Alles was nicht aus Glauben heraus getan wird ist Sünde, meinte Paulus und ich stimme ihm von Herzen zu. Ich weiß innerlich einfach, daß es wahr ist.
Aber ich denke mir heute morgen: Alles, was nicht aus einer Motivation der Liebe heraus getan wird ist ebenso Sünde.
Glaube, Hoffnung und Liebe ist eine Einheit, die man nicht zerbrechen oder auseinander dividieren kann - ebenso wenig wie Gott Vater, Sohn und heiliger Geist. Man kann den Einen nicht ohne den Anderen haben, weil sie untrennbar zusammengehören.
Ebenso gehören Glaube, Hoffnung und Liebe zusammen. So etwas wie der "nackte Glaube" existiert überhaupt nicht.
Schon Jakobus bemerkte, daß es einen Glauben ohne Werke nicht geben kann, da diese Beiden untrennbar zusammengehören. Und ich bin der Ansicht, daß diese "Werke des Glaubens" nur dann echt und von Gott gesegnet sind wenn sie aus einer inneren Motivation der Liebe heraus fließen.
Nicht aus Pflichtgefühl heraus - ja nicht einmal aus Dankbarkeit Gott gegenüber allein.
Alle guten und frommen Werke, die wir angeblich "für Gott" tun, aber mit denen wir uns nur selbst bestätigen wollen, oder aus denen wir irgendeinen Wert oder Bedeutung für uns selbst ziehen sind eigentlich nutzlos und sinnlos und steigern nur die geistige und seelische Dunkelheit auf der Welt.
Derjenige, für den diese Werke einen Nutzen haben (z.B wenn wir Jemand materiell helfen oder durch seelischen Beistand stützen) mag zwar vordergründig einen Gewinn aus meinem guten Werk ziehen - wird aber letztlich nicht wirklich gesegnet. Er wird eher von der einen wahren Quelle - Gott - abgelenkt und entfremdet. Ich führe ihn nämlich nicht zur Quelle des Lebens, sondern allein zu mir selbst. - Ich will durch mein gutes Werk ja eigentlich nur meinem eigenen trostlosen Leben einen Sinn geben.
Sicherlich - anderen Gutes tun ist immer besser als ihnen Böses zu tun, aber es nützt nicht wirklich. Es nützt nicht auf Dauer. Denn nur die Berührung mit der echten Liebe Gottes macht Menschen wirklich innerlich gesund und heil. Nur die Liebe Gottes schafft etwas Bleibendes, wachsendes und Lebendiges.
Alles andere ist nur totes Werk, welches kein Leben schafft sondern letzlich nur Verwesung.
Samstag, 17. Juli 2010
Dienstag, 13. Juli 2010
Abkühlung
Gestern war mir mal wieder ziemlich heiß. Euch wahrscheinlich auch. Also verklebte ich morgens schon früh unser gesamtes Küchenfenster mit Alufolie, um die Hitze draußen zu halten, denn dort haben wir keine Gardine.Alle Jalousien runter, in jedem Zimmer einen Ventilator an und nur die Fenster auf Kipp, wo nicht die Sonne drauf prasselt. Trotzdem mittags so um die 30 Grad in der Wohnung - bis auf die Küche mit der Alufolie - da ist es vielleicht 1 Grad kälter. Ich wälze mich nach mehrmaligem kalten abduschen im Bett herum, da mein Kreislauf verrückt spielt. Der Venti bläst mir voll Power auf den halbnackten Körper. (Oder dreiviertel nackt?) Jedenfalls bin ich nur mit shorts bekleidet. Visionen von kühlem Eis wabern beim Dösen in meinem Kopf herum und ich stelle mir den kühlen Luftzug der Klimaanlage im Einkaufszentrum vor. Haben die überhaupt ne Klimaanlage? Auf jeden Fall ist es kalt in der Kühlabteilung.
Ich bin mir nicht sicher, ob ich es überhaupt bis ins Einkaufszentrum schaffe bei der Hitze. Bestimmt kollabiere ich unterwegs. Allerdings habe ich einen Motorroller, der eventuell etwas Fahrtwind abwirft, wenn ich schnell genug bin. Ob ich allerdings im Motorradhelm ersticke ist mir unklar. Ich fasse den heldenhaften Entschluss in der Mittagshitze um 13:30 Uhr trotz aller Bedenken und Ängste loszufahren, komme was da wolle. Es sind ja höchstens 10 Minuten.
