Montag, 23. April 2007

Entschuldigung

Ich möchte mich hiermit bei allen Menschen entschuldigen, die ich jemals durch Predigt, Lehre oder Gespräche davon überzeugt habe, dass Gott gesagt hätte, es kommt Erweckung nach Deutschland. Ich habe einfach nur das weitergesagt, was andere geglaubt haben, von Gott zu hören. Ich selbst habe nie so eine Verheißung von Gott gehört. Ich war ein blinder Leiter von Blinden. Jawohl, ich habe mir Erweckung sehr intensiv gewünscht und oft und anhaltend dafür gebetet. Ich glaube auch nach wie vor, daß Erweckungen tatsächlich geschehen sind und für Deutschland sehr wünschenswert wären.

Aber ich bedauere die Anmaßung, so zu tun, als wüßte ich in dieser Sache den Plan und die Vorsehung Gottes. Ich bedaure zutiefst, im Namen Gottes geredet zu haben, ohne dafür von ihm autorisiert gewesen zu sein!

Ralf Förthmann

Montag, 16. April 2007

Die herrliche Freiheit der Kinder Gottes (Teil III)


Die Freiheit vom Gesetz des alten Bundes und von den Gesetzen, die wir uns selbst gemacht haben, jagt so manchem Christen Furcht ein. Da ist doch ein Haken dabei, denkt sicher mancher.Die Fragen, die auftauchen, wenn man über die Freiheit des Christen redet, sind allerdings nicht neu. Paulus schreibt im Römerbrief:
Röm 6,15 Was nun, sollen wir sündigen, weil wir nicht unter Gesetz, sondern unter Gnade sind? Das sei ferne!

oder:

Röm 3,8 Und sollen wir es etwa so machen, wie wir verlästert werden und wie einige sagen, daß wir sprechen: Laßt uns das Böse tun, damit das Gute komme? Deren Gericht ist gerecht.

Viele Christen denken, daß man automatisch in ein zügelloses, gottloses und egoistisches Leben abgleitet, wenn man völlig ohne Gesetz lebt. Man würde sich ganz schnell vom Leben im Willen Gottes entfernen und nur noch nach seinen eigenen Lüsten leben.
Diese Gefahr kann ich natürlich nicht völlig ableugnen, aber sie ist ebenso deutlich vorhanden, wenn wir ein Leben im Käfig des Gesetzes führen. Ja Paulus schreibt sogar, daß gerade durch das Gesetz die Sünde erregt wird und Macht über uns gewinnt!
Röm 7,5 Denn als wir im Fleisch waren, wirkten die Leidenschaften der Sünden, die durch das Gesetz erregt wurden, in unseren Gliedern, um dem Tod Frucht zu bringen.

Röm 7,8 Die Sünde aber ergriff durch das Gebot die Gelegenheit und bewirkte jede Begierde in mir; denn ohne Gesetz ist die Sünde tot.

Röm 7,9 Ich aber lebte einst ohne Gesetz; als aber das Gebot kam, lebte die Sünde auf;

Vielleicht sollten wir uns doch lieber für ein Leben im Strom der Gnade entscheiden, als für ein Leben in Anlehnung an das Gesetz! Hiermit meine ich ganz klar nicht nur das Gesetz des Mose, sondern auch unser "eigenes Gesetz" und das "Gesetz der Gemeinde", in der wir uns befinden.
Jawohl, auch unsere netten bibeltreuen Gemeinden haben jeweils ihre eigenen Gesetze. In einigen gibt es noch das Gesetz des Kopftuchtragen der Frauen in der Gemeinde. Es gibt das Gesetz des Zehntengebens, das Gesetz des Lobpreises vor der Predigt, oder die Gesetze, was geistlich und was fleischlich ist.
Es gibt unausgesprochene Gesetze über die Kleidung und Haarlänge der Pastoren und Gemeindemitglieder. Gesetze über die Länge der Predigten und des Lobpreises. Gesetze über den Besuch von Hauskreisen, Evangelisation und Heiligung. Gesetze über die Form des Gebetes und Singens. Und und und...
Du wirst am Besten wissen, wie die geschriebenen und ungeschriebenen Gesetze Deiner Gruppe, Gemeinde oder Kirche lauten.
Und diese Gesetze führen uns nicht allein in die Unfreiheit und Sklaverei sondern knechten uns auch unter die Macht der Sünde!
Wenn wir von der Herrschaft der Sünde frei werden wollen, müssen wir uns vom Gesetz abwenden und allein DEM zuwenden, der das Gesetz als Einziger erfüllt hat: Jesus Christus.

Röm 6,14 Denn die Sünde wird nicht über euch herrschen, denn ihr seid nicht unter Gesetz, sondern unter Gnade.

Jesus ist der einzige Weg zu Gott, dem Vater und der einzige Weg, wirklich frei von Sünde und Schuld zu leben. Der Weg des Gesetzes führt nur in eine ewige Abwärtsspirale von Sünde, Schuld und Verdammnis. Wenn das Gesetz die Kraft hätte uns wirklich frei zu machen, hätte Jesus nicht zu kommen brauchen und sein Tod am Kreuz wäre völlig sinnlos gewesen!
Nur in Ihm ist die Kraft, nach dem Willen Gottes zu leben. Nur in Ihm ist die Erlösung von der Sünde. Nur in Ihm ist die Rettung und Weisheit, als echte Kinder Gottes zu leben.

