Montag, 23. Februar 2009

Du weißt, daß Du alt bist - wenn...

Sich so ein merkwürdiges Ding in Deinem Maul befindet. Nein es ist kein prähistorisches Artefakt einer ausgestorbenen Tierart sondern - mein neues Zahnteil!

Montag, 16. Februar 2009

Was hat der Mensch dem Tier voraus?


Wenn Tiere in Freiheit geboren werden, können sie kurz nach der Geburt laufen oder schwimmen.
Fliegen lernen dauert ein paar Wochen.
Tiere lernen in kurzer Zeit, sich ihre Nahrung selbst zu besorgen oder einen Unterschlupf zu finden oder zu bauen.
Sie sind von vornherein fit fürs Leben, machen sich keine Gedanken über Moral und Ethik und leben einfach.
Bei uns Menschen läuft alles ein wenig langsamer. Sehr viel langsamer!
Wir denken über den Sinn unseres Lebens nach, philosophieren über Schuld und Sühne und machen unseren Planeten kaputt. Wir können keinen Frieden untereinander halten und produzieren Waffen, die unsere Welt mehrfach zerstören können.
Wir kommen nicht mal mit unserer eigenen Familie, Nachbarn und Arbeitskollegen klar.
Mühsam halten wir uns über Wasser.
Ich habe manchmal den Eindruck, daß ich seit über fünfzig Jahren am lernen bin, wer ich eigentlich bin und wie ich leben, denken und handeln soll.
Tatsächlich streiten sich die Menschen seit Jahrtausenden, wie man eigentlich denken und Handeln sollte und was die richtige Religion oder Weltanschauung ist.
Viele denken, wir sind dabei uns ständig weiter zu entwickeln und glauben bedingunslos an die Evolution.
Friedrich Nietzsche proklamierte vor über hundert Jahren gar einen "Übermenschen",
der im Begriffe sei, sich zu entwickeln. Aus Sicht Nietzsches ist es die Aufgabe des Menschen, einen Typus hervorzubringen, der höher entwickelt ist als er selbst. Diesen dem Menschen überlegenen Menschen nennt Nietzsche den Übermenschen, ein Begriff, welcher bei Nietzsche sowohl eine geistige als auch eine biologische Bedeutung hat.

Irgendwie scheinen sehr viele Menschen, wenn nicht sogar die überwiegende Mehrheit nicht zufrieden mit sich selbst und vor allem "den Anderen" zu sein.
Etwas scheint an unserem Leben zu fehlen.
Etwas scheint massiv in Unordnung zu sein.
Wir leben nicht in Einklang mit uns selbst, nicht mit anderen Menschen und schon gar nicht mit Gott. Wir leben nicht in Harmonie mit der ganzen Schöpfung, den Tieren, Pflanzen und der natürlichen Umgebung.
Tiere haben diese Probleme nicht. Was also haben wir ihnen voraus? Unseren Verstand, manuelles Geschick und die größere Sprachfähigkeit. Eigentlich müssten diese Fähigkeiten uns doch zu mehr Harmonie und Einklang miteinander und der Natur führen, oder?
Aber wir können offenbar nur sehr schwer nach den Erkenntnissen unserer Vernuft handeln.
Das, was wir den Tieren voraus haben ist uns oft genug zum Fluch geworden.