Der Asphalt strahlt mich an - heiß wie eine Herdplatte. Aber durch das offene Visier kommt tatsächlich etwas Luft an mein Gesicht. Und mit 70 km/h kühlt der Fahrtwind tatsächlich meine nackten Beine und Arme etwas ab. Ich rette mich in den Eingang des Einkaufszentrums und bin erleichtert - die Klimaanlage läuft und es herrscht eine angenehm kühle Temperatur. Hier bleibe ich jetzt erst mal ein paar Stunden!
Ich schlendere langsam durch den Baumarkt, kaufe ein Paket Pflaster und grinse. Danach gönne ich mir erst einmal einen neuen Haarschnitt. Leider reicht die Klimaanlage nicht bis ins Friseurgeschäft, so daß ich schweißüberströmt den Laden verlasse und schnurstracks den Lebensmittelmarkt ansteuere. Hallelujah - in der Kühlabteilung ist es wohl unter 20 Grad! Ich lasse mir sehr sehr viel Zeit um 2 Pakete Grapefruitsaft zu kaufen. Der Supermarkt ist sehr groß und hat viele Gänge. Angenehme Musik dudelt vor sich hin. Doch was ist das? Plötzlich steigt mir die Zornesröte ins Gesicht und ich möchte am liebsten den Lautsprecher kaputt treten denn es erschallt der Song von Rudi Carrell: "Wann wirds mal wieder richtig Sommer? So wie es früher einmal war...." Gott hab ihn selig, aber wenn ich den jetzt an der Kasse treffen würde täte ich ihm so richtig die Fresse polieren....
Foto: OrangeSmell (Flickr.com)
Mittwoch, 7. Juli 2010
Samstag, 19. Juni 2010
Donralfo reibt sich die Augen - das kommt ihm so bekannt vor
Prinzipien der Kriegspropaganda
Gefunden beim Nachtwächter
Lord Ponsonby, britischer Diplomat, 1871
- Wir haben diesen Krieg nicht gewollt.
- Personifizierung des Feindes.
- Unsere Zielstellungen sind humanitärer Art. Man muss die Tatsache verschweigen, dass es wirtschaftliche Ziele des Krieges gibt. Man stelle humanitäre Gründe in den Vordergrund.
- Berichte über Grausamkeiten des Gegners. Vermeide ungünstige Berichte über die eigene Seite.
Gefunden beim Nachtwächter
Sonntag, 6. Juni 2010
Die "K" Frage
Käßmann, Kachelmann, Koch und Köhler haben uns dieses Jahr im Stich gelassen. Wer folgt als Nächster?
Künast, Kerner, Klopp und Klose?
Künast, Kerner, Klopp und Klose?
Montag, 17. Mai 2010
Die ganz große Glocke
Wenn etwas an die ganz große Glocke gehängt wird, sollte man hellhörig werden. Deshalb wird ja geläutet!
Der Glöckner, welcher die Strippen zieht will unsere Aufmerksamkeit auf etwas ganz Bestimmtes lenken, und möglicherweise auch von einigen Dingen ablenken von denen er nicht möchte, daß sie wahrgenommen werden.
Man sollte sich also nicht unbedingt von jedem großen Gebimmel beeindrucken lassen, sondern eher auch auf die scheinbaren Nebensachen achten - die leisen Zwischentöne.
Zum Beispiel wenn es um die Darstellung des Wirkens Gottes und übernatürliche Heilungen geht. Die soll es ja bekanntlich noch heute geben und viele Christen, vornehmlich Prediger des Wortes Gottes, möchten diese Tatsache natürlich gern an die ganz große Glocke hängen. Das sollte möglichst Live weltweit im TV gesendet werden, meinen Viele. Damit die "Ungläubigen" sehen und staunen und sich bekehren.
Wie hielt es eigentlich Jesus mit der großen Glocke? Mal ein Beispiel. Ich las den Text heute morgen.
Mit anderen Worten: Jesus beschwor die Geheilten ihre übernatürliche Heilung bloß nicht an die große Glocke zu hängen. Komisch irgendwie. Warum wohl nur? Weil er wußte, daß sie dann umso mehr Reklame für ihn, den tollen Wunderheiler machen würden? Wirklich? Hatte er DAS nötig?
Und dies ist nicht die einzige Bibelstelle, in der Jesus so oder ähnlich handelt. Kann es sein, daß einige von unseren derzeitigen großen "Showheilern" da irgend etwas Wesentliches verpasst haben? Kann es sein, daß sehr viele Christen, die sich nach dem Übernatürlichen sehnen da etwas Wesentliches verpasst haben? Etwas Wesentliches vom Charakter Gottes - vielleicht etwas daß sich Demut nennt?