Röm 7,4 So seid auch ihr, meine Brüder, dem Gesetz getötet worden durch den Leib des Christus, um eines anderen zu werden, des aus den Toten Auferweckten, damit wir Gott Frucht bringen.

Lasst uns Jesus lieben und Ihm allein nachfolgen, Ihm in allen Dingen vertrauen, dann werden wir in die verheißene "herrliche Freiheit" hineinwachsen.
Trust me.

Freitag, 6. April 2007

Die herrliche Freiheit der Kinder Gottes (Teil II)

Eine "herrliche Freiheit" ist uns als Christen verheißen worden. Und ein Teil davon ist die Freiheit von der Sklaverei der Sünde. Viele Christen kämpfen seit Jahren und Jahrzehnten darum, diese Freiheit zu erringen und haben sie noch nicht ergriffen. Sie quälen sich mit immer denselben Sünden, schlechten Angewohnheiten, Süchten und Abhängigkeiten. Man fragt sich: Wo ist diese verheißene "herrliche Freiheit"?
Andere haben längst aufgegeben und sich mit iheren Sünden arrangiert. Der Kampf ist längst vorbei, man hat resigniert und fragt sich vielleicht, ob die Bibel doch nur ein frommes Märchenbuch ist, oder ob diese wunderbaren Verheißungen nur für die Elite der "Superchristen" bestimmt ist, zu denen man leider nicht gehört.
Ein Grund dafür, warum wir die "herrliche Freiheit" der Kinder Gottes nicht ergreifen können, liegt vielleicht hierin: Wir haben noch nicht begriffen und realisiert, daß die Freiheit des Christenmenschen nicht nur darin besteht, nicht mehr sündigen zu
müssen, sondern daß sie auch "Freiheit vom Gesetz" bedeutet!

 Röm 7,4-6 Also seid auch ihr, meine Brüder, dem Gesetz getötet worden durch den Leib des Christus, um eines anderen zu werden, des aus den Toten Auferweckten, auf daß wir Gott Frucht brächten.Denn als wir im Fleische waren, wirkten die Leidenschaften der Sünden, die durch das Gesetz sind, in unseren Gliedern, um dem Tode Frucht zu bringen.Jetzt aber sind wir von dem Gesetz losgemacht, da wir dem gestorben sind, in welchem wir festgehalten wurden, so daß wir dienen in dem Neuen des Geistes und nicht in dem Alten des Buchstabens. 

Wir unterstehen nicht mehr dem Gesetz des Alten Bundes, sondern dem "Gesetz des Geistes"!
Wir müssen nicht mehr auf Gebote, Satzungen und Vorschriften achten, sondern auf unser Herz, in dem der Heilige Geist wohnt!
Das ist eine ganz wichtige Erkenntnis, weil viele Christen sich entschlossen haben, weiter unter der Glocke und dem Einfluss des Gesetzes zu leben, obwohl sie davon freigemacht worden sind!
Wir haben Angst vor der Freiheit, weil der Käfig des Gesetzes uns auch Schutz und Geborgenheit vermittelt. Da gibt es klare Regeln, Gebote und Verbote. Hier sind wir sicher, weil uns Entscheidungen abgenommen werden. Es gibt feste Leitplanken, an die wir uns halten können. Wir brauchen unseren Weg nicht mehr selbstständig zu suchen, weil ja alles so schön vorgegeben ist. - Aber wir sind Gefangene -
Vielleich bist Du Christ und verleugnest entschieden, noch unter dem Gesetz des alten Bundes zu leben. Das mag ja sogar zutreffen. Aber weil Du nicht ohne Gesetz leben kannst, entwirfst Du Dir ganz behende ein neues, eigenes Gesetz: Du mußt wenigstens einmal am Tag "stille Zeit" haben. Du mußst am Ende des Tages allen Menschen vergeben haben , bevor die Sonne untergeht. Du mußt täglich Bibel lesen, sonst bist Du "vom Glauben abgefallen!"
Du mußt immer freundlich, friedlich und fröhlich sein, weil Du ja ein Botschafter des Herrn bist. Du mußt jeden Sonntag zum Gottesdienst gehen und einer Bibeltreuen Gemeinde angehören. Du mußt missionieren, weil ja sonst die Menschen zur Hölle gehen.
Du darfst keinen Sex außerhalb der Ehe haben, Du darfst nicht Rauchen oder Alkohol trinken, Du darfst nicht so viel Fernsehen und ins Kino gehen. Du darfst keine Pornofilme gucken! Das wäre das Schlimmste. Du darfst nicht schwul oder lesbisch sein. Überhaupt sind Sünden im sexuellen Bereich die schlimmsten Todsünden, während Klauen und Betrügen (z.B. das Finanzamt) weniger schlimm sind.
Du darfst dieses nicht und jenes nicht. Du mußt dieses tun und jenes tun. Und das soll Leben in Freiheit vom Gesetz sein?
Auf www.Pray.de gibt es einen guten, tiefergehenden Artikel zum Thema Freiheit vom Gesetz, den ich hiermit wärmstens weiterempfehle. Werner Ditz: Die große Freiheit!
Ihr findet den Artikel unter der Rubrik Lehre.
Ansonsten viel Spaß mit der wachsenden herrlichen Freiheit! ;-))
Wird fortgesetzt...

