herzen vorgenommen hat, nicht mit Unwillen oder aus Zwang; denn einen fröhlichen Geber hat Gott lieb.
2.Korinther 9,7
Mir war einfach so, als ob Gott in einem Hinterhalt am PC gelauert hätte, um mir erst diese Gedanken über den "Zehnten" zu geben und mich dann mit seinen Bibelversen dazu zu überraschen. Diese Vorstellung war einfach zu komisch - ich konnte mich nicht mehr halten. Ich habe das Gefühl, der Herr will mich einfach heute nicht loslassen und möchte sich weiter mit mir unterhalten. Er lässt es nicht zu, daß ich meine mails checke und im Internet surfe, weil er mich ganz für sich allein haben will. Was solls, vielleicht komm ich später dazu, wenn er mich lässt!
Jedenfalls hat er Humor. ganz sicher ;-))

Freitag, 11. Juli 2008

Der helle Morgenstern

Ihr tut gut daran, dass ihr auf das prophetische Wort achtet als auf ein Licht, das da scheint an einem dunklen Ort, bis der Tag anbreche und der Morgenstern aufgehe in euren Herzen.
2.Petrus 1,19

Was ist das prophetische Wort? Was meint unser Freund Petrus damit? Die Bücher der Propheten aus dem alten Testament, der Thora? Meint er damit die Prophezeiungen, die für die Zukunft gelten? Was bedeutet es überhaupt, prophetisch zu reden oder zu weissagen?
geht es immer nur darum, bestimmte klare Fakten, die uns vorher verborgen waren ans Licht zu bringen? (Sei es in der Zukunft oder im Jetzt) ich rede jetzt von Tatsachen wie: Du wirst später mal ein Evangelist sein, der predigend um die Welt zieht, oder Dein Vater hat Dich früher misbraucht und geschlagen und niemand wusste ausser Dir bisher davon - aber jetzt will Gott deine Wunden von damals heilen!
Ja, so etwas ist sicher prophetisches Reden, keine Frage. Aber auf solche Dinge ist das prophetische Reden nicht allein begrenzt!
Prophetisch zu reden bedeutet primär ganz einfach durch die Inspiration und in der Kraft und Autorität des Heiligen Geistes zu reden. Es muss überhaupt keine Vorraussagen aus der Zukunft oder Offenbarung von etwas Verborgenem beinhalten. Und es vermag jeder, der glaubt: geisterfüllt reden!
Und dieses geisterfüllte, lebendige Wort ist ein Licht, daß an einem dunkelen Ort scheint! Aber es gibt noch etwas viel Schöneres: Der Morgenstern soll mit seinem wunderbarem Licht direkt in Deinem und meinem Herzen aufgehen. VOW!
Wer ist es, dieser helle Morgenstern?
Offb 22,16 Ich, Jesus, habe meinen Engel gesandt, euch solches für die Gemeinden zu bezeugen. Ich bin die Wurzel und der Sproß Davids, der glänzende Morgenstern.
Es ist der wunderbare Herr und König - Jesus- die Hoffnung der Herrlichkeit. Er ist der helle Morgenstern. Christus, der Gesalbte, in uns. In Dir und mir!
Der König der Herrlichkeit will in seiner ganzen Fülle und Schönheit in Dir wohnen. Eins mit Dir in Liebe verbunden. Ein völlig neuer Mensch sollst Du werden.
I'm a new creation
I'm a brand new man
Old things are passed away
I've been born again
More than a conqueror
that's who I am

