Sonntag, 23. März 2008
Erlebte Heilung
In den frühen 90iger Jahren leitete ich mal den Lobpreis auf einer Konferenz über Gebet. Während ich die Lieder anstimmte hatte ich plötzlich den inneren Eindruck, daß Jesus in unsere Mitte gekommen war. Er ging durch die Reihen und legte Leuten die Hände auf.
Dieser bildliche Eindruck war für mich sehr stark und ermutigend, also teilte ich ihn der Versammlung mit. Es war eine gesegnete Konferenz, obwohl nicht allzuviele Leute gekommen waren.
In meiner Eigenschaft als Gemeindeältester und Prediger hatte ich sehr oft auch für die Kranken gebetet, aber nur sehr selten eine Besserung von Krankheiten durch mein Gebet gesehen. An eine spontale Heilung einer ernsthaften Krankheit durch meine Gebete kann ich mich überhaupt nicht erinnern. Also war ich über diese Erfolglosigkeit meiner Heilungsgebete sehr frustriert, weil ich grundsätzlich an göttliche Heilung glaubte.
Viele Jahre nach der beschriebenen Gebetskonferenz kam eine mir unbekannte Frau nach dem Gottesdienst auf mich zu und erzählte mir fogende Geschichte: "Ich saß in einer der Reihen im Saal, während dieser Konferenz. Ich litt zu dieser Zeit schon jahrelang unter chronischen Rückenschmerzen, und nichts half dagegen. Auch bei dieser Konferenz hatte ich Schmerzen. Als du deinen Eindruck mitteiltest, daß Jesus selbst durch die Reihen gehen würde, um Einzelnen die Hände aufzulegen, hatte ich plötzlich das Gefühl, als ob unsichtbare Hände in meinen Rücken griffen und eine Art durchsichtiger Folie herauszogen, die dort in meinem Rücken steckte.
Sofort hörten die Rückenschmerzen auf und kamen auch niemals wieder. - Es war ca 7 Jahre her.
Ich betete daraufhin mit mehr Freude und Glauben für Kranke, erlebte aber niemals wieder eine so klare und eindeutige Heilung bei irgendjemandem.
Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, daß Gott mir durch dieses Erlebnis etwas mitteilen wollte - wenn ich nur wüsste was?
Dieser bildliche Eindruck war für mich sehr stark und ermutigend, also teilte ich ihn der Versammlung mit. Es war eine gesegnete Konferenz, obwohl nicht allzuviele Leute gekommen waren.
In meiner Eigenschaft als Gemeindeältester und Prediger hatte ich sehr oft auch für die Kranken gebetet, aber nur sehr selten eine Besserung von Krankheiten durch mein Gebet gesehen. An eine spontale Heilung einer ernsthaften Krankheit durch meine Gebete kann ich mich überhaupt nicht erinnern. Also war ich über diese Erfolglosigkeit meiner Heilungsgebete sehr frustriert, weil ich grundsätzlich an göttliche Heilung glaubte.
Viele Jahre nach der beschriebenen Gebetskonferenz kam eine mir unbekannte Frau nach dem Gottesdienst auf mich zu und erzählte mir fogende Geschichte: "Ich saß in einer der Reihen im Saal, während dieser Konferenz. Ich litt zu dieser Zeit schon jahrelang unter chronischen Rückenschmerzen, und nichts half dagegen. Auch bei dieser Konferenz hatte ich Schmerzen. Als du deinen Eindruck mitteiltest, daß Jesus selbst durch die Reihen gehen würde, um Einzelnen die Hände aufzulegen, hatte ich plötzlich das Gefühl, als ob unsichtbare Hände in meinen Rücken griffen und eine Art durchsichtiger Folie herauszogen, die dort in meinem Rücken steckte.
Sofort hörten die Rückenschmerzen auf und kamen auch niemals wieder. - Es war ca 7 Jahre her.
Ich betete daraufhin mit mehr Freude und Glauben für Kranke, erlebte aber niemals wieder eine so klare und eindeutige Heilung bei irgendjemandem.
Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, daß Gott mir durch dieses Erlebnis etwas mitteilen wollte - wenn ich nur wüsste was?
Freitag, 21. März 2008
Passion
Unsere große Krankheit - die Sünde!
Was soll das eigentlich sein - Sünde?
Der Begriff hört sich für Viele wahrscheinlich sehr verstaubt an.
Sind hier etwa die "süßen Verführungen" von Schokolade, Schlagsahne und Süßigkeiten gemeint, die uns dazu bringen, zu sündigen?
Oder ist es eher das Parken in der zweiten Reihe, zu schnelles Fahren oder andere "Verkehrssünden", die uns Punkte in Flensburg bringen und den ollen Petrus zum Kopfschütteln bringen, wenn er uns das Himmelstor aufschließt?
Nein das Wort Sünde versucht den tiefen "Sund" zu beschreiben, den tiefen Abgrund im Herzen des Menschen. Es beschreibt den tiefen Abgrund zwischen dem Gott der Liebe und uns, den Menschen.
Es beschreibt den Zustand der Lieblosigkeit, nachdem wir uns vom Gott der Liebe losgelöst haben, um unseren eigenen Weg zu gehen. Denn schließlich wissen wir ja alles besser als das alte Buch, in dem Gott seine Geschichte mit dem Menschen aufschreiben ließ.
Ja, wir wissen alles viel besser, bauen Bomben und Raketen, verpesten die Umwelt, quälen Tiere und foltern Menschen. Wir rotten ganze Völker aus - sogar im Namen der Religion.
Sogar im Namen der Religion des Gottes der Liebe und des Friedens!
Die ganze Welt ist pervertiert und verdreht, aber gottseidank sind ja immer nur die Anderen schuld an der Misere - niemals wir selber. Wir sind doch die Guten und Braven, oder?
Diese verbohrte, stolze und besserwisserische innere Haltung des Menschen - das ist Sünde!
Woher hatte Jesus nur diese Passion, diese feurige Leidenschaft für den Menschen, die ihn bis an den grausamen Foltertod am Kreuz brachte? Wie kam er dazu, die Sünde der ganzen Menschheit auf seine Schultern zu laden?