Freitag, 23. März 2007

Wuestensoehne, Wuestenschiffe

Aus dem Urlaub in Tunesien meldet sich Euer Don Ralfo.
Statt auf dem Wuestenschiff ist die Sylle lieber aufm Pferd geritten. Und ich mit der Kutsche gefahren; Komme nicht rauf aufs Pferd. Dafuer bin ich mit dem Quad durch die Wallachei gebrettert. Und mit dem Motorroller.
Jeden Tag ist hier die Sonne zu besichtigen. Das kennt ihr in Deutschland ja nicht mehr. Vielleicht wird es ja zu Ostern was.
Ich glaube, wir bleiben erst mal hier und richten uns ein, bis das Wetter bei Euch wieder besser wird! Man wird von den Muselmaennern hier so richtig verwoehnt.
Heute waren wir in der Synagoge, die vor ein paar Jahren abgefackelt wurde. Sie haben alles wieder wunderschoen aufgebaut und passen jetzt mit Polizei und Strassensperre besser auf, dass sowas nicht nochmal passiert.
Habe dem Anstandsjuden am Eingang ein herzliches Shabbat Shalom gewuenscht. Leider sind die meisten von ihnen ausgewandert.
Djerba ist zwar schoen, aber nicht so schoen wie das heilige Land...
Euch Allen nah und fern wuensche ich auch ein herzliches Shabbat Shalom...
Euer Ralf

Freitag, 16. März 2007

Die herrliche Freiheit der Kinder Gottes (Teil I)

Römer 8,21 Denn auch die Schöpfung wird frei werden von der Knechtschaft der Vergänglichkeit zu der herrlichen Freiheit der Kinder Gottes.

Die "herrliche Freiheit" der Kinder Gottes. Was für ein Ausdruck, was für eine Verheißung!
Bist Du ein Kind Gottes? Ich schon. Denn ich glaube von ganzem Herzen an meinen Erlöser und Herrn: Jesus Christus. Gemäß Johannes 1, 12 habe ich somit das Recht, mich "Kind Gottes" zu nennen, mit allen Pflichten und Privilegien.
Und für diese Kinder Gottes steht nun eine "herrliche Freiheit" bereit.
Ich weiß nicht, wie es Dir geht, aber ich kann mich nicht erinnern, vielen Menschen in meinem Leben begegnet zu sein, die diese "herrliche Freiheit" ausstrahlen oder vermitteln.
Doch was hat es eigentlich mit dieser Freiheit auf sich? Wie sieht sie aus und wie kann man sie beschreiben?
Seit meiner Jugendzeit habe ich bei dem Wort Freiheit immer ein Bild im Kopf: Dennis Hopper und Peter Fonda, wie sie auf ihren Harley-Davidsons im Film "Easy Rider" quer durch Amerika brettern.
Keine Arbeit, keine Verpflichtungen und Termine, im Freien am Lagerfeuer übernachten. Eine Zeit lang in Hippiekommunen wohnen, morgens einen Joint durchziehen und immer sein eigener Herr sein. Quer durch die schönste Natur fahren mit nur einem Ziel vor Augen: Mal den Karneval in New Orleans erleben. Niemands Knecht und niemands Herr. Doch ist das die Art von Freiheit, von der Paulus spricht?
Da werden die meisten Christen schnell abwinken und sagen daß die höchste Freiheit Abhängigkeit von Gott sei. Das was die "Welt" unter Freiheit versteht, sei keine wahre Freiheit, sondern die Sklaverei der Sünde. Sicher, die Freiheit, nicht mehr sündigen zu müssen, hat schon etwas für sich. Das ist ein erstrebenswertes Ziel. Das mag jemand begreifen, der beispielsweise von Nikotin oder Alkohol abhängig ist und verzweifelt versucht, davon loszukommen. Genauso wie von Süchten, kann man von zerstörerischen Angewohnheiten versklavt sein: Streitsucht und Rechthaberei, Untreue, Neid und Aggressivität. Viele versuchen dann die Not zur Tugend zu machen und sind auch noch stolz auf ihre schlechten Angewohnheiten. So etwa nach der Devise: Mein Name ist Otto, sauf dich blöd, ist mein Motto! Aber es gibt sicherlich auch viele Menschen, die unter diesen zerstörerischen Angewohnheiten unendlich leiden, aber nicht davon loskommen können. Dazu sagt Paulus: Römerbrief 6,16 Wisset ihr nicht, daß, wem ihr euch darstellet als Sklaven zum Gehorsam, ihr dessen Sklaven seid, dem ihr gehorchet? Entweder der Sünde zum Tode, oder des Gehorsams zur Gerechtigkeit?
Wir werden naturgemäß von der Sünde versklavt. Wir sündigen nicht freiwillig, sondern wir müssen sündigen - wir können nicht anders! Das ist das Gegenteil von Freiheit.

Wird fortgesetzt....