I'm a new creation
I'm a brand new man
Heute ist dieses Wort vor Deinen Augen erfüllt! Der Morgenstern ist in meinem Herzen aufgegangen und spendet mir sein wunderbares, mildes und herrliches Licht. Er hat mich verwandelt in eine komplett neue Schöpfung - mein Leben ist seit vielen Wochen brandneu!
Ich bin nicht mehr derselbe Mann, Jesus lebt in meinem Herzen. Er war tot aber er ist in mir auferstanden und regiert. Welch eine herrliche Herrschaft. Er ist kein Despot, sondern ein Freund meines Herzens. Mein allerbester Freund. Mein guter Ratgeber, Wunderrat und Friedefürst ist er. Es ist der Heiland - das Lamm Gottes und der Löwe aus dem Stamme Juda.
Und dieses Wort, daß Du gerade hier liest ist prophetisch. Du tust gut daran, darauf zu achten als ein Licht, daß an einem dunkelen Ort scheint.
Sei gesegnet vom Allerhöchsten Herrn. Empfange seine Liebe und sein Licht. Streck Dich nach ihm aus wie eine Pflanze zum Licht der Sonne. Er ist da und er ist für Dich, nicht gegen Dich. Er hat Dich lieb und fragt nach Dir. Er sucht Dich und Dein Herz und will Dir Gutes tun.

Donnerstag, 10. Juli 2008

Dienstag, 8. Juli 2008

Im Namen des Volkes

…Trotz dieser ge­sundheitlichen Beeinträchtigungen ist der Kläger weiterhin in der Lage, einer leichten bis mittelschweren Tätigkeit im Haltungswechsel ohne Witterungsbelastung, ohne Zwangs­haltungen, ohne Tätigkeiten in Nacht- und Wechselschicht, besonderen Zeitdruck oder Stress oder mit erhöhten Anforderungen an die Konzentration in einem zeitlichen Umfang von 6 Stunden und mehr arbeitstäglich nachzugehen. Die Kammer stützt ihre Überzeugung…

Hat jemand schon mal in der Praxis so einen Job gesehen? Eine leichte bis mittelschwere Tätigkeit mit der Möglichkeit zum Haltungswechsel, OK, das kanns wohl geben. Aber ohne Witterungsbelastung? Wenn es schwül und drückend ist, oder zu warm im Büro, kann ich wohl dann nach Hause gehen, wenn mein Herz rumzickt, was es gern bei solcher Witterung tut. Erst gestern lag ich den ganzen Tag im Bett, weil der Gang auf den Lindener Berg bei schwüler Witterung mein Herz für 2 Tage ausser Gefecht gesetzt hatte. Wohlgemerkt, der Lindener Berg ist der höchste Maulwurfshügel im ansonsten völlig platten Hannover, und ich bin auch nur bis zur Hälfte hoch gegangen. Im Schneckentempo.
Keine Wechselschicht und Zwangshaltungen, na ja, das gibts wohl auch. Aber in welchem Job gibt es heutzutage keinen Zeitdruck und Stress? Und wo muss man sich bei der Arbeit nicht großartig konzentrieren?
Falls jemand mal irgendwo einen Job gesehen hat, der all diese Vorraussetzungen erfüllt, bitte ich ihn, mir bescheid zu geben. Das ist die Tätigkeit, die ich laut Gerichtsbeschluss des Sozialgerichts Hannover vom 24. Juni 2008 noch über sechs Stunden täglich wahrnehmen kann. Trotz meiner gesundheitlichen Einschränkungen.
Vielleicht Vorkoster in einer Bonbonfabrik? Hmm, schlecht für meinen Diabetes.
Testspieler für Computerspiele? Ich fürchte zu lange Zwangshaltung vor dem Bildschirm mit Maus oder Gamepaddels.
Mir fällt einfach keine passende Tätigkeit zu diesem Gerichtsentscheid ein und ich habe auch keine Kohle mehr in die nächsthöhere Instanz zu gehen. Also kann sich der Staat und die deutsche Rentenversicherung darüber freuen, daß ich in Zukunft mit 264,73 € Teilerwerbsminderungsrente auskommen muss. (Furchtbar, dieses Beamtendeutsch)
Oder sollte es tatsächlich doch diesen vorgeschlagenen Traumjob geben? Wenn das deutsche Volk, also auch Du, mir solch eine Tätigkeit vorschlägt, dann muß es sie doch eigentlich irgendwo geben?