Der Glöckner, welcher die Strippen zieht will unsere Aufmerksamkeit auf etwas ganz Bestimmtes lenken, und möglicherweise auch von einigen Dingen ablenken von denen er nicht möchte, daß sie wahrgenommen werden.
Man sollte sich also nicht unbedingt von jedem großen Gebimmel beeindrucken lassen, sondern eher auch auf die scheinbaren Nebensachen achten - die leisen Zwischentöne.
Zum Beispiel wenn es um die Darstellung des Wirkens Gottes und übernatürliche Heilungen geht. Die soll es ja bekanntlich noch heute geben und viele Christen, vornehmlich Prediger des Wortes Gottes, möchten diese Tatsache natürlich gern an die ganz große Glocke hängen. Das sollte möglichst Live weltweit im TV gesendet werden, meinen Viele. Damit die "Ungläubigen" sehen und staunen und sich bekehren.
Wie hielt es eigentlich Jesus mit der großen Glocke? Mal ein Beispiel. Ich las den Text heute morgen.
Mt 9,27 Und als Jesus von dort weiterging, folgten ihm zwei Blinde nach, die schrieen und sprachen: Du Sohn Davids, erbarme dich unser! Als er nun ins Haus kam, traten die Blinden zu ihm. Und Jesus fragte sie: Glaubt ihr, daß ich solches tun kann? Sie sprachen zu ihm: Ja, Herr! Da rührte er ihre Augen an und sprach: Euch geschehe nach eurem Glauben! Und ihre Augen wurden geöffnet. Und Jesus drohte ihnen ernstlich und sprach: Sehet zu, daß es niemand erfahre! Sie aber gingen hinaus und machten ihn in jener ganzen Gegend bekannt.
Mit anderen Worten: Jesus beschwor die Geheilten ihre übernatürliche Heilung bloß nicht an die große Glocke zu hängen. Komisch irgendwie. Warum wohl nur? Weil er wußte, daß sie dann umso mehr Reklame für ihn, den tollen Wunderheiler machen würden? Wirklich? Hatte er DAS nötig?
Und dies ist nicht die einzige Bibelstelle, in der Jesus so oder ähnlich handelt. Kann es sein, daß einige von unseren derzeitigen großen "Showheilern" da irgend etwas Wesentliches verpasst haben? Kann es sein, daß sehr viele Christen, die sich nach dem Übernatürlichen sehnen da etwas Wesentliches verpasst haben? Etwas Wesentliches vom Charakter Gottes - vielleicht etwas daß sich Demut nennt?
Freitag, 23. April 2010
Schlachtfeld Wohnung
Da brauchst Du Nerven wie Stahlseile. Seit mitte März hämmert, bohrt und schraubt es in unserem Haus. Und es kreischt die Riesen-Betonfräse und Flex. Am schlimmsten finde ich noch den Vorschlaghammer, der mit großem Bums und Gedröhne spürbar in den Magen fährt. Man kann ihm nicht entkommen, dem Lärm. Selbst die guten Ohropax-Ohrenstöpsel helfen nur begrenzt. Und so ein Mehrfamilienhaus ist ein ungewöhnlich guter Resonanzkörper. Man hört die Arbeiten bei den Nachbarn fast ebenso gut wie die in der eigenen Wohnung.
Zuerst haben sie sämtliche Balkons abgehauen und abgeflext. (Kreisch) Gestern wurden sämtliche Fenster in der Wohnung ausgetauscht. Wir mussten flüchten und kamen erst abends wieder, weil kein Raum mehr in der Hütte war. Alles mit Plastikfolien abgedeckt. Der Weg zum Kühlschrank und Herd versperrt. Eingepfercht in meine kleine Räuberhöhle warten Sylle und ich auf eine günstige Gelegenheit um zu entkommen.
Ich bin ein sehr friedfertiger Mensch, aber in letzter Zeit kann ich mich kaum gegen Gewaltphantasien wehren, wenn ich den großen Bums des Vorschlaghammers oder das Kreischen der Flex und den großen Bohrer höre. Ich stelle mir zum Beispiel vor, wie ich dem Kerl am Hammer im gleichen Rhytmus wie derselbige mit der Faust in die Fresse haue. Im August sollen wir dannn neue Balkone stehen haben.
Zuerst haben sie sämtliche Balkons abgehauen und abgeflext. (Kreisch) Gestern wurden sämtliche Fenster in der Wohnung ausgetauscht. Wir mussten flüchten und kamen erst abends wieder, weil kein Raum mehr in der Hütte war. Alles mit Plastikfolien abgedeckt. Der Weg zum Kühlschrank und Herd versperrt. Eingepfercht in meine kleine Räuberhöhle warten Sylle und ich auf eine günstige Gelegenheit um zu entkommen.
