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Montag, 30. Mai 2016

Die Kraft des Segnens

Mt. 5,44  Ich aber sage euch: Liebet eure Feinde, segnet, die euch fluchen, tut wohl denen, die euch hassen, und betet für die, die euch beleidigen und verfolgen

1.Petr 3,9 ...und vergeltet nicht Böses mit Bösem, oder Scheltwort mit Scheltwort, sondern im Gegenteil segnet, weil ihr dazu berufen worden seid, daß ihr Segen ererbet.

Jemanden segnen bedeutet: Gutes über ihn aussprechen, ihm Gutes wünschen - im Namen Gottes und im Namen Jesu Christi. - Das Gegenteil ist ihm zu fluchen, ihm Böses zu wünschen, zu meckern und murren, über ihn zu klagen.

Im Segnen und im Fluchen liegt eine große Macht verborgen - sowohl zum Guten als auch zum Bösen. In den Weisheits-Sprüchen Salomos heißt es: "Tod und Leben steht in der Gewalt der Zunge" (Spr.18,21)

Montag, 13. Januar 2014

Jesus und die große Ernte

Jesus spricht zu ihnen: Meine Speise ist, daß ich den Willen dessen tue, der mich gesandt hat, und sein Werk vollbringe. Sagt ihr nicht: Es sind noch vier Monate, und die Ernte kommt? Siehe, ich sage euch: Hebt eure Augen auf und schaut die Felder an! Denn sie sind schon weiß zur Ernte.
Joh.4,34-35 (rev. Elberfelder 1985)

Das Evangelium des Johannes spricht davon daß Jesus gekommen ist um die Welt zu retten.
Gott möchte nicht daß irgendjemand in Dunkelheit und Verzweiflung zugrunde geht, sondern daß Menschen zu Jesus, dem Licht der Welt, kommen und für ewig gerettet werden.
Sie sollen Zugang in das wunderbare Königreich Gottes erhalten und Gottes Hausgenossen werden - in die Familie Gottes aufgenommen werden, als Söhne und Töchter Gottes!
Das gilt für das irdische "Hier und Jetzt" und für die Ewigkeit in Gottes Dimension der Heiligkeit - der neuen Welt Gottes.

Montag, 5. Dezember 2011

Advent - der König kommt

Jesus ist damals auf einem Esel nach Jerusalem eingeritten als er die Stadt zum ersten mal besuchte - nicht "hoch zu Ross".
Ich habe den Eindruck, daß er auch heutzutage immer noch gerne Esel benutzt, die demütig genug sind ihn zu tragen, aber nicht besonders klug in den Augen der Menschen...
Und wegen der seltsamen Gebaren der Esel auf mancher Kanzel verpassen viele Menschen das Eigentliche - den herrlichen König, der auf ihm sitzt...

Und diese Christus-tragenden und oft starrsinnigen Esel gibt es übrigens nicht nur auf Kanzeln oder Bühnen... ;-)

Freitag, 7. Januar 2011

Widersprechen lohnt sich!

Als Christen sollen wir ja Gott gehorchen und nicht ständig widersprechen!
Deshalb fällt manchen von uns wahrscheinlich auch der Widerspruch gegen Menschen und menschliche Einrichtungen schwer. Wir haben das in unseren netten Gemeinden nicht gelernt und es ist dort auch nicht so erwünscht... :-)
Vor kurzem erhielt ich vom Finanzamt eine Zahlungsaufforderung über 620 €uro für die Jahre 2005 und 06, welche mir vollkommen undurchsichtig schien. Sie war auch nicht mit irgendeiner Begründung versehen. Im Prinzip konnte ich nur raten, daß sie irgend etwas mit meiner Erwerbsminderungsrente zu tun hatte und so rief meine Frau beim Finanzamt an und machte sich schlau. Die wollten eine Steuernachzahlung incl. Zinsen für eine Rentenzahlung aus den Jahren 05/06 , die ich gar nicht erhalten hatte und die komplett an die AOK gegangen war von der ich damals Krankengeld erhalten hatte.
Zum Glück war die Beratung kompetent und riet uns, schnellsten einen Widerspruch zu formulieren bzw. einen Antrag auf  "sofortige Aussetzung des Vollzugs der Zahlungsaufforderung"zu stellen.
Der ging noch am selben Tag per Fax an die zuständige Sachbearbeiterin.