Es war die Liebe, die ihn antrieb. Die heilige und reine Liebe Gottes, die ihn dazu brachte sein Leben an unserer statt zu opfern.
Du bist es, der da eigentlich ans Kreuz gehört hätte. Wir alle sind es, die diese Strafe für unsere Sünden hätten tragen sollen.
Denn unsere Lieblosigkeit und Perversion hat diesen Planeten zerstört und tut es immer wieder neu. ( Ja, ich weiß - es sind immer die Anderen)
Gott wurde in Jesus ein ganzer Mensch, nahm die gerechte Strafe und Konsequenzen unserer Sünde auf sich und versöhnte uns wieder mit dem Vater.
Der Sund, der tiefe Abgrund zwischen Gott und Mensch ist überbrückt worden durch die Passion eines einzigen Menschen, durch seine leidenschaftliche Liebe, die ihn bis ans Kreuz geführt hat.
Jesus, König der Liebe und des Friedens - ich liebe Dich von ganzem Herzen. Amen.
Mittwoch, 19. März 2008
Ilona und das Gesangswunder
Ich müsste im Keller noch irgendwo ein Foto von ihr haben. Sie war eine Rollstuhlfahrerin, die im Haus Roderbruch lebte, dem Wohnheim für Schwerstkörperbehinderte, in dem ich damals meinen Zivildienst machte.
Ich musste sie und ihre Zimmergenossinnen oft pflegen. Sie wohnte in Zimmer 20 mit Siggi, Heike und der blinden Helga zusammen.
Zimmer 20 war das "Christenzimmer". Alle beteten fleissig für mich und alle anderen Zivis und Pflegekräfte.
Ab und zu musste ich sie mit dem Kleinbus zur Bibelschule nach Wolfenbüttel bringen, oder zu Konferenzen der "Geschäftsleute des vollen Evangeliums" nach Braunschweig.
Die Athmosphäre in Zimmer 20 war auffallend anders, als in den anderen Zimmern. Dort wurde viel gelacht, gesungen und gebetet. Wenn ich mies drauf war und völlig fertig mit mir und der Welt, änderte sich meine Stimmung sofort, wenn ich für dieses Zimmer eingeteilt war. Obwohl ich noch kein Christ war, muß ich schon empfänglich für die heilende Wirkung des Heiligen Geistes gewesen sein. Ich bekam gute Laune, wenn ich Ilona und die Anderen pflegte.
Besonders groß war natürlich die Freude in Zimmer 20, als ich mich nach einiger Zeit zu Jesus bekehrte; schließlich hatten sie schon lange darauf hingearbeitet und gebetet.
Ich fing an, regelmässig in den Gottesdienst zu gehen und lernte dabei natürlich die ganzen Lieder kennen, die man in Zimmer 20 schon lange kannte.
Ilona hatte Muskelschwund und konnte mit den Beinen gar nichts- und mit den Händen nur noch sehr wenig machen. ich legte ihr die Gitarre auf den Schoß und dann zupfte und spielte sie leise auf der Gitarre. Es fiel ihr aber sehr schwer.
Wir sangen oft zusammen in Zimmer 20 und als die Behinderten feststellten, daß ich auch ein wenig Gitarre spielen konnte, verdonnerten sie mich dazu, die Lobpreislieder zu spielen, während sie dazu sangen. Meistens waren es ja nur 2 bis 3 Akkorde, die ich schrammeln musste und Ilona sagte mir, wie die gingen.
Ich hatte vor dieser Zeit jahrelang versucht, zu den Akkorden, die ich kannte, zu singen, aber das hatte nie geklappt. Ich konnte mich einfach nicht gleichzeitig aufs spielen und singen konzentrieren. Es ging nur entweder das Eine oder das Andere.
Das frustrierte mich nun ziemlich, denn ich hätte beim Lobpreis gerne mitgesungen, musste aber die doofen Akkorde schrammeln, damit die Anderen eine gute Zeit mit dem Herrn haben konnten. - Ich sang die Lieder wirklich sehr gern -
Meistens ging ich in meiner Abendbrotpause in Zimmer 20, um mit meinen neuen Geschwistern Gemeinschaft zu haben. Oder ich kam einfach mal vorbei, wenn ich keinen Dienst hatte - ich wohnte ja schließlich nur eine Etage höher auf dem "Pflegerflur".
Eines abends klagte ich Ilona mein Leid: "Ich finde es doof, nur Gitarre spielen zu können, während ihr am singen seid. Das macht mir einfach keinen Spaß mehr!"
Ilona antwortete: "Versuch doch einfach mal beim Gitarrespielen mitzusingen, daß ist gar nicht schwer". Ich kann nicht gleichzeitig spielen und singen", gab ich zurück, "daß habe ich schon jahrelang erfolglos versucht". "Versuch es doch trotzdem noch mal, Du kannst das", war ihre Antwort. "Nein, ich kann es eben nicht"! gab ich schon halb entrüstet zurück.
"Doch Du kannst!" beharrte Ilona hartnäckig auf ihrer Meinung.
"OK", antwortete ich mürrisch, "damit Du mir glaubst, daß es eben nicht geht, versuche ich es Dir zuliebe eben noch mal". Wir suchten ein einfaches Lied aus, ich nahm die Gitarre und spielte , machte meinen Mund auf.... und konnte singen!
Ilona strahlte mich an wie ein Honigkuchenpferd und feixte grimassierend über mich.
Seitdem konnte ich gleichzeitig singen und Gitarre spielen.
Ich wurde Lobpreisleiter in der Gemeinde. Und Ilona (Gott habe sie selig) hat schuld daran.
Ich musste sie und ihre Zimmergenossinnen oft pflegen. Sie wohnte in Zimmer 20 mit Siggi, Heike und der blinden Helga zusammen.
Zimmer 20 war das "Christenzimmer". Alle beteten fleissig für mich und alle anderen Zivis und Pflegekräfte.
Ab und zu musste ich sie mit dem Kleinbus zur Bibelschule nach Wolfenbüttel bringen, oder zu Konferenzen der "Geschäftsleute des vollen Evangeliums" nach Braunschweig.