Das neue Testament berichtet uns von
einem Menschen, bei dem dieser merkwürdige Fluch und der Hang zum Destruktiven offenbar durchbrochen war.
Er wird "der zweite Mensch", oder der "neue Adam" genannt. Er ist der Beginn eines neuen Geschlechts - der einzig wahre "Übermensch". Gott und Mensch - in einem Körper vereint!
Der Mensch Jesus Christus. Er benennt den merkwürdigen Schaden den scheinbar alle Menschen haben mit dem Begriff "Sünde" und lädt ein zur Versöhnung mit Gott dem Vater.
Wir sollen uns nicht weiterentwickeln, sondern zu Gott
umkehren, der aus uns neue Menschen machen will - Menschen ähnlich wie Jesus.
Gott will ein neues Herz in uns einpflanzen, damit wir der Sünde nicht mehr gehorchen müssen und sie die Kraft über uns verliert.
Dieses neue Herz bekommen wir, wenn wir an den Sohn Gottes glauben und ihm unser ganzes Denken und Leben ausliefern.
Aber dieses neue Herz ist nur eine Art Anzahlung auf unser eigentliches Erbe, daß Gott für uns im Himmel aufbewahrt. Es ist so, als ob Gott uns wie eine kranke Pflanze aus unserem altem Blumentopf mit der verbrauchten und verschimmelten Erde herausgenommen und in gute Erde umgetopft hätte.
Nun haben wir wirklich die Chance zu wachsen und zu gedeihen. Und der Vater im Himmel sorgt für den richtigen Dünger und die Bewässerung.
Wir sind nun auf dem richtigen Weg, haben das Ziel aber noch lange nicht erreicht. Der neue Mensch ist in uns am wachsen, aber noch lange nicht ausgewachsen.
Jesus ist die einzige Heilung für diesen merkwürdigen Schaden der Sünde, den wir alle mit uns herumtragen. Lasst uns ihm von ganzem Herzen nachfolgen.

Bild: trompeloeil (Flickr.com)

Sonntag, 15. Februar 2009

12 Gebote für die Ehefrau

Geschrieben von einer Frau!

Meine Ehefrau protestierte allerdings lauthals, als ich ihr diesen Artikel aus unserer "HAZ" vorlas ;-)


1.Versuchen Sie nicht unausgesetzt, Ihrem Mann seine Gewohnheiten auszutreiben, es sei denn, es sind sehr schlechte. Nehmen Sie ihn so, wie er ist, und lassen ihn in Frieden.

2. Klagen Sie nicht, weil er eine andere Vorstellung von Arbeit hat als Sie. Wenn er sich in irgendetwas „hineinkniet“, so lassen Sie ihn nach seiner Façon gewähren und seien es zufrieden.

3. Versuchen Sie nicht, ihm seine Steckenpferde abzugewöhnen, weil seine Sachen immer herumliegen oder weil dabei Unordnung entsteht. Lassen Sie ihn in seinen eigenen Räumen nach Herzenslust „schludern“ – räumen Sie ihm genügend Platz für seine Liebhabereien ein, und er wird sie auch nicht in die Wohnzimmer tragen; streng genommen ist ihm dies sogar lieber; denn so sind seine Schätze vor frevelhaften Händen sicher.

4. Zögern Sie nicht, dafür zu sorgen, dass er ein eigenes Zimmerchen hat. Er meint es doch wirklich nur gut, und viele seiner Sorgen sind wie weggeblasen, wenn er die Möglichkeit hat, sich eine Weile zurückzuziehen. Wenn er nicht im Hause ist, gehört das Zimmer ganz Ihnen.

5. Verbieten Sie ihm nicht das Rauchen im Salon, sonst wird er sich darin auch nicht niederlassen.

6. Lassen Sie ihm in jeder Hinsicht seine Freiheit.

7. Erheben Sie keinen Anspruch darauf, die gesamte Korrespondenz Ihres Mannes zu lesen. Wahrscheinlich würde er nicht das Geringste dagegen haben, dass Sie es täten, wenn Sie nicht so sehr darauf pochten.

8. Erlauben Sie Ihrem Mann nicht selbstverständlich, Ihre gesamte Korrespondenz zu lesen. Jeder sollte des anderen Privatsphäre achten.

9. Dämpfen Sie Ihren Mann nicht, wenn er in Hochstimmung ist. Lassen Sie ihn ruhig aus voller Kehle im Badezimmer singen oder auf der Treppe schiefe Melodien pfeifen, und seien Sie dankbar, dass Sie einen frohgelaunten Mann im Hause haben.

