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Montag, 22. Juni 2015

Ein Halsabschneider im Zollamt


Matthäus 9,9
Jesus sah einen Menschen am Zoll sitzen, der hieß Matthäus; und er sprach zu ihm: Folge mir! Und er stand auf und folgte ihm.
( Lutherbibel 1984)

Die meisten Menschen sahen dort am Zoll wahrscheinlich einen Halsabschneider sitzen, ein Arschloch, einen Schweinehund, Aasgeier oder Betrüger!
Jesus dagegen sah einen "Menschen" dort am Zoll sitzen.
Ich habe mich schon oft gefragt warum Menschen alles stehen und liegen ließen um mit Jesus einfach so mitzugehen, ihm nachzufolgen.
Natürlich - er war Gottes Sohn und muß eine faszinierende Ausstrahlung und natürliche Autorität gehabt haben.
Aber deshalb wegen eines einzigen Satzes sein bisheriges Leben einfach so aufgeben?

Hatte es vielleicht auch damit zu tun, daß Jesus nicht den ungebildeten Fischer, den Steuereintreiber, die Prostituierte, den Widerstandskämpfer oder superfrommen Heuchler in den Leuten sah, sondern immer zuerst den Menschen?

Wen oder was sehen wir so am Alltag in der Arbeitsagentur, am Autosteuer, im Fernsehen oder Zeitung, auf Facebook, in der Politik, im Supermarkt? Menschen oder Arschgeigen?
Wie betrachten wir Politiker, Penner, Nachbarn, Flüchtlinge, Migranten und Asylbewerber? Wie schauen wir auf bestimmte Künstler, Moderatoren, Sportler, Journalisten?
Schauen wir verächtlich auf sie herab oder vergöttern wir einige sogar?

Was könnte sich wohl in unserem Land verändern wenn wir all diese Personen so wie Jesus wahrnehmen würden, als Mensch?

Der "Halsabschneider" Matthäus jedenfalls veränderte sich radikal, seitdem er mit Jesus mitging und sein Jünger, sein Schüler wurde. Noch heute wird in aller Welt sein Evangelium gelesen, zitiert und darüber gepredigt. Und seine niedergeschriebenen Worte verändern die Denk- und Lebensweise von Menschen noch heute!

Mittwoch, 22. Mai 2013

Was mir so zu Pfingsten durch den Kopf ging

Was mir so zu Pfingsten durch den Kopf ging: 
In der Pfingstpredigt meiner Gemeinde (ev.luth) wurde gesagt daß Pfingsten eines der drei "Hochfeste" der Kirche sei und daß diese Feste immer 2 Tage dauern würden. Zu Weihnachten wird wochenlang über die Geburt Jesu gepredigt und zu Ostern wochenlang über seinen Tod und die Auferstehung. Aber im Pfingstgottesdienst war der heilige Geist merkwürdiger Weise nur eine Randnotiz! :-) Und scheinbar kann die evangelische Kirche und möglicherweise auch viele anderen mit dem heiligen Geist nicht viel anfangen. Er ist nicht so anschaulich und handfest wie der "Menschensohn" Jesus Christus.
Aber besteht einfach kein Interesse an der Person des heiligen Geistes, oder hat man Angst vor ihm? Befürchtet man daß er Unruhe oder Unordnung in die Kirche hereinbringen könnte?
Was ist wohl die Ursache dafür, daß man mit dem Heiligen Geist nichts anfangen kann?

Dienstag, 10. Juli 2012

Was mir beim Bibellesen so auffällt

Manchmal habe ich den Eindruck beim Lesen der Bibel, daß mir mehr Aussagen derselben ein Rätsel sind, als daß ich sie kapiere.
Zum Beispiel las ich heute:
Lk 17,3 Habt acht auf euch selbst: Wenn dein Bruder sündigt, so weise ihn zurecht, und wenn er es bereut, so vergib ihm. Und wenn er siebenmal am Tag an dir sündigt und siebenmal zu dir umkehrt und spricht: Ich bereue es, so sollst du ihm vergeben (Revidierte Elberfelder 1985)
Ohne groß nachzudenken und nachzuschlagen bin ich der Meinung daß Jesus an den meisten Parallelstellen eine bedingungslose Vegebung von uns erwartet.
Und hier steht nun plötzlich: " wenn er sein Fehlverhalten bereut", soll ich meinem Bruder vergeben.
Ich kenne nun sehr wenige Menschen, die ihre Sünden überhaupt bereuen.
An dieser Stelle geht es offensichtlich nur um Glaubensgeschwister, die mir gegenüber sündigen, daß schränkt den Personenkreis schon mal stark ein.
Erst einmal weise ich schon sehr selten überhaupt jemanden zurecht, aber wenn ich das vielleicht mal getan habe, dann kann ich mich nicht entsinnen, daß einmal jemand sein Fehlverhalten bereut hätte. Eher erntet man ein "Beleidigt sein" und Empörung als ein Bereuen.
Bedeutet das dann nun daß ich diesen Personen nicht vergeben soll? Steht diese Stelle im Widerspruch zu anderen Stellen im neuen Testament, wo eine bedingungslose Vergebung erwartet wird?
Es ist mir ein Rätsel.



