Sein Name war Manfred und es gab ihn wirklich einmal.
Ich habe kein Foto mehr von ihm, denn es ist lange her. Vielleicht ist noch eins im Keller in irgendwelchen verstaubten Kisten?
Manfred war Krankenpflegehelfer, so wie ich damals. Er war ein sehr netter Mensch. Hübsch irgendwie und unaufdringlich. Zurückhaltend und doch sehr offen.
Wir kamen bei der Arbeit ins Gespräch über den Glauben an Gott. Ich erzählte ihm von meinem Glauben an Jesus und meinen Erfahrungen mit Gott.
Er diskutierte nicht mit mir über die Echtheit der Bibel oder meines Glaubens, sondern wurde innerlich ganz aufgeregt. Etwas in ihm antwortete heftig auf meine Stories. "Was Du sagst ist wahr", pflichtete er mir bei: "Ich habe das Licht gesehen!" Diesen Satz widerholte er mehrmals: "Ich habe das Licht gesehen!"
Später hatte ich mehrere Monate lang einen Inder in meinem kleinen Zimmer im Wohnheim für Schwerstkörperbehinderte zu Gast. Das Zimmer war ca. 3 Meter lang und 2 Meter breit, ein enger Schlauch mit Waschecke. Siradj der Inder schlief auf dem Sofa und war damit zufrieden. Er wollte indische Decken, Tücher und Kunsthandwerk in Deutschland verkaufen.
Eines Tages kochte Siradj in Manfreds Wohngemeinschaft für alle indisches Huhn mit Reis.
Wir saßen in der Küche, aßen und tranken und hatten eine angeregte Unterhaltung. Siradj aß ohne Besteck nur mit den Fingern. Das würde in Indien so gemacht, erzählte er.
Bald ging es auch um den Glauben an Gott und Jesus. Manfred war sehr interessiert, die meisten Anderen ziemlich skeptisch.
Taina, eine Bhagwan-Jüngerin, die reichlich Drogenerfahrung besaß, verbreitete einen unsichtbaren religiösen Nebel der Verwirrung um sich herum, der mich sehr störte. Ich ging aufs Klo um zu beten. Im Gebet band ich alle Mächte der Finsternis und des Bösen und rief die Herrschaft Jesu Christi aus (Halblaut). Als ich in die Küche zurückkam, verabschiedete sich Taina auf einmal rasch und eilig, als hätte sie wichtige Dinge zu erledigen.
Nach dem Essen wollte Manfred gern mit mir beten, um Jesus Christus als Herrn und Erlöser in sein Leben einzuladen.
Taina war allerdings nicht wirklich gegangen, sondern kam ab und zu in Manfreds Zimmer reingeschneit, in das wir uns allein zurückgezogen hatten, um zu beten.
Sie brachte Bücher von indischen Gurus, Hermann Hesse und Rabindranath Tagore mit, die sie uns empfahl. Irgendwie tänzelte und schwebte sie ins Zimmer herein und wieder heraus und lächelte träumerisch und gedankenverloren dabei.
Manfred erzählte mir, daß er mit Taina eine schlimme Drogenerfahrung in eben diesem Zimmer gemacht hätte. Als Taina ihn mit den Augen fixierte, sei ihm völlig anders geworden und der Boden und alles im Zimmer hätten sich mit Blut bedeckt. Ein schlimmer Horrortrip war die Folge.
Es war sein erster und letzter LSD-Trip. Seit diesem Erlebnis hatte er in Abständen psychotische Zustände, die psychiartrisch behandelt werden mussten.
Nun nahm er Jesus in sein Leben auf und wir beteten zusammen. Manfred strahlte mich ruhig und gücklich an.
Ich sagte ihm, daß er nun ein Kind Gottes sei und daß jetzt alles gut werden würde.
In der nächsten Zeit kam er öfter mit in die Gemeinde Jesus Treff. Wir waren Jesus-People.
Aber es ging Manfred nicht wirklich gut. Er hatte psychotische Rückfälle. Eines Tages saß er am Hauptbahnhof allein auf einem Pflanzenkübel und streute sich immerzu Erde auf den Kopf.
Ich fand das harmlos und begriff nicht, warum er unter solchen Zuständen litt.
Mein damaliger Pastor Achim Schneider nahm mich bei einem Spaziergang beiseite und sagte: "Was der Manfred jetzt braucht ist Wort Gottes, Wort Gottes, Wort Gottes!"
Ich bemühte mich daraufhin noch mehr um ihn und bewegte ihn dazu, sich taufen zu lassen, um die Anrechte der Dämonen abzuschneiden. Auch warnte ich ihn vor Rockmusik und deren okkulten Wurzeln.
Manfred war Schlagzeuger in der Band Phantasmagoria.
Nach seiner Taufe in der Elim-Gemeinde Hannover, die ein Taufbecken besaß, wo man Leute mit dem ganzen Körper unter Wasser tauchen konnte, nahm ich Manfred im Keller der Gemeinde in Empfang, um ihm mit dem nassen, weißen Taufkleid zu helfen.
Er sah mich an wie Johannes der Täufer und fing an, das Taufkleid an der Brust aufzureissen.
Ich hielt ihn davon ab, daß ganze Kleid kaputtzureissen, weil es der Christengemeinde Elim gehörte.
Auf mein besorgtes Fragen hin sagte er mir , daß mit ihm alles in bester Ordnung sei.
Er ging aber bald darauf wieder zum Psychiater und ließ sich Imap spritzen, ein Anti-Psychotikum mit Langzeit-Wirkung.
Darufhin ging es ihm wieder besser. Ich weiß nicht mehr, ob ich ihm gesagt hatte, daß er keine Medikamente gegen Psychosen mehr bräuchte, weil er doch jetzt Jesus gehörte, vielleicht war er auch von allein auf diesen Gedanken gekommen.
So ging es mit Manfred in der kommenden Zeit auf und ab. Wir wurden enge Freunde und ich lernte auch seine Lebensgefährtin Barbara kennen, mit der er ein Kind hatte. Sie war Ärztin.
Eine überaus nette Frau ohne Allüren. Bescheiden und intelligent, voll menschlicher Wärme.
Sie unterstützte Manfreds neuen Glauben, obwohl sie selbst nicht viel damit anfangen konnte, meinte aber, daß es für ihn wohl besser wäre in eine gemäßigte lutherische Gemeinde in ihrem Ort zu gehen, weil unsere Gemeinde ihn zu sehr "aufregen" würde.
Als Manfred meine Frau und mich in unserer neuen Wohnung eimal besuchte, kam es zu einer dramatischen Szene.
Es fing alles harmlos an. Wir unterhielten uns über Jesus und den Glauben. Ich hatte Manfred ein Büchlein von John Osteen ausgeliehen. Es hieß: Das Wunder ist in Deinem Munde.