Ich bin ein sehr friedfertiger Mensch, aber in letzter Zeit kann ich mich kaum gegen Gewaltphantasien wehren, wenn ich den großen Bums des Vorschlaghammers oder das Kreischen der Flex und den großen Bohrer höre. Ich stelle mir zum Beispiel vor, wie ich dem Kerl am Hammer im gleichen Rhytmus wie derselbige mit der Faust in die Fresse haue. Im August sollen wir dannn neue Balkone stehen haben.
Hoffentlich gibt es einen Komplett verregneten und kalten Sommer!!!
Mittwoch, 14. April 2010
Welcome back
Chuck Smith erzählt die Geschichte, die eine große Auswirkung auf der ganzen Welt haben sollte: Der Beginn der Jesus Bewegung in den späten 60iger Jahren in der kleinen Gemeinde Calvary Chapel. Und die Gruppe Love Song singt das erste Lied von damals....
Dienstag, 13. April 2010
Freitag, 9. April 2010
Ich blogge nicht weil...
Ich blogge zur Zeit nicht weil...
es mir zu gut dafür geht :-)
Früher hatte ich Schreibpausen, weil mich die Depression voll erwischt hatte. Aber diesmal ist es anderes. Ich habe den Kopf einfach voll mit anderen Dingen und bin mit meiner Mitarbeit im Expowal und dem neuen Lobpreisdienst mit der Gitarre so fröhlich ausgelastet, daß ich irgendwie zur Zeit kein Bedürfnis habe mich der Welt mitzuteilen. Das tue ich einfach wenn ich für die Leute singe und Gitarre spiele :-)
Und das reicht mir im Moment. Ich hoffe meine regelmäßigen Leser finden das nicht schlimm.
es mir zu gut dafür geht :-)
Früher hatte ich Schreibpausen, weil mich die Depression voll erwischt hatte. Aber diesmal ist es anderes. Ich habe den Kopf einfach voll mit anderen Dingen und bin mit meiner Mitarbeit im Expowal und dem neuen Lobpreisdienst mit der Gitarre so fröhlich ausgelastet, daß ich irgendwie zur Zeit kein Bedürfnis habe mich der Welt mitzuteilen. Das tue ich einfach wenn ich für die Leute singe und Gitarre spiele :-)
Und das reicht mir im Moment. Ich hoffe meine regelmäßigen Leser finden das nicht schlimm.
Donnerstag, 1. April 2010
Weil ich sooo süß bin...
Weil ich so süß bin, daß niemand erkennt, daß ich das SALZ der Erde bin, hat mir der liebe Bento ein T-shirt geschenkt...
Freitag, 12. März 2010
Warum ich evangelisch bin
Vor zwei Jahren bin ich wieder in die lutherische Kirche eingetreten. Aus Überzeugung und weil ich meinte die Stimme Gottes in mir dazu so gehört zu haben.
Kennt ihr dieses leise Flüstern in Euch, daß immer wiederkehrt und Euch innerlich drängt in eine bestimmte Richtung zu gehen? Man kann es auch einfach Intuition nennen, dann hört es sich nicht so abgefahren heilig und exotisch an. Nichtgläubige Menschen wollen einen ja oft gerne in die Psychiatrie einweisen wenn man davon spricht "Stimmen" zu hören. Aber wie soll man denen erklären was die Stimme Gottes ist, wenn sie niemals diese Erfahrung gemacht haben?
Aber wie kam es dazu, das ich das Rufen Gottes vernahm?
Als es mir am dreckigsten ging und ich wirklich mit den Nerven und meinem Glauben am Ende war - Im Krankenhaus nach meiner schweren Herzoperation - da war die evangelische Kirche für mich da. Vor Ort im Krankenhaus. Ich war sehr schwach auf den Beinen und innerlich sehr ausgelaugt und kam am Sonntag Morgen an der Krankenhauskapelle vorbei wo ein Gottesdienst angefangen hatte. Ich ging einfach rein und setzte mich in die letzte Reihe.
Die blonde Pastorin predigte über einen Psalm, der mir bei meinem kleinen Spaziergang im Park gerade eben duch den Sinn gegangen war und führte meine eigenen Gedanken quasi in der Predigt weiter. Ich ging zum Abendmahl nach vorn und fühlte mich von Gott berührt und getröstet.
