Donnerstag, 16. Juli 2009

30 Jahre Treue (Perlenhochzeit)

Ich habe heute eine Kerze angezündet. Standesgemäß natürlich im Internet. Es war ein Dank an meine liebe Ehefrau, Freundin und Kumpel(in) Sylle für 30 Jahre Treue zu mir.
Man braucht schon ein wenig Ausdauer für so etwas.
Aber das ist wohl wechselseitig.
Vielleicht sollte ich noch eine zweite Kerze des Dankes an den lieben Gott anzünden, der uns so lange durchgetragen hat, uns Liebe füreinander und die Kinder gab?
Tja, was soll man dazu noch sagen? Ist es ein (kleines) Wunder heutzutage wo jede zweite Ehe geschieden wird? Oder haben wir es etwa ganz allein geschafft?

Meine Frau ist ein toller, grandioser Mensch und ich selbst möglicherweise auch, und wir lieben uns sogar immer noch trotz aller Schwächen und Merkwürdigkeiten. Vielleicht sogar mehr als am Anfang.
Aber irgendwie ist es trotzdem ein Wunder für mich, daß wir gemeinsam durch Dick und Dünn gegangen sind, heute beim Italiener das exakt Gleiche Essen und Trinken bestellt haben um anschließend eine Flasche Sauvignon blanc und danach eine Flasche Chianti zu leeren und auf SKY einen schaurigen Thriller zu gucken.
Wem kann man dafür danken außer Gott?

Donnerstag, 9. Juli 2009

...dass Ihm die Menschheit misslungen war.

Als ich vor einiger Zeit am Ende des Buches „Der Schwarm” von Frank Schätzing angekommen war, hatte ich 993 Seiten spannende Lektüre genossen. Auf den letzten sechs Seiten folgt der Erzählung ein Epilog, in dem der Autor überwiegend die Unverträglichkeit seiner Erzählung mit dem Christentum reflektiert. Es wird recht deutlich, warum Frank Schätzings Romangestalten keinem Glauben anhängen, der irgendwelche Relevanz für ihr Leben hätte, denn er lässt Samantha Crowe, eine der wenigen Überlebenden des gerade noch verhinderten Untergangs der menschlichen Rasse feststellen, dass sich Christentum, Islam und Judentum gleichermaßen als gescheitertes Menschenwerk entpuppen. Samantha Crowe macht sich symptomatische Gedanken:

Gott hat mit der Menschheit nicht gerade sein Meisterstück abgeliefert. Er hat gepatzt. Er hat nicht verhindern können, dass die Menschen sündig wurden, also sah Er sich gezwungen, Seinen Sohn zu opfern, um die Schuld zu tilgen. Eine Art Kredit in Blut. Welcher Vater tut so etwas leichten Herzens? Gott selber musste zu dem Schluss gelangt sein, dass Ihm die Menschheit misslungen war.

Nun ist dies ein Roman, und als solcher zu verstehen. Und doch spiegelt sich im Epilog des Buches das Bild der Gemeinde Jesu Christi, wie es die Welt heute wahrnimmt.
Das Nachrichtenmagazin FOCUS widmete die Titelgeschichte der Weihnachtsausgabe 2006 dem Thema „Was nützt Religion?” Dabei stellen die Journalisten in einem Vergleich „Das Angebot der Weltreligionen” fest, dass nach dem Tod die Protestanten „auf die Auferstehung der Toten hoffen, von Hölle ist kaum noch die Rede.” Über die Katholiken heißt es:

„Optionen: selige Gemeinschaft mit Gott im Himmel, ein vorangehender Aufenthalt im Fegefeuer oder die ewigen Qualen der Hölle.”

Was weiß der FOCUS-Vergleich sonst noch über die Christen? Zum Beispiel:

„In konservativen Gruppen wie etwa den Evangelikalen wird nicht geschlemmt.” Sex ist bei den Katholiken „prinzipiell erlaubt, aber Ehebruch ist eine Todsünde. Sex außerhalb der Ehe gilt als Unzucht, Selbstbefriedigung, gelebte Homosexualität, Verhütungsmittel sind verboten.”