Freitag, 4. Juli 2008

Die Schattenspieler


Am Ende der Welt an einem weißen Strand leben die Schattenspieler. Während die Sonne immerfort brennt und ihre unbarmherzigen Strahlen voller Wucht auf den Rand der Erdscheibe schleudert, spielen sie ihr Spiel mit den Schatten.
Der Wind steht hart wie ein Brett auf dem Strand der Entscheidung - die Schattenspieler lenken alle Entscheidungen der Mächtigen auf dieser Welt - ungesehen und unbemerkt. Sie allein ziehen die Fäden der Geschichte - die Könige der Welt sind nichts als Marionetten. Sie leben in Pomp und Gloria, tanzen ihre Tänze, trinken und lachen und halten sich für unendlich wichtig.
Niedrige Menschen kriechen schleimig vor ihnen, um eines Tages selbst auf dem Thron der Nichtigkeit zu sitzen um zu befehlen, zu töten und ihre Fleischeslust auszuleben.
Doch das Angesicht der Mächtigen und Könige ist fahl und krank, das überhebliche Lächeln wirkt bemüht und ausdruckslos - der Tod frisst heimlich schon in ihren Gedärmen.
Ihr Prunk geht dahin - verrostet und verfault, von Motten zerfressen.
Und die Schattenspieler spielen ihr Spiel. Immerfort und fort. Endlos.

Mittwoch, 2. Juli 2008

Don Ralfo und die "Theolounge"

Don Ralfo wurde von Marc Gerlach, dem Initiator der Theolounge eingeladen, dort seine Artikel einem größeren Publikum zu kredenzen. Ist natürlich eine Ehre für mich, dort vertreten zu sein, wo solch erlauchte Gestalten wie Storch, Kroski und der Strassenpastor mitschreiben!
Dort werde ich versuchen Dinge zu schreiben, von denen ich der Meinung bin, daß sie die Christengemeinde in ganz Deutschland etwas angehen, und weniger meine privaten Hobbys und Erlebnisse schildern wie hier im Labyrinth.
Mein erster Artikel ausschließlich für die Lounge ist soeben freigeschaltet worden und heißt:
Christ und psychische Krankheit. Herzlich willkommen auch in Theos Lunge ;-))

Bild: Holger Meyer (www.pixelio.de)

Montag, 30. Juni 2008

Nie wieder eigenes Feuer

Mo 3,2 Da erschien ihm der Engel des HERRN in einer Feuerflamme mitten aus dem Dornbusch. Und er sah , und siehe, der Dornbusch brannte im Feuer, und der Dornbusch wurde nicht verzehrt. Und Mose sagte sich: Ich will doch hinzutreten und dieses große Gesicht sehen, warum der Dornbusch nicht verbrennt.
Als aber der HERR sah, daß er herzutrat, um zu sehen, da rief ihm Gott mitten aus dem Dornbusch zu und sprach: Mose! Mose! Er antwortete: Hier bin ich.
Und er sprach: Tritt nicht näher heran! Zieh deine Sandalen von deinen Füßen, denn die Stätte, auf der du stehst, ist heiliger Boden!

