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Sonntag, 24. Mai 2015

Drohung!

Es geht mir besser! Es geht mir so gut daß ich hier demnächst vielleicht sogar mal wieder etwas Frommes poste! Selber Schuld Jesus.

Samstag, 30. November 2013

Was ich immer schon mal tun wollte..

Manchmal sitze ich im Bus oder der Straßenbahn, schaue mir die Leute an und denke: "Wie traurig und einsam so viele Menschen doch sind."

Sie sind in sich gekehrt, niemand schaut sich direkt an oder lächelt gar. Fast könnte man meinen die ganze Straßenbahn (Die Menschen darin, nicht die Bahn) oder sogar ganz Deutschland ist von einer kollektiven Depression befallen.
Warum unterhält sich niemand außer den Schulkindern oder sowieso Bekannten? Warum starren die Leute nur mit leerem Blick in der Gegend herum, vermeiden sich gegenseitig anzusehen oder spielen mit dem Smartphone? Manche sind auch in ein Buch vertieft.
Ähnlich ist es in den Wartezimmern der Ärzte, von denen ich im Lauf der letzten Jahre eine ganze Menge kennengelernt habe: Die Wartezeit dauert elend lange, man sagt "Guten Morgen" und "Auf Wiedersehen" aber keiner kommt auf die Idee sich vielleicht mal mit dem Nachbarn zu unterhalten um das Warten kurzweiliger und angenehmer zu gestalten.

Samstag, 11. August 2012

Die Macht der Gewohnheit

Es war einmal in den achziger Jahren. Wir waren wie immer sonntags in unsere neu gegründete Gemeinde gefahren.
Ich stand mit der Gitarre auf der Bühne und leitete den Lobpreis, womöglich hatte ich auch die Predigt.
Es muß ein sehr schöner Gottesdienst gewesen sein denn ich war danach noch sehr mit großer Freude an Gott erfüllt und stand auch noch am Büchertisch der Gemeinde und verkaufte ein paar Bücher während ich mich nebenbei mit einigen Leuten unterhielt.
Mein Frau war mit unseren Kindern und der Kinderstunde beschäftigt gewesen und drückte nicht aufs Tempo bei der Abfahrt nach Hause. Wir waren völlig entspannt.
Wie üblich mussten wir unseren behinderten Mitbewohner Heiko und unseren Freund Horst, der als Spastiker auf den Rollstuhl angewiesen war von der Gemeinschaft loseisen um die ganze Bagage  in unseren VW-Bus einzuladen, denn wir aßen gewöhlich sonntags nach dem Gottesdienst bei uns einen schönen Braten und spielten danach manchmal Skat, während die Kinder im Fernsehen Biene Maja gucken durften.
Alles wie üblich und völlig entspannt - ohne jede Eile - denn wir wollten den Sonntag ja so richtig genießen.

Zu hause angekommen kümmerte ich mich um die Kocherei und wir aßen gemütlich zusammen.
Eigentlich könnten wir nach dem Essen noch ein Glas Rotwein genießen, dachte ich und entkorkte die Flasche.
Während ich die ersten Schlucke genaß kam mir der Gedanke, als ob ich irgend etwas Wichtiges vergessen hätte, an das ich mich unbedigt erinnern wollte: "Hast du da nicht etwas ganz Dringendes vergessen?" fragte ich mich und kam zuerst nicht auf die Lösung. Immer wieder ging dieser Gedanke mir im Kopf herum.

Dann hatte ich auf einmal die Erleuchtung was es gewesen war: Ich hätte nach dem Gottesdienst eigentlich sofort zur Arbeit fahren müssen, denn ich hatte Spätdienst im Krankenhaus und hätte schon seit zwei Stunden dort sein müssen. Mein Chef und Stationsleiter stand nun völlig allein auf der Station - ohne seinen Schüler der Krankenpflege, der über dem üblichen sonntäglichen Ritual völlig den Blick für die Realität verloren hatte! :-) Und meine liebe Frau offenbar auch.