Sonntag, 15. April 2012

Warum lässt Gott DAS zu?

Psalm 10,1 Warum, HERR, stehst du fern, verbirgst dich in Zeiten der Drangsal?
 So oft wird diese Frage von Menschen gestellt, die weit von Gott entfernt sind. Mit großem Abstand zu gläubigen Menschen und hochmütigem Herabsehen auf ihre Dummheit brüsten sie sich ihrer Logik und ihrem aufgeklärten Verstand. Sie schütteln ihre Köpfe über uns dumme Gottgläubige - aber nicht in echtem Mitleid, sondern mit gehässiger Miene und allen bösen Wünschen warten sie auf unseren Untergang.
 "Wenn Gott all das Leid und das Böse auf der Erde zulässt, dann kann ich nicht an ihn glauben. Ein liebender Gott kann unmöglich existieren, wenn er einfach diesem Elend in der Welt nur aus der Ferne zuschaut!" 
So oder ähnlich lautet der Standardkommentar vieler Atheisten.

Samstag, 7. Januar 2012

Wer hat Angst vorm böhsen Wulff? Vielleicht die böhsen Onkelz?

Wer hat eigentlich Vorteile von der gegenwärtigen Hetzjagd auf den zugegebenermaßen wenig staatsmännischen Herrn Wulff?
Der einfache kleine Bürger vielleicht? Klar, die Meisten hatten sich eher den eloquenten und weitaus glaubwürdigeren Pastor Gauck gewünscht. Ich auch.

Aber ist das Amt des Bundespräsidenten wirklich so wichtig, daß man eine dermaßen übelriechende mediale Schlammschlacht dafür lostreten muss?
Und wer fügt dem Amt nun eigentlich Schaden zu? Herr Wulff oder die unzähligen Politiker, die sich besorgt bis abfällig über Wulffs angeblich so schwerwiegende Eskapaden äußern? Oder die Medien die genüsslich jedes vermeintlich "unsaubere" Detail aus Wulffs Vergangenheit hervorkramen und ihn bis auf die Knochen durchleuchten?
Man beachte: Wulff ist weder alkoholisiert über rote Ampeln gefahren, noch hat er das Finanzamt hintergangen und Steuern hinterzogen oder das Geld des kleinen Mannes in windigen Spekulationen verzockt! 
Er hat es gewagt bei Freunden Urlaub zu machen und sich von ihnen Geld zu leihen - welch ein Verbrechen!
Und nun sucht man mit Fleiss und Akribie weitere Anklagepunkte gegen ihn zu sammeln, dreht jedes Steinchen um, über das er mal gegangen ist; allen voran die Bildzeitung - die Gralshüterin der Ehrbarkeit und lauteren Wahrheit.

Warum soll und muss dieser eher biedere und bescheidene Bundespräsident fallen?

Erstens: Es bringt Quote. Vor allem der Bildzeitung und der Boulevard-Presse. Damit verdient man richtig Geld.
Zweitens: Die Politik interessiert sich m.E. nicht allzusehr für die Würde des Amtes eines Bundespräsidenten sondern mehr für die nächsten Wahlen. Man fragt scheinheilig mit Lammesblick und Wolfsgesinnung in Richtung Kanzlerin wie sie sich denn über die Causa Wulff äußern würde.
Ich werde den Eindruck nicht los, daß doch eigentlich Frau Merkel gemeint ist wenn man nun Hernn Wulff kräftig vors Schienbein tritt. Wulff ist doch nur ein kleiner Fisch: Man will eigentlich Merkel und der Regierung schaden und hat die nächste Bundestagswahl im Auge.
Die CDU soll durch die Affäre Wulff kräftig in der Wählergunst sinken und die eigene Position verbessert werden. Ein Schmierentheater!
 
Mir missfiel auch Merkels parteipolitisches Kalkül mit dem sie Wulff als Präsident durchgeboxt hat. Aber es ist nun mal das Privileg der Regierung einen Kandidaten nach ihrem Geschmack aufzustellen und mithilfe der Regierungsmehrheit ins Amt zu hieven. Basta!

Der Bumerang kommt nun allerdings mit einer ekelerregenden Scheinheiligkeit und Chuzpe.
Merkel hatte mit der Atomwende und ihrer Euro-Stabilitätspolitik einfach zu viele Punkte beim Wähler gesammelt und nun musste schleunigst ein gutes, nachhaltiges Thema her.
SPD, Grüne und Linke einmütig an der Seite der Bildzeitung. Was kann denn da noch schief gehen bei der nächsten Wahl?
Aber vielleicht fällt den böhsen Onkelz der Opposition der Fall des großen böhsen Wulff ja doch noch auf die eigenen Füße? Wer weiß?