Sonntag, 11. März 2007

Als die wilden Punker kamen

Wir hatten uns den Urlaub verdient. 10 Tage Gran Canaria – Sonne, Dünen, Strand und Meer. Hotel unter Palmen. All inklusive.
Unsere Mädels waren 10 Tage allein zu Haus. Sie waren ja schon Teenager und Jugendliche. Unser große Junge war schon erwachsen. Er sollte ab und zu nach dem rechten schauen und das Geld verwalten. Wir hatten ihnen genug zum Leben dagelassen und auch den Kühlschrank vorher gefüllt. Nun kamen wir nach einem anstrengenden Flug nachts um 4.00 Uhr nach Hause und wollten nur noch eins: Einen Schluck trinken und nichts als ins Bett! Doch was war das? Keine Milch, Saft oder Mineralwasser im Kühlschrank. Leere Bierkästen stapeln sich in der Essecke. Tomatenketchup am Lichtschalter. Die Mülleimer quellen über und überall stehen und liegen Plastiktüten mit Restmüll. Erst mal erschöpft in den Sessel sinken, dann geht der Blick nach oben. Der Deckenventilator hat lauter Kratzer auf den Holzflügeln. Der Blick geht nach unten: Brandflecken und Flecken undefinierbarer Flüssigkeiten auf dem Teppich.
Meine Frau fängt an zu weinen. Dann kämpft sie sich durch Dreck und Müllberge. Ihre Kommentare sind nicht druckreif.
Ich versuche ihr ein wenig zu helfen, bin aber irgendwie hilflos und unfähig angesichts der Müdigkeit und Enttäuschung. Wenigstens geht der Wasserhahn noch.
Nach einiger Zeit wird das Gezeter meiner Frau immer lauter und sie geht wutentbrannt in den 1. Stock, wo unsere Mädchen selig schlafen. Irgendwo im Haus schläft scheinbar noch ein unbekannter Freund.
Die Mädels werden aus dem Bett getrommelt und müssen mithelfen, bis alles halbwegs in Ordnung ist. Sie muffeln natürlich herum und sehen gar nichts ein. „Wir haben doch aufgeräumt, nur nicht alles geschafft“ . Ich versuche mir vorzustellen, wie desolat es _vor_ dem Aufräumen wohl ausgesehen haben muss. Das sind Abgründe, in die ich nicht zu schauen wage.
Nach einigen Stunden gehen wir endlich schlafen.
Am nächsten Tag und den darauffolgenden Tagen kommen immer wieder neue, interessante Details ans Licht. Ein neuer Feuerplatz im Rasen mit angekohlten Holzscheiten, eine tote Krähe im Garten. Müll und Dreck unter Betten und in Ecken. Beschwerden von den Nachbarn über 10 Tage dröhnende Musik aus unserem Haus und als Clou eine Telefonrechnung von über 400€.
Während wir die Sonne im Urlaub genassen, lief in unserem Haus anscheinend eine permanente Punkerfete Tag und Nacht. Außer dem hinterlassenen materiellen Chaos blieben aber auch noch einige der neuen Punker-Freunde zurück, die leider keine andere Bleibe hatten, weil sie aus teils aus ihren Wohnungen geschmissen worden waren, und sonst auf der Strasse hätten leben müssen.
Ich weiß nicht mehr genau wie es die Mädchen geschafft haben, aber sie haben sehr auf die Tränendrüsen gedrückt und uns mit unerlaubter psychischer Gewalt bedrängt, dass die neuen Punkerfreunde erst mal für ein paar Tage, dann für ein paar Wochen bleiben konnten.
Seitdem bin ich der festen Überzeugung, dass es keine schlimmere Plage auf der Welt gibt als pubertierende Mädchen!
Sie sind egoistisch, hinterlistig, gemein und nervenzerfetzend.
Gott sei Dank waren ihre Punkerfreunde nicht ganz so nervenaufreibend wie die Mädchen selbst. Nachdem sie hoch und heilig beteuert hatten, nichts mit der 400€ Telefonrechnung zu tun zu haben, fanden wir heraus, dass einer der vielen Partyteilnehmer am PC Pornoseiten im Internet aufgerufen hatte, die eine sauteure Einwahlgebühr hatten. Den entsprechenden Dialer (Einwahlprogramme) hatte ich in der Taskleiste ziemlich schnell entdeckt. Nun wurde der Urheber von meinen „Hauspunkern“ gejagt und zur Rede gestellt. Obwohl unter dringendem Tatverdacht, gab er überhaupt nichts zu. Da war überhaupt nichts zu holen, so dass wir erst mal auf den 400€ sitzen blieben. Hoschi, der Freund von meiner Simi, schwor zwar feierlich, die 400€ irgendwie aufzutreiben und dann höchstpersönlich selber zu zahlen, aber er war leider völlig mittellos und arbeitslos. Außerdem hatte er noch nicht mal einen Personalausweis und jede Form von Gesellenbrief oder Zeugnissen verbaselt, so dass auch kein Job in Sicht war.
Einer der 3 verbliebenen Partygäste, ein Punker namens Muschi, fand glücklicherweise nach einiger Zeit eine neue Bleibe, so dass „nur noch“ zwei Typen übrigblieben, die sich in den Zimmern der Mädchen häuslich eingerichtet hatten.
Frag bitte nicht, warum wir sie nicht achtkantig und sofort vor die Tür gesetzt haben. Wir hätten es gerne gewollt, haben es aber aus verschiedenen Gründen nicht übers Herz gebracht. Der Hauptgrund war vielleicht, dass wir keinen Bock auf weitere Suizidversuche unserer Mädchen hatten.
So hatten wir über nacht einen deutlichen Zuwachs an Menschen in unserer Familie, mit denen wir in den kommenden Jahren auch noch so einiges erlebten. Lustiges, Stressiges und Furchtbares. Hier gibts dazu ein Kurzviedeo!

Samstag, 10. März 2007

Es kann nur EINEN geben!