Ich hetzte sofort atemlos mit dem VW-Bus zum Krankenhaus und war völlig "durch den Wind".
Zum Glück war mein Chef sehr nett und warf mir mein Versäumnis nicht vor. Auch er ging völlig entspannt mit der Situation um und machte mich keinesfalls zur Sau, obwohl er mir die Geschichte nicht wirklich abnahm - lustig war sie allemal und ich brachte ihn mit meiner zerknischten Entschuldigung zum Lachen. Und wir hatten sogar ein Gespräch über den Glauben an Gott...

Mittwoch, 29. Dezember 2010

Warte warte nur ein Weilchen...

Das absolute MUSS für den Hannover-Fan! 
Wir haben nicht nur die Scorpions, Heinz-Rudolf Kunze, Gerhard Schröder und andere Unerträglichkeiten. Nein wir hatten auch noch ein ganz besonderes Monster, welches uns am Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts viel Freude gemacht hat. :-)

Freitag, 24. September 2010

Tiefgläubige Sportler

Man erkennt sie sofort auf dem grünen Rasen: Die Tiefgläubigen! Vor dem Spiel stehen sie am Spielfeldrand und beten zum Himmel oder bekreuzigen sich. Wenn sie ein Tor schießen heben sie ihr Trikot hoch worauf zu lesen steht: Joh.3,16 oder Jesus is Lord. Und weil das nicht mehr erlaubt ist zeigen sie zumindest mit Dankesgeste zum Himmel empor und jeder Sportjournalist weiß: Der ist aber TIEFGLÄUBIG.

Ich weiß nicht ob Sportjournalisten eine eigene Rasse sind oder ob sie einfach keinen Kontakt zu politischen Journalisten haben. Denn die bezeichnen die TIEFGLÄUBIGEN meistens kurz und bündig als Fundamentalisten.
Und erheben warnend den Zeigefinger. Aber vielleicht sind ja auch die frommen Sportler eine besondere Rasse, welche sich von den Fundamentalisten und religiösen Terroristen unterscheiden? Die Journalisten werden es wissen.

Montag, 9. August 2010

Die ultimative Diät


Viele Leute sind stets auf der Suche nach einer neuen Diät.
Das Problem mit den meisten Diäten ist jedoch:

man bekommt nicht genug zu essen,
man hat nicht genug Abwechslung,
man ist hinterher pleite.

Also mogeln die meisten Leute bei ihrer Diät,
hören nach drei Tagen auf oder
stopfen sich hinterher voll.
Gibt es wirklich keine andere Lösung, als aufzugeben und den Freunden zu erzählen, man habe eine Stoffwechselstörung?
Doch, es gibt eine: Die neue Kleinkind-Diät!
Sie werden bemerkt haben, dass die meisten Zweijährigen ziemlich schlank sind. Nach Rücksprache mit Kinderärzten, Röntgenologen und verzweifelten Müttern war ich in der Lage, diese neue Diät zu formulieren. Sie ist preiswert, bietet abwechslungsreiche Mahlzeiten und ausreichende Mengen.

Bevor Sie mit der Diät beginnen, konsultieren Sie Ihren Arzt. (Sonst müssen Sie Ihn möglicherweise hinterher aufsuchen.)

Erster Tag
Frühstück:
Ein Rührei, ein Stück Toastbrot mit Pflaumenmus. Essen Sie zwei Bissen Ei mit den Fingern, das restliche Ei werfen Sie auf den Boden. Nehmen Sie einen Happen Toast und schmieren Sie das Pflaumenmus auf Ihr Gesicht und Ihre Kleidung.

Mittagessen:
Vier Wachsmalkreiden (Farbe ist egal), eine Handvoll Kartoffelchips und ein Glas Milch (3 Schluck, den Rest kippen Sie auf dem Tisch aus.).

Snack:
Toasten Sie ein Stück Brot und werfen Sie es auf den Küchenfußboden.

Abendessen:
Einen Salzstengel, zwei Eincent- und ein Fünfcentstück, vier Schluck abgestandenes Bier.