Dienstag, 25. Januar 2011

The show must go on

In der Ausgabe vom 18.01.2011 nimmt der aktuelle Artikel  von "GEISTbewegt" Bezug auf ein Tabuthema unter evangelikalen und pfingstlich orientierten Christen: Selbstmord!
Nun kommen Selbstmorde auch unter entschiedenen Christen vor, aber wenn der Selbstmörder auch noch ein "Heilungsevangelist" ist? Dann.... ja dann spricht man schon nicht gerne öffentlich darüber und hält alles lieber unter dem Mantel des Schweigens. Na klar - eine Familie ist zurückgeblieben, der man nicht auch noch zusätzlich weh tun will - verständlich!
Aber wirft solch ein Suizid nicht auch schwerwiegende Fragen auf, welche ALLE "geistbewegten" Christen etwas angehen?

Freitag, 10. Juli 2009

Günter J. Matthia: Der Papst und die »Weltautorität«

> Der Papst und die »Weltautorität«

Will der Papst den Antichristen installieren, oder seinen Weg in irgendeiner Weise vorbereiten? Was hat es mit seiner neuen Enzyklika auf sich?
Hier kann man die einschlägigen Textpassagen nachlesen.

Dienstag, 7. Juli 2009

Leben lernen

Ich versuche es nun schon seit 55 Jahren.
Leben lernen.
Irgendwie habe ich nie richtig mitbekommen, wie das eigentlich wirklich geht:
Leben in Harmonie mit den Anderen, der Arbeit und Familie, der Ehefrau, der Gemeinde, den Nachbarn und dem Staat.
Und dann auch noch mit dem allerhöchsten Gott!
Irgendwie war ich immer überfordert von den vielen Beziehungen, die es zu bedienen gab und vergaß darüber oft - MICH SELBST!
Ach ja, da war ja noch was - man sollte ja auch noch neben all den anderen Dingen mit sich selbst im Reinen sein.
Zufrieden, selbstbewusst und zielgerichtet - jung, gutaussehend und dynamisch.
2004 auf dem Freakstock-Festival hatten viele junge Leute witzige und originelle T-shirts an und es gab viele Aufkleber-Sprüche auf den Autos. Ich liebe das!
Ein Spruch hatte es mir besonders angetan: "Machs wie Gott - werde Mensch!"
Und ich hatte seit Jahrzehnten versucht wie Gott zu sein - Jesus ähnlicher zu werden!
War da nicht noch was? Ein Ereignis im Paradies? "Ihr werdet sein wie Gott" sagte da jemand zum Menschen. Eine übele Verführung, oder letztlich Gottes Plan?

Jedenfalls halte ich mich seit längerer Zeit an diesen Aufkleberspruch: Machs wie Gott - werde Mensch. Irgendwie scheint mir dort eine Lösung für sehr viele Probleme zu liegen.
Ich werde auf jeden Fall erwachsener mit den Jahren - so richtig Erwachsen werde ich wohl jedoch niemals werden, scheint mir.
Ich finde das auch nicht schade, denn ich liebe das Kind in mir - immer noch. Wir sind ja die gleiche Person, oder? Das Kind von damals mit seinen Ängsten, Phantasien und dem gewaltigen Lebenshunger und der alte Steppenwolf von 55 Jahren, der ich jetzt bin.

Werde ich jemals auslernen? Wenn ich mir die Welt betrachte - mit allen Kriegen, Wirren, Hass und Terror, den endlosen politischen Diskussionen und wissenschaftlichen Debatten, psychischen Krankheiten und religiösen Verirrungen - beschleicht mich das Gefühl, daß ich vielleicht nur Einer von Milliarden bin, der am lernen ist wie man lebt. Das ich womöglich nur Einer von vielen bin, die noch auf dem Weg sind Mensch zu werden.

Wer von sich meint schon dort angekommen zu sein ist in der Regel wohl nur ein Blinder oder Heuchler.

Donnerstag, 25. Juni 2009

Lyrische Prosa

Der Strom meiner Gedanken fließt und fließt und fließt. Unaufhörlich produziere ich Ideen und Gedanken der merkwürdigsten Art.
Manche komisch, manche skurril und manche fromm.
Gedanken der Liebe, Hoffnung, Kritik und der Ablehnung - aber kein Hass. Gedanken über den Sinn des Lebens und über andere Menschen, über Politik, Religion und Kunst. Und über mich selbst.
Doch denke ich wirklich selbst...oder werde ich nur gedacht?
Dazu eine gruselige kleine Geschichte aus meiner Tastatur >>>