Den Protestanten bescheinigt die Studie, dass “…heute die meisten größeren Kirchen Sex als Gabe Gottes anerkennen.”
Interessant ist, dass der Weltreligionsvergleich den Glauben als eine Art Club betrachtet, dem man hier oder dort beitreten kann:

„Wer einer Glaubensgemeinschaft beitreten will, sollte die Angebote auf seine persönliche Situation hin überprüfen. Heikle Punkte sind meist Speisevorschriften, der Umgang mit Sexualität und die Rolle der Frau. Wichtig ist auch, ob man die Religion als Amateur oder als Profi betreiben will. An letztere werden meist deutlich höhere Anforderungen gestellt.”

Wir können uns natürlich darüber empören, dass „die Welt” ein so schiefes und verzerrtes Gottesbild hat, so wenig beziehungsweise überhaupt nicht begreift, was das Evangelium eigentlich ist. Wir können uns kopfschüttelnd abwenden und im Kreis der Gläubigen unsere Urteile über Journalisten, Autoren, Künstler und Berichterstatter austauschen, die als Blinde die Farbe zu beschreiben sich aufmachen. Und dabei selbstverständlich scheitern.
Wir können uns jedoch auch darüber empören, dass wir „der Welt” solch ein Bild darbieten. Wer ist denn die Gemeinde, wenn nicht jeder von uns Gläubigen? Wen sehen denn die Menschen, wenn nicht uns im Alltag?
Sie sehen uns nicht im Rahmen der Gottesdienste, Hauskreise, Jugenmeetings oder wasnochalles, die besuchen sie nämlich nicht. Sie sehen uns nicht bei der stillen Andacht im Kämmerlein, da schließen wir ja sorgfältig die Türe. Sie sehen uns nicht beim Austausch von frommen Phrasen und gelehrten Gesprächen über theologische Details, das tun wir ausschließlich unter uns.
Sie sehen uns im Alltag. In ihrem Alttag, ihrem Umfeld, genau da, wo wir mit ihnen zu tun haben. Sie sehen uns, aber offenbar nicht Christus in uns und durch uns. Sonst wäre es kaum vorstellbar, dass der Glaube so missverstanden – beziehungsweise überhaupt nicht verstanden wird. Statt dessen beobachten sie solche Szenen:

„Wer Kirchensteuer zahlt, hat deshalb keinen Anspruch auf einen Platz in der ersten Kirchenbank. Das erlebten Berliner am Heiligabend, als sie vor dem überfüllten Dom abgewiesen wurden. Einige drohten prompt mit dem Kirchenaustritt. Domprediger Friedrich-Wilhelm Hünerbein musste Briefe aufgebrachter Christen beantworten, die sich beschwerten, dass sie am Heiligabend nicht in den Berliner Dom hineinkamen. Sie hätten ja wohl ein Recht darauf, am Heiligabend im Berliner Dom einen Gottesdienst zu feiern, so die Absender, schließlich würden sie Kirchensteuer zahlen. Zur Strafe würden sie jetzt austreten” (Zitat aus „Der Tagesspiegel” vom 28. Dezember 2006.)

Was haben diese Journalisten gesehen? Empörte Christen, die für ihre Kirchensteuer einmal im Jahr einen Sitzplatz verlangen. Sie haben einen Club gesehen, dessen Mitglieder eine verlangte Leistung nicht bekommen haben und daher nun den Club verlassen. Der Ruderclub hält zu wenige Boote bereit – wir gehen nicht mehr hin.

Unser Spiegelbild finden wir oft genug in den Medien und der Kunst. Schauen wir hin?

Mittwoch, 8. Juli 2009

Donralfo & Friends?

Die liebe Stella (Talitakum) will mich neuerdings hier beim Gestalten kreativ unterstützen.
*Applaus brandet auf*
Und mein alter Froind Det ist ja auch schon länger mit von der Partie.
Ich könnte mir auch Günther als Mitschreiber vorstellen. (Den mag ich nämlich besonders gern)
Natürlich mag ich auch noch andere Blogger gern, wie z.B. Günter Jott, aber die sind meistens ziemlich ausgebucht.
Wie wäre es, wenn ich endlich den Ausgang aus meinem Labyrinth gefunden hätte und dieser Blog dann Don Ralfo & Friends hieße?

Einige meiner allerbesten Freunde/innen wie die Hilde oder gute Poeten wie Vera haben mir leider immer wieder abgesagt - aber wer weiß schon, wer später noch dazu stößt?
Ich fände es toll wenn die Schwarmintelligenz hier zuschlagen würde und eine revolutionäre Synergie sich durch die weiten des virtuellen Raumes ausbreitete...