Zweiter Tag
Frühstück:
Kratzen Sie die Scheibe Toastbrot vom Vortag vom Küchenboden. Dazu eine halbe Flasche Vanilleextrakt oder ein Schnapsglas Pflanzenfarbe.

Mittagessen:
Einen halben Lippenstift Farbe "Pulsating Pink" . Dazu einen Eiswürfel.

Snack:
Lutschen Sie einen Dauerlutscher gut feucht, nehmen Sie ihn dann mit in den Garten und werfen ihn in den Matsch. Dann lutschen Sie ihn wieder sauber. Danach auf den Teppich kleben.

Abendessen:
Einen Kieselstein oder eine trockene Erbse wird bis zum Anschlag in das rechte Nasenloch gesteckt. Gießen Sie ein Glas Eistee über Kartoffelbrei und genießen Sie dies mit einem Löffel.

Dritter Tag
Frühstück:
Zwei Pfannkuchen mit recht viel Sirup, mit den Fingern gegessen. Den Rest in die Haare schmieren. Von einem Glas Milch trinken Sie die Hälfte, dann stopfen Sie ein Stück Pfannkuchen in das Glas. Nach dem Frühstück holen Sie den Dauerlutscher von gestern vom Teppich, lutschen die Fusseln ab und legen ihn auf Ihren besten Sessel.

Mittagessen:
Drei Streichhölzer und ein Sandwich mit Erdnußbutter und Marmelade. Spucken Sie einige Bissen davon auf den Fußboden. Gießen Sie ein Glas Milch auf dem Tisch aus und schlürfen Sie auf.

Abendessen:
Ein Becher Eiskrem, eine Handvoll Kartoffelchips, etwas Wein, danach kalter Kaffee.

Letzter Tag
Frühstück:
Eine Vierteltube Zahnpasta (Geschmack egal), ein Bissen Seife, eine Olive. Geben Sie ein Glas Milch über eine Schüssel Cornflakes, dazu eine halbe Tasse Zucker. Wenn die Cornflakes gut eingeweicht sind, schlürfen Sie die Milch auf und füttern die Cornflakes der Katze.

Mittagessen:
Suchen Sie die Krümel vom Küchenfußboden und vom Teppich im Eßzimmer und essen Sie sie auf. Holen Sie den Dauerlutscher vom Sessel und lutschen Sie ihn fertig.

Abendessen:
Spaghetti mit Fleischklößchen, dazu Kakao. Lassen Sie die Fleischklößchen auf dem Teller. Als Nachtisch stecken Sie sich das Bürstchen aus der Wimperntusche in den Mund.

Dienstag, 13. Juli 2010

Abkühlung

Gestern war mir mal wieder ziemlich heiß. Euch wahrscheinlich auch. Also verklebte ich morgens schon früh unser gesamtes Küchenfenster mit Alufolie, um die Hitze draußen zu halten, denn dort haben wir keine Gardine.
Alle Jalousien runter, in jedem Zimmer einen Ventilator an und nur die Fenster auf Kipp, wo nicht die Sonne drauf prasselt. Trotzdem mittags so um die 30 Grad in der Wohnung - bis auf die Küche mit der Alufolie - da ist es vielleicht 1 Grad kälter. Ich wälze mich nach mehrmaligem kalten abduschen im Bett herum, da mein Kreislauf verrückt spielt. Der Venti bläst mir voll Power auf den halbnackten Körper. (Oder dreiviertel nackt?) Jedenfalls bin ich nur mit shorts bekleidet. Visionen von kühlem Eis wabern beim Dösen in meinem Kopf herum und ich stelle mir den kühlen Luftzug der Klimaanlage im Einkaufszentrum vor. Haben die überhaupt ne Klimaanlage? Auf jeden Fall ist es kalt in der Kühlabteilung.
Ich bin mir nicht sicher, ob ich es überhaupt bis ins Einkaufszentrum schaffe bei der Hitze. Bestimmt kollabiere ich unterwegs. Allerdings habe ich einen Motorroller, der eventuell etwas Fahrtwind abwirft, wenn ich schnell genug bin. Ob ich allerdings im Motorradhelm ersticke ist mir unklar. Ich fasse den heldenhaften Entschluss in der Mittagshitze um 13:30 Uhr trotz aller Bedenken und Ängste loszufahren, komme was da wolle. Es sind ja höchstens 10 Minuten.