In ihrem Song "Industrail Disease" von den Dire Straits, die übrigens zu empfehlen sind, gibt es folgende Textzeile:
Ich gehe runter an die Speakers Corner, ich bin wie vom Blitz getroffen
Da stehen Redner, Touristen, Polizei auf Lastern
Zwei Leute behaupten sie wären Jesus, einer muß sich irren.
Es kann nur EINEN geben, sagte schon der Highlander einst im Kino! Einer muß sich also zwangsläufig irren.
Nun ist mir im Laufe meines christseins aufgefallen, daß es viele Pastoren, Evangelisten und Lehrer gibt, und neuerdings auch Propheten und Apostel, die alle behaupten, vom Heiligen Geist geleitet zu werden. Das habe ich den Meisten von ihnen ja auch irgendwie abgenommen und es auch von mir selbst geglaubt.
Aber dann gibt es ja auch noch den Punkt, daß viele von den Genannten behaupten, daß der Heilige Geist ihnen bestimmte Dinge offenbart hat, z.B. daß es eine Erweckung hier und da geben soll, oft noch mit bestimmten Zeitangaben; oder daß bestimmte Lehren und Meinungen der Theologie von der Einfüsterung von Dämonen herrühren. Andere sind wiederum der Meinung, daß dieselben Lehren und Meinungen eine Offenbarung von Gott seien.
Einige sind der Meinung, daß es ohne "geistliche Kriegführung" keine Erweckung und Massenhafte Bekehrungen von Menschen geben kann; anderen wiederum hat der Heilige Geist offenbart, daß die sogenannte "geistliche Kriegführung" nur eine Irreführung der Christen sei.
Ich glaube, die meisten Christen sind sich sicher darin einig, daß es nur EINEN Heiligen Geist gibt und daß es der "Geist der Wahrheit" ist. Er kann nicht einigen Leuten JENES offenbaren und Anderen das völlige Gegenteil!
Also muß man doch zwingend davon ausgehen, daß sich eine ganze Reihe von diesen Heilig-Geist-Power-Predigern in ihren Aussagen und Lehren massiv irren müssen, oder?
Vielleicht wäre es an der Zeit für einige dieser Leute, mal öffentlich von bestimmten Botschaften, die sie gegeben haben, abzurücken und sich für ihre Irrtümer zu entschuldigen!
Vielleicht wäre es auch an der Zeit, den Mund nicht mehr so voll zu nehmen und ständig zu behaupten: "Der Heilige Geist hat mir gezeigt..." Das mag im Anfang zwar Menschen beeindrucken und zum Glauben bewegen, richtet aber später, wenn es sich als Seifenblase entpuppt, viel mehr Schaden an, als es zuvor Gutes bewirkt hatte.
Ich fordere mehr Redlichkeit, Hirn und Bescheidenheit bei den Geistbegabten Rednern und Bücherschreibern!Ich plädiere für mehr Konzentration auf die Frucht des Geistes, statt auf die Gaben des Geistes.
Ich plädiere dafür, daß Christen, die nicht in "Amt und Würden" sind, die Aussagen ihrer "gesalbten" Führer und Leiter kritischer hinterfragen und nicht zu Allem Ja und Amen sagen.
Epheser 4,14 wir sollen nicht mehr Unmündige sein, hin- und hergeworfen und umhergetrieben von jedem Wind der Lehre durch die Betrügerei der Menschen, durch Verschlagenheit zu listig ersonnenem Irrtum.

Und alles Volk sage: AMEN

Montag, 5. März 2007

Mein sonderbares Pfingsten

Apostelgeschichte 2,1 Und als der Tag des Pfingstfestes erfüllt war, waren sie alle an einem Ort beisammen. Und plötzlich geschah aus dem Himmel ein Brausen, als führe ein gewaltiger Wind daher, und erfüllte das ganze Haus, wo sie saßen. Und es erschienen ihnen zerteilte Zungen wie von Feuer, und sie setzten sich auf jeden einzelnen von ihnen. Und sie wurden alle mit Heiligem Geist erfüllt und fingen an, in anderen Sprachen zu reden, wie der Geist ihnen gab auszusprechen.