Die Athmosphäre in Zimmer 20 war auffallend anders, als in den anderen Zimmern. Dort wurde viel gelacht, gesungen und gebetet. Wenn ich mies drauf war und völlig fertig mit mir und der Welt, änderte sich meine Stimmung sofort, wenn ich für dieses Zimmer eingeteilt war. Obwohl ich noch kein Christ war, muß ich schon empfänglich für die heilende Wirkung des Heiligen Geistes gewesen sein. Ich bekam gute Laune, wenn ich Ilona und die Anderen pflegte.
Besonders groß war natürlich die Freude in Zimmer 20, als ich mich nach einiger Zeit zu Jesus bekehrte; schließlich hatten sie schon lange darauf hingearbeitet und gebetet.
Ich fing an, regelmässig in den Gottesdienst zu gehen und lernte dabei natürlich die ganzen Lieder kennen, die man in Zimmer 20 schon lange kannte.
Ilona hatte Muskelschwund und konnte mit den Beinen gar nichts- und mit den Händen nur noch sehr wenig machen. ich legte ihr die Gitarre auf den Schoß und dann zupfte und spielte sie leise auf der Gitarre. Es fiel ihr aber sehr schwer.
Wir sangen oft zusammen in Zimmer 20 und als die Behinderten feststellten, daß ich auch ein wenig Gitarre spielen konnte, verdonnerten sie mich dazu, die Lobpreislieder zu spielen, während sie dazu sangen. Meistens waren es ja nur 2 bis 3 Akkorde, die ich schrammeln musste und Ilona sagte mir, wie die gingen.
Ich hatte vor dieser Zeit jahrelang versucht, zu den Akkorden, die ich kannte, zu singen, aber das hatte nie geklappt. Ich konnte mich einfach nicht gleichzeitig aufs spielen und singen konzentrieren. Es ging nur entweder das Eine oder das Andere.
Das frustrierte mich nun ziemlich, denn ich hätte beim Lobpreis gerne mitgesungen, musste aber die doofen Akkorde schrammeln, damit die Anderen eine gute Zeit mit dem Herrn haben konnten. - Ich sang die Lieder wirklich sehr gern -
Meistens ging ich in meiner Abendbrotpause in Zimmer 20, um mit meinen neuen Geschwistern Gemeinschaft zu haben. Oder ich kam einfach mal vorbei, wenn ich keinen Dienst hatte - ich wohnte ja schließlich nur eine Etage höher auf dem "Pflegerflur".
Eines abends klagte ich Ilona mein Leid: "Ich finde es doof, nur Gitarre spielen zu können, während ihr am singen seid. Das macht mir einfach keinen Spaß mehr!"
Ilona antwortete: "Versuch doch einfach mal beim Gitarrespielen mitzusingen, daß ist gar nicht schwer". Ich kann nicht gleichzeitig spielen und singen", gab ich zurück, "daß habe ich schon jahrelang erfolglos versucht". "Versuch es doch trotzdem noch mal, Du kannst das", war ihre Antwort. "Nein, ich kann es eben nicht"! gab ich schon halb entrüstet zurück.
"Doch Du kannst!" beharrte Ilona hartnäckig auf ihrer Meinung.
"OK", antwortete ich mürrisch, "damit Du mir glaubst, daß es eben nicht geht, versuche ich es Dir zuliebe eben noch mal". Wir suchten ein einfaches Lied aus, ich nahm die Gitarre und spielte , machte meinen Mund auf.... und konnte singen!
Ilona strahlte mich an wie ein Honigkuchenpferd und feixte grimassierend über mich.
Seitdem konnte ich gleichzeitig singen und Gitarre spielen.
Ich wurde Lobpreisleiter in der Gemeinde. Und Ilona (Gott habe sie selig) hat schuld daran.
Montag, 17. März 2008
Multiple Persönlichkeit?
Goethe ließ seinen Dr. Faust mal sagen: "Zwei Seelen wohnen, ach, in meiner Brust!"
Später wurde dieses spannende Thema von Robert Louis Stevenson in seinem Buch "Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde" auf die gruselige Spitze getrieben.
Doch auch schon unser aller Freund Paulus kannte den Widerspruch zwischen "Geist" und "Fleisch" oder dem "alten" und dem "neuen" Menschen.
Es scheint fast so, als ob in einem Körper zwei völlig verschiedene Persönlichkeiten ihr zuhause hätten: Die eine will das Gute, Wahre, Heilige und Gerechte und die Andere das Böse, das Chaos, die Zerstörung und den Hass.
Paulus gibt uns gute Empfehlungen in seinen Briefen, wie wir mit diesem Dilemma umgehen sollen, aber davon soll hier jetzt nicht die Rede sein.
Das erste mal las ich in einem alten science fiction Roman von jemand, der eine multiple Persönlichkeit gewesen sein soll. Ich fand das recht witzig damals.
In den 80iger Jahren war ich voll mit der Gründung einer charismatischen Freikirche beschäftigt, was damals das Zentrum meines Denkens war. Ich lebte hauptsächlich für die kommende "Erweckung".
Nebenbei hatte ich aber auch noch eine Berufsausbildung und eine Ehe mit damals 3 Kindern zu absolvieren. Eine Ehe mit 3 Kindern kann man allerdings überhaupt nicht absolvieren ;-))
In jener Zeit fiel mir des öfteren auf, daß ich scheinbar noch mehr als nur 2 verschiedene Persönlichkeiten in meinem Körper beherbergte: Bei der Arbeit war ich ein völlig Anderer als zu hause. Und in der Gemeinde war ich widerum ein Anderer als z.B. beim Einkaufen oder Autofahren.
Bei der Arbeit war ich fleissig und gewisenhaft. Zuhause war ich faul und ließ sehr oft fünfe gerade sein. In der Gemeinde war ich ein Heiliger, aber beim Autofahren hätte ich manchmal zum Mörder werden können.
Das klingt vielleicht lustig, ist aber sehr ernst, denke ich.
War ich ein auch so ein Fall von multipler Persönlichkeit?
