Sonntag, 22. August 2010

Zerbrochenes Gefäß ?

Leonard Cohen "Anthem" (Lobgesang, Hymne)
Ring the bells that still can ring
Forget your perfect offering
There is a crack, a crack in everything
That's how the light gets in.

Läute die Glocken, die noch klingen können
vergiß Dein vollkommenes Opfer
Da ist ein Bruch, ein Bruch in ALLEM
und dadurch kann erst das Licht herein
Leonard Cohen, der alte Sänger und Barde - einer der letzten alten Singer/Songwriter war neulich in Berlin und meine Zeitung berichtete darüber.
Der Feuilletonist zitierte die Zeile: "There's a crack in everything, thats how the light gets in..." und ich war beeindruckt! Durch die "Brüche" in unserem Leben kommt also erst das Licht herein? Vielleicht sogar das Licht Gottes?
Etwas tief in mir sagte sofort JA zu dieser Erkenntnis - das ist die Wahrheit! Und ich wunderte mich über den guten alten Leonard wie er wohl zu dieser Erkenntnis gekommen sein mag?
Dann fiel mir der Psalm ein, welcher mich zum ersten mal so bewegt hat, daß ich merkte: Dies sind nicht nur Menschenworte - hier redet Gott selbst mit mir. Ich besuchte darufhin meinen ersten Gottesdienst bei den "gefährlichen" Jesus-People in Hannover in der Teestube Jesus Treff.
Ps 34,19 Der HERR ist nahe bei denen, die zerbrochnes Herzens sind, und hilft denen, die ein zerschlagen Gemüt haben.
Hätte ich damals kein zerbrochenes Herz und kein zerschlagenes Gemüt gehabt wäre ich nie auch nur in die Nähe solch eines Gottesdienstes gekommen - mit diesen Verrückten und Fanatikern, welche tatsächlich glauben die Bibel sei das Wort Gottes.
Ich glaube Leonard Cohen kennt die Bibel, zumindest das alte Testament und die Psalmen, denn er ist ja Jude. Da lernt man so etwas schon von Kindheit an in Familie und Synagoge. Und er muß wohl König David sehr geschätzt haben, der in seinem Song "Hallelujah" vorkommt - mit einem kalten und "zerbrochenen" Hallelujah.

Früher wurde recht viel über den sogenannten "Zerbruch" gepredigt und geredet - bis er dann irgendwie vom Triumpf und Sieg des Glaubens abgelöst wurde....
Irgendwie war "Zerbruch" nicht so populär wie die Kunde vom Überwinden und dem Sieg in Christus.

Mir hat dieser Satz von Cohen jedenfalls Mut gemacht und innerlich getröstet - ich habe eine monatelange Phase der Dunkelheit und des "zerschlagenen Gemüts" hinter mir.
Hey - ist doch nicht so schlimm Alter - wenn da viele Brüche in Deinem Leben sind und viele Risse Deine Seele durchziehen - denn da ist ein Freiraum für das Licht, welches in Deine Dunkelheit hineinscheinen will....
Jes 61,1 Der Geist des Herrn, Jehovas, ist auf mir, weil Jehova mich gesalbt hat, um den Sanftmütigen frohe Botschaft zu bringen, weil er mich gesandt hat, um zu verbinden, die zerbrochenen Herzens sind, Freiheit auszurufen den Gefangenen, und Öffnung des Kerkers den Gebundenen;
Jes 57,15 Denn so spricht der Hohe und Erhabene, der in Ewigkeit wohnt, und dessen Name der Heilige ist: Ich wohne in der Höhe und im Heiligtum, und bei dem, der zerschlagenen und gebeugten Geistes ist, um zu beleben den Geist der Gebeugten und zu beleben das Herz der Zerschlagenen.