Montag, 27. September 2010

Ermutigung

Ich glaube nicht an die "Magie" von Worten. Ich glaube nicht das Worte eine Art übernatürlicher Kraft entfalten können. Aber sie können sehr wohl Seelen zerstören oder Seelen aufbauen. Ja sie können sogar den Geist des Menschen verwunden, wie Salomo erkannt hatte. 
Spr 12,18 Wer unbedacht schwatzt, der verletzt wie ein durchbohrendes Schwert; die Zunge der Weisen aber ist heilsam.
Spr 15,4 Eine heilsame Zunge ist ein Baum des Lebens; aber Verkehrtheit in ihr verwundet den Geist.  
Aus diesem Grunde ermahnt uns Paulus einander täglich zu ermutigen, damit wir nicht innerlich verhärtet werden. Das Wort para-kaleo, welches häufig in der Bibel mit "ermahnen" übersetzt wird hat gar nicht die Bedeutung wie etwa: "Eine Rüge erteilen", sondern bedeutet vielmehr jemanden zu ermutigen, zu trösten und gut zuzureden.

Ermahnen.(griech.) para-kaleo
(w. jmd. [zu sich] daneben-rufen);  herbeirufen 1) jmdn. zu sich rufen: 1a) um ihn einzuladen. um ihn in einer Notlage zu Hilfe zu rufen.  ermahnen 1) zu jmdm. sprechen, jmdm. zureden (um ihn zu ermahnen), jmdn. ermahnen, zu etw. auffordern, anfachen, aufrufen, antreiben; jmdm. etw. einschärfen.  2) jmd. um etw. bitten, ersuchen, um etw. "angehen". Mt 8,5.31 ua. 3) jmd. trösten, gut zureden, ermuntern, freundlich und stärkend zu jmdm. sprechen.
Heb 3,13 ..sondern ermuntert einander jeden Tag, solange es "heute" heißt, damit niemand von euch verhärtet werde durch Betrug der Sünde.  (rev.Elberfelder)
Manche Christen denken "Ermahnung" würde bedeuten, dem Nächsten ständig seine Fehler unter die Nase zu reiben. So etwas soll in mancher Ehe und Beziehung der Standard sein. Traurigerweise. Aber dadurch verhärtet man sich viel mehr und zerstört eine Beziehung anstatt sie aufzubauen. Auf solche Weise zerstören Eltern ihre Kinder und Chefs ihre Mitarbeiter.
Lob dagegen ist sehr häufig Mangelware, dabei tut ein echtes, ernstgemeintes Lob so viel Gutes. Es baut auf und bestärkt. Es gibt Kraft und einen positiven Impuls sich noch intensiver in eine positive Aktivität hineinzustürzen. Es macht kreativ und öffnet eine Perspektive für die Zukunft. Man kann  durchatmen und fühlt sich wertgeschätzt.
Das Leben ist doch schon schwer genug, warum machen wir es uns durch unser Herumnörgeln und Streiten eigentlich noch schwerer anstatt leichter?
1Petr 3,9 ..und vergeltet nicht Böses mit Bösem, oder Scheltwort mit Scheltwort, sondern im Gegenteil segnet, weil ihr dazu berufen worden seid, daß ihr Segen ererbet.
Wir sollen den Teufelskreis des Bösen durchbrechen indem wir jeden Menschen segnen und nicht auf ihn schimpfen! Was bedeutet eigentlich segnen? Dieses Wort ist so altertümlich und erscheint vielen Menschen einfach nur klebrig-fromm.
Im Grunde bedeutet es nichts Anderes als: "Gutes über jemand reden"! Und weil Gott uns segnet, d.h. Gutes über uns redet, deshalb sollen wir auch im Anderen das Gute suchen und sehen. Wir sollen das Gute betonen und in den Vordergrund stellen. Wir sollen ihm Gutes wünschen und nichts Böses. Wir sollen Loben und ermutigen anstatt zu Rügen und niederzumachen. Und zwar aus Überzeugung - nicht aus Schmeichelei.

Segnen (griech.) eu-logeo   (w. wohl bzw. Gutes-sagen)
I.) segnen 1) Gott segnend preisen (indem man Gutes von ihm sagt); Gott erheben mit Lobpreis, Gott rühmen bzw. loben. jmdm. Gottes Segen, Huld und Gnade wünschen.  3) etw. durch Gebet weihen, d.h. "segnen"; Gottes Segen für etw. erbitten, ihn bitten es für d. eigenen Gebrauch zu segnen.  von Gott mit Wohltaten bedacht werden, glücklich machen; Pass.: gesegnet sein.