Like a mighty rushing wind... (Wie ein Sturmwind)
hieß ein Buch über die Erweckung in Indonesien von Mel Tari, daß mich als junger Christ begeisterte. Dort wurde von einem Gottesdienst in einer völlig "normalen" Kirche berichtet, in die plötzlich und unerwartet der Geist Gottes mit Urgewalt hereinbrach, so wie es in der Apostelgeschichte berichtet wird.
Das Geräusch eines mächtigen Windes erschien in der Kirche, deren Dach anfing, mit einem himmlischen Feuer zu brennen, so daß die Feuerwehr zum löschen kam, obwohl es nichts zu löschen gab. Das Dach verbrannte nicht wirklich, es war die sichtbare Gestalt des Heiligen Geistes auf der Kirche. Und dann fingen alle Gottesdienstbesucher an, in neuen Sprachen (Zungen) zu beten, die sie nie zuvor gelernt hatten. (Glossolalie)
Das wollte ich in ähnlicher Form natürlich unbedingt auch erleben! Ich hatte die spürbare Gegenwart Gottes durch den Heiligen Geist vorher auch schon oft erlebt, allerdings ohne übernatürliche Zeichen und ohne das Reden in neuen Sprachen.
Ich betete dafür, daß Gott mir diese Gabe des Zungenredens schenken möge und ließ auch andere Christen für mich beten. Aber nichts passierte.
Dann lernte ich Gottesdienste kennen, wo diese Gabe des Geistes praktiziert wurde und ich sehnte mich noch mehr danach. Besonders schön empfand ich immer das gemeinsame Singen in anderen Sprachen. Es klang irgendwie wie Glockenläuten und erzeugte eine wunderbare, heilige Atmosphäre. Ich sang immer mit eigenen Worten wie: hallelujah oder ähnlichem mit.
Da ich von anderen Christen oft gewarnt wurde: "Sei vorsichtig mit dem Zungenreden! Das kann auch vom Teufel gegeben werden", traute ich mich nie, das Sprachengebet der Anderen einfach nachzuahmen, sondern wartete immer auf irgendein besonderes Erlebnis, wobei mir Gott diese Gabe irgendwie übernatürlich schenken würde. - Ich wartete sehr lange- es rührte sich nichts.
Dann besuchte ich in meinem Urlaub für eine Woche eine charismatische Bibelschule als Gastschüler. Dort wurde jeden Tag in der Morgenandacht in anderen Sprachen gesungen. Meine Sehnsucht nach der Gabe nahm noch mehr zu.
Dann kam mein Tag. Als die Anderen während der Andacht wieder in ihren wunderschönen Sprachen sangen, kam mir plötzlich der Gedanke: "Das kannst Du auch! Sing doch einfach mit und probier eine neue Sprache aus" Die ersten Worte, die mir kamen waren Jamai-Jamej.
Kaum hatte ich diese Worte gesungen war es mir, als hätte ich einen Kopfsprung in ein völlig anderes Element gemacht! Die normale Welt schien schnell zu schrumpfen, während die Kraft des Heiligen Geistes mich schnell immer mehr ausfüllte. Ich fühlte mich total wohl und spürte eine helle, leichte Freude in mir aufsteigen. Gott war mir auf einmal ganz nah. Ich hatte das Gefühl, mich in wenigen Augenblicken völlig aufzulösen und in ein Meer unendlicher Liebe und Freude hineinzufließen. Dann hatte ich eine Vision. Ich sah das Zentrum der Kraft, die mich in sich hineinzusaugen schien und es sah aus wie eine indische Gottheit in einem länglichen ovalen Licht mit mehreren Armen. Ich war total verwundert. So hatte ich mir den Gott der Bibel und seinen Sohn Jesus eigentlich nicht vorgestellt. In der Tat hatte ich allen indischen Gottheiten bei meiner Bekehrung zu Jesus völlig abgeschworen und mich losgesagt. (Ich hatte früher indische Meditationen praktiziert)
Dann betete ich: "Jesus, wenn diese Kraft nicht von Dir ist, dann lass es sofort aufhören!"
Ich hatte keinerlei Angstgefühle vor dieser Kraft mit dem Bild einer hinduistischen Gottheit. Ich fühlte mich wunderbar und leicht. Aber mein Verstand sagte mir: "Das kann nicht der Gott der Bibel sein, das kann nicht von Jesus sein". Einerseits wollte ich mich gern völlig dieser Liebe, dem Licht und der Freude hingeben und mich völlig in ihr auflösen, aber andererseits wollte ich nur dem Gott der Bibel und Jesus gehören und nachfolgen. So entschied ich mich mit dem Sprachensingen aufzuhören und in die normale Realität zurückzukehren, was auch mühelos gelang. Irgendwie bedauerte ich es sehr, weil ich gern eine intensive, überwältigende Erfahrung mit Gott gemacht hätte - allerdings nur mit dem wahren Gott!
Ich habe später noch oft in anderen Sprachen gesungen und gebetet, weil ich theologisch davon überzeugt war, daß es richtig ist und meinen Glauben aufbaut - mich im Gebet näher zu Gott bringt, aber ich hatte nie wieder solch ein einschneidendes Erlebnis dadurch.
Später hatte ich immer den Eindruck, daß das Sprachengebet und Singen mir Lust auf Gottes Wort gemacht hat; und Lust, Jesus nachzufolgen. Ich konnte nichts dämonisches daran entdecken, denn welcher Dämon hätte ein Interesse daran, daß ich die Bibel studiere, zu Jesus bete und versuche Menschen zu Jesus zu führen?
Doch dieses sonderbare Pfingsterlebnis erzählte ich viele Jahre lang keinem Menschen. Ich wusste, was meine nichtcharismatischen Brüder dazu gesagt hätten. Und die wenigen charismatischen Geschwister, denen ich viel später diese Geschichte erzählte, wussten damit nichts anzufangen.
Ich kann es mir bis heute nicht wirklich schlüssig erklären, obwohl ich viel darüber nachgedacht und gebetet habe.

Mittwoch, 28. Februar 2007

Ich hab ein zärtliches Gefühl



Ich hab ein zärtliches Gefühl für jeden Verlierer auf der Welt, für Punks und Penner, Junkies und Verrückte und für zahnlose Alte.
Für alle, die dem Schönheitsideal nicht entsprechen, die durchs Raster fallen, die auf der Straße betteln gehn.
Ich hab ein zärtliches Gefühl für all die Nicht-Angepassten, alle die ausbrechen wollen aus dem täglichen Einerlei des gra
uen Alltags.
Für alle, die noch einen Traum haben, auch wenn er
zum Scheitern verurteilt ist.
Ich mag Menschen, die nicht aalglatt sind, die das Leben nicht mühelos packen, die darum kämpfen, Mensch zu sein.
Ich mag die Suchenden und Verzweifelten, die Nichtwissenden und Trostlosen.
Vielleicht mag ich einfach die "Menschen"?
Donralfo

Dienstag, 27. Februar 2007

Who would Jesus bomb?