Danach kam mir der Gedanke zum ersten Mal. Und auch der Wunsch: Ich möchte gerne evangelisch beerdigt werden, wenn es so weit ist und möchte nicht daß irgend ein charismatischer Fuzzi bei meiner Trauerfeier versucht die Leute zu bekehren!
Ich machte mir damals viele Gedanken über den Tod, weil es mir so schlecht ging und hatte sogar schon einen Abschiedsbrief an meine Frau verfasst, den ich per Internet so getimed hatte, daß er nach meiner (misslungenen OP) per Internet ins Postfach meiner Frau kommen sollte.
Nachher vergaß ich die mail völlig und meine Frau wunderte sich ziemlich als die bei ihr ankam als ich im Krankenhaus darnieder lag und gar keinen Internetzugang hatte.... :-)
Sie begriff ihn somit auch gar nicht als Abschiedsbrief und war leicht verwirrt. War eigentlich ganz lustig.
Und dann wurde ich in die Gottesdienste der unglaublichen Kirche eingeladen und tauchte mittwoch abends dort häufig auf. Der Expo-Wal wird ebenfalls von evangelischen Pastoren der "inneren Mission" geleitet und wieder erinnerte Gott mich leise daran: Tritt wieder ein! Es war vielleicht sogar mehr mein eigener Wunsch als Gottes Befehl - wie eine liebevolle Erinnerung. Aber ich fühlte Gott in dieser Sache und nahm Kontakt mit meiner zuständigen Kirchengemeinde "umme Ecke" auf. Und falls ich mal wieder einen Job kriege zahle ich gern die Kirchensteuer :-)
Kennt ihr dieses leise Flüstern in Euch, daß immer wiederkehrt und Euch innerlich drängt in eine bestimmte Richtung zu gehen? Man kann es auch einfach Intuition nennen, dann hört es sich nicht so abgefahren heilig und exotisch an. Nichtgläubige Menschen wollen einen ja oft gerne in die Psychiatrie einweisen wenn man davon spricht "Stimmen" zu hören. Aber wie soll man denen erklären was die Stimme Gottes ist, wenn sie niemals diese Erfahrung gemacht haben?
Aber wie kam es dazu, das ich das Rufen Gottes vernahm?
Als es mir am dreckigsten ging und ich wirklich mit den Nerven und meinem Glauben am Ende war - Im Krankenhaus nach meiner schweren Herzoperation - da war die evangelische Kirche für mich da. Vor Ort im Krankenhaus. Ich war sehr schwach auf den Beinen und innerlich sehr ausgelaugt und kam am Sonntag Morgen an der Krankenhauskapelle vorbei wo ein Gottesdienst angefangen hatte. Ich ging einfach rein und setzte mich in die letzte Reihe.
Die blonde Pastorin predigte über einen Psalm, der mir bei meinem kleinen Spaziergang im Park gerade eben duch den Sinn gegangen war und führte meine eigenen Gedanken quasi in der Predigt weiter. Ich ging zum Abendmahl nach vorn und fühlte mich von Gott berührt und getröstet.
Danach kam mir der Gedanke zum ersten Mal. Und auch der Wunsch: Ich möchte gerne evangelisch beerdigt werden, wenn es so weit ist und möchte nicht daß irgend ein charismatischer Fuzzi bei meiner Trauerfeier versucht die Leute zu bekehren!
Ich machte mir damals viele Gedanken über den Tod, weil es mir so schlecht ging und hatte sogar schon einen Abschiedsbrief an meine Frau verfasst, den ich per Internet so getimed hatte, daß er nach meiner (misslungenen OP) per Internet ins Postfach meiner Frau kommen sollte.
Nachher vergaß ich die mail völlig und meine Frau wunderte sich ziemlich als die bei ihr ankam als ich im Krankenhaus darnieder lag und gar keinen Internetzugang hatte.... :-)
Sie begriff ihn somit auch gar nicht als Abschiedsbrief und war leicht verwirrt. War eigentlich ganz lustig.
Und dann wurde ich in die Gottesdienste der unglaublichen Kirche eingeladen und tauchte mittwoch abends dort häufig auf. Der Expo-Wal wird ebenfalls von evangelischen Pastoren der "inneren Mission" geleitet und wieder erinnerte Gott mich leise daran: Tritt wieder ein! Es war vielleicht sogar mehr mein eigener Wunsch als Gottes Befehl - wie eine liebevolle Erinnerung. Aber ich fühlte Gott in dieser Sache und nahm Kontakt mit meiner zuständigen Kirchengemeinde "umme Ecke" auf. Und falls ich mal wieder einen Job kriege zahle ich gern die Kirchensteuer :-)
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