Gerade während ich diese Zeilen geschrieben hatte erhielt ich einen Anruf von meiner Tochter. Sie hatte vor ein paar Tagen ein tolles Theaterstück in der "Theaterwerkstatt" gesehen und war begeistert davon gewesen. Es ließ ihr keine Ruhe und sie wollte sich nochmal beim Ensemble für den tollen Abend bedanken. So schrieb sie eine mail oder ins Gästebuch. Die Regisseurin persönlich bedankte sich überschwänglich für das positive Feedback und schrieb: Es tut so gut mal solch ein Lob zu hören - denn das kommt eher selten vor. Ich werde das gleich dem gesamten Team übermitteln. 
Die Leute klatschen wohl immer bei den Aufführungen, aber mal genau und gezielt gesagt bekommen, was toll an einem ist? Das zieht ganz schön nach Oben!

Hey Leute dazu sollten wir uns entscheiden und das einfach lernen und jeden Tag ausprobieren. Das bedeutet nicht, daß wir Fehler oder Böses schönreden sollen. Aber vielleicht können wir so manches einfach ignorieren? Und das  Positive herausheben? Oder überhaupt mal lernen jemand zu loben - ganz ohne Hintergedanken? Viel Spaß dabei!

Samstag, 19. Juni 2010

Donralfo reibt sich die Augen - das kommt ihm so bekannt vor

Prinzipien der Kriegspropaganda
  1. Wir haben diesen Krieg nicht gewollt.
  2. Personifizierung des Feindes.
  3. Unsere Zielstellungen sind humanitärer Art. Man muss die Tatsache verschweigen, dass es wirtschaftliche Ziele des Krieges gibt. Man stelle humanitäre Gründe in den Vordergrund.
  4. Berichte über Grausamkeiten des Gegners. Vermeide ungünstige Berichte über die eigene Seite.
Lord Ponsonby, britischer Diplomat, 1871

Gefunden beim Nachtwächter

Mittwoch, 3. Februar 2010

Wir brauchen keine neue Welle

Der Wind (als Symbol des heiligen Geistes) weht bekanntlich wo er will. Und wo er weht gibt es dann auch Wellen, wenn er stark genug weht. Wir haben in den letzten Jahrzehnten sehr viele solcher "Wellen" erlebt und durch das Land rollen sehen.
Der Nervenkitzel und Adrenalinausstoß einer Achterbahn ist legendär. Ähnlich einer Achterbahnfahrt kann auch das Surfen auf einer Riesenwelle Euphorie und Glückstaumel auslösen.
Wenn eine neue geistliche Welle durchs Land rauscht bewegt sich scheinbar etwas. Bei Wellen, die von Gott herrühren sollten eigentlich auch Menschen mit ihm in Berührung kommen, die ihm bisher fern waren, sollte man meinen. Wenn Wellen allerdings nur dazu dienen, die schon bestehende Gemeinde bei der Stange zu halten bzw. ihnen "geistliche Unterhaltung" im eintönigen Gemeindealltag zu bieten, dann frage ich mich ob wirklich Gott der Urheber dieser Wellen ist. Paulus meint dazu, daß wir unmündig sind, wenn wir uns als langjährige Christen von jeder Welle mitreißen und umherwerfen lassen:

Eph 4,14    ...damit wir nicht mehr Unmündige seien, umhergeworfen und herumgetrieben von jedem Wind der Lehre, durch die Spielerei der Menschen, durch die Schlauheit, mit der sie zum Irrtum verführen,

Unser Ziel dagegen soll sein als geistlicher Sohn oder Tochter Gottes erwachsen und mündig zu werden und somit fest im Glauben und in den Fährnissen des Lebens stehen:
Eph 4,13    bis wir alle hingelangen zu der Einheit des Glaubens und zur Erkenntnis des Sohnes Gottes, zu dem erwachsenen Manne, zu dem Maße des vollen Wuchses der Fülle des Christus;

Wellen, die uns hin und her werfen dienen nach der Meinung von Paulus offenbar nicht dazu zu diesem Wachstum und zur Reife in Christus beizutragen. Sie haben anscheinend sehr oft mit Irrtümern und Verführungen zu tun.
Was schwemmen diese Riesenwellen eigentlich in der Gemeinde an? - Viel Treibgut!
Und nach dem Tzunami geht dann das große Aufräumen los - Verletzte müssen versorgt werden, feste Häuser müssen gebaut werden und die Toten müssen begraben werden....
Auch nach großen geistlichen Wellen gibt es im übertragenen Sinne Tote und Verletzte. 