Dienstag, 10. August 2010

Der Herbst ist ein freundlicher Mann

In unserem Haus sind immer noch die Handwerker am Gange. Heute bekommen wir eine neue Wohnungstür, deshalb steht alles offen und ich habe die Wohnzimmertür hinter mir geschlossen, mich auf die bequeme Couch gelegt und die Balkontür weit geöffnet. Die Kapuze habe ich mir übers Gesicht gezogen um den allgemeinen Rückzug zu symbolisieren.
Ein kühler aber freundlicher Luftzug weht von draußen herein und ich rieche....rieche: Den Herbst!
Es ist schwer zu definieren aber die Luft riecht irgendwie anders als im Sommer obwohl die Sonne am Himmel strahlt und die Tage nicht merklich kürzer sind bisher.
Auch der Klang der Sonne ist ein Anderer. Sie ist irgendwie sanfter und netter als sonst. Wie soll ich die Stimmung beschreiben?
Gestern früh ging ich an einer frischen Horde Schulkinder vorbei, welche mit gepackten Koffern und Taschen auf den Reisebus warteten. Sind denn immmer noch Ferien? dachte ich mir. Die gehen gerade scheinbar auf Urlaubsreise.
Dann wandert mein Blick nach oben an der dicken, zerklüfteten Rinde eines alten Baumes empor. Er hängt voller fetter frisch-grüner, stacheliger Kastanien.
Nett, nett denke ich bei mir - Kinder aller Zeiten lieben schon immer Kastanien und sammel sie gern auf. Warum diese Bäume nur so oft in der Nähe von Schulen stehen? Vielleicht haben die Grünplaner der Stadt bewusst oder unbewusst etwas Schönes für die Kinder tun wollen - in Erinnerung ihrer eigenen Kindheit?
Der Herbst ist ein freundlicher Mann - denke ich mir. Er bringt uns so viele schöne Früchte an den Bäumen. Auf unserem Hinterhof lugen zart und grün die ersten vollen Äfpel durch das noch dichte grüne Laub - eine erste Mahnung an den Herbst. Eine Vorahnung der Veränderung, ein leiser Schrecken weil dann irgendwann die graue und feuchtkalte Zeit kommt - unaufhaltsam. Nur nicht dran denken, sondern lieber an den freundlichen Herrn Herbst mit seiner großzügigen Versorgernatur - er kommt mit dicken Früchten....

Foto: Homo_Sapiens (Flickr.com)

Montag, 9. August 2010

Die ultimative Diät


Viele Leute sind stets auf der Suche nach einer neuen Diät.
Das Problem mit den meisten Diäten ist jedoch:

man bekommt nicht genug zu essen,
man hat nicht genug Abwechslung,
man ist hinterher pleite.

Also mogeln die meisten Leute bei ihrer Diät,
hören nach drei Tagen auf oder
stopfen sich hinterher voll.
Gibt es wirklich keine andere Lösung, als aufzugeben und den Freunden zu erzählen, man habe eine Stoffwechselstörung?
Doch, es gibt eine: Die neue Kleinkind-Diät!
Sie werden bemerkt haben, dass die meisten Zweijährigen ziemlich schlank sind. Nach Rücksprache mit Kinderärzten, Röntgenologen und verzweifelten Müttern war ich in der Lage, diese neue Diät zu formulieren. Sie ist preiswert, bietet abwechslungsreiche Mahlzeiten und ausreichende Mengen.

Bevor Sie mit der Diät beginnen, konsultieren Sie Ihren Arzt. (Sonst müssen Sie Ihn möglicherweise hinterher aufsuchen.)

Erster Tag
Frühstück:
Ein Rührei, ein Stück Toastbrot mit Pflaumenmus. Essen Sie zwei Bissen Ei mit den Fingern, das restliche Ei werfen Sie auf den Boden. Nehmen Sie einen Happen Toast und schmieren Sie das Pflaumenmus auf Ihr Gesicht und Ihre Kleidung.

Mittagessen:
Vier Wachsmalkreiden (Farbe ist egal), eine Handvoll Kartoffelchips und ein Glas Milch (3 Schluck, den Rest kippen Sie auf dem Tisch aus.).

Snack:
Toasten Sie ein Stück Brot und werfen Sie es auf den Küchenfußboden.

Abendessen:
Einen Salzstengel, zwei Eincent- und ein Fünfcentstück, vier Schluck abgestandenes Bier.

Zweiter Tag
Frühstück:
Kratzen Sie die Scheibe Toastbrot vom Vortag vom Küchenboden. Dazu eine halbe Flasche Vanilleextrakt oder ein Schnapsglas Pflanzenfarbe.

Mittagessen:
Einen halben Lippenstift Farbe "Pulsating Pink" . Dazu einen Eiswürfel.

Snack:
Lutschen Sie einen Dauerlutscher gut feucht, nehmen Sie ihn dann mit in den Garten und werfen ihn in den Matsch. Dann lutschen Sie ihn wieder sauber. Danach auf den Teppich kleben.

Abendessen:
Einen Kieselstein oder eine trockene Erbse wird bis zum Anschlag in das rechte Nasenloch gesteckt. Gießen Sie ein Glas Eistee über Kartoffelbrei und genießen Sie dies mit einem Löffel.