Der Herr möchte, daß wir für ihn brennen und ihm voller Eifer dienen.
Röm 12,11 Im Fleiß lasset nicht nach, seid brennend im Geist, dienet dem Herrn!
Ich liebe die Prediger und Musiker, die "feurig" im Geiste sind. Denn das Feuer der Begeisterung ist ansteckend und voller Kraft. Das Feuer des Heiligen Geistes kann Leben verändern, körperliche und seelische Krankheiten heilen und Menschen zum Glauben an Jesus und die frohe Botschaft bringen.
Aber manchmal hatte ich den Eindruck, daß diverse Diener des Herrn, die auf den Bühnen unserer Freikirchen agieren, versucht haben das Feuer des Herrn mit ihrer eigenen menschlichen Begeisterung zu entfachen. Ich habe Christen in Versammlungen und Gottesdiensten feiern und tanzen gesehen und hatte dabei einen schalen Beigeschmack im Mund. Viele Christen machen auf "geistlich" und tun so, als wären sie vom Heiligen Geist erfüllt und wollen doch nur von anderen bewundert werden, die vielleicht nicht so intensiv den Herrn preisen, nicht so laut singen oder wild herumzappeln.
Manche Prediger neigen dazu, beim beten für Hilfesuchende dem Geist Gottes durch eigenes schieben und schubsen nachzuhelfen, wenn der Hilfesuchende nicht von selbst durch die Kraft Gottes zu Boden geht. Manche lassen sich einfach fallen oder imitieren andere Auswirkungen des Geistes, wenn für sie gebetet wird. Schließlich erwartet der Prediger oder die Gemeinde, daß der Geist Gottes sich spürbar "bewegt".
Als Lobpreisleiter fühlte ich mich oft wie so eine Art Lokomotive, die den Gemeindezug in Gang bringen muss. Wenn die Leute nicht von alleine in Gang kamen, habe ich sie ermutigt, ihnen gut zugeredet, sie ermahnt oder wie wild musikalisch gerudert, damit die Leute in Fahrt kamen. Das war auf Dauer sehr ermüdend für mich und so erlebte ich nach einigen Jahren vollzeitigen Dienstes auch den totalen "Burnout".
Ich war mehr als erschöpft und völlig ausgebrannt. Doch was hatte denn da viele Jahre eigentlich in mir gebrannt? War es wirklich immer das Feuer des Herrn, oder war es oft nur eine Art selbstgemachtes Feuer?
In der Geschichte vom brennenden Dornbusch sehen wir, daß das Feuer Gottes den Busch nicht verbrannte oder verzehrte. Er blieb völlig intakt und unversehrt.
Ich glaube inzwischen, daß dies eine Parallele zu unserem "Dienst" für den Herrn ist.
Wenn wir von diesem Dienst aufgezehrt werden, wenn unser Eifer für den Herrn anfängt an unsere Substanz zu gehen und wir anfangen uns ausgebrannt zu fühlen, dann brennt da sehr wahrscheinlich ein eigenes, selbstgemachtes Feuer in uns und nicht das heilige Feuer des Herrn!
Man könnte denken, Gott würde uns immer für unseren Einsatz und unser Engagement für seine Sache loben, aber ich bin überzeugt, daß er diese eigenen Anstrengungen hasst wie die Pest. Er unterstützt unsere frommen Werke nicht, die wir nicht aus der Kraft ausführen, die er selbst uns schenkt und darreicht.
Er hasst "fremdes Feuer"!
3Mo 10,1 Aber die Söhne Aarons, Nadab und Abihu, nahmen ein jeder seine Räucherpfanne und taten Feuer hinein und legten Räucherwerk darauf und brachten fremdes Feuer vor den HERRN, das er ihnen nicht geboten hatte. Da ging Feuer aus von dem HERRN und verzehrte sie, daß sie starben vor dem HERRN.
Das Feuer, daß auf dem Altar unseres Herzens brennt, muss heilig sein. Es muss von Gott selbst angezündet werden. Es ist allein die echte Flamme des Herrn und das reine Feuer seines Heiligen Geistes, daß Menschen heilt, rettet und befreit.
Alle Werke die wir nicht aus seinem Geist heraus tun sind "tote Werke" die nur die Dunkelheit vermehren und niemandem wirklich etwas bringen. Sie bringen das Reich Gottes nicht voran, weisen nicht auf Gott hin, sondern nur auf uns selbst.
Gott bekommt nicht die Ehre dafür, sondern wir selbst. Wir beweihräuchern damit nur unsere Gaben und unsere Talente oder unsere Barmherzigkeit mit leidenden oder Kranken und armen Menschen.
Ich habe mich entschieden, niemals wieder fremdes Feuer auf den Altar des Herrn zu legen. Ich möchte sehr gerne lichterloh für Gott und sein Königreich brennen!
Aber nur entzündet durch sein heiliges Feuer und nicht mein selbst erzeugtes!

Samstag, 28. Juni 2008

Wasser, Wolken, Wind

Das Leben meint es gut mit Dänen und mit denen, denen Dänen nahestehen...