Ich will nicht behaupten, daß JEDE Welle von übel sei. Aber ich bin der Überzeugung, daß wir eigentlich keine neuen Wellen mehr brauchen sondern mehr Tiefgang in Jesus. Wir brauchen keine charismatischen Einpeitscher der Massen sondern Väter und Mütter des Glaubens, welche die alltägliche Arbeit für das Reich Gottes im ganz normalen Leben tun. Wir brauchen Nachfolger des Herrn Jesus die nicht die Gemeinde als Organisation, sondern das Reich Gottes und die Unerlösten im Zentrum ihrer Aufmerksamkeit haben.

Dienstag, 15. Dezember 2009

J E S U S


Lobt den Herrn, denn gütig ist der Herr;
lobsingt seinem
Namen, denn er ist lieblich!
-Psalm 135, 3-



Lieblich duften deine Salben;
dein
Name ist wie ausgegossenes Salböl
-Hohelied 1,3-


Aber alle werden sich freuen, die auf dich vertrauen;
ewiglich werden sie jubeln, denn du wirst sie beschirmen;
und fröhlich werden sein in dir, die deinen
Namen lieben!
-Psalm 5,12-

Samstag, 5. Dezember 2009

Cross over - Rover!



Grab your coat and get your hat
Leave your worries on the doorstep
Just direct your feet to the sunny side of the street

Can’t you hear the pitter-pat
And that happy tune is your step
Life can be complete
On the sunny side of the street

I used to walk in the shade with my blues on parade
But I’m not afraid...this rover' s crossed over

If I never had a cent
I’d be rich as rockefeller
Gold dust at my feet
On the sunny side of the street


I used to walk in the shade with them blues on parade
Now I’m not afraid... this rover has crossed over

Now if I never made one cent
I’ ll still be rich as rockefeller
There will be goldust at my feet
On the sunny
On the sunny, sunny side of the street

Montag, 2. November 2009

Lektion in Fürbitte

Mt 5,44 Ich aber sage euch: Liebet eure Feinde, segnet, die euch fluchen, tut wohl denen, die euch hassen, und betet für die, die euch beleidigen und verfolgen...
1977 bekehrte ich mich und gab mein Leben Jesus. In dieser Zeit war ich Zivildienstleistender im Annastift und wohnte in einem kleinen Zimmer auf dem Flur direkt über der Station, auf der ich als Krankenpflegehelfer arbeitete.
Das hatte viele Vorteile, denn die lange Anfahrt mit Bus und Bahn oder dem Auto entfiel und man konnte natürlich dementsprechend länger schlafen.
Das ist bei einem Arbeitsbeginn von 6:00 Uhr morgens doch recht angenehm. Als ich noch außerhalb wohnte, musste ich zumeist schon um 4:30 Uhr aufstehen, um pünktlich zu sein.
Wenn ich nun mal abends zu lange gemacht hatte, ließ ich das Duschen sein und stand erst um fünf vor sechs auf, wenn es mir passte. Den Kaffee gab es dann ja auf Station!

Der "Pflegerflur" hatte allerdings auch Nachteile. Zum Beispiel konnte man die quäkende Klingel der behinderten Heimbewohner eine Etage tiefer hören und hatte manchmal das Gefühl aufgefordert zu sein zur Klingel zu gehen, um nach den Bedürfnissen der Patienten zu fragen.
Dafür hat die Klingel ja den entsprechend nervigen Ton! Man sollte es sich beim Kaffetrinken in der Personalküche nicht zu gemütlich machen und rasch aufstehen, wenn ein Heimbewohner Wünsche hatte.
Ein anderer gravierender Nachteil bestand in der Tatsache, daß ein Pfleger der eigentlich außerhalb wohnte sich die 90 Mark für das Zimmer schräg gegenüber leisten konnte, um ein Notquartier zu haben, falls er einmal nach dem Spätdienst keinen Bock hatte nach Hause zu fahren. Der Spätdienst war damals erst um 22:00 Uhr vorbei, und wenn er am nächsten Morgen Frühdienst hatte, der um 6:00 Uhr begann, lohnte es sich nicht wirklich noch nach Hause zu fahren.