Dritter Tag
Frühstück:
Zwei Pfannkuchen mit recht viel Sirup, mit den Fingern gegessen. Den Rest in die Haare schmieren. Von einem Glas Milch trinken Sie die Hälfte, dann stopfen Sie ein Stück Pfannkuchen in das Glas. Nach dem Frühstück holen Sie den Dauerlutscher von gestern vom Teppich, lutschen die Fusseln ab und legen ihn auf Ihren besten Sessel.

Mittagessen:
Drei Streichhölzer und ein Sandwich mit Erdnußbutter und Marmelade. Spucken Sie einige Bissen davon auf den Fußboden. Gießen Sie ein Glas Milch auf dem Tisch aus und schlürfen Sie auf.

Abendessen:
Ein Becher Eiskrem, eine Handvoll Kartoffelchips, etwas Wein, danach kalter Kaffee.

Letzter Tag
Frühstück:
Eine Vierteltube Zahnpasta (Geschmack egal), ein Bissen Seife, eine Olive. Geben Sie ein Glas Milch über eine Schüssel Cornflakes, dazu eine halbe Tasse Zucker. Wenn die Cornflakes gut eingeweicht sind, schlürfen Sie die Milch auf und füttern die Cornflakes der Katze.

Mittagessen:
Suchen Sie die Krümel vom Küchenfußboden und vom Teppich im Eßzimmer und essen Sie sie auf. Holen Sie den Dauerlutscher vom Sessel und lutschen Sie ihn fertig.

Abendessen:
Spaghetti mit Fleischklößchen, dazu Kakao. Lassen Sie die Fleischklößchen auf dem Teller. Als Nachtisch stecken Sie sich das Bürstchen aus der Wimperntusche in den Mund.

Samstag, 17. Juli 2010

Morgengedanken

Alles was nicht aus Glauben heraus getan wird ist Sünde, meinte Paulus und ich stimme ihm von Herzen zu. Ich weiß innerlich einfach, daß es wahr ist.
Aber ich denke mir heute morgen: Alles, was nicht aus einer Motivation der Liebe heraus getan wird ist ebenso Sünde.
Glaube, Hoffnung und Liebe ist eine Einheit, die man nicht zerbrechen oder auseinander dividieren kann - ebenso wenig wie Gott Vater, Sohn und heiliger Geist. Man kann den Einen nicht ohne den Anderen haben, weil sie untrennbar zusammengehören.
Ebenso gehören Glaube, Hoffnung und Liebe zusammen. So etwas wie der "nackte Glaube" existiert überhaupt nicht.
Schon Jakobus bemerkte, daß es einen Glauben ohne Werke nicht geben kann, da diese Beiden untrennbar zusammengehören. Und ich bin der Ansicht, daß diese "Werke des Glaubens" nur dann echt und von Gott gesegnet sind wenn sie aus einer inneren Motivation der Liebe heraus fließen.
Nicht aus Pflichtgefühl heraus - ja nicht einmal aus Dankbarkeit Gott gegenüber allein.
Alle guten und frommen Werke, die wir angeblich "für Gott" tun, aber mit denen wir uns nur selbst bestätigen wollen, oder aus denen wir irgendeinen Wert oder Bedeutung für uns selbst ziehen sind eigentlich nutzlos und sinnlos und steigern nur die geistige und seelische Dunkelheit auf der Welt.
Derjenige, für den diese Werke einen Nutzen haben (z.B wenn wir Jemand materiell helfen oder durch seelischen Beistand stützen) mag zwar vordergründig einen Gewinn aus meinem guten Werk ziehen - wird aber letztlich nicht wirklich gesegnet. Er wird eher von der einen wahren Quelle - Gott - abgelenkt und entfremdet. Ich führe ihn nämlich nicht zur Quelle des Lebens, sondern allein zu mir selbst. - Ich will durch mein gutes Werk ja eigentlich nur meinem eigenen trostlosen Leben einen Sinn geben.
Sicherlich - anderen Gutes tun ist immer besser als ihnen Böses zu tun, aber es nützt nicht wirklich. Es nützt nicht auf Dauer. Denn nur die Berührung mit der echten Liebe Gottes macht Menschen wirklich innerlich gesund und heil. Nur die Liebe Gottes schafft etwas Bleibendes, wachsendes und Lebendiges.
Alles andere ist nur totes Werk, welches kein Leben schafft sondern letzlich nur Verwesung.