Wie viele Todesfälle von unschuldigen Zivilisten müssen als "Kollateralschaden" toleriert werden, um einen grausamen Diktator durch einen Krieg zu stürzen? Einer, zehn, hundert, tausend, hunderttausend, eine Million?
Im Irak gibt es seit dem Einmarsch der Amerikaner und ihrer
Allierten bis zum heutigen Tag nach einer Untersuchung der Bloomberg School of Public Health (Johns Hopkins University, Baltimore, USA) und der Al Mustansiriya Universität von Bagdad ca. 654,965 zivile Todesfälle direkt durch den Krieg und durch die Kriegsfolgen, wie Terroranschläge etc. Seit Kriegsbeginn fielen 2978 amerikanische Soldaten.
Wie ich im Presseclub (Sonntag mittags 12.00 Uhr) neulich erfuhr, spielt die Rechtmäßigkeit des Irakkrieges keine politische Rolle mehr für Europa und die westliche Welt. Es ist mittlerweile politisch irrelevant geworden, ob der Krieg durch Lügen über angebliche Massenvernichtungswaffen und Beteiligung von
Saddam Hussein an den Anschlägen vom 11. September ausgelösst wurde, oder durch Interessen der Ölindustrie Amerikas. Die USA lenken langsam aber sicher politisch um in eine andere Richtung: Truppenabzug, egal was aus dem Irak wird. Sicher scheint nur, daß der Irak eine neue Brutstätte für den internationalen islamistischen Terrorismus geworden ist.
Wer wird sich das Land unter den Nagel
reißen, wenn die Amis gegangen sind? Der Iran? Wie lange wird der Bürgerkrieg dauern? Gibt es dort schon bald einen neuen "Gottesstaat"?
Wofür sind die hunderttausende Zivilisten und die amerikanischen Soldaten gestorben?
Wie gesagt, die Schuldfrage ist politisch völlig irrelevant geworden. Wer weint schon bei uns im Westen um irakische Kinder?
Das sind doch "nur" Moslems. Und die mögen wir hier ja sowieso nicht. Ein paar potenzielle Terroristen und Asylbewerber weniger, na und?
Erschreckend für mich ist besonders,
daß auch die Mehrzahl der bekennenden Christen in den USA den Kriegskurs von George W. Bush bedingungslos unterstützt haben und ihn sogar wiedergewählt haben, nachdem die ganzen Lügen über Massenvernichtungswaffen und Verbindungen zu Al Quaida aufgeflogen waren. Bis heute glaubt ein Großteil der Amis immer noch, daß Massenvernichtungswaffen im Irak gefunden wurden! Haben sie noch nicht einmal die Dementis ihrer eigenen Regierung registriert?
Der Irakkrieg wird bald vergessen sein. Wir brauchen uns aber nicht zu langweilen, denn wir haben ja auch noch den Iran. Der will atomar aufrüsten und ist eine konkrete Bedrohung für Israel und das Gleichgewicht im nahen Osten. Da haben wir dann ja bald einen "
rechtmässigen" Krieg, wenn es nach George W. Bush geht. Vielleicht wird das ja sein Vermächtnis an den nächsten Präsidenten der USA.
Wie sieht das denn eigentlich bei den bekennenden Christen in Deutschland aus? Werden wir diesen neuen Krieg innerlich unterstützen? Wie sieht unsere Haltung gegenüber Israel aus? Weinen wir nur über israelische Terroropfer oder auch über die zivilen Opfer und
Kollateralschäden der Palästinenser bei israelischen Vergeltungsmaßnahmen? Was zählt für uns, Menschen oder die Ideologie? Liebt nicht Gott alle Menschen gleichermassen, ohne Rücksicht auf Rasse oder Religion? Sind wir so unparteiisch wie Gott, oder halten wir Gott etwa für parteiisch? Diesen Eindruck habe ich bei den christlichen "Israelfreunden". In den Palästinensergebieten wird gejubelt, wenn Raketen auf Israel treffen, bei den philosemitischen Christen empfindet man eine "klammheimliche Freude", wenn den Palästinensern ein paar israelische Granaten um die Ohren fliegen. Die Fotos von toten Kindern und Zivilisten sind natürlich stets "getürkt". Falls sie doch echt sind, zuckt man nur die Achseln.
Was würde Jesus tun? (
What would Jesus do?) Das ist ein bekannter christlicher Slogan heute.
Who would Jesus bomb? (Wen würde Jesus bombardieren?) Diesen Slogan erfanden amerikanische Kriegsgegner. Er, der alle Schmach und Gewalt an seinem eigenen Leibe erduldet hat und sich
nicht gewehrt hat, Er, der seinen Mördern am Kreuz vergeben hat, würde Er wehrlose Zivilisten, Frauen und Kinder opfern, um einen Despoten wie den iranischen Präsidenten Ahmadinejad zu stoppen? Was glaubst Du?