Eines Tages hatte Günther (derPfleger gegenüber) nach dem Spätdienst die Idee, noch mit ein paar Kollegen einen kleinen Umtrunk zu halten. Er hatte ein Kofferradio oder Plattenspieler im Zimmer, der mit der guten Laune der Kollegen immer Lauter wurde. So gegen 24:00 Uhr klopfte ich an die Tür und bat die Leute, das Radio etwas leiser zu drehen, da ich am nächsten Tag Frühschicht hatte. Man drehte das Radio für fünf Minuten leise - dafür wurde aber das Gelächter und die Unterhaltung immer lauter.
Ich konnte nicht einschlafen und die Jungs und Mädels machten so bis etwa 3:30 Uhr nachts weiter, was bedeutete, daß ich ziemlich gerädert zum Frühdienst erschien.
Na ja, man vergibt ja als Christ, das hatte ich schon gelernt und das tat ich dann auch.
Allerdings häuften sich nun die Gelegenheiten zum Vergeben ziemlich drastisch, denn die Kollegen hatten Gefallen am geselligen Beisammensein mit Umtrunk und Musik gefunden.
Direkt neben Günthers Zimmer, wo manchmal Nacht für Nacht die Partys stattfanden wohnte noch ein anderer Christ, zu dem ich einen freundschaftlichen Draht hatte.
Wir gingen ab 24:00 Uhr abwechselnd an Günthers Tür und baten mehr oder weniger dringlich um Ruhe. Leider meistens völlig ohne Erfolg.
Die Heimbewohner unter uns holten des Öfteren die Hauptnachtwache, um für Ruhe zu sorgen, die den Feiernden Bescheid sagte. Es war danach für 10 Minuten leise und ging dann wieder los.
Die Kollegen hatten einfach kein Einsehen oder Mitleid mit dem Rest des Hauses.
Mittlerweile hatte ich ein Buch über "Waffen im Kampf gegen die Mächte der Finsternis" gelesen und fing an den Dämonen des Alkohols, der Musik und der Unverschämtheit gegenüber zu gebieten im Namen Jesu den Pflegerflur zu verlassen. Ich band auch alle Mächte der Unreinheit und Sexualität und was mir sonst noch so alles einfiel.
Kein Dämon hörte auf mich! Der Lautstärkepegel blieb unverändert und meine Nächte waren kurz. Ich bat Gott auf Knien, daß er den Leuten doch bitte Einhalt gebieten solle - doch scheinbar interessierte sich Gott nicht für mein Problem. Ich versuchte nachts die Bibel zu lesen und hörte leise Musik. Andreas mein Mitchrist drehte eines nachts seine Lautsprecherboxen direkt auf die angrenzende Wand und drehte Orgelmusik von Bach auf volle Lautstärke - er war ein Klassik-Fan. Auch das nützte nichts, so das wir beide ziemlich verzweifelt und stinksauer auf die rücksichtslosen Kollegen wurden.
Eines abends, als die Party nebenan mal wieder in vollem Gang war beschlossen Andreas und ich unsere Gebetspower zusammen zu tun um die Verheißung des gemeinsamen Gebets in Anspruch zu nehmen:
Mt 18,19 Wiederum sage ich euch: Wenn zwei von euch auf der Erde übereinkommen werden über irgend eine Sache, um welche sie auch bitten mögen, so wird sie ihnen werden von meinem Vater, der in den Himmeln ist.
Andreas fing an, unsere Nachbarn zu segnen und ihnen im Gebet Gutes zu wünschen. Er betete für Gottes Segen auf den Familien unserer Kollegen. Ich war etwas erstaunt über seine Art zu beten, die völlig ohne Befehle an die Dämonen auskam und tat es ihm gleich. Schließlich war es ja wichtig, daß man im Gebet übereinstimmt, um die Verheißung zu erlangen.
Über dem Segnen vergaßen wir völlig, Gott zu bitten, dem bösen Treiben doch ein Ende zu machen. Wir beteten überhaupt nicht für irgendeine Erlösung oder Hilfe und beteten auch nicht gegen unsere Zimmernachbarn sondern vergaben ihnen gemeinsam und baten den Herrn ihnen das Böse nicht anzurechnen.
Danach ging ich friedlich und freudig in mein Zimmer zurück und lächelte in mich hinein. Ich zündete mir eine Kerze an und las noch ein Kapitel in der Bibel und einen Psalm. Dann machte ich das Licht aus und schloß meine Augen zum Schlaf.
Kaum hatte ich das getan, öffnete sich gegenüber die Tür und der Erste verabschiedete sich für diesmal. Die Anderen wollten ihn zuerst nicht gehen lassen, aber er setzte sich durch. Innerhalb kurzer Zeit hatten die Anderen wohl auch die Lust verloren, gingen nach Hause und es wurde still. Es war kurz nach 24:00 Uhr.
Seitdem hörten die lauten Partys schlagartig auf! Und ich hatte eine Lektion in Fürbitte gelernt.
Es heißt nämlich FÜR-Bitte und nicht GEGEN-Bitte. Wir sollen den Leuten im Gebet nichts Schlechtes wünschen, sondern Gutes. Ich hatte vorher innerlich die Menschen verflucht und nicht gesegnet.
Röm 12,14 Segnet, die euch verfolgen; segnet, und fluchet nicht.
1Petr 3,9 und vergeltet nicht Böses mit Bösem, oder Scheltwort mit Scheltwort, sondern im Gegenteil segnet, weil ihr dazu berufen worden seid, daß ihr Segen ererbet.