Waren es gar Dämonen, die in mir wohnten und ihr Spiel mit mir trieben? - Aber ich hatte mich doch von allem Okkulten und Familienbelastungen, Flüchen und dergleichem völlig losgesagt und zigmal für mich beten lassen. Nein - Dämonen waren es sicher nicht.
Ich denke eher, es waren die verschiedenen Rollen, die man in der Gesellschaft zu spielen hat, die sich einfach verselbstständigen können und meine wahre Persönlichkeit zudecken.
Man kann sich in den verschiedenen Rollen möglicherweise total verlieren, wenn man nicht aufpasst.
Eine Rolle hat immer etwas mit Schauspielerei zu tun - und die Welt ist unsere Bühne.
Jesus nannte diese Art von Schauspielerei Heuchelei. Wenn es bei ihm heißt: "Seid nicht wie die Heuchler!", dann steht im Urtext eigentlich: "Seid nicht wie die Schauspieler!"
Ziemlich sicher kannte Jesus damals echte Schauspielerei, da es im alten Israel tatsächlich römische oder griechische Amphitheater gab.
Gott möchte das wir "Eins" sind, daß wir "heil" sind und nicht so eine zersplitterte Persönlichkeit.
Er möchte, daß wir uns selbst kennen und entdecken, wer wir in Wahrheit sind: Eine wunderbare neue Schöpfung in seinem Ebenbild.
Er hat geplant, daß wir "ganz" sind. Leib, Seele und Geist sind eine Einheit! Ich bin nicht nur Geist, sondern auch ganz Körper und Seele.
Und ich brauche keine Rollen mehr zu spielen, sondern darf ganz und gar ich selber sein!
Praise the Lord.++++++
Später wurde dieses spannende Thema von Robert Louis Stevenson in seinem Buch "Der seltsame Fall des Dr. Jekyll und Mr. Hyde" auf die gruselige Spitze getrieben.
Doch auch schon unser aller Freund Paulus kannte den Widerspruch zwischen "Geist" und "Fleisch" oder dem "alten" und dem "neuen" Menschen.
Es scheint fast so, als ob in einem Körper zwei völlig verschiedene Persönlichkeiten ihr zuhause hätten: Die eine will das Gute, Wahre, Heilige und Gerechte und die Andere das Böse, das Chaos, die Zerstörung und den Hass.
Paulus gibt uns gute Empfehlungen in seinen Briefen, wie wir mit diesem Dilemma umgehen sollen, aber davon soll hier jetzt nicht die Rede sein.
Das erste mal las ich in einem alten science fiction Roman von jemand, der eine multiple Persönlichkeit gewesen sein soll. Ich fand das recht witzig damals.
In den 80iger Jahren war ich voll mit der Gründung einer charismatischen Freikirche beschäftigt, was damals das Zentrum meines Denkens war. Ich lebte hauptsächlich für die kommende "Erweckung".
Nebenbei hatte ich aber auch noch eine Berufsausbildung und eine Ehe mit damals 3 Kindern zu absolvieren. Eine Ehe mit 3 Kindern kann man allerdings überhaupt nicht absolvieren ;-))
In jener Zeit fiel mir des öfteren auf, daß ich scheinbar noch mehr als nur 2 verschiedene Persönlichkeiten in meinem Körper beherbergte: Bei der Arbeit war ich ein völlig Anderer als zu hause. Und in der Gemeinde war ich widerum ein Anderer als z.B. beim Einkaufen oder Autofahren.
Bei der Arbeit war ich fleissig und gewisenhaft. Zuhause war ich faul und ließ sehr oft fünfe gerade sein. In der Gemeinde war ich ein Heiliger, aber beim Autofahren hätte ich manchmal zum Mörder werden können.
Das klingt vielleicht lustig, ist aber sehr ernst, denke ich.
War ich ein auch so ein Fall von multipler Persönlichkeit?
Waren es gar Dämonen, die in mir wohnten und ihr Spiel mit mir trieben? - Aber ich hatte mich doch von allem Okkulten und Familienbelastungen, Flüchen und dergleichem völlig losgesagt und zigmal für mich beten lassen. Nein - Dämonen waren es sicher nicht.
Ich denke eher, es waren die verschiedenen Rollen, die man in der Gesellschaft zu spielen hat, die sich einfach verselbstständigen können und meine wahre Persönlichkeit zudecken.
Man kann sich in den verschiedenen Rollen möglicherweise total verlieren, wenn man nicht aufpasst.
Eine Rolle hat immer etwas mit Schauspielerei zu tun - und die Welt ist unsere Bühne.
Jesus nannte diese Art von Schauspielerei Heuchelei. Wenn es bei ihm heißt: "Seid nicht wie die Heuchler!", dann steht im Urtext eigentlich: "Seid nicht wie die Schauspieler!"
Ziemlich sicher kannte Jesus damals echte Schauspielerei, da es im alten Israel tatsächlich römische oder griechische Amphitheater gab.
Gott möchte das wir "Eins" sind, daß wir "heil" sind und nicht so eine zersplitterte Persönlichkeit.
Er möchte, daß wir uns selbst kennen und entdecken, wer wir in Wahrheit sind: Eine wunderbare neue Schöpfung in seinem Ebenbild.
Er hat geplant, daß wir "ganz" sind. Leib, Seele und Geist sind eine Einheit! Ich bin nicht nur Geist, sondern auch ganz Körper und Seele.
Und ich brauche keine Rollen mehr zu spielen, sondern darf ganz und gar ich selber sein!
Praise the Lord.++++++
Freitag, 14. März 2008
Mitnahmementalität
"In Ost wie West gibt es eine Mentalität bis weit in die Mittelschicht hinein, dass man staatliche Leistungen mitnimmt, wo man sie kriegen kann."
Im letzten Jahrzehnt hat man nicht nur von unserem Ex-Bundeskanzler vorwurfsvolle Töne über diese sogenannte "Mitnahmementalität" zuhauf gehört. Besonders Vertreter der FDP wie Herr Westerwelle aber auch führende Manager der Wirtschaft haben diese fiese Eigenschaft der schmarotzenden Sozialhilfeempfänger und kleinen Leute immer wieder angeprangert.