Montag, 8. Juni 2009

Charismatische Bewegung und Fälschungen

Ich bin Todd Bentley nicht böse. Ich mag ihn eigentlich immer noch. Allerdings stelle ich zur Zeit alles in Frage, was ich letztes Jahr durch ihn erlebt habe. Manch einer meiner Leser mag sich ja noch an das frische Feuer erinnern, daß meinem Blog den Beinamen "ignited" gegeben hat.
Ich hatte ein wunderschönes Halbjahr 2008, nachdem ich subjektiv gesehen überwältigende Erlebnisse mit dem heiligen Geist gemacht hatte. Mir ging es emotional und depressionstechnisch gesehen blendend - bis der dunkele Herbst kam.
Umzug - Veränderung - dunkele Jahreszeit, und schon war alles wie verflogen und verflüchtigt, die Depression war wieder da.
Moment mal, ich dachte und glaubte wirklich komplett und endgültig geheilt worden zu sein!
Pustekuchen! War wohl nix.
Doch trotz Todd Bentleys Sünde und Schwierigkeiten glaubte ich weiterhin, von Gott angerührt worden zu sein. Warum nur stand ich plötzlich wieder vor meinen altbekannten Problemen?
Im neuen Testament gibt es keine überzeugenden Bibelstellen für eine "verlorene" Heilung.
Die Kranken wurden nicht aufgefordert, ihre Heilung ständig und immer wieder zu proklamieren und ihren Glauben aufzubauen, damit sie gesund würden oder geheilt blieben.
Wenn Jesus oder die Apostel heilten waren die Menschen hinterher bleibend gesund!
So berichtet es zumindest die Bibel. Die zehn Aussätzigen, die durch Jesus geheilt wurden blieben auch gesund, nicht nur der Eine, der zurückkam um Jesus zu danken. (Luk.17ff)
Zumindest wird davon nichts in der Bibel berichtet.
Was ich in der charismatischen Bewegung über ca. 30 Jahre erlebt habe waren meist nur große "Heilungsblasen", die fast immer zerplatzten, wenn man sie auch nur ein wenig anpiekte.
Wir amüsierten uns oft über den Begriff "evangelastisch", wenn wieder mal ein Evangelist die Gemeinde besuchte, von Zeichen und Wundern, Erweckungen und massenhaften Bekehrungen berichtete, die sich anschließend als größtenteils "heiße Luft" erwiesen.
Die gesalbten Damen und Herren schmückten halt ihre Erlebnisse mit Gott gern ein wenig aus und neigten sehr häufig zum Übertreiben. - Wir schoben es oft auf die amerikanische Mentalität.
Ich war barmherzig mit den Leuten, die es sehr "elastisch" mit der Wahrheit nahmen, denn ich neigte beim Predigen selbst oft zum Übertreiben. Man will ja schließlich die Leute zum Glauben ermutigen!
Doch die Übertreibung ist unwahrhaftig und im Grunde eine Lüge und kein Kavaliersdelikt.
Übertreibung ist Betrug an der Wahrheit!
Ich glaubte im letzen Jahr tatsächlich an die Echtheit der vielen Heilungen und Totenauferweckungen in Lakeland durch den Dienst von Todd Bentley, seiner Mitarbeiter und den vielen Zeugen der Erweckung.
Erst in diesem Jahr, einem Jahr der Ernüchterung für mich, fand ich Berichte im Internet über die angeblich Geheilten, die kurz nach ihrer als bestätigt von der Bühne verlesenen "Heilung" gestorben waren. Berichte von Angehörigen und Unabhängigen Beobachtern.
Selbstverständlich gibt es Medien, die verzerrt über alles Christliche berichten und auch Christen, die allem Unbekannten gegenüber ablehnend sind und auch tatsächliche Wunder nicht wahrhaben wollen. Aber man sollte die Kritik von solchen Menschen nicht sofort als unqualifiziert abtun, ohne sie zu überprüfen.
Wir sollten die Wahrheit über Alles stellen, auch wenn sie unbequem ist, denn wir sind der Wahrheit verpflichtet.
Offensichtlich gelang es Todd Bentley und seinem Mitarbeiterstab nicht, die Realität der Wunder und Heilungen tatsächlich zu überprüfen und zu sichern, obwohl sie es so laut hinausposaunten. Und das ist Lüge!
Hier ein Bericht von ABC-News mit dem Interview von Todd aus dem hervorgeht, daß er nicht ein EINZIGES seiner Heilungswunder medizinisch glaubwürdig belegen konnte. Ich frage mich, was die sogenannten überprüfenden Ärzte in der Revival eigentlich getrieben haben?

Sonntag, 7. Juni 2009

Deutschland auf dem Weg zum Stasi-Staat?

SPD erwägt Internetsperren auf politische Inhalte auszuweiten
Nach der geplanten Sperrung von Internetseiten mit kinderpornografischem Inhalt erwägt die SPD nun, die Internetsperren in Deutschland auch auf politische Inhalte auszuweiten. Dieses Vorhaben des SPD-Innenexperten Wiefelspütz stößt bei FDP und Grünen auf Ablehnung. Laut der FDP würden mit dem Vorhaben der SPD „rechtsstaatliche Grundsätze über Bord geworfen."
Es ist für mich schon sehr bedenklich, welche Überlegungen bei Schäuble, Wiefelspütz und Co. so alles angestellt werden. Das Internet ist das einzige demokratische Forum, in dem jeder Mensch in (relativer) Freiheit seine Meinung äußern kann. Und diese Freiheit ist offenbar der Politik ein großer Dorn im Auge. Zuerst geht es um Kinderpornos, dann um die Nazis und Islamisten. Hört sich ja ganz nett an. Doch was folgt danach? Christen, Moslems und politisch Missliebige?
Wehret den Anfängen!
> Zum ganzen Artikel...