10. Dulden Sie nicht, dass Ihr Mann auf dem Teppich im Salon seine Bleistifte anspitzt. Es wird ihn kaum glücklicher machen, und sowohl der Teppich als auch die Stimmung des Hausmädchens werden darunter leiden. Er tut es nicht aus Trotz; es ist nur seine Unachtsamkeit, und ein paar kleine Hinweise werden ihn dazu anleiten, den Kamin oder den Abfalleimer zu benützen. Aber schimpfen Sie darum nicht mit ihm; seien Sie gütig. Die meisten Männer sind in dieser Hinsicht nur große Kinder.

11. Bewahren Sie einen kühlen Kopf, wenn Ihr Mann zur erwarteten Zeit nicht erscheint. Er ist aller Wahrscheinlichkeit nach nicht von einem Automobil überfahren, noch auf dem Heimweg ausgeraubt und umgebracht worden, noch liegt er mit verstauchtem Fuß in irgendeiner Brache, noch steckt er in sonst einer furchterregenden Klemme, wie Sie es sich in Ihrer Phantasie ausmalen. Vermutlich hat er sich nur am Kiosk die Abendzeitung gekauft und deshalb seinen Zug verpasst. Begrüßen Sie ihn daher nicht völlig aufgelöst, wenn er doch eintrifft.

12. Glauben Sie nicht, es sei unter Ihrer Würde, Ihrem Mann die Hausschuhe bereitzustellen. Vor allem an einem kalten Abend hängt sein Wohlbefinden zu einem großen Teil davon ab, dass die Sohlen mollig warm sind.

Dies ist ein Auszug aus: „Das kleine Buch der Ehesünden – für SIE“ von Blanche Ebbutt. Erschienen 1913, aber immer noch aktuell. » Ein Nachdruck ist jetzt bei Bloomsbury, Berlin (94 Seiten, 4,90 Euro) erschienen.

Dienstag, 10. Februar 2009

Mein kleiner frommer Schaden


Ich bin nicht Gottesdienst - tauglich.
Hammer Artikel von Kerstin Hack, deren Bücher und Impulshefte ich hiermit sehr empfehle.
Habe zwar nur 1 Impulsheft und ein paar Artikel gelesen, war aber jedesmal schwer begeistert!
Dieser Artikel über ihren "kleinen frommen Schaden" stammt aus dem gleichnamigen Buch.
er ist nicht nur humorvoll und witzig, sondern wirklich tiefergehend - wie scheinbar alles, was sie schreibt.

Samstag, 7. Februar 2009

Universum 60

Mir gehts gut! Depressionswellen sind vorbei. Bin auf dem aufsteigenden Ast. Das ist erstaunlich, weil ich normalerweise nicht vor Ende März aus dem Winterschlaf erwache.
Aber ich schreibe nix im Moment, weil ich anderweitig beschäftigt bin.
Im Universum 60 von Ogame.
Mein Sohn spielt das Spiel im Internet schon über 2 Jahre und hat mich dazu verführt. Daran hatte er mindestens 1 Jahr lang gearbeitet und nun bin ich schwach geworden.
Du weißt ja: Spr 25,15 Ein Richter wird überredet durch Langmut, und eine gelinde Zunge zerbricht Knochen.

Foto: Pip_Wilson (Flickr.com)