Wir müssen alle den Gürtel enger schnallen, damit es Deutschland bald wieder besser geht, hieß es.
Zurückhaltung bei den Lohnrunden und gegebenenfalls auch Lohnverzicht muß sein, hieß es.
Später wurde dann auch die "Geiz ist Geil - Mentaltät" vielfach angeprangert.
Gestern erst wieder mal vom "großen Alten" der Sozialdemokratie: Hans Jochen Vogel bei Maybrit Illner.
Gestern gab es in der Sendung auch ein schönes Schaubild zu sehen: Die Entwicklung der Managergehälter, der Steuern und Abgaben an den Staat in den letzten Jahren (2003-2007) und die Entwicklung der Löhne und Gehälter.
Die Zahlen stammen von einer Studie der Bundesregierung.
Ürigens hatte der Topmanager der Firma Grünenthal, Wirtz oder so, im letzten Jahr schon 87 Millionen €uro verdient, als das Jahr noch nicht mal um war. Das wären so etwa 174 Millionen D-Mark gewesen, wenn es diese noch gäbe. Die Abfindung der Firma für tausende von Contergangeschädigten Behinderten ohne Arme und Beine betrug 100 Millionen DM damals.
Durch das Mittel Contergan wurde ein vielfaches dieser Summe als Reingewinn gemacht.
Es wird übrigens immer noch verkauft.
Neulich bekam ich eine mail von Det, in der er darüber Buße tat, für Gerhard Schröder mal Wahlkampf gemacht zu haben.
Als Begründung sandte er einen Link zu diesem Film.
Hier sieht man unseren Herrn (Mitnahmementaltät) Schröder in der schönen Schweiz, wo er eine Firma leitet (Ostsee-Gaspipeline). In der Stadt Zug gibt es neben Schröders Gasfirma noch viele viele Briefkastenfirmen, weil die Steuern da so niedrig sind...
Unsern Gerd sieht man denn auch nur einmal im Jahr in seiner Firma, es reicht ja, wenn er in der Schweiz die Steuern zahlt. Arbeiten kann man auch anderswo.
Ich stelle fest: Schröder hatte recht. Es gibt tatsächlich diese Mitnahmementalität in Deutschland. Und zwar bei den Managern, großen Wirtschaftsunternehmen und beim Staat!
Und die kleinen Leute werden immer geiziger und kaufen nur noch das Billigste und keine teuren deutschen Produkte mehr. Warum? - Weil sie eben kein Geld mehr für die teuren deutschen Produkte haben.
Geiz ist eben geil...
Im letzten Jahrzehnt hat man nicht nur von unserem Ex-Bundeskanzler vorwurfsvolle Töne über diese sogenannte "Mitnahmementalität" zuhauf gehört. Besonders Vertreter der FDP wie Herr Westerwelle aber auch führende Manager der Wirtschaft haben diese fiese Eigenschaft der schmarotzenden Sozialhilfeempfänger und kleinen Leute immer wieder angeprangert.
Wir müssen alle den Gürtel enger schnallen, damit es Deutschland bald wieder besser geht, hieß es.
Zurückhaltung bei den Lohnrunden und gegebenenfalls auch Lohnverzicht muß sein, hieß es.
Später wurde dann auch die "Geiz ist Geil - Mentaltät" vielfach angeprangert.
Gestern erst wieder mal vom "großen Alten" der Sozialdemokratie: Hans Jochen Vogel bei Maybrit Illner.
Gestern gab es in der Sendung auch ein schönes Schaubild zu sehen: Die Entwicklung der Managergehälter, der Steuern und Abgaben an den Staat in den letzten Jahren (2003-2007) und die Entwicklung der Löhne und Gehälter.
Die Managergehälter stiegen um 47%, die Staatseinnahmen um 22% und die Löhne und Gehälter der Arbeitnehmer um 4,3%.
Oh, kleiner Fehler passiert! Korrektur: Die Löhne der Arbeitnehmer sanken um 4,3%, Entschuldigung.
Die Zahlen stammen von einer Studie der Bundesregierung.
Ürigens hatte der Topmanager der Firma Grünenthal, Wirtz oder so, im letzten Jahr schon 87 Millionen €uro verdient, als das Jahr noch nicht mal um war. Das wären so etwa 174 Millionen D-Mark gewesen, wenn es diese noch gäbe. Die Abfindung der Firma für tausende von Contergangeschädigten Behinderten ohne Arme und Beine betrug 100 Millionen DM damals.
Durch das Mittel Contergan wurde ein vielfaches dieser Summe als Reingewinn gemacht.
Es wird übrigens immer noch verkauft.
Neulich bekam ich eine mail von Det, in der er darüber Buße tat, für Gerhard Schröder mal Wahlkampf gemacht zu haben.
Als Begründung sandte er einen Link zu diesem Film.
Hier sieht man unseren Herrn (Mitnahmementaltät) Schröder in der schönen Schweiz, wo er eine Firma leitet (Ostsee-Gaspipeline). In der Stadt Zug gibt es neben Schröders Gasfirma noch viele viele Briefkastenfirmen, weil die Steuern da so niedrig sind...
Unsern Gerd sieht man denn auch nur einmal im Jahr in seiner Firma, es reicht ja, wenn er in der Schweiz die Steuern zahlt. Arbeiten kann man auch anderswo.
Ich stelle fest: Schröder hatte recht. Es gibt tatsächlich diese Mitnahmementalität in Deutschland. Und zwar bei den Managern, großen Wirtschaftsunternehmen und beim Staat!
Und die kleinen Leute werden immer geiziger und kaufen nur noch das Billigste und keine teuren deutschen Produkte mehr. Warum? - Weil sie eben kein Geld mehr für die teuren deutschen Produkte haben.
Geiz ist eben geil...
Donnerstag, 13. März 2008
Was ist mit Hannovers Gemeinden los?
Hannover ist eine Großstadt mit ca. 600.000 Einwohnern und hat ein Einzugsgebiet von etwa 1,5 Millionen Menschen, die eng mit der Hauptstadt des Landes Niedersachsen verbunden sind.