Der Papst fordert eine "WELTAUTORITÄT"

Don Ralfo schlägt vor:
Rom wäre ein guter Ort für die Weltregierung!
Und Vati Kahn könnte einen guten Führer abgeben.
Schön, daß selbst die Linken und Gewerkschaften diesen Plan gut finden, neben allen möglichen anderen Parteien. Nur unsere "Angie" bleibt etwas skeptisch.


> Lies auch:
> Papst will Weltautorität gegen Krise

> Papst: Echte politische Weltautorität als Konsequenz der Wirtschaftskrise
> Der Papst und die Weltautorität
Foto: hellvet2000 (Flickr.com)

Dienstag, 7. Juli 2009

Leben lernen

Ich versuche es nun schon seit 55 Jahren.
Leben lernen.
Irgendwie habe ich nie richtig mitbekommen, wie das eigentlich wirklich geht:
Leben in Harmonie mit den Anderen, der Arbeit und Familie, der Ehefrau, der Gemeinde, den Nachbarn und dem Staat.
Und dann auch noch mit dem allerhöchsten Gott!
Irgendwie war ich immer überfordert von den vielen Beziehungen, die es zu bedienen gab und vergaß darüber oft - MICH SELBST!
Ach ja, da war ja noch was - man sollte ja auch noch neben all den anderen Dingen mit sich selbst im Reinen sein.
Zufrieden, selbstbewusst und zielgerichtet - jung, gutaussehend und dynamisch.
2004 auf dem Freakstock-Festival hatten viele junge Leute witzige und originelle T-shirts an und es gab viele Aufkleber-Sprüche auf den Autos. Ich liebe das!
Ein Spruch hatte es mir besonders angetan: "Machs wie Gott - werde Mensch!"
Und ich hatte seit Jahrzehnten versucht wie Gott zu sein - Jesus ähnlicher zu werden!
War da nicht noch was? Ein Ereignis im Paradies? "Ihr werdet sein wie Gott" sagte da jemand zum Menschen. Eine übele Verführung, oder letztlich Gottes Plan?

Jedenfalls halte ich mich seit längerer Zeit an diesen Aufkleberspruch: Machs wie Gott - werde Mensch. Irgendwie scheint mir dort eine Lösung für sehr viele Probleme zu liegen.
Ich werde auf jeden Fall erwachsener mit den Jahren - so richtig Erwachsen werde ich wohl jedoch niemals werden, scheint mir.
Ich finde das auch nicht schade, denn ich liebe das Kind in mir - immer noch. Wir sind ja die gleiche Person, oder? Das Kind von damals mit seinen Ängsten, Phantasien und dem gewaltigen Lebenshunger und der alte Steppenwolf von 55 Jahren, der ich jetzt bin.

Werde ich jemals auslernen? Wenn ich mir die Welt betrachte - mit allen Kriegen, Wirren, Hass und Terror, den endlosen politischen Diskussionen und wissenschaftlichen Debatten, psychischen Krankheiten und religiösen Verirrungen - beschleicht mich das Gefühl, daß ich vielleicht nur Einer von Milliarden bin, der am lernen ist wie man lebt. Das ich womöglich nur Einer von vielen bin, die noch auf dem Weg sind Mensch zu werden.

Wer von sich meint schon dort angekommen zu sein ist in der Regel wohl nur ein Blinder oder Heuchler.

Wie hält man Jehovas Zeugen fern?

Wer könnte es anderes sein als ein findiger Amerikaner, der dieses neuartige, einfache und relativ günstige Abwehrsystem gegen Zeugen Jehovas erfunden hat?
>>>Lassen Sie sich überraschen!>>>