Sonntag, 1. Februar 2009

Bells of Bemerode

Die Kirchenglocken prügeln mich aus dem Schlaf - dafür sind sie wohl erdacht worden. Ich habe mein Fenster im Schlafzimmer nachts geöffnet - wegen der frischen Luft. Und die Kirche ist sehr nah, rechts neben dem Friedhof - eine seltsame Affinität.
Ich überlege, ob ich noch zum Gottesdienst gehen soll. Nein, keine Lust, aber ich höre den Glocken zu. Sie singen. Ja wirklich! Sie singen.
Wenn zwei mächtige Glocken in verschiedener Tonhöhe gleichzeitig schlagen, gibt es einen reichhaltigen Fluß von Zwischentönen - orgelgleich, die im Hintergund der schweren Schläge die schönsten Melodien erzeugen. Es sind die Obertöne der Glocken, die so singen und schwingen.
Ich denke an "Hells Bells" von ACDC und denke, man sollte mal einen Song über "Heavens Bells" erfinden. Irgdendeine alte hannöversche Rockband hatte mal den Titel "Bells of Bothfeld" in ihrem Repertoire. Der war wirklich schön. Guter Gitarrist, dessen Gitarre wie eine Glocke klang. Sahnemäßiger Sound.
Ich stehe jetzt wohl doch langsam auf, denn ich bin mehr wach als noch im Schlaf.
Als ich die Gardine aufmache und das Fenster schließe, blendet mich ein helles Weiß von draußen. Dächer, Rasen und Wege sind mit einer Decke aus feinstem weißen Puderzucker bedeckt. Ja ist denn Weihnachten? Wie ist die Welt so schön heute?
Und die Glocken singen immer noch.

Dienstag, 27. Januar 2009

Mitten im kalten Winter


Und hat ein Blümlein brahahahahaaacht...., heißt es in dem alten Weihnachtslied "Es ist ein Ros' entsprungen". Und zwar mitten im kalten Winter.
Kann auch heutzutage noch passieren musste ich vor ein paar Tagen feststellen. Sehr lange Zeit brachte meine Orchidee nur Luftwurzeln, wenn ich dachte: "Nun blüht sie bald!"
Aber heute ging die zweite Blüte auf - mitten im kalten Winter! ;-)


Sonntag, 25. Januar 2009

Was der Mensch sät... Teil 1

☝...wird er auch ernten, sagt ein genialer Satz aus der Feder des Paulus in der Bibel. >

Gal 6,7 Irret euch nicht, Gott läßt sich nicht spotten! Denn was irgend ein Mensch sät, das wird er auch ernten. Denn wer für sein eigenes Fleisch sät, wird von dem Fleische Verderben ernten; wer aber für den Geist sät, wird von dem Geiste ewiges Leben ernten.
Laßt uns aber im Gutestun nicht müde werden, denn zu seiner Zeit werden wir ernten, wenn wir nicht ermatten.

Wenn ich Weizenkörner aussäe, werde ich keinen Apfelbaum ernten sondern eben genau das, was ich gesät habe: Weizen! Wenn ich Unkraut aussäe, darf ich nicht erwarten, daß ich Erdbeeren ernte.

In der Tat wächst Unkraut sehr schnell und überall - besonders dort, wo man es nicht gerne haben will. Es wächst an den unmöglichsten Stellen: Im Zwischenraum von Gehwegplatten, Rissen im Beton, und Blumentöpfen. Auf das spontane Wachstum von Erdbeeren oder Kirschen kann man dagegen lange warten...

Wenn ich meine Beziehung zu Gott vertiefen will, muss ich etwas in diese Beziehung investieren, oder mit anderen Worten: Etwas aussäen! Wenn ich sein Wort nicht kenne und nicht lese, werde ich nichts an Erkenntnis über sein Wesen und seine Wege mit den Menschen gewinnen. Ich bin wie ein Blinder, der sich den Weg mit dem Blindenstock ertastet. Wenn ich nicht mit Gott rede und in der Stille meines Herzens auf ihn lausche, werde ich seine Stimme nicht hören und seine Nähe nicht verspüren. - In die Beziehung zu Gott muss Zeit, Geduld und Interesse investiert werden. Sonst wächst sie nicht.

Es ist immer wieder sehr ermutigend, wenn man Berichte über besondere Gnadentaten Gottes und unerwartete Wunder liest oder hört. Z.B. die Geschichte von einer türkischen Frau in Deutschland, die träumte, in vier Tagen von Jesus geheilt zu werden, owohl sie nichts von der Bibel oder Christentum kannte. Sie war eine Muslimin und wurde tatsächlich übernatürlich ohne zutun einer Predigt oder dem Gebet eines Christen geheilt. Nachzulesen bei Haso.