Dienstag, 13. Juli 2010

Abkühlung

Gestern war mir mal wieder ziemlich heiß. Euch wahrscheinlich auch. Also verklebte ich morgens schon früh unser gesamtes Küchenfenster mit Alufolie, um die Hitze draußen zu halten, denn dort haben wir keine Gardine.
Alle Jalousien runter, in jedem Zimmer einen Ventilator an und nur die Fenster auf Kipp, wo nicht die Sonne drauf prasselt. Trotzdem mittags so um die 30 Grad in der Wohnung - bis auf die Küche mit der Alufolie - da ist es vielleicht 1 Grad kälter. Ich wälze mich nach mehrmaligem kalten abduschen im Bett herum, da mein Kreislauf verrückt spielt. Der Venti bläst mir voll Power auf den halbnackten Körper. (Oder dreiviertel nackt?) Jedenfalls bin ich nur mit shorts bekleidet. Visionen von kühlem Eis wabern beim Dösen in meinem Kopf herum und ich stelle mir den kühlen Luftzug der Klimaanlage im Einkaufszentrum vor. Haben die überhaupt ne Klimaanlage? Auf jeden Fall ist es kalt in der Kühlabteilung.
Ich bin mir nicht sicher, ob ich es überhaupt bis ins Einkaufszentrum schaffe bei der Hitze. Bestimmt kollabiere ich unterwegs. Allerdings habe ich einen Motorroller, der eventuell etwas Fahrtwind abwirft, wenn ich schnell genug bin. Ob ich allerdings im Motorradhelm ersticke ist mir unklar. Ich fasse den heldenhaften Entschluss in der Mittagshitze um 13:30 Uhr trotz aller Bedenken und Ängste loszufahren, komme was da wolle. Es sind ja höchstens 10 Minuten.

Der Asphalt strahlt mich an - heiß wie eine Herdplatte. Aber durch das offene Visier kommt tatsächlich etwas Luft an mein Gesicht. Und mit 70 km/h kühlt der Fahrtwind tatsächlich meine nackten Beine und Arme etwas ab.  Ich rette mich in den Eingang des Einkaufszentrums und bin erleichtert - die Klimaanlage läuft und es herrscht eine angenehm kühle Temperatur. Hier bleibe ich jetzt erst mal ein paar Stunden!
Ich schlendere langsam durch den Baumarkt, kaufe ein Paket Pflaster und grinse. Danach gönne ich mir erst einmal einen neuen Haarschnitt. Leider reicht die Klimaanlage nicht bis ins Friseurgeschäft, so daß ich schweißüberströmt den Laden verlasse und schnurstracks den Lebensmittelmarkt ansteuere. Hallelujah - in der Kühlabteilung ist es wohl unter 20 Grad! Ich lasse mir sehr sehr viel Zeit um 2 Pakete Grapefruitsaft zu kaufen. Der Supermarkt ist sehr groß und hat viele Gänge. Angenehme Musik dudelt vor sich hin. Doch was ist das? Plötzlich steigt mir die Zornesröte ins Gesicht und ich möchte am liebsten den Lautsprecher kaputt treten denn es erschallt der Song von Rudi Carrell: "Wann wirds mal wieder richtig Sommer? So wie es früher einmal war...." Gott hab ihn selig, aber wenn ich den jetzt an der Kasse treffen würde täte ich ihm so richtig die Fresse polieren....

Foto: OrangeSmell (Flickr.com) 

Samstag, 19. Juni 2010

Donralfo reibt sich die Augen - das kommt ihm so bekannt vor

Prinzipien der Kriegspropaganda
  1. Wir haben diesen Krieg nicht gewollt.
  2. Personifizierung des Feindes.
  3. Unsere Zielstellungen sind humanitärer Art. Man muss die Tatsache verschweigen, dass es wirtschaftliche Ziele des Krieges gibt. Man stelle humanitäre Gründe in den Vordergrund.
  4. Berichte über Grausamkeiten des Gegners. Vermeide ungünstige Berichte über die eigene Seite.
Lord Ponsonby, britischer Diplomat, 1871

Gefunden beim Nachtwächter

Sonntag, 6. Juni 2010

Die "K" Frage

Käßmann, Kachelmann, Koch und Köhler haben uns dieses Jahr im Stich gelassen. Wer folgt als Nächster?
Künast, Kerner, Klopp und Klose?