Manfred war begeistert von den gewaltigen Möglichkeiten des Gebets im Glauben.
Irgend ein biblischer Held hatte mal den Lauf der Sonne angehalten, um eine Schlacht beenden zu können.
Als wir im Wohnzimmer zusammen beteten, fing Manfred an, in dieser Richtung zu beten und rief plötzlich aus, daß er jetzt im Namen Jesus die Welt anhalten würde.
Wir waren einigermaßen entsetzt und versuchten ihm zu erklären, daß das wohl keine gute Idee wäre. Er ließ sich beruhigen, war aber innerlich total aufgewühlt und steigerte sich immer mehr in einen frommen Wahn hinein.
"Du bist Jesus", sagte er zu mir und ich bin der Heilige Geist. Davon ließ er sich einfach nicht abbringen. Ich telefonierte schnell mit Barbara, seiner Lebensgefährtin, weil ich völlig ratlos war, wie ich weiter mit Manfred umgehen sollte.
Während ich noch draußen auf dem Flur telefonierte, kam Manfred durch die Tür gesprungen, fauchte wie ein Drache und schlug mit den Armen auf und nieder, als hätte er lederne Drachenflügel, statt Arme. Er blickte wild um sich.
Ich überlegte, ob ich den Dämonen in Manfred gebieten sollte, ihn auf der Stelle zu verlassen, was möglicherweise funktioniert hätte. Jedoch schlief mein kleiner Sohn, der noch ein Baby war nebenan im Schlafzimmer und ich hatte Angst, daß Manfred total ausrasten würde, wenn ich anfing, den Dämonen in ihm zu gebieten. Man hatte schon von so manchem heißen Tanz gehört, der bei solchen Gelegenheiten gerne aufgeführt wurde und ich wollte nicht, daß mein Baby Schaden nimmt.
"Warte es nur ab, Dich kriegen wir auch noch", sagten die Dämonen aus Manfreds Mund mit höhnischer Stimme. Ich zuckte zusammen. Mir gruselte.
Ich hatte eigentlich Nachtdienst und musste dringend los zum Wohnheim für Körperbehinderte, hatte aber starke Bedenken, meine Frau und das Baby mit Manfred allein zu lassen.
Da meine Sylvia auch Krankenschwester ist, schickte ich einfach sie für mich zur Arbeit und blieb mit Manfred allein.
Ich redete und redete auf ihn ein und versuchte ihn zu beruhigen, aber nichts half.
In einem lichten Moment sagte er zu mir: "Ralf, ruf einen Krankenwagen, es hat keinen Zweck! Ich muß in die die Psychiartrie".
Die Männer mit den weißen Jacken kamen bald und nahmen Manfred mit.
Ich besuchte ihn bald darauf mehrmals im Landeskrankenhaus und war erschrocken über die großen Krankensäle, wo 12 oder mehr Patienten in einem Raum zusammengepfercht waren.
Es ging ihm nicht gut, aber er kam bald wieder zu sich.
Über Jesus und den Glauben mochte ich nicht mehr mit ihm sprechen, es sei denn, der Anstoß dazu kam von ihm.
Viel später, als er schon lange entlassen war und es ihm wieder ganz gut ging, besuchte Manfred unsere Familie erneut zu hause. Er hatte viele Bilder von sich dabei und wir durften uns aussuchen, welches uns gefiel. Es war ein schöner Nachmittag und wir waren erleichtert, daß es ihm wieder gut ging. Er meinte, daß er einen solch schlimmen Zustand der Psychose nie wieder erleben möchte. Das verstanden wir jetzt nach dem gemeinsam Erlebten sehr gut.
Wir ahnten nicht, daß es der letzte Besuch von ihm sein würde.
Kurz darauf erhielten wir einen Anruf von Barbara, daß er sich zu hause an einem Holzbalken erhängt hatte.
Er hatte ein Lächeln im Gesicht, als sie ihn fand.
Dienstag, 4. September 2007
Montag, 3. September 2007
Die Erweckung fällt aus
Von
Günter J. Matthia
Mittwoch, 29. August 2007
Die Erweckung fällt aus
Don Ralfo, der zwar auf seinem Blogfoto an Van Morrison erinnert, auch Musiker ist, aber wohl doch nicht Van the Man himself, hat sich vor einiger Zeit bei allen entschuldigt, denen er jemals Erweckung angekündigt oder versprochen hat.
Ich schließe mich an, denn die Erweckung fällt aus, die so vielfältig vorhergesagte. Sie ist nicht verschoben, sondern ersatzlos gestrichen.
Mancher erwartet immer noch, dass da etwas aus dem Himmel herabregnet, was uns die Arbeit abnimmt. Statt Gebet und Zeugnis, statt Aussaat des Samens und Ernte nach mühseliger Bewässerung, soll Erweckung hereinbrechen und schwupps: Tausende bekehren sich. Feine Aussichten, sicher kommt es so, schließlich gibt es auch in unserem Land allerlei diesbezügliche Organisationen und Kommilitonen, Propheten und Trompeten, Sprecher und Zerbrecher. Wir haben all die tollen Prophetien gelesen und andächtig mit dem Kopf genickt, wenn Jahr für Jahr der große Durchbruch des Evangeliums angekündigt wurde. Stadien gefüllt mit Anbetenden, Massenversammlungen auf den Plätzen der Städte, ein Land voller Christen hat man uns vorausgesagt.
Wir sind indessen fein raus, weil wir ja nichts dafür können, dass kaum jemand den Weg zu Jesus findet. Gott könnte ja endlich mal seine Versprechen einlösen und die Erweckung schicken. Der Missionsbefehl, der uns hinausschickt zum Predigen und Heilen, Befreien und Taufen, der ist ja so alt, dass er sicher nicht mehr zeitgemäß ist. Dafür bezahlen wir ja heutzutage Pastoren und Evangelisten.
„Glückselig seid ihr, wenn sie euch schmähen und verfolgen und alles Böse lügnerisch gegen euch reden werden um meinetwillen.“ (Matthäus 5, 11)
„Wenn sie euch aber verfolgen in dieser Stadt, so flieht in die andere! Denn wahrlich, ich sage euch, ihr werdet mit den Städten Israels nicht zu Ende sein, bis der Sohn des Menschen gekommen sein wird.“ (Matthäus 10, 23)
„Vor diesem allem aber werden sie ihre Hände an euch legen und verfolgen, indem sie euch an die Synagogen und Gefängnisse überliefern, um euch vor Könige und Statthalter zu führen um meines Namens willen.“ (Lukas 21, 12)
„Gedenkt des Wortes, das ich euch gesagt habe: Ein Sklave ist nicht größer als sein Herr. Wenn sie mich verfolgt haben, werden sie auch euch verfolgen; wenn sie mein Wort gehalten haben, werden sie auch das eure halten.“ (Johannes 15, 20)
Verfolgung? Schmähung? Igitt! Tod und Gefängnis? Nee nee nee! Da bleiben wir doch lieber unbehelligt in unseren kuscheligen Kirchen und Gemeinden und freuen uns auf die Erweckung, die bestimmt demnächst hereinbrechen wird. Was oft genug wiederholt wird, muss ja irgendwann zwangsläufig eintreten. Bis dahin sammeln wir Kollekten, damit es noch gemütlicher in unseren Gebäuden wird und vielleicht noch ein bezahlter Angestellter den Missionsbefehl für uns erfüllen kann. Und wir „setzen“ selbstverständlich jeden Sonntag die Erweckung „frei“. Wo bleibt sie nur?
