Samstag, 7. Oktober 2017

Der Schild des Glaubens

Ein neuer Artikel meiner Serie über "geistlichen Kampf" ist gerade fertig geworden. Ich bin erschöpft und glücklich! 😅 
Die ganze Serie über geistlichen Kampf könnt ihr lesen, wenn ihr oben im Blog auf den gleichnamigen Reiter klickt!

Bild: Wikipedia Rabax63 (Scutum, röm. Turmschild)

Eph 6,16  Bei alledem ergreift den Schild des Glaubens, mit dem ihr alle feurigen Pfeile des Bösen auslöschen könnt! 

Was sind diese Pfeile des Bösen?
Offensichtlich Brandpfeile - denn sie können und müssen gelöscht werden! Es handelt sich meiner Meinung nach hier um böse, giftige Gedanken des "Verklägers der Brüder", die sich regelrecht in unsere Gedanken und Emotionen einbrennen können. Es sind Gedanken, die uns einfach nicht loslassen wollen, negative Gedanken, um die unser Denken beständig kreist und die wir einfach nicht abschütteln können. Sie halten uns nachts wach und vergiften unser ganzes Leben.




Jak 3,6  Auch die Zunge ist ein Feuer; als die Welt der Ungerechtigkeit erweist sich die Zunge unter unseren Gliedern, als diejenige, die den ganzen Leib befleckt und den Lauf des Daseins entzündet und von der Hölle entzündet wird.

Die Zunge und der Mund des Menschen formulieren Worte, die aus unserem Herzen aufsteigen, wie Jesus es einmal formuliert hat. Und diese Zunge ist ein Feuer, sagt Jakobus. Und es ist möglich daß sie von der Hölle, von der Kraft des Bösen, in Brand gesteckt wird!   
Wehe dem, der ungeschützt diesen feurigen Pfeilen ausgesetzt ist! Wehe dem, der durch seine Zunge diese feurigen Pfeile auf andere Menschen abschießt!

Spr 18,21 Tod und Leben sind in der Gewalt der Zunge, und wer sie liebt, wird ihre Frucht essen.

Worte können eine gewaltige Kraft entfalten, je nachdem von was oder wem sie inspiriert worden sind und ob sie angenommen und geglaubt oder aber abgelehnt werden! Wenn sie vom Himmel, von der Kraft des heiligen Geistes inspiriert sind, können sie Heilung, Trost, Ermutigung und sogar Wunder bewirken! 

Wenn sie jedoch vom Bösen inspiriert sind, können sie eine wahrhaft dämonische, zerstörerische Kraft entfalten!
Und diese Worte, diese Brandpfeile nisten sich in unser Gedankenleben ein und entfalten dort ihre zerstörerische Wirkung. Es entwickeln sich quälende Sorgengedanken, bedrückende Depressionen oder brennende Ängste. Es entwickeln sich Gedanken der Wut, des Hasses und Rachegedanken; und wir können nicht aufhören über unsere Verletzungen und Traumata nachzugrübeln, die uns von anderen zugefügt wurden.
Wir können dadurch zu bösen Taten oder verletzenden Worten angetrieben werden. Entweder verletzen wir uns selbst oder eben andere! Entweder wir geißeln uns selbst und machen uns selber fertig, oder aber andere Menschen!
Der "Verkläger der Brüder" verklagt uns ja bekanntlich Tag und Nacht - und wir finden keine Ruhe, keinen Frieden mehr - selbst wenn wir unseren Körper ständig ausruhen können. 

Offb 12,10  Und ich hörte eine laute Stimme im Himmel sagen: Nun ist das Heil und die Kraft und das Reich unseres Gottes und die Macht seines Christus gekommen; denn hinabgeworfen ist der Verkläger unserer Brüder, der sie Tag und Nacht vor unserem Gott verklagte.

Wohl dem Menschen, der einen Großschild des Glaubens besitzt, mit dem er die feurigen Pfeile des Bösen auslöschen kann!

Was genau ist dieser Schild des Glaubens?
Womit bekämpft man eine Idee? - Mit einer anderen Idee, einer besseren Idee aus einer besseren Quelle!
Genauer gesagt mit einer Idee, einem Wort des Glaubens aus der heiligen Schrift!
"Kein Wort, daß von Gott kommt wird kraftlos sein" - steht in der heiligen Schrift. "Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von jedem Wort, daß aus dem Mund Gottes kommt".