Montag, 17. Mai 2010

Die ganz große Glocke

Wenn etwas an die ganz große Glocke gehängt wird, sollte man hellhörig werden. Deshalb wird ja geläutet!
Der Glöckner, welcher die Strippen zieht will unsere Aufmerksamkeit auf etwas ganz Bestimmtes lenken, und möglicherweise auch von einigen Dingen ablenken von denen er nicht möchte, daß sie wahrgenommen werden.
Man sollte sich also nicht unbedingt von jedem großen Gebimmel beeindrucken lassen, sondern eher auch auf die scheinbaren Nebensachen achten - die leisen Zwischentöne.
Zum Beispiel wenn es um die Darstellung des Wirkens Gottes und übernatürliche Heilungen geht. Die soll es ja bekanntlich noch heute geben und viele Christen, vornehmlich Prediger des Wortes Gottes, möchten diese Tatsache natürlich gern an die ganz große Glocke hängen. Das sollte möglichst Live weltweit im TV gesendet werden, meinen Viele. Damit die "Ungläubigen" sehen und staunen und sich bekehren.
Wie hielt es eigentlich Jesus mit der großen Glocke? Mal ein Beispiel. Ich las den Text heute morgen.

Mt 9,27    Und als Jesus von dort weiterging, folgten ihm zwei Blinde nach, die schrieen und sprachen: Du Sohn Davids, erbarme dich unser! Als er nun ins Haus kam, traten die Blinden zu ihm. Und Jesus fragte sie: Glaubt ihr, daß ich solches tun kann? Sie sprachen zu ihm: Ja, Herr! Da rührte er ihre Augen an und sprach: Euch geschehe nach eurem Glauben! Und ihre Augen wurden geöffnet. Und Jesus drohte ihnen ernstlich und sprach: Sehet zu, daß es niemand erfahre! Sie aber gingen hinaus und machten ihn in jener ganzen Gegend bekannt.

Mit anderen Worten: Jesus beschwor die Geheilten ihre übernatürliche Heilung bloß nicht an die große Glocke zu hängen. Komisch irgendwie. Warum wohl nur? Weil er wußte, daß sie dann umso mehr Reklame für ihn, den tollen Wunderheiler machen würden? Wirklich? Hatte er DAS nötig?
Und dies ist nicht die einzige Bibelstelle, in der Jesus so oder ähnlich handelt. Kann es sein, daß einige von unseren derzeitigen großen "Showheilern" da irgend etwas Wesentliches verpasst haben? Kann es sein, daß sehr viele Christen, die sich nach dem Übernatürlichen sehnen da etwas Wesentliches verpasst haben? Etwas Wesentliches vom Charakter Gottes - vielleicht etwas daß sich Demut nennt?

Freitag, 23. April 2010

Schlachtfeld Wohnung

Da brauchst Du Nerven wie Stahlseile. Seit mitte März hämmert, bohrt und schraubt es in unserem Haus. Und es kreischt die Riesen-Betonfräse und Flex. Am schlimmsten finde ich noch den Vorschlaghammer, der mit großem Bums und Gedröhne spürbar in den Magen fährt. Man kann ihm nicht entkommen, dem Lärm. Selbst die guten Ohropax-Ohrenstöpsel helfen nur begrenzt. Und so ein Mehrfamilienhaus ist ein ungewöhnlich guter Resonanzkörper. Man hört die Arbeiten bei den Nachbarn fast ebenso gut wie die in der eigenen Wohnung.
Zuerst haben sie sämtliche Balkons abgehauen und abgeflext. (Kreisch) Gestern wurden sämtliche Fenster in der Wohnung ausgetauscht. Wir mussten flüchten und kamen erst abends wieder, weil kein Raum mehr in der Hütte war. Alles mit Plastikfolien abgedeckt. Der Weg zum Kühlschrank und Herd versperrt. Eingepfercht in meine kleine Räuberhöhle warten Sylle und ich auf eine günstige Gelegenheit um zu entkommen.
Ich bin ein sehr friedfertiger Mensch, aber in letzter Zeit kann ich mich kaum gegen Gewaltphantasien wehren, wenn ich den großen Bums des Vorschlaghammers oder das Kreischen der Flex und den großen Bohrer höre. Ich stelle mir zum Beispiel vor, wie ich dem Kerl am Hammer im gleichen Rhytmus wie derselbige mit der Faust in die Fresse haue. Im August sollen wir dannn neue Balkone stehen haben.
 Hoffentlich gibt es einen Komplett verregneten und kalten Sommer!!!