Diesen Stuhl am menschenleeren Strand hatte mir mein himmlischer Papa persönlich bereitgestellt! ;-)) Der Strand war nur 2 Minuten vom schönen Ferienhaus entfernt.

Und diesen Anblick hatte man vom Stuhl aus!

Im Landesinneren fanden wir das schönste Auenland voller Hobbits, Trollen und Abenteuern.

Montag, 16. Juni 2008

Ist Gott ein Fußballfan?

Kaum zu glauben, nicht wahr? Gott, ein Fußballfan? Erschöpft nach einem wunderschönen Sonntag mit einem tollen Gottesdienst und schöner Gemeinschaft und Kommunikation mit Freunden gucke ich abends mit dem Herrn zusammen das Fußballspiel Tschechien gegen Türkei. Meine Sylle geht schon früh ins Bett, weil sie kaputt von der Arbeit in der Notaufnahme ist.
So schreibe ich SMS mit meiner Tochter hin und her, die zu den Türken hält. ;-))
Tchechien knallt denen zwei schöne Tore rein und alles scheint verloren. Aber die Türken kämpfen und kämpfen. Irgendwann gelingt ihnen das Anschlusstor. Die Tschechen spielen super und man kann kaum glauben, daß die Türken das Spiel noch rumreissen können, aber ihre Moral ist einzigartig. Das Spiel ist sauspannend. ich meine wirklich spannend. Selbst meine Tochter, die immer eine Fußballbanause war, ist völlig davon begeistert.
Dann frage ich Gott, der mich immer noch erfüllt und an den ich ständig denken muss: Sag mal Herr, siehst Du den Kampfgeist der Türken? Hätten die nicht bei einer solchen Moral den Sieg verdient?
Was denkst Du denn über die? (Ich glaube dabei nicht wirklich, daß Gott so etwas überhaupt interessiert). Gott denkt scheinbar kurz nach, dann fällt das 2:2 für die Türken. Und kurz danach der Siegtreffer in einem hochdramatischen Finale.
Ist Gott vielleicht doch ein Fußballfan? ;-))

Sonntag, 15. Juni 2008

Hilfe mein Herz brennt

Ich war heute wieder im Gottesdienst in der Ichtys-Gemeinde. Mit unserer Jule, der Wundertüte aus unserer Hauskirche. Ich liebe und brauche meine Hauskirche. Dort sind meine Freunde, die mich über Jahre getragen und ertragen haben. Ich möchte keinen von ihnen missen.
Aber ich kann mich wieder am Gottesdienst in einer "normalen" Freikirche erfreuen und bin außerordentlich gesegnet von diesem Gottesdienst nach hause gefahren.
Schon während der Lobpreiszeit ist die wunderbare Nähe Gottes regelrecht über mich hergefallen!
Ich weiß nicht, wie man es beschreiben kann. Die Liebe des Vaters hat mich regelrecht und buchstäblich durchgeschüttelt! Ich musste weinen, lachen und stöhnen zugleich. Gott ist so gut. Er ist so wunderbar. Ich fühle mich so glücklich und voller Freude.
Gott ist so heilig. Nichts ist mit ihm zu vergleichen! Es gab einen Altarruf, bei dem ich das erste mal seit über 10 Jahren nach vorne zur Bühne gegangen bin, um vor Gott niederzuknien. Die Menschen um mich herum waren mir so was von egal. Ich konnte nur noch sagen: Heilig, Heilig, Heilig ist der Herr! Holy, holy holy!
Ich bin überwältigt von der Güte Gottes.