Der Asphalt strahlt mich an - heiß wie eine Herdplatte. Aber durch das offene Visier kommt tatsächlich etwas Luft an mein Gesicht. Und mit 70 km/h kühlt der Fahrtwind tatsächlich meine nackten Beine und Arme etwas ab.  Ich rette mich in den Eingang des Einkaufszentrums und bin erleichtert - die Klimaanlage läuft und es herrscht eine angenehm kühle Temperatur. Hier bleibe ich jetzt erst mal ein paar Stunden!
Ich schlendere langsam durch den Baumarkt, kaufe ein Paket Pflaster und grinse. Danach gönne ich mir erst einmal einen neuen Haarschnitt. Leider reicht die Klimaanlage nicht bis ins Friseurgeschäft, so daß ich schweißüberströmt den Laden verlasse und schnurstracks den Lebensmittelmarkt ansteuere. Hallelujah - in der Kühlabteilung ist es wohl unter 20 Grad! Ich lasse mir sehr sehr viel Zeit um 2 Pakete Grapefruitsaft zu kaufen. Der Supermarkt ist sehr groß und hat viele Gänge. Angenehme Musik dudelt vor sich hin. Doch was ist das? Plötzlich steigt mir die Zornesröte ins Gesicht und ich möchte am liebsten den Lautsprecher kaputt treten denn es erschallt der Song von Rudi Carrell: "Wann wirds mal wieder richtig Sommer? So wie es früher einmal war...." Gott hab ihn selig, aber wenn ich den jetzt an der Kasse treffen würde täte ich ihm so richtig die Fresse polieren....

Foto: OrangeSmell (Flickr.com) 

Sonntag, 6. Juni 2010

Die "K" Frage

Käßmann, Kachelmann, Koch und Köhler haben uns dieses Jahr im Stich gelassen. Wer folgt als Nächster?
Künast, Kerner, Klopp und Klose?

Donnerstag, 1. April 2010

Weil ich sooo süß bin...

Weil ich so süß bin, daß niemand erkennt, daß ich das SALZ der Erde bin, hat mir der liebe Bento ein T-shirt geschenkt...

Donnerstag, 11. März 2010

Don Ralfo's Wiederherstellungsprozess

Nach langen Jahren im christlichen Abseits gelang es dem bekannten amerikanischen Pastor Rick Joyner nun endlich nicht nur Todd Bentley, sondern  auch Don Ralfo auf den richtigen Weg der Wiederherstellung zu führen.
Endlich ist der gesalbte Lobpreisleiter wieder auf dem Weg der Besserung zurück in seinen vollmächtigen Dienst! Darauf hat die christliche Welt lange warten müssen - aber nun kann die Erweckung weitergehen, die durch das Ausscheiden des charismatischen Musikers unterbrochen wurde....

Samstag, 6. März 2010

Die verzauberte Welt

Er schlug seine Augen auf und bemerkte, daß ein besonderer Duft in der Luft lag, denn das Schlafzimmerfenster war leicht geöffnet und ein kalter Hauch strömte durch den Spalt.
Irgend etwas ist anders heute morgen, fuhr es ihm durch den Kopf. Er setzte sich auf und rieb sich die Augen. Dann öffnete er die Jalousie und blickte nach draussen. Im milden Schein der Morgensonne flüsterten die Hecken, Büsche und Obstbäume im verwunschenen Garten. Die Vögel waren wie schwarze Tupfer auf den stillen weißen Zweigen, die wie mit Puderzucker bestreut  aussahen Verzauberte Welt!
Und er dachte: "So'n Scheiß - schooon wieder Schnee! Jetzt leck mich doch am Arsch Du dämlicher Winter!!!"

Freitag, 22. Januar 2010

Mein größtes Verbrechen...

Mein größtes Verbrechen ist:  
Keine Ahnung von NIX zu haben aber doch immer Recht haben wollen...
Und was ist Dein größtes Verbrechen?