Dem einen oder anderen schwant es schon länger: Revival is cancelled.
Allerdings machen wir, wenn wir somit resignieren, ein wenig die Rechnung ohne den Wirt.
Wenn jemand mir nachfolgen will, verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf und folge mir nach...
...es gibt immer mehr Christen auch in Deutschland, die das ernst nehmen. Sie lassen sich nicht anstecken vom allgemeinen Konsumverhalten, das sich darin erschöpft, Sonntags einer Predigt zuzuhören, ein paar Lieder zu singen und – großzügig wie wir sind – noch ein paar Euro in die Kollekte zu werfen. Die Erweckung ist schon längst passiert, in solchen Menschen nämlich.
Wartest du noch auf Erweckung oder bist du schon wach? Wenn du noch auf die eingangs beschriebene Erweckung wartest, wie wäre es mit einem Radiowecker? Schau mal: Erweckung
Günter J. Matthia
Günter J. Matthia
Mittwoch, 29. August 2007
Die Erweckung fällt aus
Don Ralfo, der zwar auf seinem Blogfoto an Van Morrison erinnert, auch Musiker ist, aber wohl doch nicht Van the Man himself, hat sich vor einiger Zeit bei allen entschuldigt, denen er jemals Erweckung angekündigt oder versprochen hat.
Ich schließe mich an, denn die Erweckung fällt aus, die so vielfältig vorhergesagte. Sie ist nicht verschoben, sondern ersatzlos gestrichen.
Mancher erwartet immer noch, dass da etwas aus dem Himmel herabregnet, was uns die Arbeit abnimmt. Statt Gebet und Zeugnis, statt Aussaat des Samens und Ernte nach mühseliger Bewässerung, soll Erweckung hereinbrechen und schwupps: Tausende bekehren sich. Feine Aussichten, sicher kommt es so, schließlich gibt es auch in unserem Land allerlei diesbezügliche Organisationen und Kommilitonen, Propheten und Trompeten, Sprecher und Zerbrecher. Wir haben all die tollen Prophetien gelesen und andächtig mit dem Kopf genickt, wenn Jahr für Jahr der große Durchbruch des Evangeliums angekündigt wurde. Stadien gefüllt mit Anbetenden, Massenversammlungen auf den Plätzen der Städte, ein Land voller Christen hat man uns vorausgesagt.
Wir sind indessen fein raus, weil wir ja nichts dafür können, dass kaum jemand den Weg zu Jesus findet. Gott könnte ja endlich mal seine Versprechen einlösen und die Erweckung schicken. Der Missionsbefehl, der uns hinausschickt zum Predigen und Heilen, Befreien und Taufen, der ist ja so alt, dass er sicher nicht mehr zeitgemäß ist. Dafür bezahlen wir ja heutzutage Pastoren und Evangelisten.
„Glückselig seid ihr, wenn sie euch schmähen und verfolgen und alles Böse lügnerisch gegen euch reden werden um meinetwillen.“ (Matthäus 5, 11)
„Wenn sie euch aber verfolgen in dieser Stadt, so flieht in die andere! Denn wahrlich, ich sage euch, ihr werdet mit den Städten Israels nicht zu Ende sein, bis der Sohn des Menschen gekommen sein wird.“ (Matthäus 10, 23)
„Vor diesem allem aber werden sie ihre Hände an euch legen und verfolgen, indem sie euch an die Synagogen und Gefängnisse überliefern, um euch vor Könige und Statthalter zu führen um meines Namens willen.“ (Lukas 21, 12)
„Gedenkt des Wortes, das ich euch gesagt habe: Ein Sklave ist nicht größer als sein Herr. Wenn sie mich verfolgt haben, werden sie auch euch verfolgen; wenn sie mein Wort gehalten haben, werden sie auch das eure halten.“ (Johannes 15, 20)
Verfolgung? Schmähung? Igitt! Tod und Gefängnis? Nee nee nee! Da bleiben wir doch lieber unbehelligt in unseren kuscheligen Kirchen und Gemeinden und freuen uns auf die Erweckung, die bestimmt demnächst hereinbrechen wird. Was oft genug wiederholt wird, muss ja irgendwann zwangsläufig eintreten. Bis dahin sammeln wir Kollekten, damit es noch gemütlicher in unseren Gebäuden wird und vielleicht noch ein bezahlter Angestellter den Missionsbefehl für uns erfüllen kann. Und wir „setzen“ selbstverständlich jeden Sonntag die Erweckung „frei“. Wo bleibt sie nur?
Dem einen oder anderen schwant es schon länger: Revival is cancelled.
Allerdings machen wir, wenn wir somit resignieren, ein wenig die Rechnung ohne den Wirt.
Wenn jemand mir nachfolgen will, verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf und folge mir nach...
...es gibt immer mehr Christen auch in Deutschland, die das ernst nehmen. Sie lassen sich nicht anstecken vom allgemeinen Konsumverhalten, das sich darin erschöpft, Sonntags einer Predigt zuzuhören, ein paar Lieder zu singen und – großzügig wie wir sind – noch ein paar Euro in die Kollekte zu werfen. Die Erweckung ist schon längst passiert, in solchen Menschen nämlich.
Wartest du noch auf Erweckung oder bist du schon wach? Wenn du noch auf die eingangs beschriebene Erweckung wartest, wie wäre es mit einem Radiowecker? Schau mal: Erweckung
Günter J. Matthia
Samstag, 1. September 2007
Der "Domino-Effekt"
@Helmut: Weißt Du überhaupt, daß es ohne Dich diesen Blog nicht gäbe? Du hast mir "Haso" empfohlen und Haso hat mich dann auf den Gedanken gebracht, auch so etwas zu machen. Wenn man das mal weiterdenkt: Du musst nur zur richtigen Zeit den Richtigen Leuten den richtigen Gedankenanstoß geben. Damit kannst Du eine Kette von Ereignissen anstoßen, die sonst so niemals entstanden wäre. Wer weiß, für welche Leute "mein" Geschreibsel jetzt ein Anstoß für irgendwelche Sachen ist? Und die geben Anderen dann widerum Gedankenanstöße und so weiter und so fort... Eine endlose Kette von fallenden Dominosteinen. Gruß+Blessings ralf
Nachdem ich mich mit Güther Jott geeinigt habe, daß die Erweckung in Deutschland ausfällt, kommen mir seit kurzem verbrecherische Gedanken, wie man das Feuer der Erweckung dennoch in Deutschland anzünden könnte.