Foto: http://www.ichthyshannover.de

Samstag, 14. Juni 2008

Jesus liebt Kritik

Spr 6,27 Kann jemand Feuer in seinem Busen (oder Gewandbausch) tragen, ohne daß seine Kleider in Brand geraten?
Jesus kam um ein Feuer auf der Welt anzuzünden und hatte großes Verlangen danach, es endlich brennen zu sehen. (Luk.12,49)
Gemeint ist hier sicherlich der Heilige Geist, der am Pfingsttag in Gestalt von Feuerzungen auf die wartenden und betenden Jünger/innen kam.
Paulus sagt viel später: Hebr 12,29 Denn auch unser Gott ist ein verzehrendes Feuer.
Hallo Gemeinde, bitte aufwachen! Kann man das verzehrende Feuer unseres mächtigen und heiligen Vaters in seinem Herzen tragen und nicht davon verzehrt werden? Kann man verhindern daß die Kleidung Feuer fängt?
Kann man Jesus nachfolgen, ohne das Zeichen und Wunder geschehen, Kranke geheilt werden und von Dämonen geknechtete Menschen frei werden?
Joh 14,12 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, wer an mich glaubt, der wird die Werke auch tun, die ich tue, und wird größere als diese tun, weil ich zu meinem Vater gehe;
Was bildet sich Jesus eigentlich ein, so etwas zu behaupten? Ich - und die gleichen Werke tun, die Jesus auch getan hat? Und sogar noch größere?
Der bildet sich wohl ein, der Sohn Gottes zu sein und seine Jünger mit der gleichen Power auszurüsten, die er selbst hatte, als er noch auf der Erde herumspazierte!
Apg 1,8 ...sondern ihr werdet Kraft empfangen, wenn der heilige Geist über euch kommt, und werdet Zeugen für mich sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samaria und bis ans Ende der Erde!
Ihr werdet Kraft empfangen wenn der Heilige Geist über Euch kommt!
Wo in aller Welt gibt es ein funktionierendes Auto, in dessen Tank Supersprit gefüllt wurde, das keine Kraft hat mit 120 Sachen über die Autobahn zu preschen?
Wo in aller Welt gibt es ein entzündetes Lagefeuer, das keine Kraft hat mich zu erwärmen? Wo gibt es ein Feuer, das keine Kraft hat ein Stück Holz anzuzünden, das ich in die Flamme halte?
Wo in aller Welt kann ein Christ mit dem Heiligen Geist erfüllt sein - ohne irgend eine sichtbare und fühlbare Auswirkung?
Sag doch mal das Wort: Auswirkung.
Auswirkung! Auswirkung! Auswirkung!
Liebe Gemeinde, das Problem in unserem Leben ist, daß wir das Feuer des Himmels verloren haben. Vielleicht haben wir es auch noch nie so richtig in seiner ganzen Fülle und Kraft empfangen. Vielleicht haben wir uns mit viel weniger zufrieden gegeben, als der Herr Jesus für uns bereit hatte. Vielleicht sind wir lauwarm geworden?
Jesus liebte die Christen von Laodicea. Deswegen hat er sie kritisiert - und er hat das gerne getan. Eben weil er sie liebte.
Offb 3,14 Und dem Engel der Gemeinde in Laodizea schreibe: Das sagt der Amen, der treue und wahrhaftige Zeuge, der Ursprung der Schöpfung Gottes: Ich weiß deine Werke, daß du weder kalt noch warm bist. Ach, daß du kalt oder warm wärest! So aber, weil du lau bist und weder kalt noch warm, werde ich dich ausspeien aus meinem Munde. Denn du sprichst: Ich bin reich und habe Überfluß und bedarf nichts! - und weißt nicht, daß du elend und erbärmlich bist, arm, blind und bloß! Ich rate dir, von mir Gold zu kaufen, das im Feuer geglüht ist, damit du reich werdest, und weiße Kleider, damit du dich bekleidest und die Schande deiner Blöße nicht offenbar werde, und Augensalbe, um deine Augen zu salben, damit du sehest. Welche ich liebhabe, die strafe und züchtige ich. So sei nun fleißig und tue Buße! Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hört und die Tür öffnet, so werde ich zu ihm hineingehen und das Nachtmahl mit ihm einnehmen und er mit mir. Wer überwindet, dem will ich geben, mit mir auf meinem Thron zu sitzen, wie auch ich überwunden habe und mit meinem Vater sitze auf seinem Thron. Wer ein Ohr hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt!
Hast Du ein Ohr? Dann höre bitte, was der Geist den Gemeinden sagt und kaufe Gold vom Herrn Jesus. Du brauchst Gold, das im Feuer geglüht ist. Du brauchst ganz dringend weiße Kleider, um vor Jesus und seinem Blick standzuhalten. Und Du brauchst Augensalbe, um zu sehen.
Du brauchst ganz dringend den Heiligen Geist der Kraft, der Freude, des Friedens und der Gerechtigkeit. Du brauchst den Geist des Glaubens und der Liebe. Der Geist der Weissagung ist auch nicht verkehrt.
Hast Du schon alles oder bist Du demütig genug, um Gott ganz neu dafür zu bitten - ja auf Knien anzuflehen?