Mittwoch, 14. April 2010

Welcome back

Chuck Smith erzählt die Geschichte, die eine große Auswirkung auf der ganzen Welt haben sollte: Der Beginn der Jesus Bewegung in den späten 60iger Jahren in der kleinen Gemeinde Calvary Chapel. Und die Gruppe Love Song singt das erste Lied von damals....

Freitag, 9. April 2010

Ich blogge nicht weil...

Ich blogge zur Zeit nicht weil...
es mir zu gut dafür geht :-)
Früher hatte ich Schreibpausen, weil mich die Depression voll erwischt hatte. Aber diesmal ist es anderes. Ich habe den Kopf einfach voll mit anderen Dingen und bin mit meiner Mitarbeit im Expowal und dem neuen Lobpreisdienst mit der Gitarre so fröhlich ausgelastet, daß ich irgendwie zur Zeit kein Bedürfnis habe mich der Welt mitzuteilen. Das tue ich einfach wenn ich für die Leute singe und Gitarre spiele :-)
Und das reicht mir im Moment. Ich hoffe meine regelmäßigen Leser finden das nicht schlimm.

Donnerstag, 1. April 2010

Weil ich sooo süß bin...

Weil ich so süß bin, daß niemand erkennt, daß ich das SALZ der Erde bin, hat mir der liebe Bento ein T-shirt geschenkt...

Freitag, 12. März 2010

Warum ich evangelisch bin

Vor zwei Jahren bin ich wieder in die lutherische Kirche eingetreten. Aus Überzeugung und weil ich meinte die Stimme Gottes in mir dazu so gehört zu haben.
Kennt ihr dieses leise Flüstern in Euch, daß immer wiederkehrt und Euch innerlich drängt in eine bestimmte Richtung zu gehen? Man kann es auch einfach Intuition nennen, dann hört es sich nicht so abgefahren heilig und exotisch an. Nichtgläubige Menschen wollen einen ja oft gerne in die Psychiatrie einweisen wenn man davon spricht "Stimmen" zu hören. Aber wie soll man denen erklären was die Stimme Gottes ist, wenn sie niemals diese Erfahrung gemacht haben?
Aber wie kam es dazu, das ich das Rufen Gottes vernahm?
Als es mir am dreckigsten ging und ich wirklich mit den Nerven und meinem Glauben am Ende war - Im Krankenhaus nach meiner schweren Herzoperation - da war die evangelische Kirche für mich da. Vor Ort im Krankenhaus. Ich war sehr schwach auf den Beinen und innerlich sehr ausgelaugt und kam am Sonntag Morgen an der Krankenhauskapelle vorbei wo ein Gottesdienst angefangen hatte. Ich ging einfach rein und setzte mich in die letzte Reihe.
Die blonde Pastorin predigte über einen Psalm, der mir bei meinem kleinen Spaziergang im Park gerade eben duch den Sinn gegangen war und führte meine eigenen Gedanken quasi in der Predigt weiter. Ich ging zum Abendmahl nach vorn und fühlte mich von Gott berührt und getröstet.
Danach kam mir der Gedanke zum ersten Mal. Und auch der Wunsch: Ich möchte gerne evangelisch beerdigt werden, wenn es so weit ist und möchte nicht daß irgend ein charismatischer Fuzzi bei meiner Trauerfeier versucht die Leute zu bekehren!
Ich machte mir damals viele Gedanken über den Tod, weil es mir so schlecht ging und hatte sogar schon einen Abschiedsbrief an meine Frau verfasst, den ich per Internet so getimed hatte, daß er nach meiner (misslungenen OP) per Internet ins Postfach meiner Frau kommen sollte.
Nachher vergaß ich die mail völlig und meine Frau wunderte sich ziemlich als die bei ihr ankam als ich im Krankenhaus darnieder lag und gar keinen Internetzugang hatte.... :-)
Sie begriff ihn somit auch gar nicht als Abschiedsbrief und war leicht verwirrt. War eigentlich ganz lustig.
Und dann wurde ich in die Gottesdienste der unglaublichen Kirche eingeladen und tauchte mittwoch abends dort häufig auf. Der Expo-Wal wird ebenfalls von evangelischen Pastoren der "inneren Mission" geleitet und wieder erinnerte Gott mich leise daran: Tritt wieder ein! Es war vielleicht sogar mehr mein eigener Wunsch als Gottes Befehl - wie eine liebevolle Erinnerung. Aber ich fühlte Gott in dieser Sache und nahm Kontakt mit meiner zuständigen Kirchengemeinde "umme Ecke" auf. Und falls ich mal wieder einen Job kriege zahle ich gern die Kirchensteuer :-)