Dienstag, 15. Dezember 2009

Und die Bibel hat DOCH recht!

"Manches deutet eher darauf hin, daß die Erde viereckig ist, vgl. Offb 7,1: 'Danach sah ich vier Engel stehen an den vier Ecken der Erde...' "
Gefunden bei JesusPunk ;-)



Freitag, 11. Dezember 2009

Wie man intelligent wird

Sitzen zwei Männer im Zug.
Der eine isst Apfelkerne.
Da fragt der andere:
„Warum essen sie denn Apfelkerne?“
„Das macht intelligent.“
„Darf ich auch welche haben?“
„Ja, für fünf Euro.“
Er bezahlt fünf Euro, bekommt die Kerne und isst sie. Dann murmelt er kauend: „Eigentlich hätte ich mir für fünf Euro ja eine ganze Tüte Äpfel kaufen können!“
„Sehen sie, es wirkt schon!“

Mittwoch, 9. Dezember 2009

40 Jahre nach der sexuellen Revolution...


Don Ralfo hat ja einen gesundheitlichen Aufschwung und geht mittlerweile dreimal die Woche ins Fitnessstudio, wenn er es denn schafft. :-)
Und dort war er nach dem Training gestern anschließend mal wieder in der angeschlossenen Sauna um sich zu entspannen und das Immunsystem anzuregen. (Man fühlt sich wirklich sehr gut danach)
Männer und Frauen haben dort jeweils eine eigene Sauna, die aber mit einer unverschlossenen Durchgangstür versehen sind. Ich habe noch keinen Herrn durch diese Tür in die Damenabteilung gehen sehen aber allerdings bemerkt, daß einige Damen (Aus welchem Grund auch immer) die Sauna der Herren benutzen. Bisher allerdings immer in Begleitung eines ihnen offensichtlich bekannten Herrn.
Gestern lag dort ein muskelbepackter Jüngling, der mir schon öfter in der Umkleide aufgefallen war nach dem Saunagang auf seinem Handtuch. Vor ihm saß auf der Fensterbank eine hübsche Blondine mit sehr langem glatten Haar und starrte ihn unverwandt an, während sie sich über wichtige Dinge wie: Das aufpeppen der Muskeln an Armen und Beinen unterhielten. Er meinte, daß er noch mehr Muskeln dort aufbauen sollte um die Anderen Kerle platt machen zu können. (Offenbar als Bodybuilder)
Don Ralfo nannte den Kerl in Gedanken nach kurzer Zeit nur noch "Muskelschwuchtel".
Die Blondine war mit einem Riesenhandtuch in Bettlakengröße komplett eingehüllt und auch der Jüngling hatte schamhaft ein Handtuch um die Taille gewickelt. Das ist hier so allgemeine Sitte.
Ich hatte mich schon gewundert, daß sämtliche Herren auf den Relaxliegen ihre Familienjuwelen ständig verhüllt hatten, während ich mir zu Anfang nichts dabei dachte mein Handtuch nur unter mir auszubreiten und nicht um die Hüften gewickelt - bis die erste verhüllte Dame bei uns in der Sauna auftauchte!
Bei uns sind sie alle verhüllt - selbst beim Schwitzen liegen die wenigsten unverhüllt da sondern sitzen mit dem Handtuch eingewickelt.
Und das 40 Jahre nach Woodstock und den ersten Aufklärungsfilmen von Oswalt Kolle. Der würde sich wahrscheinlich im Grabe umdrehen (wenn er schon tot wäre) über diesen verschämten Umgang mit der Nacktheit! Die Schamhaftigkeit nimmt offenbar wieder zu und die sexuelle Konterrevolution ist in vollem Gange.
Die Medien scheffeln weiterhin Kohle mit freizügig dargestellter Nacktheit und Sexualität und gaukeln uns eine scheinbare Freizügigkeit in der Gesellschaft vor, während das natürliche Schamgefühl der Meisten möglicherweise unverändert ist.
Die sexuellen Revoluzzer der 68er Jahre sind gescheitert. Die Deutschen sind weiterhin ganz normal prüde  in ihren Schamgrenzen geblieben und haben sich von der Ideologie der sexuellen Befreiung nicht infizieren lassen.