Stell Dir vor, da ist nur EINER so richtig vom Feuer der Erweckung entflammt. Aber ich meine schon wirklich entflammt (nicht nur so tun als ob). Und dieser EINE zündet dann auch nur ZWEI andere an. Diese Zwei widerum würden jeder zwei andere anzünden und so weiter und so fort....
Deutschland würde es vor Hitze binnen kurzem gar nicht mehr aushalten und überall die Feuerwehr rufen!
Mittwoch, 29. August 2007
Neuste PC-Virenwarnung!!!
An Alle.
Seit heute gibt es noch einen weitaus schlimmeren Virus!
Er heißt: Angst.exe und braucht keine emails mehr, um sich zu verbreiten. Das tückische an ihm ist die Fähigkeit, sich selbstständig in alle Datennetze einzuhacken und dort einzunisten, sobald man ihm auch nur die geringste Aufmerksamkeit widmet.
Also am besten überhaupt keinen PC mehr einschalten, denn er hat (Wie Microsoft gestern bestätigt hat) mittlerweile die Fähigkeit bekommen, die virtuelle Welt zu verlassen und sogar menschliche Nervenbahnen zu befallen. (Mutation durch Nanobots)
Das widerum lässt sich auf geheime CIA-Forschungen in Area 51 zurückführen, die gerade aufgeflogen sind.
Die außerirdische Materie, die dort schon seit Jahren in Geheimlaboren untersucht wird (Roswell, Texas)
hat nämlich die ungeahnte Fähigkeit gezeigt, organische Zellen mit der Materie der Nanobots sozusagen zu symbiosisieren. Das bedeutet: Eine völlig neuartige Lebensform. (Halb organisch - halb anorganisch) Eben total Virenähnlich!
(Viren enthalten das Programm (einige Viren auch weitere Hilfskomponenten) zu ihrer Vermehrung und Ausbreitung, besitzen aber keinen eigenen Stoffwechsel und sind deshalb auf den Stoffwechsel der Wirtszelle angewiesen.)
Leider ist das Experiment nun völlig aus dem Ruder gelaufen und der Virus breitet sich in rasender Geschwindigkeit aus-
Wahrscheinlich ist das die letzte mail, die Du jemals bekommen wirst, bevor das weltweite Datennetz zusammenbricht.
Der Herr stehe uns bei...
Sie kommen....
Sonntag, 26. August 2007
Die herrliche Freiheit der Kinder Gottes IV

"2Kor 3,17 Der Herr aber ist der Geist; wo aber der Geist des Herrn ist, ist Freiheit.
Gal 5,25 Wenn wir durch den Geist leben, so laßt uns durch den Geist wandeln!"
Hast Du den Heiligen Geist empfangen, als Du gläubig wurdest? Wenn ja, dann hast Du die herrliche Freiheit der Kinder Gottes geschenkt bekommen, denn: Wo der Geist des Herrn ist, ist Freiheit.
Es hapert wahrscheinlich nur bei dem "wandeln" durch den Geist. Denn das müssen die Meisten noch lernen oder zumindest darin wachsen!
"Röm 8,14 Denn so viele durch den Geist Gottes geleitet werden, die sind Söhne Gottes."
Das versuche ich nun schon seit 30 Jahren mit wechselndem Erfolg; mich vom Geist Gottes leiten zu lassen!
Mal war ich drin im Strom des Geistes und mal wieder draußen. Deshalb war ich oft verzweifelt, manchmal sogar bis hin zur "Selbstzerfleischung"!
Warum nur ließ ich mich immer wieder vom Teufel, meinem Fleisch oder von Christen und anderen Menschen aus dem wunderbaren Fluß des Heiligen Geistes fortlocken? Warum ließ ich mich immer wieder betrügen?
Einige Antworten dazu habe ich schon gegeben: Ich ließ mich nicht nur vom "Geist" leiten, sondern sehr oft vom "Gesetz". Wenn man dem besten Theologen aller Zeit folgen will, Paulus, dann geht entweder nur das Eine oder das Andere. Beides zusammen funktioniert nicht.
Mit Gesetz meine ich nicht nur das Gesetz des Mose, sondern auch all die anderen "Gesetze" denen ich mich oft unterworfen habe: Meine eigenen frommen Gesetze, die Gesetze der Gemeinden in denen ich war, Prinzipien von Lehrern der Gemeinde u.s.w. Sobald diese Dinge das Leiten des Heiligen Geistes ersetzen, bringen sie Dich aus dem "Wandel im Geist" heraus.
Natürlich hat mich auch das sogenannte "Fleisch" aus dem Wandel im Geist herausgebracht. Mit diesem Begriff können wohl selbst die meisten Christen nicht viel anfangen. Ich empfehle sehr, ihn mal genauer zu untersuchen und zu studieren!
Er ist kein Synonym für SEX, soviel sei gesagt.
Eine wunderbare Wahrheit die ich langsam immer mehr begreife, ist die Tatsache, daß wir mit dem Heiligen Geist nicht etwas "Externem" folgen sollen oder sogar "müssen", sondern etwas "Internem" in uns!
Uns wurde Jahrhunderte lang der "Kadavergehorsam" Gott gegenüber gepredigt: Gehorsam bis zum Tod. Gehorsam gegenüber dem Gesetz. Gehorsam gegenüber dem geschriebenen Wort Gottes.
Gehorsam etwas "Externem" gegenüber! Daran scheint mir etwas grundfalsch zu sein.
Wer Jesus "aufnimmt" wird von neuem geboren. Johannes 1,13 sagt: Das wir aus Gott geboren werden!
Paulus behauptet, daß wir "ein Geist" mit dem Herrn sind:
"1Kor 6,17 Wer aber dem Herrn anhängt, ist ein Geist mit ihm."
Der Geist Gottes wohnt nicht nur in uns, wie wir in einem Haus, sondern er ist ein Teil von uns geworden, genauer gesagt: Ein Teil von unserem menschlichen Geist.
Das kann man nicht mehr auseinander dividieren. Wir sind sozusagen ineinander verwachsen. Unser Geist ist ein Geist mit IHM!
Unser Geist kann nicht mehr sündigen!
"1Jo 3,9 Jeder, der aus Gott geboren ist, tut nicht Sünde, denn sein Same bleibt in ihm; und er kann nicht sündigen, weil er aus Gott geboren ist."
Unser Geist erkennt und liebt den Willen Gottes und würde ihm niemals zuwieder handeln.
"Gal 5,22 Die Frucht des Geistes aber ist: Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Enthaltsamkeit."
These: Wenn wir lernen, auf unseren Geist zu hören, lernen wir auf Gottes Geist zu hören.