Mittwoch, 29. Juli 2009

Lebenselixier für Depressive gefunden!

Solltest Du vielleicht gerade jetzt in gedrückter Stimmung sein, gucke Dir dieses Filmchen vielleicht mehrmals hintereinander an... :-)

Sonntag, 26. Juli 2009

Viele Christen sind Heuchler

Viele Christen sind Heuchler und Pharisäer. Die Nichtchristen und Atheisten stürzen sich sehr gern wie die Geier auf diese Tatsache. Und man kann und sollte sie nicht verleugnen.
Aber nun kommt eine Neuigkeit: Man muß nicht erst Christ werden, um ein Heuchler und Pharisäer zu sein!
Die Nichtchristen können das mindestens ebenso gut, wenn nicht noch besser! ;-)
Ich nehme an, sie können es sogar noch wesentlich besser als wir, besonderns dann wenn sie die Heuchelei der Christen anprangern um von der eigenen Sinnlosigkeit und der Hoffnungslosigkeit ihres Daseins abzulenken...
> Lies auch:
Humanisten sind Heuchler

Freitag, 17. Juli 2009

Der Mann glänzt, die Frau hat lange Haare

Was hielt Paulus eigentlich von der holden Weiblichkeit? Von Gleichberechtigung und Antidiskriminierungsgesetz hatte er noch nichts gehört. Das kann man ihm nicht vorwerfen, immerhin lebte er in einer anderen Zeit und einem anderen Kulturkreis als wir. Den Korinthern hatte er so manches mitzuteilen, auch über Mann und Frau:

Ich lobe euch aber, dass ihr in allem meiner gedenkt und die Überlieferungen, wie ich sie euch überliefert habe, festhaltet. Ich will aber, dass ihr wisst, dass der Christus das Haupt eines jeden Mannes ist, das Haupt der Frau aber der Mann, des Christus Haupt aber Gott. Jeder Mann, der betet oder weissagt und dabei etwas auf dem Haupt hat, entehrt sein Haupt. Jede Frau aber, die mit unverhülltem Haupt betet oder weissagt, entehrt ihr Haupt; denn sie ist ein und dasselbe wie die Geschorene. Denn wenn eine Frau sich nicht verhüllt, so werde ihr auch das Haar abgeschnitten; wenn es aber für eine Frau schändlich ist, dass ihr das Haar abgeschnitten oder geschoren wird, so soll sie sich verhüllen.
Denn der Mann freilich soll sich das Haupt nicht verhüllen, da er Gottes Bild und Abglanz ist; die Frau aber ist des Mannes Abglanz. Denn der Mann ist nicht von der Frau, sondern die Frau vom Mann; denn der Mann wurde auch nicht um der Frau willen geschaffen, sondern die Frau um des Mannes willen. Darum soll die Frau eine Macht (das heißt ein Zeichen der Macht, unter der sie steht) auf dem Haupt haben um der Engel willen. (1. Korinther 11, 2,10)