Foto: Mr.Thomas (Flickr.com)

Montag, 2. November 2009

Lektion in Fürbitte

Mt 5,44 Ich aber sage euch: Liebet eure Feinde, segnet, die euch fluchen, tut wohl denen, die euch hassen, und betet für die, die euch beleidigen und verfolgen...
1977 bekehrte ich mich und gab mein Leben Jesus. In dieser Zeit war ich Zivildienstleistender im Annastift und wohnte in einem kleinen Zimmer auf dem Flur direkt über der Station, auf der ich als Krankenpflegehelfer arbeitete.
Das hatte viele Vorteile, denn die lange Anfahrt mit Bus und Bahn oder dem Auto entfiel und man konnte natürlich dementsprechend länger schlafen.
Das ist bei einem Arbeitsbeginn von 6:00 Uhr morgens doch recht angenehm. Als ich noch außerhalb wohnte, musste ich zumeist schon um 4:30 Uhr aufstehen, um pünktlich zu sein.
Wenn ich nun mal abends zu lange gemacht hatte, ließ ich das Duschen sein und stand erst um fünf vor sechs auf, wenn es mir passte. Den Kaffee gab es dann ja auf Station!

Der "Pflegerflur" hatte allerdings auch Nachteile. Zum Beispiel konnte man die quäkende Klingel der behinderten Heimbewohner eine Etage tiefer hören und hatte manchmal das Gefühl aufgefordert zu sein zur Klingel zu gehen, um nach den Bedürfnissen der Patienten zu fragen.
Dafür hat die Klingel ja den entsprechend nervigen Ton! Man sollte es sich beim Kaffetrinken in der Personalküche nicht zu gemütlich machen und rasch aufstehen, wenn ein Heimbewohner Wünsche hatte.
Ein anderer gravierender Nachteil bestand in der Tatsache, daß ein Pfleger der eigentlich außerhalb wohnte sich die 90 Mark für das Zimmer schräg gegenüber leisten konnte, um ein Notquartier zu haben, falls er einmal nach dem Spätdienst keinen Bock hatte nach Hause zu fahren. Der Spätdienst war damals erst um 22:00 Uhr vorbei, und wenn er am nächsten Morgen Frühdienst hatte, der um 6:00 Uhr begann, lohnte es sich nicht wirklich noch nach Hause zu fahren.