Sie kommen zum Einkaufen in die City, besuchen Theater, Kinos und Konzerte. Wir haben große Messen, viele Kneipen und Clubs mit und ohne live-Musik. Wir haben große Museen, Parks und einen alten Barockgarten. Im ganzen Jahr gibt es große und kleine kulturelle und politische Events. TV und Radio haben hier ihre Studios. Wir haben große und kleine Zeitungen und weit über hundert Verlage in der Stadt.
Bei uns sitzt der Landtag im alten Leineschloss. Wir haben einige Unis und Fachhochschulen und viele Krankenhäuser.
Die Stadt ist bunt und brummt. Sie ist Multikulturell. Ok, man kann sie nicht mit Hamburg oder Berlin vergleichen, aber sie ist ganz bestimmt kein Provinznest, wie böse Zungen manchmal behaupten.
In dieser Stadt gibt es auch viele Kirchen und freie Gemeinden. Im Umland auch. Diese werden jedoch von ihrem Umfeld nur spärlich wahrgenommen. Selten gibt es in den Medien einmal etwas vom (frei)kirchlichen Leben der Stadt zu berichten. Am meisten sicherlich von der evangelischen Landeskirche, ihrer Bischöfin Käßmann und vereinzelten Gospel- oder klassischen Konzerten in der Kirche.
Hin und wieder gab es früher gemeinsame Aktivitäten der charismatischen und evangelikalen Gemeinden wie: Ein gemeinsames Fest zur Ehre Gottes, gemeinsame Evangelisationen oder einen Jesus-Marsch. Es gab mal einen so genannten überkonfessionellen "Gebetsaltar".
In den letzten 10 Jahren sind diese gemeinsamen Aktivitäten sehr geschrumpft.
Das Geld ist allgemein sehr knapp geworden - das liegt wohl im Bundestrend. Jede Gemeinde muss zusehen, wie sie ihre großen Räume und Säle samt Pastoren und Mitarbeitern noch finanzieren kann. Die Spendenwilligkeit schrumpft mit dem schrumpfenden Einkommen der Gemeindemitglieder.
Jede Gemeinde ist mit ihrem eigenen Programm und ihren eigenen Gottesdiensten voll ausgelastet. Überkonfessionelle gemeinsame Aktivitäten kosten Kraft und Geld.
Für diese große Stadt Hannover mit ihrem vielfältigen kulturellen und kirchlichem Angebot gibt es nur EINEN überkonfessionellen christlichen Buchladen, der für Kirchenchristen, Evangelikale und Charismatiker die ganze Woche ganztägig geöffnet ist. Read+meet in der Podbielskistrasse.
Man kann hier Musik hören, in Büchern stöbern und Tee oder Kaffee trinken. Seelsorge geschieht nebenbei. Es werden Karten für christliche Veranstaltungen verkauft. Prospekte und Flyer für christliche Werke und Gemeinden liegen aus.
Christen der verschiedensten Denominationen treffen sich hier und können sich kennen lernen.
Dieser Laden ist am Sterben und es interessiert Niemanden!
Die Notlage wurde der evangelischen Allianz in Hannover geschildert.
Ein Brief mit einem Hilferuf vom Freundeskreis der Bücherstube ging an über 3o Pastoren der Stadt. Nur 2 gaben eine Rückmeldung. Es ist offenbar nicht möglich, daß sich auch nur fünf Pastoren und Leiter von Gemeinden mal zu einem Gespräch zusammensetzen, um über eine Weiterführung der Arbeit zu reden. Offenbar sind noch nicht einmal die Gemeindeleiter der jetzigen Geschäftsinhaber an der Fortsetzung der Arbeit interessiert.
Ein Armutszeugnis!
Und ich dachte mal, die Einheit und Liebe unter den Christen wäre das Wichtigste sichtbare Zeichen für die Nichtgläubigen...
Ich dachte mal, wir wollten unsere Stadt für das Evangelium erobern.
Ich dachte mal, das Reich Gottes wäre wichtiger als die kleine lokale Gemeinde.
Was ist mit den Gemeinden in Hannover los?
Sie kommen zum Einkaufen in die City, besuchen Theater, Kinos und Konzerte. Wir haben große Messen, viele Kneipen und Clubs mit und ohne live-Musik. Wir haben große Museen, Parks und einen alten Barockgarten. Im ganzen Jahr gibt es große und kleine kulturelle und politische Events. TV und Radio haben hier ihre Studios. Wir haben große und kleine Zeitungen und weit über hundert Verlage in der Stadt.
Bei uns sitzt der Landtag im alten Leineschloss. Wir haben einige Unis und Fachhochschulen und viele Krankenhäuser.
Die Stadt ist bunt und brummt. Sie ist Multikulturell. Ok, man kann sie nicht mit Hamburg oder Berlin vergleichen, aber sie ist ganz bestimmt kein Provinznest, wie böse Zungen manchmal behaupten.
In dieser Stadt gibt es auch viele Kirchen und freie Gemeinden. Im Umland auch. Diese werden jedoch von ihrem Umfeld nur spärlich wahrgenommen. Selten gibt es in den Medien einmal etwas vom (frei)kirchlichen Leben der Stadt zu berichten. Am meisten sicherlich von der evangelischen Landeskirche, ihrer Bischöfin Käßmann und vereinzelten Gospel- oder klassischen Konzerten in der Kirche.
Hin und wieder gab es früher gemeinsame Aktivitäten der charismatischen und evangelikalen Gemeinden wie: Ein gemeinsames Fest zur Ehre Gottes, gemeinsame Evangelisationen oder einen Jesus-Marsch. Es gab mal einen so genannten überkonfessionellen "Gebetsaltar".
In den letzten 10 Jahren sind diese gemeinsamen Aktivitäten sehr geschrumpft.
Das Geld ist allgemein sehr knapp geworden - das liegt wohl im Bundestrend. Jede Gemeinde muss zusehen, wie sie ihre großen Räume und Säle samt Pastoren und Mitarbeitern noch finanzieren kann. Die Spendenwilligkeit schrumpft mit dem schrumpfenden Einkommen der Gemeindemitglieder.