Wenn wir unseren Geist kennenlernen, lernen wir Gott kennen.
Der menschliche Geist ist der Kern und das innerste Wesen von uns. Petrus nennt ihn: Der verborgene Mensch des Herzens.
Es ist das eigentliche, das wirkliche Du.
Wenn wir uns selbst kennen würden, wie wir wirklich sind, dann würden wir Gott kennen.
Nicht weil wir Gott sind, sondern weil wir EINS mit ihm sind.
Dafür hat Jesus übrigens gebetet, erinnerst Du Dich?
"Joh 17,21-23 ...damit sie alle eins seien, wie du, Vater, in mir und ich in dir, daß auch {sie} in uns eins seien, damit die Welt glaube, daß du mich gesandt hast. Und die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, habe ich ihnen gegeben, daß sie eins seien, wie {wir} eins sind - ich in ihnen und du in mir - daß sie in eins vollendet seien, damit die Welt erkenne, daß du mich gesandt und sie geliebt hast, wie du mich geliebt hast."
Hat Gott eigentlich alle Gebete von Jesus erhört? - Ja, hat er. Immer.
Wusstest Du schon, daß Du Deinem innersten Wesen vertrauen kannst? Immer?
Wusstest Du schon, das zu Deiner herrlichen Freiheit gehört, Dich selbst zu verwirklichen?
Und zwar ohne jede Furcht in die Irre zu gehen? Wenn das keine herrliche Freiheit ist!
Du kannst Vertrauen in Dich selbst haben. Du kannst Dir selbst etwas zutrauen.
Du bist kein Niemand.
Wir tragen die Herrlichkeit Gottes in unseren Herzen.
Du brauchst nicht mehr ans Ende der Welt fahren, um die Erweckung in Pensacola, Toronto, Argentinien oder sonstwo kennenzulernen:
DU SELBST BIST DIE ERWECKUNG!
Christus in uns - die Hoffnung der Herrlichkeit -
Das ist der herrlichste Teil unserer herrlichen Freiheit -SELBSTVERWIRKLICHUNG -
Sich nicht mehr verbiegen müssen. Keine Masken mehr tragen müssen. Hier bin ich Mensch - hier darf ichs sein.
VOW.
Ich bin erstmal sprachlos.
Der Herr segne Dich.
Ralf
Dienstag, 21. August 2007
*To record only water for ten days!*
Bei uns pladdert es heute den ganzen Tag. Rainy day, dream away...., geht es mir durch den Kopf. Ich habe auf der Terrasse einen großen Blumenkübel, den ich in den Strahl der tropfenden Regenrinne gestellt habe. Der ist innerhalb kurzer Zeit voll mit Regenwasser.
Ich höre dem Geräusch des Regens zu und denke, man sollte dieses Geräusch mal aufnehmen.
Der Regen fällt ja nicht einfach: Er kleckst und patscht in den Blumenkübel und auf die Steinfliesen der Terrasse. Fällt er auf einen Plastikuntersetzer, ist der Sound wieder ganz anders.
Fällt er auf den Rasen, macht er ein dumpfes, samtiges Geräusch.
To record only water for ten days heißt ein Album von John Frusciante, dem Gitarristen der Red Hot Chili Peppers. Ich kann mir das mühelos vorstellen: Zehn Tage lang nur die Geräusche von Wasser aufzunehmen. Das plätschern, trommeln und pladdern des Regens, die Geräusche der Brandung am Strand oder an einer Felsenküste, das glucksende Murmeln eines fließenden Baches oder Flusses.
Das Tosen eines großen Wasserfalls.
Wasser ist schon ein erstaunliches Element. Regen ist Segen und Dürre ist Fluch, geht es mir durch den Kopf. Das habe ich mal auf der Bibelschule gelernt.
Ohne Wasser gibt es kein Leben. Die Wüste ist tot, weil es dort kein Wasser gibt. Alles, was dort überleben will, muß sehr sparsam und klug mit dem wenigen Wasser umgehen, daß man zur Verfügung hat.
Regen ist schon ein Segen. Gott muß uns mögen!
Ich lausche auf den tropfenden Regen und bete zu Gott: In Deinem Wort ist vom Wasser des Lebens die Rede, daß Jesus uns gegeben hat. Und von dem mächtigen Strom des Lebens und der Heilung, der von Gottes Thron ausgeht.
Ich kann ihn hören, denn er fließt geradewegs durch mein Herz. Ich werde ganz still innerlich und bin sehr sehr glücklich, daß ich diesen wunderbaren Gott kennen darf.
Ich sage ihm viele Dinge, die ganz privat sind und frage ihn viele Dinge.
Ich denke an Siddharta, der sein Lebensglück gefunden hat, indem er Fährmann an einem Fluß wurde und lernte, dem großen Strom zuzuhören.
Ich möchte Gott auch ganz nah sein und diesem Strom des Lebens zuhören, der von Gottes Thron fließt. Viel zu oft habe ich versucht Dinge für Gott zu tun und auf die Beine zu stellen, anstatt ihm einfach nah zu sein und ihm zuzuhören.
Entsteht nicht dadurch viel Unheil und Übel in der Welt, daß wir so selten die Zeit und Geduld haben, jemand einfach mal zuzuhören?
Haben wir Christen es schon gelernt Gott zuzuhören?
Keine Zeit dafür?
Wirklich?
Der Strom Gottes fließt und fließt beständig. Jeden Tag und jede Nacht. Nicht nur einen Regentag lang.
Er wartet auf dich und mich. Er will uns Geheimnisse mitteilen, die so tief sind, daß Worte sie nicht auszudrücken vermögen. Er will uns heilen.
Er will uns trösten.
Er ist sehr zärtlich. Und wunderschön. Und....
Ich höre dem Geräusch des Regens zu und denke, man sollte dieses Geräusch mal aufnehmen.
Der Regen fällt ja nicht einfach: Er kleckst und patscht in den Blumenkübel und auf die Steinfliesen der Terrasse. Fällt er auf einen Plastikuntersetzer, ist der Sound wieder ganz anders.
Fällt er auf den Rasen, macht er ein dumpfes, samtiges Geräusch.
To record only water for ten days heißt ein Album von John Frusciante, dem Gitarristen der Red Hot Chili Peppers. Ich kann mir das mühelos vorstellen: Zehn Tage lang nur die Geräusche von Wasser aufzunehmen. Das plätschern, trommeln und pladdern des Regens, die Geräusche der Brandung am Strand oder an einer Felsenküste, das glucksende Murmeln eines fließenden Baches oder Flusses.
Das Tosen eines großen Wasserfalls.
Wasser ist schon ein erstaunliches Element. Regen ist Segen und Dürre ist Fluch, geht es mir durch den Kopf. Das habe ich mal auf der Bibelschule gelernt.