Eines Tages hatte Günther (derPfleger gegenüber) nach dem Spätdienst die Idee, noch mit ein paar Kollegen einen kleinen Umtrunk zu halten. Er hatte ein Kofferradio oder Plattenspieler im Zimmer, der mit der guten Laune der Kollegen immer Lauter wurde. So gegen 24:00 Uhr klopfte ich an die Tür und bat die Leute, das Radio etwas leiser zu drehen, da ich am nächsten Tag Frühschicht hatte. Man drehte das Radio für fünf Minuten leise - dafür wurde aber das Gelächter und die Unterhaltung immer lauter.
Ich konnte nicht einschlafen und die Jungs und Mädels machten so bis etwa 3:30 Uhr nachts weiter, was bedeutete, daß ich ziemlich gerädert zum Frühdienst erschien.
Na ja, man vergibt ja als Christ, das hatte ich schon gelernt und das tat ich dann auch.
Allerdings häuften sich nun die Gelegenheiten zum Vergeben ziemlich drastisch, denn die Kollegen hatten Gefallen am geselligen Beisammensein mit Umtrunk und Musik gefunden.
Direkt neben Günthers Zimmer, wo manchmal Nacht für Nacht die Partys stattfanden wohnte noch ein anderer Christ, zu dem ich einen freundschaftlichen Draht hatte.
Wir gingen ab 24:00 Uhr abwechselnd an Günthers Tür und baten mehr oder weniger dringlich um Ruhe. Leider meistens völlig ohne Erfolg.
Die Heimbewohner unter uns holten des Öfteren die Hauptnachtwache, um für Ruhe zu sorgen, die den Feiernden Bescheid sagte. Es war danach für 10 Minuten leise und ging dann wieder los.
Die Kollegen hatten einfach kein Einsehen oder Mitleid mit dem Rest des Hauses.
Mittlerweile hatte ich ein Buch über "Waffen im Kampf gegen die Mächte der Finsternis" gelesen und fing an den Dämonen des Alkohols, der Musik und der Unverschämtheit gegenüber zu gebieten im Namen Jesu den Pflegerflur zu verlassen. Ich band auch alle Mächte der Unreinheit und Sexualität und was mir sonst noch so alles einfiel.
Kein Dämon hörte auf mich! Der Lautstärkepegel blieb unverändert und meine Nächte waren kurz. Ich bat Gott auf Knien, daß er den Leuten doch bitte Einhalt gebieten solle - doch scheinbar interessierte sich Gott nicht für mein Problem. Ich versuchte nachts die Bibel zu lesen und hörte leise Musik. Andreas mein Mitchrist drehte eines nachts seine Lautsprecherboxen direkt auf die angrenzende Wand und drehte Orgelmusik von Bach auf volle Lautstärke - er war ein Klassik-Fan. Auch das nützte nichts, so das wir beide ziemlich verzweifelt und stinksauer auf die rücksichtslosen Kollegen wurden.
Eines abends, als die Party nebenan mal wieder in vollem Gang war beschlossen Andreas und ich unsere Gebetspower zusammen zu tun um die Verheißung des gemeinsamen Gebets in Anspruch zu nehmen:
Mt 18,19 Wiederum sage ich euch: Wenn zwei von euch auf der Erde übereinkommen werden über irgend eine Sache, um welche sie auch bitten mögen, so wird sie ihnen werden von meinem Vater, der in den Himmeln ist.
Andreas fing an, unsere Nachbarn zu segnen und ihnen im Gebet Gutes zu wünschen. Er betete für Gottes Segen auf den Familien unserer Kollegen. Ich war etwas erstaunt über seine Art zu beten, die völlig ohne Befehle an die Dämonen auskam und tat es ihm gleich. Schließlich war es ja wichtig, daß man im Gebet übereinstimmt, um die Verheißung zu erlangen.
Über dem Segnen vergaßen wir völlig, Gott zu bitten, dem bösen Treiben doch ein Ende zu machen. Wir beteten überhaupt nicht für irgendeine Erlösung oder Hilfe und beteten auch nicht gegen unsere Zimmernachbarn sondern vergaben ihnen gemeinsam und baten den Herrn ihnen das Böse nicht anzurechnen.
Danach ging ich friedlich und freudig in mein Zimmer zurück und lächelte in mich hinein. Ich zündete mir eine Kerze an und las noch ein Kapitel in der Bibel und einen Psalm. Dann machte ich das Licht aus und schloß meine Augen zum Schlaf.
Kaum hatte ich das getan, öffnete sich gegenüber die Tür und der Erste verabschiedete sich für diesmal. Die Anderen wollten ihn zuerst nicht gehen lassen, aber er setzte sich durch. Innerhalb kurzer Zeit hatten die Anderen wohl auch die Lust verloren, gingen nach Hause und es wurde still. Es war kurz nach 24:00 Uhr.
Seitdem hörten die lauten Partys schlagartig auf! Und ich hatte eine Lektion in Fürbitte gelernt.
Es heißt nämlich FÜR-Bitte und nicht GEGEN-Bitte. Wir sollen den Leuten im Gebet nichts Schlechtes wünschen, sondern Gutes. Ich hatte vorher innerlich die Menschen verflucht und nicht gesegnet.
Röm 12,14 Segnet, die euch verfolgen; segnet, und fluchet nicht.
1Petr 3,9 und vergeltet nicht Böses mit Bösem, oder Scheltwort mit Scheltwort, sondern im Gegenteil segnet, weil ihr dazu berufen worden seid, daß ihr Segen ererbet.