Ich glaube an solche Wunder, wo scheinbar gar nichts gesät oder investiert wurde. Das ist reine Gnade. Und die gibt es ja bekanntlich überreichlich bei Gott. Aber diese Art von souveränem Eingreifen ist nicht der Normalfall - sie ist die Ausnahme. Es wäre Blödsinn deshalb das Weitersagen der guten Nachricht von Jesus nun komplett einzustellen und dafür zu beten und darauf zu warten, daß Gott jetzt allen Nichtgläubigen Menschen in diese Art und Weise begegnet. Das Wort Gottes muss in die Herzen der Menschen gesät werden - Menschen müssen die gute Nachricht von der befreienden Gnade Gottes durch Jesus hören, damit wir Frucht wachsen sehen. So lautet unser Auftrag von Jesus! Der Same muss in den Herzen aufgehen und bewässert werden. Die jungen Pflänzlein müssen beschützt und gedüngt werden - sonst geht die Pflanze des Glaubens auch schnell wieder ein.

Wenn ich eine gute Ehebeziehung haben will, muß ich in diese Ehe investieren: Liebe, Geduld, Vergebung, Aufmerksamkeit und Zeit. Interesse, Kommunikation und der Versuch, sich in den Partner hineinzufühlen.Wer nicht sät wird auch nicht ernten. Da wächst schnell das Unkraut, die Misverständnisse, Streit und Zerwürfnisse.

Wer Freundschaften haben will, darf nicht nur auf die Anderen warten sondern muss in die Freunde investieren.

Wer gehorsame, selbstbewusste und selbstständige Kinder haben will, die gut in der Schule sind muß in die Erziehung investieren und ihnen bei den Hausaufgaben helfen.

Es gibt überhaupt keinen Bereich in unserem Leben, der einfach nur automatisch läuft auch wenn es manchmal fast so scheint. Überall muß etwas gesät und investiert werden, damit wir etwas ernten können. Das ist Naturgesetz. So ist die Realität. Und zwar auch die Geistliche, wie Paulus hier im Galaterbief schreibt! Und wenn wir die einfach nicht zur Kenntnis nehmen und denken Gott lässt uns in seiner Gnade alles in den Schoß fallen, sind wir schief gewickelt und werden bitter enttäuscht werden.

Ja ich glaube an übernatürliche Heilung durch Gott. Trotzdem gilt auch auf diesem Gebiet: Wer gesund sein will muß etwas für seine Gesundheit tun. Auch hier gilt das Gesetz von Saat und Ernte. Wer nur Coca Cola, Mc Donalds, Kaffe, Alkohol ungesunde Ernährung und Bewegungsmangel sät, wird Übergewicht, Bluthochdruck, Diabetes und diverse Krankheiten ernten! Oder sollten Dir die vielen Kranken in der Gemeinde entgangen sein? Es sind nicht nur "Angriffe des Teufels" wenn Christen krank werden, obwohl es das sicher auch gibt. Nein, wir säen einfach das Falsche in unseren Körper hinein, treiben keinen Sport, ärgern uns zu viel über Nichtigkeiten und fressen ungesunde Emotionen wie Bitterkeit, Zorn, Enttäuschungen und Neid in uns hinein. Und diese Dinge machen uns krank.

Foto: Michael Foley (Flickr.com)