Mittwoch, 11. Juni 2008

Burn Baby Burn

Mt 3,11 Ich taufe euch mit Wasser zur Buße; der aber nach mir kommt, ist stärker als ich, so daß ich nicht gut genug bin, ihm die Schuhe zu tragen; der wird euch im heiligen Geist und mit Feuer taufen.
Lk 12,49 Ich bin gekommen, Feuer auf die Erde zu werfen, und wie wünschte ich, es wäre schon angezündet!

Apg 2,3 Und es erschienen Zungen, die sich zerteilten, wie von Feuer, und setzten sich auf einen jeglichen unter ihnen.
Um ein Feuer anzuzünden braucht man leicht entflammbaren Zunder, trockenes Holz und einen kleinen Funken. Ein Streichholz ist nicht schlecht.
Man braucht sich nicht anzustrengen, man braucht keinen Flammenwerfer oder Brennspiritus dazu. Nur schön trockenes leicht brennbares Material.
Man braucht auch keinen Blasebalg oder Fön wie beim Grillen zum anfachen der Glut, wenn man sehr trockenes Holz hat.
Jak 3,5 So ist auch die Zunge ein kleines Glied und rühmt sich doch großer Dinge. Siehe, ein kleines Feuer, welch großen Wald zündet es an!
Die Frage ist nur: Ist Dein Herz trocken genug, um das himmlische Feuer zu empfangen und angezündet zu werden? Oder hast Du schon alles und weißt Du schon alles? Hast Du schon genug vom Herrn empfangen? Hast Du den Heiligen Geist empfangen, als Du gläubig wurdest oder kannst Du nur die richtigen Bibelstellen zitieren?
Es gibt keine zweite Erfahrung mit dem Heiligen Geist, musste ich neulich die Weisheit eines Bruders lesen. Alles mit der Wiedergeburt erledigt und jetzt schön nüchtern und sachlich Jesus nachfolgen.
Ein Feuer hat allerdings die Eigenschaft so lange weiter zu brennen, bis das Brennmaterial völlig aufgezehrt ist. Es hört nicht so einfach auf, wenn man es nicht bewusst auslöscht.
Ich fürchte es gibt zu viele selbsternannte christliche Feuerwehrleute in der Gemeinde, die eifrig dabei sind jeden Brand möglichst schnell zu löschen.
"Da kommt die fromme Feuerwehr und löscht wo's gar nicht nötig wär", heißt es in einem alten Spottgedicht.
Höre lieber auf die Zunge, die das Heilige Feuer anzündet, als auf die fromme Feuerwehr, wenn Du für Jesus brennen möchtest. Hey, das ist sogar ein Gebot!
Röm 12,11 Im Fleiß lasset nicht nach, seid brennend im Geist, dienet dem Herrn!
Es ist schwer, sich selbst anzuzünden, wenn man das Feuer verloren hat. Du hast ja keinen Funken, keine Flamme mehr. Du brauchst jemand Anders, der das Feuer hat. Das ist vielleicht demütigend, aber ist Demut nicht eine gute christliche Tugend?
Bitte jemand um Feuer, am besten Gott selbst. Oder hör Dir die Worte der Christen an, die im Geist brennen. Let it burn Baby.
Burn Baby Burn!