Samstag, 14. März 2009

To my foreign visitors

In the last weeks I get a lot more foreign visitors from all over the world, even New Zealand and China or Saudi Arabia. Feedjit has this nice little feature, so I can see where my traffic is from.
I wonder if some of them get here just by accident or if some do know my language, which is German!
Please could you write a message, how you came to this blog?
Thanks
Don Ralfo

Freitag, 27. Februar 2009

Hannover 96 - Zeit zu beten!

Dieses T-shirt habe ich mir vor ca. einem Jahr anfertigen lassen - Ich wußte damals nicht, daß es so dermaßen prophetisch war!

Wir endeten in der letzten Saison auf einem einstelligen Tabellenplatz und hatten Ambitionen auf den UEFA-Cup. Die Euphorie war groß.
Wir haben uns mit Schlaudraff, Forssel und Eggimann verstärkt. "Jetzt gehts los!", dachten wir.
Aber leider ist es nach hinten losgegangen - zumindest sieht es im Moment so aus. Wir zittern vor dem Abstiegsgespenst.
Da ist es langsam an der Zeit, ernsthaft zu beten. Ich weiß nicht ob etwas Anderes jetzt noch hilft. Ein wenig Hoffnung habe ich ja noch. Vielleicht sehen wir gegen die "Großen", wie Leverkusen, München und Hoffenheim ja besser aus, als gegen die anderen vermeintlichen Abstiegskandidaten wie Gladbach und Cottbus? Immerhin haben wir gegen Schalke, Hamburg und die Bayern das letzte Mal gewonnen.
Aber diese Hoffnung ist ein dürrer Ast. Geht Enke? Trifft Schlaudraff und Forssel mal wieder?
Kriegt Hanke noch die Kurve? Hat Dieter Hecking die Power, das Steuer noch mal rumzureißen? Der ganze Verein muß sich jetzt gewaltig am Riemen reißen und auf dem Platz als ein Team, als eine Einheit auftreten und mutig nach vorne spielen. Angsthasenfußball hilft nicht mehr weiter.
Wo ist der Obama im Verein, der jetzt die Parole ausgiebt:
YES WE CAN?

Montag, 13. Oktober 2008

Unerreichbare Träume

Ich habe viele Träume, die mir unerreichbar erscheinen. Ich meine jetzt Wachträume und Wünsche, wie Du sicher schon erraten hast.
Lass mich Dir einen Traum verraten. Ich wünschte mir, einmal sämtliche von Gemeinde enttäuschten Christen in Hannover zu einer Versammlung einzuladen. Ich meine die Gemeinde der Gemeindelosen, die vom rechten Glauben abgefallenen, die aber immer noch an Gott glauben und einfach keinen Bock mehr auf Gemeinde in irgendeiner Form haben.
Dazu hätte ich gerne die Pastoren und Leiter der Gemeinden, aus denen sie ausgetreten sind.
Dann würde ich gern eine Podiumsdiskussion leiten und die Gemeinde der Gemeindelosen fragen, warum sie es nicht mehr in ihren Kirchen und Gemeinschaften ausgehalten haben, was ihnen an den Gottesdiensten und Strukturen der Gemeinden nicht gefallen hat und warum sie ausgetreten sind. Die Pastoren und Leiter müssten sich in einer offenen Aussprache all den Fragen der Gemeindelosen stellen und mit ihnen sprechen und diskutieren.
Aber wie soll man die Gemeindelosen erreichen und zusammentrommeln?
Wie soll man Pastoren und Leiter dazu bewegen, sich der Kritik und den Fragen der Enttäuschten zu stellen?
Darf ich es wagen, weiter zu träumen?

Sonntag, 17. August 2008

Gute Nachrichten - Schlechte Nachrichten

Foto: Stitch (Flickr.com)
Möchtest Du erst die gute Nachricht hören oder zuerst die Schlechte?
Die meisten Menschen lieben schlechte Nachrichten mehr als gute. Deshalb berichten die Medien so viel über Kriege, Krankheit, Morde und andere Verbrechen.
Es verkauft sich einfach besser. Das ist erwiesen. Gute Nachrichten interessieren viel weniger Menschen. Deshalb steht so viel über Scheidungen, Alkoholsucht und Exzesse der Stars in den Medien. Liegt es daran, daß wir uns besser fühlen, wenn die Anderen die Buhmänner sind?
Man kann so wunderbar über Politiker und Wirtschaftsbosse schimpfen; sie geben einem ja auch oft gute Gründe dafür. Aber sind tatsächlich auch realistischen Gründe die Hauptmotivation hinter unserem Meckern und Jammern über die Anderen?
Oder haben wir vielleicht einen suchtähnlichen Hang zum Nörgeln und kritisieren, weil wir einfach viel besser da stehen, wenn "die Anderen" so viel Mist bauen?
In meinem neuen Blog auf Wordpress gibt es eine wunderbare Statistikfunktion, die nicht lügt.
Ich kann genau sehen, welche Artikel von mir am meisten gelesen werden. Hier kommen die neusten Zahlen der meistgelesenen Artikel:
Platz 1: Todd Bentleys Trennung von seiner Frau - mit 441 Seitenaufrufen
Platz 2: Gesegnet durch Todd Bentley - mit 163 Seitenaufrufen.
Platz 3: Erfüller der Sehnsucht - Kritsches und Positives über Todd Bentley mit 122 Aufrufen.