Freitag, 16. Januar 2009

Depressionswellen

Man denkt so landläufig: "Wellen gibts nur im Meer oder auf dem See. Vielleicht noch in Flüssen."
Aber im Grunde ist das ganze Universum eine einzige Wellenbewegung.
Es gibt Lichtwellen, Gravitationswellen und Radiowellen.
Der zielgerichtete Laserstrahl, der scheinbar immer gleichstark punktgenau auf ein klar definiertes Ziel gerichtet ist und seine ganze Energie dorthin abgibt, ist eine künstliche Erfindung des Menschen und kommt in der Natur so nicht vor. (Und selbst der Laserstrahl hat eine Wellenlänge)
Die Natur bewegt sich in Wellen - vom kleinsten Atom bis hin zum Licht der gößten Sterne. Wo immer eine Energie oder Kraft von A nach B transportiert wird geschieht das nicht gradlinig, sondern in Wellenform. Es gibt Wellentäler und Wellenberge - mal kommt mehr Masse oder Energie am Zielpunkt an und mal weniger. Und das mit verschiedener Geschwindigkeit. Die Taktfrequenz ist sehr unterschiedlich. Der Rhythmus ist oft nicht geradlinig sondern sehr unterschiedlich.
Auch die Amplitude, die Höhe der Wellenberge und Täler ist oft sehr unterschiedlich.
Himmelhoch jauchzend - zu Tode betrübt
ist ein Bild für den manisch-depressiven Menschen, der in seiner manischen Phase scheinbar Bäume ausreissen kann und in der depressiven Phase nur noch am Boden liegt und gar nichts mehr zustande bringt.
Bei manchen Menschen ist die Amplitude des Lebens einfach dramatisch viel höher als bei anderen, die ein meist gleichmässiges "Auf und Ab" erleben und im Leben gemütlich dahintreiben. Keine großen Wellen - alles plätschert so dahin.

Als mir Gott in letzen Frühjahr in einer starken Weise unaufgeforderet begegnete, dachte ich mal wieder, daß mich
nichts und niemand von der Riesewelle herunterholen würde, auf der ich gerade surfte. Ein halbes jahr lang. ich dachte Gott hätte mich endgültig von meiner Depressionskrankheit geheilt. Er hatte mir das so nicht gesagt, aber ich hatte es mir so gedacht und erträumt.
Und dann kam die trübe Jahreszeit - mal wieder. Der Wellenberg war dahin und ich glitt unmerklich tiefer und tiefer in ein Wellental hinein. Die Welle brach sich und ich stürzte in die mächtigen Fluten der brechenden Welle, die mich unter sich begruben und mit mir machten was sie wollten. Ich wusste nicht mehr wo oben und unten ist.
Ich bin mir nicht sicher, wo ich im Moment bin, aber scheinbar kommt der rettende Strand näher. Es wird eine Zeit der Ruhe geben und dann wieder eine neue Welle. So geht das immer und immer wieder und ich werde nicht so recht klug daraus.

Surfbrett ganz beiseite legen und den Wellen aus dem Wege gehen? Geht nicht.
Wellen sind Naturgesetz. Lernen besser zu surfen und den Rhythmus der Wellen studieren? Vielleicht. Keine Ahnung.
Nach dem Winter kommt der Frühling, dann der Sommer, Herbst und dann ist wieder Winter. So ist das nun mal. Auf und ab. Auf und ab.


Bild: watch4U (Flickr.com)

Sonntag, 11. Januar 2009

Winterschlaf

Habe mich in meine Bärenhöhle zurückgezogen und halte Winterschlaf!
Ich komme nur ab und zu zum Pipimachen raus, gähne, schaue in die Runde und denke: "Nee, zu eisig alles hier!" ick geh lieber weiterpennen erstmal und warte auf wärmeres Wetter.
Wenns im Frühling die ersten Blumen gibt, verlasse ich meine Winterhöhle wieder. ;-)

Mittwoch, 3. Dezember 2008

Echter Opa


Bin heute morgen um ca. 10:30 Uhr echter Opa geworden! Manu David hat das Licht der Welt erblickt. Wir freuen uns alle sehr. Meine Kinder sind das erste mal Onkel und Tanten geworden.
Der Familienclan ist am wachsen.