Ohne Wasser gibt es kein Leben. Die Wüste ist tot, weil es dort kein Wasser gibt. Alles, was dort überleben will, muß sehr sparsam und klug mit dem wenigen Wasser umgehen, daß man zur Verfügung hat.
Regen ist schon ein Segen. Gott muß uns mögen!
Ich lausche auf den tropfenden Regen und bete zu Gott: In Deinem Wort ist vom Wasser des Lebens die Rede, daß Jesus uns gegeben hat. Und von dem mächtigen Strom des Lebens und der Heilung, der von Gottes Thron ausgeht.
Ich kann ihn hören, denn er fließt geradewegs durch mein Herz. Ich werde ganz still innerlich und bin sehr sehr glücklich, daß ich diesen wunderbaren Gott kennen darf.
Ich sage ihm viele Dinge, die ganz privat sind und frage ihn viele Dinge.
Ich denke an Siddharta, der sein Lebensglück gefunden hat, indem er Fährmann an einem Fluß wurde und lernte, dem großen Strom zuzuhören.
Ich möchte Gott auch ganz nah sein und diesem Strom des Lebens zuhören, der von Gottes Thron fließt. Viel zu oft habe ich versucht Dinge für Gott zu tun und auf die Beine zu stellen, anstatt ihm einfach nah zu sein und ihm zuzuhören.
Entsteht nicht dadurch viel Unheil und Übel in der Welt, daß wir so selten die Zeit und Geduld haben, jemand einfach mal zuzuhören?
Haben wir Christen es schon gelernt Gott zuzuhören?
Keine Zeit dafür?
Wirklich?
Der Strom Gottes fließt und fließt beständig. Jeden Tag und jede Nacht. Nicht nur einen Regentag lang.
Er wartet auf dich und mich. Er will uns Geheimnisse mitteilen, die so tief sind, daß Worte sie nicht auszudrücken vermögen. Er will uns heilen.
Er will uns trösten.
Er ist sehr zärtlich. Und wunderschön. Und....
Sonntag, 19. August 2007
Samstag, 18. August 2007
Alte Herren werden jung
Hannover 96? - 2, und der KSC? NUUUUUUUL.Naja, KSC = 1.
Seligkeit in den Hemminger Tennisstuben, wo würdige alte Herren wie die kleinen Kinder jubeln und vor Freude ausgelassen toben.
Zur Belohnung gibt es für Jeden einen roten Schnaps für jedes Tor, das die "Roten" erzielen.
Ein schöner Brauch. Das schweißt zusammen. Man hat ja auch so manche gemeinsamen Nöte und Schicksalsstunden vor der Großbild-Leinwand erlebt: Zum Beispiel gegen den "großen" HSV letzte Woche. Die haben uns einfach nicht richtig ins Spiel kommen lassen und waren schneller, Kampfstärker und cleverer als wir.
Da geht man gesenkten Hauptes nach Hause und wartet auf bessere Zeiten.
Die kommen aber auch ganz sicher! Schließlich hat sich 96 ja auch ganz massiv verstärkt. Hoffentlich lassen die nur unseren geliebten Stajner nicht so einfach nach Bochum ziehen.
Stajnie, wenn Du mich hören kannst: Bitte bleib da, wir brauchen dich noch! Was würden wir deine Weltklasse-Dribblings vermissen. Ganz egal, ob da auch so Manches in die Hose geht. Wer kann so wie Du die Weltklasse-Spieler von Real Madrid alt aussehen lassen?
Na und unser Dieter Hecking erst. Der allerbeste Trainer, den wir je hatten. Mit Dieter in die 2. Liga, ist meine Devise. Der identifiziert sich mit Hannover 96 und unserer geliebten Leinestadt. ist ja auch ein alter 96iger. Und der will wirklich etwas aufbauen! Nicht so wie der olle Lautsprecher Neururer, der die Jungs vom Nachwuchs "Touristen" genannt hat. Soll er doch den FC Bayern trainieren gehn oder meinetwegen auf den Mond!
Apropos Bayern. Das sind unsere Lieblingsgegner, weil man gegen die überhaupt nicht verlieren kann! Das wird nächste Woche ein heißer Tanz werden. Zieht den Bayern die Lederhosen aus, Lederhosen aus, Lederhosen aus. Da hilft auch kein Torwart-Titan. Wir machen dem Olli den Kahn voll.
Und Prost!
Sonntag, 12. August 2007
Jesus is the Rock and he rolled my Blues away
Freitag 12.30 Uhr. Ich höre meinen Anrufbeantworter ab. Tommy Wittmann, ein alter Kumpel aus vergangenen Tagen voller Lobpreis-Herrlichkeiten braucht einen Bassisten für heute abend.Ob ich so spontan wäre einzuspringen?
In einer ehemaligen Scheune auf dem Gelände eines Fachwerkbauernhofes wo Tommy wohnt, ist ein Biker Club eingezogen und hat heute abend "Open House".
Die haben zwar eine Totenkopfflagge auf dem Gelände gehisst, seien aber ansonsten sehr nett und umgänglich und zumeist brave Familienväter.
Natürlich habe ich Bock drauf, nur mein schwaches Herz macht mir ein wenig Sorgen, denn es ist etwas schwül und drückend und ich vertrage keine gößeren Belastungen.
Nachdem Tommy mir am Telefon versichert, die Bassanlage selbst für mich aufzustellen, sage ich zu (Anlage schleppen kann ich nicht mehr).
1. Wollte ich Tommy und seine Frau sowieso schon lange mal wieder sehen.
2. Habe ich Bock auf Rock.
3. Mag ich Biker gern, vor allem wenn sie schön tätowiert sind und stolze Harleys fahren.
17.30 Uhr. meine Tochter Simi und ihr Freund Ali kommen mit, um mich mal auf der Bühne zu erleben und überhaupt. Sie helfen mir tragen: Bass, Ständer, Klappstuhl und Getränke.
Erst mal das wunderschöne Fachwerk- Bauernhaus besichtigen und ne Runde Kaffee trinken und klönen mit Tommy und Frau. Christine ist noch genauso hübsch wie vor zehn Jahren. Ali bemerkt das die Töchter von Wittmanns ausgesprochen hübsch sind und bekommt dafür Ärger von meiner Tochter.
ich fühle mich im Biker-Treff sofort wie zu Hause. Das ganze Ambiente erinnert mich stark an die Bluesgarage in Isernhagen, meine musikalische Wahlheimat. Urgemütlich und mit viel grobem Holz, bequemen Sesseln und einer einladenden Theke.
Die Biker begrüßen mich mit Handschlag und Bikergruß. Vielleicht wirke ich mit meinem schwarzen Pink Floyd - Bandshirt auch wie ein Biker? ich habe meinen 3-Tagebart extra nicht abrasiert, um dort gut anzukommen.