Ich konstatiere: Mehr als doppelt so viele Menschen (sicher hauptsächlich Christen) wollten lieber die schlechten Nachrichten lesen. Ob es da wohl überhaupt einen Unterschied zur bösen Welt gibt?
Vielleicht kommt die gute Nachricht, das Evangelium der Rettung durch Jesus deshalb so schlecht in der Welt an, weil die Menschen das Böse einfach mehr lieben? Möglicherweise auch wir Christen?
Wieviele Kundschafter wurden in das Land Kanaan geschickt? Zwölf. Und wieviele von ihnen brachten gute Nachrichten aus dem Land mit? Nur zwei!, Die anderen brachten die schlechten Nachrichten. (4Mo 13,2) Ist die Lage in der Gemeinde heute anders?

Donnerstag, 7. August 2008

Ohne Worte

Kann man die nur am Stück kaufen, oder auch einzelne Scheiben oder so? Vielleicht den Kopf oder einzelne Finger?
Da muss ich noch mal nachfragen. Ist die für 1,-€ eingestellt worden oder zum Festpreis?
Sofort & Neu geht ja wohl nicht mehr!

Tja das Internet birgt schon so manches Mysterium.

Dienstag, 5. August 2008

Aspartam versüßt Dein Leben

Foto: Graham Richardson (flickr.com)
Das erste mal hörte ich von Rhonda aus Amerika von der Gefährlichkeit dieses Süßstoffes und hatte den Eindruck, daß der Bericht darüber ein typisches Internet-Fake ist. Eine sogenannte Urbane Legende, die von irgendeinem Witzbold erfunden wurde und von gutgläubigen aber Ahnungslosen Leuten per email weitergegeben wird. Es sollte Nervenschäden verursachen.
Ich nahm es nicht ernst.
Seit Anfang 2007 habe ich mich ernsthaft bemüht abzunehmen und tatsächlich 10 Kilo in einem halben Jahr geschafft. Dann hatte ich keinen Bock mehr, mein Essen genau abzuzählen und einzuteilen und nahm wieder ein wenig zu.
Meine Frau hatte mir schon jahrelang gepredigt, ich solle lieber Cola-Light, statt Cola trinken, wegen dem vielen Zucker und den Kalorien in der Cola. Nun trinke ich nicht sehr oft Cola, nur so einmal in der Woche während der Bundesligasaison, weil ich dann in eine Sportgaststätte zum Premiere-gucken gehe.
Ich wollte nicht noch mehr zunehmen und war gehorsam. Zusätzlich kauften wir regelmässig einen Kasten Deit-Limonade für zu hause. Da hat die Flasche auch nur ein paar wenige Kalorien.
Ich trank fast nur noch Diätgetränke neben meinem Kaffeekonsum. Das ware sicher öfter so 1,5 Liter am Tag. Den ganzen Herbst und Winter. Im Frühjahr hatte ich plötzlich ständig Anfälle von Tinnitus mit einem starken Hörverlust immer im linken Ohr. Der HNO-Arzt konnte nichts finden und die Anfälle gingen weiter. Bestimmt insgesamt sechs Mal innerhalb kurzer Zeit.
Dann hatte ich plötzlich eine Eingebung noch einmal im Internet nach dem Wirkstoff Aspartam in Süsstoffen zu recherchieren und fand unter anderem meine Symptome Ohrgeräusche und Hörverlust unter den Nebenwirkungen von Aspartam beschrieben.
Ich schaute mir meine Diätlimonade mal genauer an und fand im Kleingedruckten den Warnhinweis auf Aspartam und Phenylalanin, die für allerhand Nebenwirkungen bis hin zum Krebs verdächtig sind. Es ist übrigens Pflicht, diesen Warnhinweis auf die Nahrungsmittel zu drucken!
Sofort trank ich keinen Tropfen Cola Light oder Deit mehr und siehe da - seit diesem Tage verschwanden Tinnitus und Hörverlust.
Regierungen und Süsstoffproduzenten verleugnen weiterhin die Gefährlichkeit von Aspartam und ließen Studien durchführen, die die Ungefährlichkeit belegen sollen.
Viele Aspartamgegner sind der Meinung, daß diese Gutachten gekauft sind, aus monetären Gründen. Das kennt man ja noch vom Contergan her - eine verquickung der Interessen von Staat und Industrie.
Die einen warnen und die Anderen wiegeln ab und machen die Panikmacher lächerlich.
Ich jedenfalls trinke nun lieber Mineralwasser und Getränke ohne künstliche Süsstoffe.
By the way: Eine Freundin von mir, die Tiermedizin studiert erzählte mir, daß Aspartam in ihrer Uni zur Schweinmast verwendet wird! Die kriegen das Zeug Schaufelweise ins Futter gemischt und werden so richtig fett dadurch.
Es macht also nicht schlank, sondern fett! Zumindest wenn man es im Übermass konsumiert wie ich.