Samstag, 31. Oktober 2009

Die Leibliche Übung

1.Tim 4,8 Denn die leibliche Übung ist zu wenigem nütze, die Gottseligkeit aber ist zu allen Dingen nütze, da sie die Verheißung dieses und des zukünftigen Lebens hat.
Ich schätze ja den Bruder und Apostel Paulus sehr, aber ob er bei diesen Versen wohl an den Durchschnittsmenschen des 21. Jahrhunderts gedacht hat? Eher nicht!
Denn der Durchschnittsmensch heutzutage (Und dazu zähle ich mich selbst auch) ist stark übergewichtig, leidet unter Bewegungsmangel und hat es verlernt, sich gesund zu ernähren.
Zu biblischen Zeiten gabs halt noch kein Fernsehen, Mc Donalds und PC.
Büroarbeit war weitgehend unbekannt und man war gezwungen seinen Körper selbst zu bewegen, wenn man zur Arbeit ging, denn es gab keine Autos oder Straßenbahnen und auch keine Fahrstühle und ähnliche Bequemlichkeiten.
Der Durchschnittsmensch von heute ist zumeist eine sogenannte "Couch-Potato" und leidet gern an Zivilisationskrankheiten wie Herzverfettung, "Kreislauf", "Rücken" und Depressionen. Die Muskelmasse nimmt ab und das Fettgewebe nimmt zu. Dazu kommt dann noch das Gefäßvernichtende Nikotin und der blödmachende Alkohol.
Paulus kannte damals nur den übermäßigen Genuß von Wein, vor dem er und die übrige Bibel auch warnt:
Spr 23,31ff Sieh den Wein nicht an, wenn er sich rot zeigt, wenn er im Becher blinkt, leicht hinuntergleitet. Sein Ende ist, daß er beißt wie eine Schlange und sticht wie ein Basilisk. Deine Augen werden Seltsames sehen, und dein Herz wird verkehrte Dinge reden. Und du wirst sein wie einer, der im Herzen des Meeres liegt, und wie einer, der da liegt auf der Spitze eines Mastes. "Man hat mich geschlagen, es schmerzte mich nicht; man hat mich geprügelt, ich fühlte es nicht. Wann werde ich aufwachen? Ich will es wieder tun, will ihn abermals aufsuchen."
Was würde Paulus wohl heutzutage über die "leibliche Übung" schreiben? Ich mach mal nen Versuch, mir das vorzustellen:
Widerruf von 1. Tim.4,8
Kinder, ich habe Euch geschrieben, die leibliche Übung sei zu wenig nütze. Das stimmte damals auch. Aber heutzutage gilt: Wer seinen Allerwertesten nicht aus dem Fernsehsessel hochbekommt, das Bier wegschüttet, gesundes Essen kocht und in die Laufschuhe kommt, mit dessen Gottseligkeit ist es nicht weit her. Ihr wisset doch wohl hoffentlich, daß Euer Körper ein Tempel des lebendigen Gottes ist und wer diesen Tempel verdirbt, den wird Gott verderben. Denn der Tempel Gottes ist heilig und der seid Ihr! Es wird langsam Zeit, daß Ihr Verantwortung für Euren Leib übernehmt und ihn nicht mit Fastfood und Kartoffelchips zumüllt. Statt dessen bewegt Euch ausreichend an der frischen Luft oder geht so oft ihr könnt in ein Fitnessstudio, damit Euer Leib wieder in eine gesunde Form gebracht wird und dem Herrn Ehre macht.

Habet auch keine pseudogeistlichen Ausreden für den Weg der Fitness indem ihr sagt ihr bräuchtet diese Zeit zum Gebet, für die Gemeinde oder zum Seelen eretten; denn der Herr sieht ganz genau, wieviel Zeit ihr fürs TV-Glotzen und Eure Hobbys übrig habt!
Und erwartet bitte nicht, daß der Herr Eure Gebete um Heilung für Euren sterblichen Leib erhört, wenn ihr zu faul seid vernünftig und verantwortlich mit ihm umzugehen.
So weit der fiktive heutige Paulus. Na ja radikal war der ja schon immer! ;-)