Donnerstag, 22. Februar 2007

Walabend

Das hatte ich mir in meiner aktiven Gemeindezeit schon immer gewünscht. Jesus als Mittelpunkt und Hauptthema der Predigten!
Das genieße ich jetzt live an jedem Mittwochabend. Im Expowal auf dem Gelände der ehemaligen Weltausstellung in Hannover.
der Abend beginnt mit Pasta, Wasser und Wein, wenn man möchte. Das war mal umsonst, kostet jetzt ein bischen, aber sehr humane Preise.
Die unglaubliche Kirche im Wal ist ein Glaubensprojekt der inneren Mission in der evangelischen Kirche und wird nicht aus Kirchensteuermitteln finanziert, sondern allein durch Spenden.
Was, evangelische Pastoren können neuerdings
auch glauben? Jawohl, und zwar auf eine äußerst feine und angenehme Weise. Und offensichtlich steht der liebe Gott zu diesem Glaubensprojekt und lässt es gelingen. Beim vorletzten Walsonntag waren 870! Menschen im Gottesdienst, der sogar im lokalen Radio angesagt wurde. Und zwar sehr freundlich, frisch und einladend. Ja wo gibts denn sowas, daß die böse Welt für das Reich Gottes Reklame macht?
Diese Mega-Gottesdienste gibt es nur 2mal im Monat, aber der kleine feine Abendgottesdienst findet jeden Mittwoch statt. Ich mag ihn viel lieber als den Riesengottesdienst. Denn da gibt es Abendmahl. Wie schön ist es, sich einmal in der Woche auf diese Weise bewusst zu machen, was Jesus für uns getan hat. Er ist mir jedesmal ganz nah.
Der Gottesdienst überfordert mich nicht mit langen Predigten und Lobpreiszeiten, ich hatte ja schon eine Allergie dagegen. Jetzt kann ich wieder von ganzem Herzen mitsingen und habe große Freude am Wort Gottes. Eine Stunde kann ich schon mal auf einem Stuhl sitzen ohne Probleme mit meiner Herzschwäche zu bekommen.
Ich gehe jedesmal ermutigt und innerlich gestärkt aus der Versammlung. Kein Druck, ein besserer Christ zu werden. Kein Druck, mehr zu beten, oder in der Bibel zu lesen. Kein Druck, Menschen zu bekehren. Überhaupt gar kein Druck zu irgendwas! Nur Freude an unserem guten Herrn und Dankbarkeit für sein Opfer am Kreuz. Dankbarkeit für seine Erlösung. Dankbarkeit für seine heilende Gegenwart.
Rettung und Hilfe kommt nicht durch viel Gebet. Rettung und Hilfe kommt nicht durch stundenlangen Lobpreis und Anbetung. Rettung und Hilfe kommt nicht durch stundenlanges Bibellesen und Bekennen von Bibelversen.
Rettung und Hilfe kommt allein durch
eine Person: Jesus Christus.
Er ist der Heiland und Erlöser, er macht alles, was kaputt war, wieder heil. In niemand Anderem ist Rettung und Heil; in keiner Technik des Glaubens, in keinen "gesalbten" und begabten Menschen, in keiner Reue und Bußbemühung unsererseits, und auch nicht im noch so feurigen Versuch der Nachfolge Christi.
Nur ER ist der König. Schade, daß nur so wenige Menschen das erfassen können und entweder gar nichts von ihm wissen wollen, oder versuchen, ihm mit eigenem Bemühen zu folgen.
Auf solche Gedanken komme ich im Wal.

Samstag, 17. Februar 2007

Verfolgung in der Hauskirche

Gestern war mal wieder Hauskirche. Hauskirche ist modern und progressiv. Nicht so starr und unflexibel wie die althergebrachte Gemeinde, wo es lange, lange Zeit braucht um sich auf die neuen Strömungen des Zeitgeistes einzustellen.
Das musste ich gestern zu meinem Leidwesen am eigenen Leibe erfahren. Nachdem unser Leiter gelehrt hatte,
daß neuerdings die Frau das Oberhaupt der Familie sei, gab er meiner Frau sofort einen Baseball-Schläger zur Hand, um meinen Protest im Keim zu ersticken!
Dann holte er eine große Heckenschere, beschnitt demonstrativ seinen
gren Ficus-Strauch, der anfing, an den Schnittstellen weißlich zu bluten.
Anschließend wurde gedroht, mich am Stuhl festzuschnallen, um mir die Haare zu schneiden, da meine schönen langen Haare meiner Frau und den anderen Frauen der Gemeinde nicht gefallen.
Alles schimpfen und Flehen half nichts! Sie fesselten und knebelten mich und mit einem höhnischen und grausamen Lächeln machte sich mein bester Freund K. ans hinterhältige Werk.
Der einzig gute Mensch unserer Hauskirche, Frau P. setzte sich auf Knien für mich ein, damit ich verschont bliebe. Aber es half nichts. Die Folterknechte lachten und grölten nur um so mehr und begannen ihr grausames Werk. Dies kam dabei heraus! Sieht es nicht grausam aus? Das kommt davon, wenn man sich den Christen George W. Bush und sein Folterlager
Guantanamo-Bay zum Vorbild nimmt. Aber die Amerikanischen Christen sind nun mal am schnellsten im geistlichen Wachstum und sind auf allen Gebieten der Kirche im Rest der Welt weit voraus.
Ich kann die Hauskirchenbewegung nur davor warnen, immer auf der neuesten Welle mitzureiten! Das kann schlimme Folgen für den Einzelnen haben. Bin am überlegen, ob ich nicht doch wieder in eine "normale" Gemeinde eintrete.
Eigentlich sollte die Hauskirche
ursprünglich Schutz vor Verfolgung bieten, wegen ihrer verfolgungssicheren Struktur. Aber wer schützt uns vor der Verfolgung von innen?
Ratlos
Don
Ralfo