Weieter Aspartam Links:
Wikipedia
Gesellschaft für Ernährungsheilkunde
Medizinauskunft
TU Berlin behauptet: Alles nur Panikmache und Quatsch.
Deutscher Süßstoffverband Alles völlig gesund!
Ärzteblatt Krebsrisiko
Politblog Über politische Zusammenhänge

Dienstag, 8. Juli 2008

Im Namen des Volkes

…Trotz dieser ge­sundheitlichen Beeinträchtigungen ist der Kläger weiterhin in der Lage, einer leichten bis mittelschweren Tätigkeit im Haltungswechsel ohne Witterungsbelastung, ohne Zwangs­haltungen, ohne Tätigkeiten in Nacht- und Wechselschicht, besonderen Zeitdruck oder Stress oder mit erhöhten Anforderungen an die Konzentration in einem zeitlichen Umfang von 6 Stunden und mehr arbeitstäglich nachzugehen. Die Kammer stützt ihre Überzeugung…

Hat jemand schon mal in der Praxis so einen Job gesehen? Eine leichte bis mittelschwere Tätigkeit mit der Möglichkeit zum Haltungswechsel, OK, das kanns wohl geben. Aber ohne Witterungsbelastung? Wenn es schwül und drückend ist, oder zu warm im Büro, kann ich wohl dann nach Hause gehen, wenn mein Herz rumzickt, was es gern bei solcher Witterung tut. Erst gestern lag ich den ganzen Tag im Bett, weil der Gang auf den Lindener Berg bei schwüler Witterung mein Herz für 2 Tage ausser Gefecht gesetzt hatte. Wohlgemerkt, der Lindener Berg ist der höchste Maulwurfshügel im ansonsten völlig platten Hannover, und ich bin auch nur bis zur Hälfte hoch gegangen. Im Schneckentempo.
Keine Wechselschicht und Zwangshaltungen, na ja, das gibts wohl auch. Aber in welchem Job gibt es heutzutage keinen Zeitdruck und Stress? Und wo muss man sich bei der Arbeit nicht großartig konzentrieren?
Falls jemand mal irgendwo einen Job gesehen hat, der all diese Vorraussetzungen erfüllt, bitte ich ihn, mir bescheid zu geben. Das ist die Tätigkeit, die ich laut Gerichtsbeschluss des Sozialgerichts Hannover vom 24. Juni 2008 noch über sechs Stunden täglich wahrnehmen kann. Trotz meiner gesundheitlichen Einschränkungen.
Vielleicht Vorkoster in einer Bonbonfabrik? Hmm, schlecht für meinen Diabetes.
Testspieler für Computerspiele? Ich fürchte zu lange Zwangshaltung vor dem Bildschirm mit Maus oder Gamepaddels.
Mir fällt einfach keine passende Tätigkeit zu diesem Gerichtsentscheid ein und ich habe auch keine Kohle mehr in die nächsthöhere Instanz zu gehen. Also kann sich der Staat und die deutsche Rentenversicherung darüber freuen, daß ich in Zukunft mit 264,73 € Teilerwerbsminderungsrente auskommen muss. (Furchtbar, dieses Beamtendeutsch)
Oder sollte es tatsächlich doch diesen vorgeschlagenen Traumjob geben? Wenn das deutsche Volk, also auch Du, mir solch eine Tätigkeit vorschlägt, dann muß es sie doch eigentlich irgendwo geben?

Montag, 16. Juni 2008

Ist Gott ein Fußballfan?

Kaum zu glauben, nicht wahr? Gott, ein Fußballfan? Erschöpft nach einem wunderschönen Sonntag mit einem tollen Gottesdienst und schöner Gemeinschaft und Kommunikation mit Freunden gucke ich abends mit dem Herrn zusammen das Fußballspiel Tschechien gegen Türkei. Meine Sylle geht schon früh ins Bett, weil sie kaputt von der Arbeit in der Notaufnahme ist.
So schreibe ich SMS mit meiner Tochter hin und her, die zu den Türken hält. ;-))
Tchechien knallt denen zwei schöne Tore rein und alles scheint verloren. Aber die Türken kämpfen und kämpfen. Irgendwann gelingt ihnen das Anschlusstor. Die Tschechen spielen super und man kann kaum glauben, daß die Türken das Spiel noch rumreissen können, aber ihre Moral ist einzigartig. Das Spiel ist sauspannend. ich meine wirklich spannend. Selbst meine Tochter, die immer eine Fußballbanause war, ist völlig davon begeistert.
Dann frage ich Gott, der mich immer noch erfüllt und an den ich ständig denken muss: Sag mal Herr, siehst Du den Kampfgeist der Türken? Hätten die nicht bei einer solchen Moral den Sieg verdient?
Was denkst Du denn über die? (Ich glaube dabei nicht wirklich, daß Gott so etwas überhaupt interessiert). Gott denkt scheinbar kurz nach, dann fällt das 2:2 für die Türken. Und kurz danach der Siegtreffer in einem hochdramatischen Finale.
Ist Gott vielleicht doch ein Fußballfan? ;-))

Donnerstag, 5. Juni 2008

Warum hört Gott nicht auf uns?