Im Club werde ich von der lieben Ute, einem anderen christlichen Urgestein aus der Vergangenheit, herzlichst umarmt. Es tut gut mit alten Freunden zu quatschen.
Wir bereden die Abfolge der Songs und üben ein wenig. Tommy ist ein bannig guter Drummer und der Gitarrist ist erste Sahne!
Beim ersten Song "La Grange" von ZZ-Top (zumindest in dem Stil) wecken wir große Erwartungen bei den Bikern. Die E-Gitarre quietscht wunderschön in den fetzigen Obertönen einer "Texas Strut" und der Tommy kann das Intro auf den Rims der Trommeln.
Bei "Swing low, sweet Chariot" von Clapton (Im Reggae-Stil) spielen wir die Biker aus dem Saal!
Macht nix, dann machen wir erst mal Pause und essen ne Bratwurst. Die ist für Musiker umsonst. Das Bierchen dazu auch.
In der Pause engagieren wir Biker Romeo, einen alten Hasen aus der Hannoverschen Bandszene, seine "Bluesharp" auszupacken und mit auf die Bühne zu kommen. Seine Mundharmonika passt gut zu dem Blues, den wir spielen.
Romeo trägt Goldkettchen und ist mit 'nem dicken Zuhälterschlitten unterwegs. Mercedes oder so. Aber nett ist er, wenn auch wohl ein kleiner Aufschneider.
Nach 2 Stücken mag er nicht mehr mitspielen, weil ihm seine obere Knabberleiste beim Spielen rausrutscht. Too old to Rock and Roll, too young to die?
Na ja, ich mit meinem Herzkasper sitze beim Spielen auf nem Klappstuhl und bin froh, daß wir öfter mal Pause machen. Da kann ich es mir auf dem Sofa gemütlich machen.
Bin halt ein "Sofachrist"!
Ich genieße den Abend in vollen Zügen. Warum nicht mit einer Gitarre in der Hand auf der Bühne sterben? Oder auf einer Harley Davidson während einer Tour durch die USA?
Als ich in der Nacht zu Hause allein im Dunkeln auf meinem Fernsehsessel sitze und nicht schlafen kann, danke ich meinem wunderbaren Herrn Jesus für den herrlichen Tag, den ich erlebt habe. Er ist so gut zu mir. Ein anderer Tag, an dem einfach Alles zusammenpasste, trotz Herzschwäche und leichter Überanstrengung.
Es war einfach Alles Perfekt! - Jesus is the Rock and he rolled my Blues away -
Die ganze Nacht geht mir der Boogie von ZZ-Top durchs Gehirn, ich fühle mich ausgelaugt und sehr glücklich...
Danke Bernd.
Mittwoch, 8. August 2007
Nicht nur Don Ralfo hat seine Labyrinthe!
Ich danke meinem Gott, dass er mich mein ganzes Leben hindurch einen Mann der Sehnsucht hat sein lassen. Wenn er es auch zuließ, dass ich mich dadurch in manche Labyrinthe verirrte, hat er doch geholfen, dass ich mich aus den meisten herausarbeitete; nun führt er selbst mich an seiner Hand zu der Aussicht auf die selige Ruhe.
Johann Amos Comenius
Omnia sponte fluant, absit violentia rebus“ (lat.) das heißt: „Alles fließe aus eigenem Antrieb, Gewalt sei fern den Dingen“.
Comenius
Johann Amos Comenius
Omnia sponte fluant, absit violentia rebus“ (lat.) das heißt: „Alles fließe aus eigenem Antrieb, Gewalt sei fern den Dingen“.
Comenius
Sonntag, 5. August 2007
Was für ein herrlicher Tag!
Heute morgen 8.30 Uhr. Heiko aus dem Bett fetzen. Heiko hat keine Arme und wohnt bei uns. Er muss jeden Tag rasiert und geduscht werden. Zähneputzen und eincremen gehört auch mit dazu.
Die Sonne scheint freundlich durch die Fenster und ich gehe kurz in den Garten.
Man könnte ja auch mal in den Gottesdienst gehen, denke ich mir so. Bernd, Jochen Rönsch und Konsorten heimsuchen und mal gucken in welchem Hinterhof die jetzt ihre Gemeinde haben.
Aufs Mopped gesetzt und ab die Post. Die Gemeinde CFH sollte ihre Straße aber auch mal neu asphaltieren, denke ich mir so, als ich die alte Herrrenhäuser Straße entlanghoppele. Zeitweise fahre ich auf dem Bürgersteig. Mit dem Mopped geht so was.
Aber was ist das? keine gemeinde zu hause, die treffen sich erst heute abend. Mopped fahren bei Sonnenschein am Sonntagmorgen ist eine feine Sache. Ich fahre einfach weiter zur Anastasis, der Gemeinde, die ich vor über 20 Jahren mal gegründet habe, 1983, oder so.
Die haben mich vor vielen Jahren wegen Inaktivität rausgeschmissen, weil ich nicht mehr zum Gottesdienst kam und auch auf die ultimative Postkarte nicht reagiert habe.
Na ja, wenn ich gesagt hätte, daß ich bleiben will, hätten sie mich auch nicht rausgeschmissen, aber anrufen hätte ja ruhig jemand mal können.
Beim Eintritt werde ich von jedem der alten Freunde mit einem großen Bohei begrüßt. Ich überlege mir, ob sie mich dort für den Hauptaktionär halten? Nein, Spaß beiseite, ich habe noch viele Freunde dort und Klaus P., die alte Nase, sagt mir, daß er heute bei sich gedacht hätte: Heute kommt der Ralle.
Der Gesang ist fröhlich und die Musik gut, voller Rhytmus. Ich muß den Takt mitklatschen. Nein freiwillig, weil der Groove gut ist, nicht was Du jetzt denkst!
Die Predigt ist Ausnahmsweise heute kurz und knackig. Ich fühle mich gedrungen zu applaudieren und tue es auch. 1. Weil die Predigt kurz war. 2. Weil die Predigt gut war. Und 3. Weil Jürgen Strahl über das Richtige Thema referierte: Christliche Freiheit. Wenn das nicht vom Herrn persönlich initiiert war?
Nach dem Gottesdienst muss ich viele Hände schütteln und auch Leute umarmen. (Vorher auch schon). Ich quatsche bei einer Tasse Kaffee mit vielen alten Konsorten übers Abnehmen, die Predigt, den Lobpreis, Alex Thomsen und die Wort-und-Geist-Bewegung, die Jesus-Freaks, Freakstock, den Herzkasper und andere Erkrankungen und über Freilandhaltung von Hühnern. Nicht zu vergessen das Fotografieren mit der Digitalkamera und mit Hagen aus der alten CFH über Musik und die "Young Continentals"
dann geht es um alte Verletzungen durchs "christliche Trainingszentrum" und Versöhnung mit Geschwistern. Ich muss mir ohne Ende Grüße für meine Frau, meinen Sohn und meine ganze Familie merken. Den Heiko ohne Arme, der bei uns wohnt, habe ich gleich dort gegrüßt, der geht nämlich immer in die "Anna" zum Gottesdienst.