Das Wort Gottes entfaltet seine heilsame und wunderwirkende Kraft wenn es sich in unserem Herzen mit Glauben vermischt. Und das geschieht wenn wir uns betend damit beschäftigen, wenn wir es hören und mit Sanftmut annehmen. (Hebr.4,2 Jak.1,21)
Die Verheißungen der Schrift, die Worte Gottes entfalten ihre Kraft wenn wir anfangen sie nicht nur zu lesen, sondern darüber nachzudenken, zu meditieren (was in der biblischen Sprachwelt "halblaut vor sich hinmurmeln" bedeutet) und wenn wir sie laut aussprechen und anfangen für uns selbst und vor anderen zu bekennen!

Der Schild des Glaubens ist nicht allein der Glaube an Gottes gesprochenes Wort (Rhema), sondern auch der Glaube an den lebendigen Gott selbst - der Glaube an die wunderbare Person, die dahinter steht und die es gesprochen hat!

Gott der Herr ist Sonne und Schild, heißt es in Ps 84,12:
Denn Gott, der HERR, ist Sonne und Schild. Gnade und Herrlichkeit wird der HERR geben, kein Gutes vorenthalten denen, die in Lauterkeit wandeln.

Ps 28,7 Der HERR ist meine Stärke und mein Schild; auf ihn hat mein Herz vertraut, und mir ist geholfen worden; daher frohlockt mein Herz, und ich will ihn preisen mit meinem Lied.
Ps 91,4 Mit seinen Schwingen deckt er dich, und du findest Zuflucht unter seinen Flügeln. Schild und Schutzwehr ist seine Treue.

Und diesem wunderbaren Vater, unserem Gott dürfen wir von ganzem Herzen vertrauen, auf seinen wunderbaren heiligen Geist dürfen wir hoffen - er will ja die Worte Gottes in unseren Mund legen - als Gebet und als Bekenntnis.

Und auf Jesus, den Sohn, das Lamm Gottes, können wir bauen und uns fest verlassen - er ist ja einer von uns geworden, hat die selben Lasten wie wir getragen. Er ist uns in allem gleich geworden: Alle Versuchungen, alle Anfeindungen, all unsere Schmerzen hat er auch durchgemacht. Er war vertraut mit Krankheit, mit Hunger und Durst - hat die gleichen Tränen geweint und Ängste durchgestanden wie wir. Wahrer Mensch und wahrer Gott! Vor Ihm will ich mich allezeit beugen und ihn anbeten. 

Und so lösche ich alle feurigen Pfeile des Bösen aus und Gott verwandelt meine Wunden in Heilung und Segen. Und dieser Segen ist nicht statisch und nur allein für mich - er fließt durch mich hindurch auch zu anderen Menschen.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Pfeile des Bösen, Anfechtungen, Angriffe des Teufels, okkulte Vorbelastungen: 1972 im Jahr der Jesus-Bewegung kam ich zum Glauben an den Erlöser Jesus Christus. Mit Schrecken stellte ich fest: Mein Vorleben führte zu okkulten Bindungen, ich bat Jesus um Befeiung. Mit Gläubigen betete ich im Namen Jesu wie in der Apostelgeschichte um Befreiung. "Wenn also der Sohn Gottes euch frei gemacht hat, dann werdet ihr wirklich frei sein" (Joh 8, 36), lautet eine wichtige biblische Verheißung. Dann kamen die Angriffe und bösen Pfeile über mich! Gerade hatte ich in der Bibel gelesen: "(Jak. 1, 2) Erachtet es für lauter Freude, wenn ihr in mancherlei Anfechtungen geratet, dass die Bewährung eures Glaubens standhaftes Ausharren bewirkt". Und: "mögt ihr jetzt auch eine kurze Zeit durch mancherlei Anfechtungen in Trübsal versetzt sein, dadurch soll sich ja die Echtheit eures Glaubens bewähren ... (1. Petrus 1, 6-7). Ich griff in meiner Depression zur Bibel, las und betete und ich gebot im Namen Jesu den Mächten der Finsternis, von mir zu weichen. Mit Erfolg, Gott steht zu seinen Verheißungen. Wer dem Sohn Gottes aufrichtig vertraut, wird wirkliche Befreiung erleben.

Matthias Sesselmann