Montag, 29. Juni 2009

Terra X - mehr populär als Wissenschaft

Man erwartet von populärwissenschaftlichen Sendungen ja nun nicht, daß sie die Berichte der Bibel als authentisch oder historisch ansehen. Es ist das Vorrecht der Medien und der Wissenschaft, an allem (aber auch an ALLEM) zu zweifeln. Dieses Recht sei ihnen auch mit Freuden gewährt.
Aber gestern beim Thema Exodus des Volkes Israel und die zehn ägyptischen Plagen kam mir nun doch mal wieder das Kotzen über diese populäre "Wissenschaft".
Bei mystischer Musikuntermalung wurde zunächst so getan, als ob die biblischen Berichte über Moses und Israel annähernd die Wirklichkeit widerspiegeln - um diese im Nachhinein (bei ebenso mystischer Musik) genüsslich durch Interviews mit obergescheiten Professoren und archäologischen Befunden als völlig frei erfundene Geschichten zu entlarven.
Das war eine Beleidigung für meinen Denkapparat (Der nun wirklich nicht übermäßig gescheit ist)
Stein des Anstoßes: Außerbibilische Quellen der Geschichte wie Fragmente der ägyptischen Hieroglyphen, in denen der Name Israel auftaucht, die ansonsten aber keinerlei Aussagen über den Aufenthalt der Kinder Israel in Ägypten machen, werden mit anderen minimalen Fragmenten anderer Aussagen über andere ausländische Stämme, die sich in Ägypten aufhielten munter gemixt und durch die Ausgrabung eines scheinbar Kanaanäischen Hauses ergänzt und daraus wird dann - schwupps - die selbstverständlich authentische "wahre Geschichte" vom Auszug aus Ägypten konstruiert.
Die Wissenschaft tut mal wieder so, als sei sie damals dabei gewesen.
Eindrucksvoll für mich auch mal wieder die Tatsache, daß außerbiblischen Quellen der Geschichtsschreibung durch die Bank wissenschaftliche Authenzität bescheinigt wird - alles was ägyptischen Ursprungs ist, ist selbstverständlich wahr, während die biblischen Autoren natürlich gelogen haben!
Die Bibel ist ein Mythos - aber andere Quellen im alten Ägypten oder nahen Osten haben mit Mythen sehr wenig am Hut. (Holzauge sei wachsam)
So wird dann tausende von Jahren später im ZDF durch kleine filmische Geschichten von bärtigen Männern und ägyptischen Pharaonen untermalt mit geheimnisvoller, schwülstiger Musik, Ausgrabungen und Interviews mit Fachleuten ein neuer Mythos geboren und uns als "Geschichte" verkauft. Die Annahmen, Vermutungen und Hypothesen einiger Bibelwissenschaftler, Archäologen und Wissenschaftler werden uns vom Fernsehen als Tatsachen dargeboten, seien sie auch noch so Lückenhaft und unvollständig - denn die Bibel muß ja ein Mythos- und kann keine historische Geschichte sein, das steht ja von vornherein fest!
Fazit: Ekelerregend und Beleidigend für jeden denkenden Menschen. Eben mehr populär als Wissenschaft!

Sonntag, 28. Juni 2009

Lieschen Müller kauft sich einen Ehemann

Der investigative Reporter Günter Jott berichtet über einen neuen Trend aus der Hauptstadt, der eventuell dem großen Kaufhaussterben entgegenwirken könnte,wenn..., ja wenn die Frauen mitspielen!

Berlin ist ja schon immer dafür bekannt, die Nase vorne zu haben. Wenn es etwas Neues auf der Welt gibt, dann zuerst in Berlin. Da muss der Rest der Welt schauen, wie er damit zurecht kommt.

Nun hat vor einigen Wochen ein neues Kaufhaus seine Pforten geöffnet. Es nennt sich »Männerkaufhaus«. Auf sechs Etagen werden Ehemänner verkauft - der richtige Ort für heiratsfähige und -willige Damen also. Seit der Eröffnung ist das Kaufhaus ständig überfüllt. > Weiterlesen...

Samstag, 27. Juni 2009

Islamophobie?

Vor zwei Tagen kam im ZDF ein Bericht (War es das Auslandsjournal?), dass Frankreich ein neues Problem hat. Immer mehr islamische Frauen in Frankreich tragen die Burka, also die Totalverschleierung. Einige Bürgermeister haben sich über die Probleme bei der Ausstellung der Pässe beklagt.
Wenn das auch auf uns zu kommt!!!???
Aber jetzt noch was Lustiges (oder doch nicht?):
Habe mir letztens ein Dritt(oderViert?)-Handy zugelegt, da hier in Österreich das Mobilofonieren immer billiger wird (7,50 Euro Grundgebühr inkl. 300 Minuten europaweit!). Auf dem Neuen Handy, mal gerade vier Tage in meinem Besitz, keiner kennt die Nummer (ich habe sie auch schon wieder vergessen), kommt da eine SMS auf türkisch! Gehe also zu meinem türkischen Lieblingspatienten, begrüße ihn mit "Merhaba, mein Freund" und frage ihn was mir denn da mitgeteilt wurde. Antwort: "Alle Türken sollen zum Beten in die Moschee kommen!"
So - und jetzt kommst Du!
Oder auf Arabisch: "Hamdinoch Allah beisamm?"
det4jc