Tja, jetzt hätte ich doch glatt das Thema "Hauskirche" und Hauskreis vergessen, über, das wir auch noch gequatscht haben.
Man kann sich in dieser art Gemeinde oft nur schwer loseisen, weil einem auf dem Weg zum Ausgang immer noch Leute begegnen, die man umarmen muß, oder mit denen man auf dem Weg ein Schwätzchen hält.
Vor der Tür treffe ich noch zwei nette Dunkelhäutige. Vor dem Einen salutiere ich, weil er Feldwebel bei der Bundeswehr ist. Ich kenne ihn noch als kleinen Pöks aus der Kinderstunde.
Ist das Leben nicht wunder-wunderschön?
Nachtrag:
Abends sind Sylle und ich noch mit dem Fahrrad zum Maschseefest gefahren. Wir tranken auf einer Bank im Grünen ein schönes, frischgezapftes Pils und sahen der Rockn' Roll Band zu. Die spielte Lieder von den Shadows, Chuck Berry und Buddy Holly. Einige alte Pärchen tanzten den Rockn' Roll dazu. Neben uns saß ein blonder, langhaariger Portugiese, der leider nur Portugiesisch sprach. Ich hatte den Verdacht, daß er ein neuer Geheimeinkauf von Hannover 96 sein könnte.
Just a perfect day! (Lou Reed)
Die Sonne scheint freundlich durch die Fenster und ich gehe kurz in den Garten.
Man könnte ja auch mal in den Gottesdienst gehen, denke ich mir so. Bernd, Jochen Rönsch und Konsorten heimsuchen und mal gucken in welchem Hinterhof die jetzt ihre Gemeinde haben.
Aufs Mopped gesetzt und ab die Post. Die Gemeinde CFH sollte ihre Straße aber auch mal neu asphaltieren, denke ich mir so, als ich die alte Herrrenhäuser Straße entlanghoppele. Zeitweise fahre ich auf dem Bürgersteig. Mit dem Mopped geht so was.
Aber was ist das? keine gemeinde zu hause, die treffen sich erst heute abend. Mopped fahren bei Sonnenschein am Sonntagmorgen ist eine feine Sache. Ich fahre einfach weiter zur Anastasis, der Gemeinde, die ich vor über 20 Jahren mal gegründet habe, 1983, oder so.
Die haben mich vor vielen Jahren wegen Inaktivität rausgeschmissen, weil ich nicht mehr zum Gottesdienst kam und auch auf die ultimative Postkarte nicht reagiert habe.
Na ja, wenn ich gesagt hätte, daß ich bleiben will, hätten sie mich auch nicht rausgeschmissen, aber anrufen hätte ja ruhig jemand mal können.
Beim Eintritt werde ich von jedem der alten Freunde mit einem großen Bohei begrüßt. Ich überlege mir, ob sie mich dort für den Hauptaktionär halten? Nein, Spaß beiseite, ich habe noch viele Freunde dort und Klaus P., die alte Nase, sagt mir, daß er heute bei sich gedacht hätte: Heute kommt der Ralle.
Der Gesang ist fröhlich und die Musik gut, voller Rhytmus. Ich muß den Takt mitklatschen. Nein freiwillig, weil der Groove gut ist, nicht was Du jetzt denkst!
Die Predigt ist Ausnahmsweise heute kurz und knackig. Ich fühle mich gedrungen zu applaudieren und tue es auch. 1. Weil die Predigt kurz war. 2. Weil die Predigt gut war. Und 3. Weil Jürgen Strahl über das Richtige Thema referierte: Christliche Freiheit. Wenn das nicht vom Herrn persönlich initiiert war?
Nach dem Gottesdienst muss ich viele Hände schütteln und auch Leute umarmen. (Vorher auch schon). Ich quatsche bei einer Tasse Kaffee mit vielen alten Konsorten übers Abnehmen, die Predigt, den Lobpreis, Alex Thomsen und die Wort-und-Geist-Bewegung, die Jesus-Freaks, Freakstock, den Herzkasper und andere Erkrankungen und über Freilandhaltung von Hühnern. Nicht zu vergessen das Fotografieren mit der Digitalkamera und mit Hagen aus der alten CFH über Musik und die "Young Continentals"
dann geht es um alte Verletzungen durchs "christliche Trainingszentrum" und Versöhnung mit Geschwistern. Ich muss mir ohne Ende Grüße für meine Frau, meinen Sohn und meine ganze Familie merken. Den Heiko ohne Arme, der bei uns wohnt, habe ich gleich dort gegrüßt, der geht nämlich immer in die "Anna" zum Gottesdienst.
Tja, jetzt hätte ich doch glatt das Thema "Hauskirche" und Hauskreis vergessen, über, das wir auch noch gequatscht haben.
Man kann sich in dieser art Gemeinde oft nur schwer loseisen, weil einem auf dem Weg zum Ausgang immer noch Leute begegnen, die man umarmen muß, oder mit denen man auf dem Weg ein Schwätzchen hält.
Vor der Tür treffe ich noch zwei nette Dunkelhäutige. Vor dem Einen salutiere ich, weil er Feldwebel bei der Bundeswehr ist. Ich kenne ihn noch als kleinen Pöks aus der Kinderstunde.
Ist das Leben nicht wunder-wunderschön?
Nachtrag:
Abends sind Sylle und ich noch mit dem Fahrrad zum Maschseefest gefahren. Wir tranken auf einer Bank im Grünen ein schönes, frischgezapftes Pils und sahen der Rockn' Roll Band zu. Die spielte Lieder von den Shadows, Chuck Berry und Buddy Holly. Einige alte Pärchen tanzten den Rockn' Roll dazu. Neben uns saß ein blonder, langhaariger Portugiese, der leider nur Portugiesisch sprach. Ich hatte den Verdacht, daß er ein neuer Geheimeinkauf von Hannover 96 sein könnte.
Just a perfect day! (Lou Reed)
Freitag, 3. August 2007
Die Gabe der Geisterunterscheidung

Letzte Korrekturen sind fertig, Michael Schiffmann hat mir schon eine nette Empfehlung geschrieben, die mit hinein soll. Jetzt warte ich nur noch auf Bernd Draffehn, die alte Socke.
Der schreibt mir auch ne Empfehlung, wenn er das Buch durch hat.
Dann geht es Ruckzuck zum Verlag: Books on Demand und kann überall gekauft werden. bei Amazon, Libri und in jedem Buchladen. Ich hoffe auch in der christlichen Bücherstube read+meet, Hannover.
Falls es dort nicht im Laden steht, kann man es aber über den Laden bestellen. Freu.
Bin sehr gespannt auf die Reaktionen und ob es sich verkauft.
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