Sonntag, 30. November 2008

Das Hemd des Zufriedenen

Es war einmal ein reicher König, dem machte das Regieren so viele Sorgen, daß er darum nicht schlafen konnte die ganze Nacht. Das ward ihm zuletzt so unerträglich, daß er seine Räthe zusammen berief und ihnen sein Leid klagte. Es war aber darunter ein alter erfahrener Mann, der erhob sich, da er vernommen, wie es um den König stand, von seinem Stuhle und sprach: »Es giebt nur ein Mittel, daß wieder Schlaf in des Königs Augen kommt, aber es wird schwer zu erlangen sein; so nämlich dem Könige das Hemd eines zufriedenen Menschen geschafft werden könnte und er das beständig auf seinem Leibe trüge, so halte ich dafür, daß ihm sicherlich geholfen wäre.«
Da das der König vernahm, beschloß er, dem Rathe des klugen Mannes zu folgen und wählte eine Anzahl verständiger Männer, die sollten das Reich durchwandern und schauen, ob sie nicht ein Hemd finden könnten, wie es dem Könige Noth that. Die Männer zogen aus und gingen zuerst in die schönen volkreichen Städte, weil sie gedachten, daß sie da wohl am ehesten zu ihrem Zwecke kämen; aber vergebens war ihr Fragen von Haus zu Haus nach einem zufriedenen Menschen; dem Einen gebrach dies, dem Andern das; so mochte sich keiner zufrieden nennen. Da sprachen die Männer untereinander: »Hier in der Stadt finden wir doch nimmer, wonach wir suchen; darum so wollen wir jetzunder auf das Land hinausgehen, da wird die Zufriedenheit wohl noch zu Hause sein,« sprachen's, ließen die Stadt mit ihrem Gewühle hinter sich und gingen den Weg durch das wallende Korn dem Dorfe zu. Sie fragten von Haus zu Haus, von Hütte zu Hütte, sie gingen in das nächste Dorf und weiter von da, sie kehrten bei Armen und bei Reichen ein, aber keinen fanden sie, der ganz zufrieden war. Da kehrten die Männer traurig wieder um und begaben sich auf den Heimweg. Wie sie nun so in sorgende Gedanken vertieft über eine Flur dahinwandelten, trafen sie auf einen Schweinhirten, der da gemächlich bei seiner Heerde lag; indem so kam auch des Hirten Frau, trug auf ihren Armen ein Kind, und brachte ihrem Manne das Morgenbrod. Der Hirt setzte sich vergnüglich zum Essen, verzehrte was ihm gebracht war, und nachdem so spielte er mit seinem Kinde. Das sahen die Männer des Königs mit Erstaunen, traten herzu und fragten den Mann: wie es käme, daß er so vergnügt wäre und hätte doch nur ein so geringes Auskommen? »Meine lieben Herren«, sprach der Sauhirt, »das kommt daher, weil ich mit dem, was ich habe, zufrieden bin.« Da freuten sich die Männer höchlich, daß sie endlich einen zufriedenen Menschen gefunden hatten, und erzählten ihm, in welcher Sache sie von dem Könige wären ausgesandt worden, und baten ihn, daß er ihnen möchte für Geld und gute Worte ein Hemd von seinem Leibe geben. Der Sauhirt lächelte und sprach: »So gern ich Euch, meine lieben Herren, in Eurem Anliegen möchte zu Willen sein, so ist es mir doch nicht möglich; denn Zufriedenheit habe ich wohl, aber kein Hemd am Leibe.« Als das die Männer vernahmen, erschracken sie und gaben nun ganz die Hoffnung auf, ein Hemd zu finden, wie es dem Könige Noth that. Betrübt und mit gesenkten Blicken traten sie wieder vor ihren Herrn und berichteten ihm, wie all ihr Suchen und Fragen sei vergeblich gewesen; sie hätten manchen gefunden, der wohl ein Hemd gehabt hätte, aber keine Zufriedenheit, und endlich hätten sie Einen angetroffen, der wäre freilich zufrieden gewesen, aber leider hätte er kein Hemd gehabt.
So mußte denn der König seine Sorgen ferner tragen und voll Unruhe oft Nächte lang auf seinem Bette liegen, ohne daß Schlaf in seine Augen kam, und konnte ihm nicht geholfen werden.
Foto: cjb22 (Flickr.com)