Jede Gemeinde ist mit ihrem eigenen Programm und ihren eigenen Gottesdiensten voll ausgelastet. Überkonfessionelle gemeinsame Aktivitäten kosten Kraft und Geld.
Für diese große Stadt Hannover mit ihrem vielfältigen kulturellen und kirchlichem Angebot gibt es nur EINEN überkonfessionellen christlichen Buchladen, der für Kirchenchristen, Evangelikale und Charismatiker die ganze Woche ganztägig geöffnet ist. Read+meet in der Podbielskistrasse.
Man kann hier Musik hören, in Büchern stöbern und Tee oder Kaffee trinken. Seelsorge geschieht nebenbei. Es werden Karten für christliche Veranstaltungen verkauft. Prospekte und Flyer für christliche Werke und Gemeinden liegen aus.
Christen der verschiedensten Denominationen treffen sich hier und können sich kennen lernen.
Dieser Laden ist am Sterben und es interessiert Niemanden!
Die Notlage wurde der evangelischen Allianz in Hannover geschildert.
Ein Brief mit einem Hilferuf vom Freundeskreis der Bücherstube ging an über 3o Pastoren der Stadt. Nur 2 gaben eine Rückmeldung. Es ist offenbar nicht möglich, daß sich auch nur fünf Pastoren und Leiter von Gemeinden mal zu einem Gespräch zusammensetzen, um über eine Weiterführung der Arbeit zu reden. Offenbar sind noch nicht einmal die Gemeindeleiter der jetzigen Geschäftsinhaber an der Fortsetzung der Arbeit interessiert.
Ein Armutszeugnis!
Und ich dachte mal, die Einheit und Liebe unter den Christen wäre das Wichtigste sichtbare Zeichen für die Nichtgläubigen...
Ich dachte mal, wir wollten unsere Stadt für das Evangelium erobern.
Ich dachte mal, das Reich Gottes wäre wichtiger als die kleine lokale Gemeinde.
Was ist mit den Gemeinden in Hannover los?
Donnerstag, 6. März 2008
Showdown bei Aldi
Heute morgen bei Aldi um 10 vor Acht:
20 Männer mit grimmig entschlossenen Gesichtern warten auf die Öffnung der Türen.
Einige sind schon mit großen Einkaufswagen bewaffnet.
Heimliche und abschätzende Blicke werden ausgetauscht - Wer wird der Schnellere sein?
Hat jemand einen Colt im Ärmel? Wird es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen kommen?
Stille. Schweigen. Niemand sagt auch nur ein Wort. Bloss nicht in die Karten gucken lassen.
Nur ein unvorsichtiges Greenhorn studiert intensiv den Aushang mit dem Sonderangebot, daß heute startet: Ein Multimedia-PC mit fast unglaublicher Ausstattung wird für 699 € angeboten.
Die Türen öffnen sich, das Hauen und stechen kann beginnen!
Der gößte Schwung eilt sofort wild entschlossen zur nächsten offenen Kasse und ich folge eilig.
Das müssen Eingeweihte sein.
Ich hatte mir vorher überlegt, in den Saal zu stürmen und gleich in die Reihe mit den technischen Produkten zu laufen, vertraue aber lieber der Mehrheit.
Eine Stahltür direkt neben der Kasse wird geöffnet und der Angestellte schiebt den ersten PC richtung Kasse.
Meine Befürchtung wird nicht bestätigt. Es gibt keine Rangeleien oder Gezanke und Geschimpfe.
Keine Gewalt.
Die Männer warten brav einer nach dem Anderen auf ihre Abfertigung. Ich bin schon als Fünfter an der Reihe und blättere 8 Hunderter an der Kasse hin. Einen Drucker mit Scanner und Fax gab es nämlich auch noch.
An der Nebenkasse ordert ein Unverschämter 7 externe Festplatten, die er höchstwahrscheinlich bei Ebay weiterverscheuern will.
Als ich die Kasse mit meiner Beute passiert habe, grinst mich ein Zukurzgekommener mit polnischem Akzent an. Er hat keine Festplatte mehr abgekriegt und beglückwünscht mich zu meiner erfolgreichen Jagd. "Jetzt sind sie glücklich, nicht wahr?", strahlt er mit einem Funken Neid in den Augen.
Verwirrt strebe ich dem Ausgang zu. Wie kommt es, daß ich als Herzkranker Frührentner unbehelligt mitsamt meiner Beute den Ort des Showdowns verlassen kann?
Beim Öffnen des Kofferraums blicke ich mich verstohlen um, ob da vielleicht doch noch irgendein Bewaffneter aus dem Gebüsch kommt, um mir eins über den Schädel zu ziehen und mit dem PC zu verschwinden. - Nichts dergleichen passiert. -
Als ich mit einem überschäumenden Glücksgefühl davonrase, kommt mir plötzlich die Erleuchtung - Es waren keine Frauen anwesend!
Ich fasse mir an die Stirn und sehe innerlich das Szenario vor mir, wenn sich Frauen keifend und zerrend um die Ware gestritten hätten. Ein wilder Mob, gegen den ich keine Chance gehabt hätte!
Ich habe eine neue Hochachtung vor dem deutschen Manne. Oder ist es einfach nur noch die pure Verweichlichung desselbigen?
20 Männer mit grimmig entschlossenen Gesichtern warten auf die Öffnung der Türen.
Einige sind schon mit großen Einkaufswagen bewaffnet.
Heimliche und abschätzende Blicke werden ausgetauscht - Wer wird der Schnellere sein?
Hat jemand einen Colt im Ärmel? Wird es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen kommen?
Stille. Schweigen. Niemand sagt auch nur ein Wort. Bloss nicht in die Karten gucken lassen.
Nur ein unvorsichtiges Greenhorn studiert intensiv den Aushang mit dem Sonderangebot, daß heute startet: Ein Multimedia-PC mit fast unglaublicher Ausstattung wird für 699 € angeboten.
Die Türen öffnen sich, das Hauen und stechen kann beginnen!
Der gößte Schwung eilt sofort wild entschlossen zur nächsten offenen Kasse und ich folge eilig.
Das müssen Eingeweihte sein.