Schon mit dem Gedanken, dass »der Mann das Haupt der Frau« sei, gehen unsere Probleme mit diesem Abschnitt aus dem ersten Brief an die Korinther los. Dass Christus das Haupt des Mannes (und der Frau) ist, dürfte unter Gläubigen keinerlei Widerspruch auslösen, aber wo bleibt die Gleichwertigkeit der Geschlechter bei dem, was Paulus hier schreibt?
Er meint ja, dass die Reihenfolge der Schöpfung eine Rangfolge bedingt, denn er erklärt, dass die Frau als Abbild des Mannes geschaffen wurde, der Mann jedoch sei Gottes Abbild. Stimmt das so?
In 1. Mose 1, 27 lesen wir: »Und Gott schuf den Menschen nach seinem Bild, nach dem Bild Gottes schuf er ihn; als Mann und Frau schuf er sie.« Beide. Mann und Frau. Jedenfalls ich würde das so verstehen.
Den detaillierten Bericht, wie Adam zu seiner Eva kam, finden wir in 1. Mose 2 ab Vers 21. Dort steht: »…und Gott, der HERR, baute die Rippe, die er von dem Menschen genommen hatte, zu einer Frau, und er brachte sie zum Menschen. Da sagte der Mensch: Diese endlich ist Gebein von meinem Gebein und Fleisch von meinem Fleisch; diese soll Männin heißen, denn vom Mann ist sie genommen. Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhängen, und sie werden zu einem Fleisch werden.« Das Wort »Männin« im Hebräischen ist das gleiche Wort wie für »Frau«. Es wird lediglich die weibliche Endung an das Wort für »Mann« angefügt.
Wenn Mann und Frau also nach dem Bilde Gottes geschaffen sind und Mann und Frau zu einem Fleisch verschmelzen beziehungsweise aus dem einen Fleisch geschaffen wurden, dann haben wir es hier mit einer Meinung des Paulus zu tun, die nicht unbedingt von uns zu teilen sein muss. Ich meine sogar, dass er sich beim Zitieren des Alten Testamentes beziehungsweise seinem Bezug auf die Schriften vertan hat.

Auch die Frage der Kopfbedeckung beim Gebet und Weissagen sehe ich eher unter der Kategorie »unanstößig, sowohl für Juden als auch für Griechen als auch für die Gemeinde Gottes« – im gesellschaftlichen Umfeld der Korinther.

Ich trage gerne Hut, beim Betreten einer Kirche nehme ich diesen jedoch vom Kopf, auch wenn ich nur zur Besichtigung und nicht zum Beten und Weissagen dort eintrete. Es schickt sich eben nicht, dass ein Mann mit Hut in einem sakralen Raum verweilt, wenngleich dies vielen Menschen heutzutage nicht mehr bekannt oder wichtig ist, denn so mancher männliche Tourist behält seine Baseball-Kappe auf. Vielleicht bin ich ja auch nur altmodisch, was das betrifft. Beim Betreten einer Synagoge wiederum wäre es unschicklich, nichts auf dem Kopf zu tragen.
In meiner Jugend war ich in einer ländlichen Gemeinde zu Hause, in der die Frauen stets ein Kopftuch in der Handtasche mit sich führten, das sie zum Gebet im Gottesdienst anlegten. Die Predigt verfolgten sie mit unverhülltem Kopf. Als sich dann mehr und mehr Hippies bekehrten, verschwand dieser Brauch relativ zügig, denn die Mädchen hatten alles Mögliche bei sich, aber keine Kopftücher. Ich erinnere mich allerdings, dass es diesbezüglich einer Ältestensitzung bedurfte, die dann mehrheitlich entschied, dass die weiblichen Gottesdienstbesucher auch mit unverhüllter Haarpracht beten durften. Ach waren manche Mädchenhaare prächtig! Mit Blümchen und Perlen geschmückt, wilde Mähnen und ... - ach nein, ich schweife ab.

Dass geschnittenes oder geschorenes Haar bei einer Frau ein Zeichen der Ächtung und Schande ist, kann man heute und hier nicht mehr nachvollziehen, wie so manche Gepflogenheiten und Vorschriften aus dem Alten Testament. Mir scheint, dass Paulus diese Sätze hauptsächlich deshalb an die Gemeinde in Korinth gerichtet hat, damit sie bei den Juden – in ihrem gesellschaftlichen Umfeld – keinen Anstoß erregte. Wer sich heute und hier dementsprechen kleiden würde, steht eher in der Gefahr, genau den gegenteiligen Effekt zu erzielen. Beispielsweise die Amish in den USA, die ich wegen ihrer Ernsthaftigkeit im Glauben hoch schätze, werden von zahlreichen Touristen und Einheimischen als exotische Lebewesen fotografiert, angestarrt und belächelt, aber sicher nicht ernst genommen.