In über 30 Jahren als Christ habe ich viele Bücher über Gebet gelesen, viele Predigten und Lehreinheiten darüber gehört. Ich habe versucht das Meiste auch in die Tat umzusetzen, denn ich wollte Gott an mir und anderen handeln sehen. Gemäß dem Aufwand, den ich getrieben habe (Nächte durchgebetet, Gebetszeiten von 8 Stunden Länge u.vieles mehr) habe ich sehr wenig von Gottes Handeln in meinem Leben und im Leben der Gemeinde und der Welt gesehen.
Man kann Gott offenbar nicht einfach den Arm umdrehen und erst wieder loslassen, wenn er getan hat, was man sich so alles wünscht. Darauf reagiert er scheinbar nicht. Natürlich kenne ich die Story von der hartnäckigen Witwe, aber ich kenne auch die Verse wo Jesus sagt: Macht nicht viele Worte im Gebet, denn euer Vater im Himmel weiß ja alles was ihr braucht ;-))
Es nützt auch nicht viel, ihm sein Wort unter die Nase zu halten, zu zetern und zu sagen: "Hier habe ich es schwarz auf weiß, Du musst zu Deinem Wort stehen, jetzt mach endlich etwas"!
Fehlanzeige.
Ich spreche jetzt nicht vom allgemeinen Reden mit Gott, von Kommunikation oder Lobpreis und Anbetung - das klappt jederzeit. Ich rede von konkreten Bitten um konkrete Dinge wie Heilung und Befreiung oder Geld. Ich rede von Bitten um die Errettung und Bekehrung von Menschen und Fürbitte für die Nation. Ich rede von Wiederherstellung von Beziehungen auf der Arbeit oder in der Gemeinde. Konkrete Anliegen in die ich Gott mit einbeziehe und erwarte, daß er etwas tut!
Und er rührt sich einfach nicht, egal was ich auch proklamiert und geweissagt habe. Egal wieviel "Glauben" ich aufgebaut habe und egal wie fromm ich meine Bitten auch verpacke. "Es geht mir nur um Deinen Willen, Herr! Es geht mir nur um Deine Verherrlichung und Dein Königreich." Nutzt alles nix. Gott handelt nur sehr selten in dieser Weise für mich. Ab und zu schon, aber im Vergleich zum betriebenen Aufwand? Auch auf den Trick mit dem gemeinsamen Gebet fällt Gott nicht herein, selbst wenn zweihundert Beter gemeinsam schreien und proklamieren was das Zeug hält.
Ich glaube nicht, daß der Teufel Schuld daran hat. Gott ist um so viel stärker als der.
Gott stellt sich einfach nicht zu unserem Gebet, weil er nicht will - aus irgendwelchen Gründen. Für mich ist es sehr interessant herauszufinden warum Gott einfach nicht will. Was für Gründe hat Gott? Das werde ich ihn in Zukunft vermehrt fragen.
Ich habe heute eine sehr interessante Bibelstelle zu diesem Thema gelesen:
Offb 8,3 Und ein anderer Engel kam und stellte sich an den Altar, und er hatte ein goldenes Räucherfaß; und es wurde ihm viel Räucherwerk gegeben, damit er es für die Gebete aller Heiligen(1) auf den goldenen Altar gebe, der vor dem Thron ist. Und der Rauch des Räucherwerks stieg mit den Gebeten der Heiligen auf aus der Hand des Engels vor Gott. Und der Engel nahm das Räucherfaß und füllte es von dem Feuer des Altars und warf es auf die Erde; und es geschahen Donner und Stimmen und Blitze und ein Erdbeben.
In der Anmerkung meiner geliebten Elberfelder Bibel steht dazu: (1) Um den Gebeten der Heiligen dadurch Wohlgeruch und Wirksamkeit zu verleihen.
Ein mächtiger Engel Gottes fügt den Gebeten eine göttliche Substanz hinzu - Räucherwerk - erst dann steigen die Gebete auf zu Gott!
Erst dann darf der Engel das Feuer des Altars nehmen und auf die Erde werfen. Und erst jetzt geschieht etwas auf der Erde in der sichtbaren Wirklichkeit. Und zwar etwas Gewaltiges. Gottes Reden, Donner, Blitze und ein Erdbeben.
Offenbar reichen die Gebete der Heiligen allein nicht aus, um Gottes Handeln auf der Erde freizusetzen. Es muss etwas Göttliches dazugetan werden - etwas Wohlriechendes und Heiliges. Etwas von Gott selbst - vielleicht seine Salbung, sein Heiliger Geist? Gebet, daß nicht nur aus meiner Seele kommt sondern inspiriert ist vom Geist selber? Gebet voller Feuer, Gebet welches aus Gottes Herzen geboren wurde und nicht aus meinem eigenen Herzen?
Dein Wille geschehe, wie im Himmel - so auf Erden. Dein Reich komme. Amen.