Ich hatte mir vorher überlegt, in den Saal zu stürmen und gleich in die Reihe mit den technischen Produkten zu laufen, vertraue aber lieber der Mehrheit.
Eine Stahltür direkt neben der Kasse wird geöffnet und der Angestellte schiebt den ersten PC richtung Kasse.
Meine Befürchtung wird nicht bestätigt. Es gibt keine Rangeleien oder Gezanke und Geschimpfe.
Keine Gewalt.
Die Männer warten brav einer nach dem Anderen auf ihre Abfertigung. Ich bin schon als Fünfter an der Reihe und blättere 8 Hunderter an der Kasse hin. Einen Drucker mit Scanner und Fax gab es nämlich auch noch.
An der Nebenkasse ordert ein Unverschämter 7 externe Festplatten, die er höchstwahrscheinlich bei Ebay weiterverscheuern will.
Niemand protestiert. ?$!°#?^????
Als ich die Kasse mit meiner Beute passiert habe, grinst mich ein Zukurzgekommener mit polnischem Akzent an. Er hat keine Festplatte mehr abgekriegt und beglückwünscht mich zu meiner erfolgreichen Jagd. "Jetzt sind sie glücklich, nicht wahr?", strahlt er mit einem Funken Neid in den Augen.
Verwirrt strebe ich dem Ausgang zu. Wie kommt es, daß ich als Herzkranker Frührentner unbehelligt mitsamt meiner Beute den Ort des Showdowns verlassen kann?
Beim Öffnen des Kofferraums blicke ich mich verstohlen um, ob da vielleicht doch noch irgendein Bewaffneter aus dem Gebüsch kommt, um mir eins über den Schädel zu ziehen und mit dem PC zu verschwinden. - Nichts dergleichen passiert. -
Als ich mit einem überschäumenden Glücksgefühl davonrase, kommt mir plötzlich die Erleuchtung - Es waren keine Frauen anwesend!
Ich fasse mir an die Stirn und sehe innerlich das Szenario vor mir, wenn sich Frauen keifend und zerrend um die Ware gestritten hätten. Ein wilder Mob, gegen den ich keine Chance gehabt hätte!
Ich habe eine neue Hochachtung vor dem deutschen Manne. Oder ist es einfach nur noch die pure Verweichlichung desselbigen?
Mittwoch, 5. März 2008
Dienstag, 4. März 2008
Ein Psalm - von Ralle. Zur Leier gesungen.
Ich bin wütend!
Wütend auf mich und wütend auf Gott.
Wütend auf mich, weil ich mich nicht ändern kann.
Wütend auf Gott, weil er mich nicht heilt und ich weiter an mir leiden muß.
Wozu dieses sinnlose Leid?
Wozu die ständige Hoffnung auf ein Morgen, wenn sich doch nichts ändert?
Ich wünschte ich könnte schlafen - ewig schlafen - doch ich muß noch Meilen gehn, bevor ich ruhen kann.
Gibt es ein Himmelreich? Dann komme bald, Herr Jesus.
Warum diese ständige Verzweiflung? Immer wiederkehrende Belanglosigkeiten.
Gibt es eine zukünftige Hölle, oder bin ich da schon längst?
Ich bin wie Tantalus, der den Stein immerfort bergauf rollt, aber nie die Spitze des Berges erreicht. Und immer wieder entgleitet er und rollt bergab.
Ich kann nicht mehr und mag nicht mehr.
Macht mir keine neue Hoffnung, die doch nur wieder enttäuscht wird.
Die schlimmste Hölle wäre, wenn es zu den Höllenstrafen gehörte, an einen Erlöser zu glauben, der mich aus der Hölle rettet, um mich dann in das ewige Feuer zurückzuwerfen.
Immer und immer wieder.
Hoffnung auf Erlösung - die dann enttäuscht wird zu ständig tiefer gehender Pein im Sumpf des Verderbens.
Das kann kein Gott der Liebe sein, der sich so etwas ersann!
Nein so etwas gibt es nicht.
Das ewig Böse ist undenkbar und unvorstellbar.
Kein Gott der Liebe würde so etwas zulassen. - Wo ihr Wurm nicht stirbt und ihr Feuer nicht erlischt.
Wütend auf mich und wütend auf Gott.
Wütend auf mich, weil ich mich nicht ändern kann.
Wütend auf Gott, weil er mich nicht heilt und ich weiter an mir leiden muß.
Wozu dieses sinnlose Leid?
Wozu die ständige Hoffnung auf ein Morgen, wenn sich doch nichts ändert?
Ich wünschte ich könnte schlafen - ewig schlafen - doch ich muß noch Meilen gehn, bevor ich ruhen kann.
Gibt es ein Himmelreich? Dann komme bald, Herr Jesus.
Warum diese ständige Verzweiflung? Immer wiederkehrende Belanglosigkeiten.
Gibt es eine zukünftige Hölle, oder bin ich da schon längst?
Ich bin wie Tantalus, der den Stein immerfort bergauf rollt, aber nie die Spitze des Berges erreicht. Und immer wieder entgleitet er und rollt bergab.
Ich kann nicht mehr und mag nicht mehr.
Macht mir keine neue Hoffnung, die doch nur wieder enttäuscht wird.
Die schlimmste Hölle wäre, wenn es zu den Höllenstrafen gehörte, an einen Erlöser zu glauben, der mich aus der Hölle rettet, um mich dann in das ewige Feuer zurückzuwerfen.
Immer und immer wieder.
Hoffnung auf Erlösung - die dann enttäuscht wird zu ständig tiefer gehender Pein im Sumpf des Verderbens.
Das kann kein Gott der Liebe sein, der sich so etwas ersann!
Nein so etwas gibt es nicht.
Das ewig Böse ist undenkbar und unvorstellbar.
Kein Gott der Liebe würde so etwas zulassen. - Wo ihr Wurm nicht stirbt und ihr Feuer nicht erlischt.
Sonntag, 2. März 2008
Freitag, 29. Februar 2008
Tribute to Larry Norman
Sarah Brendels Abschiedsbrief an Larry Norman
Wie Larry heimgegangen ist - Original-Story
Seine Abschiedsworte auf dem Sterbebett
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