Ich meine, dass es Paulus gerade darum geht, dass solches Amüsement über Gläubige in Korinth nicht stattfindet. Seine nächsten Worte jedenfalls relativieren das zuvor Geschriebene in gutes Stück weit:

Dennoch ist im Herrn weder die Frau ohne den Mann, noch der Mann ohne die Frau. Denn wie die Frau vom Mann ist, so ist auch der Mann durch die Frau; alles aber von Gott.
Urteilt bei euch selbst: Ist es anständig, dass eine Frau unverhüllt zu Gott betet? Und lehrt euch nicht selbst die Natur, dass, wenn ein Mann langes Haar hat, es eine Schande für ihn ist, wenn aber eine Frau langes Haar hat, es eine Ehre für sie ist? Denn das Haar ist ihr anstatt eines Schleiers gegeben.
Wenn es aber jemand für gut hält, streitsüchtig zu sein, so soll er wissen: wir haben eine derartige Gewohnheit nicht, auch nicht die Gemeinden Gottes. (1. Korinther 11, 11-16)

Nun gut. In diesem Punkt, lieber Paulus, zähle ich mich zu denen, die es »für gut halten, streitsüchtig zu sein.« Unsere gesellschaftlichen Konventionen sind andere, ob das nun gut oder neutral oder schlecht ist, sei dahingestellt.

Komasaufen

Ich bin ein Flaschenkind, haben wir früher des öfteren scherzhaft gesagt, wenn wir uns die Bierflasche an den Hals gehalten haben.
Wir wußten ja gar nicht wie recht wir damit hatten!
Don Ralfo meint: An der (Alkohol) Flasche hängen ist im Grunde eine Verlängerung des Daumenlutsches bis in die Jugendzeit oder ins hohe Alter.
Eigentlich sollte man sich das irgendwann abgewöhnen, wenn man Erwachsen werden will. Aber wer will schon Erwachsen werden?
Man muß zuerst auf die Mutterbrust, dann auf die Flasche und später sogar den Schnuller verzichten. Verzicht tut weh! Keiner verzichtet gern auf etwas bis...
bis er eine interessante Alternative der Befriedigung seines Mangels gefunden hat.
Erwachsen sein kann Spaß machen, wenn man die richtigen Alternativen für das findet, auf daß man besser verzichten sollte...

Foto: JasonRogersFooDogGiraffeB (Flickr.com)

Dienstag, 7. Juli 2009

Leben lernen

Ich versuche es nun schon seit 55 Jahren.
Leben lernen.
Irgendwie habe ich nie richtig mitbekommen, wie das eigentlich wirklich geht:
Leben in Harmonie mit den Anderen, der Arbeit und Familie, der Ehefrau, der Gemeinde, den Nachbarn und dem Staat.
Und dann auch noch mit dem allerhöchsten Gott!
Irgendwie war ich immer überfordert von den vielen Beziehungen, die es zu bedienen gab und vergaß darüber oft - MICH SELBST!
Ach ja, da war ja noch was - man sollte ja auch noch neben all den anderen Dingen mit sich selbst im Reinen sein.
Zufrieden, selbstbewusst und zielgerichtet - jung, gutaussehend und dynamisch.
2004 auf dem Freakstock-Festival hatten viele junge Leute witzige und originelle T-shirts an und es gab viele Aufkleber-Sprüche auf den Autos. Ich liebe das!
Ein Spruch hatte es mir besonders angetan: "Machs wie Gott - werde Mensch!"
Und ich hatte seit Jahrzehnten versucht wie Gott zu sein - Jesus ähnlicher zu werden!
War da nicht noch was? Ein Ereignis im Paradies? "Ihr werdet sein wie Gott" sagte da jemand zum Menschen. Eine übele Verführung, oder letztlich Gottes Plan?

Jedenfalls halte ich mich seit längerer Zeit an diesen Aufkleberspruch: Machs wie Gott - werde Mensch. Irgendwie scheint mir dort eine Lösung für sehr viele Probleme zu liegen.
Ich werde auf jeden Fall erwachsener mit den Jahren - so richtig Erwachsen werde ich wohl jedoch niemals werden, scheint mir.
Ich finde das auch nicht schade, denn ich liebe das Kind in mir - immer noch. Wir sind ja die gleiche Person, oder? Das Kind von damals mit seinen Ängsten, Phantasien und dem gewaltigen Lebenshunger und der alte Steppenwolf von 55 Jahren, der ich jetzt bin.

Werde ich jemals auslernen? Wenn ich mir die Welt betrachte - mit allen Kriegen, Wirren, Hass und Terror, den endlosen politischen Diskussionen und wissenschaftlichen Debatten, psychischen Krankheiten und religiösen Verirrungen - beschleicht mich das Gefühl, daß ich vielleicht nur Einer von Milliarden bin, der am lernen ist wie man lebt. Das ich womöglich nur Einer von vielen bin, die noch auf dem Weg sind Mensch zu werden.

Wer von sich meint schon dort angekommen zu sein ist in der Regel wohl nur ein Blinder oder Heuchler.