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Montag, 23. Oktober 2017

Gott verherrlichen

Psalm 50,23 “Wer Dank opfert, verherrlicht mich und bahnt einen Weg; ihn werde ich das Heil Gottes sehen lassen.“

Mit dem Wort "verherrlichen" in der Bibel hatte ich immer Verständnisprobleme. Es wirkt so angestaubt und unverständlich! In unserem Sprachgebrauch hat es oft eine eher negative Bedeutung, z.B. wenn jemand Drogenkosum verherrlicht. Oder es werden “gewaltverherrlichende“ Filme beklagt und kritisiert.
Aber Gott verherrlichen? Das erscheint irgendwie so gestelzt religiös oder merkwürdig fromm. Ich kann mich schwer eines inneren Bildes von aufgesetzter, heuchlerischer Heiligkeit erwehren.

Doch so etwas war König David, von dem diese Worte aus Psalm 50 stammen, komplett wesensfremd! Bei einer besonderen Gelegenheit tanzte er ja halbnackt wie von Sinnen vor der Bundeslade des Gottes Israels her und “verherrlichte“ unseren Gott auf sehr emotionale, extravagante Weise. Da war keinerlei Anschein von frommer Heuchlelei und abgehobener, heiliger Seriosität zu erkennen!

Samstag, 7. Oktober 2017

Der Schild des Glaubens

Ein neuer Artikel meiner Serie über "geistlichen Kampf" ist gerade fertig geworden. Ich bin erschöpft und glücklich! 😅 
Die ganze Serie über geistlichen Kampf könnt ihr lesen, wenn ihr oben im Blog auf den gleichnamigen Reiter klickt!

Bild: Wikipedia Rabax63 (Scutum, röm. Turmschild)

Eph 6,16  Bei alledem ergreift den Schild des Glaubens, mit dem ihr alle feurigen Pfeile des Bösen auslöschen könnt! 

Was sind diese Pfeile des Bösen?
Offensichtlich Brandpfeile - denn sie können und müssen gelöscht werden! Es handelt sich meiner Meinung nach hier um böse, giftige Gedanken des "Verklägers der Brüder", die sich regelrecht in unsere Gedanken und Emotionen einbrennen können. Es sind Gedanken, die uns einfach nicht loslassen wollen, negative Gedanken, um die unser Denken beständig kreist und die wir einfach nicht abschütteln können. Sie halten uns nachts wach und vergiften unser ganzes Leben.


Freitag, 6. Oktober 2017

Tote Werke

Hebräer 6,1 (rev. Elberfelder Bibel)
Deshalb wollen wir das Wort vom Anfang des Christus lassen [...] und nicht wieder einen Grund legen mit der Buße von toten Werken und dem Glauben an Gott...

Bild: Wikipedia Sisyphos-Darstellung Tizians
 
Das Fundament des Glaubens im geistlichen Leben ist ebenso wichtig, wie das Fundament eines Gebäudes in der natürlichen Welt.
Je höher man bauen will, desto tiefer und solider muss die Grundlage, das Fundament sein.
Ich frage mich, ob uns als Christen allen überhaupt bewusst ist, auf welchen Grundlagen unser christlicher Glaube überhaupt beruht.

“Der Anfang des Christus“ ist laut diesem Vers im Hebräerbrief die "Buße von “toten Werken“ und der Glaube an Gott.
Tut Buße und glaubt an das Evangelium war die Botschaft, die Jesus zu Anfang seines öffentlichen Wirkens überall predigte:
Markus 1,15 Jesus sprach: Die Zeit ist erfüllt, und das Reich Gottes ist nahe gekommen. Tut Buße und glaubt an das Evangelium!

Montag, 30. Mai 2016

Die Kraft des Segnens

Mt. 5,44  Ich aber sage euch: Liebet eure Feinde, segnet, die euch fluchen, tut wohl denen, die euch hassen, und betet für die, die euch beleidigen und verfolgen

1.Petr 3,9 ...und vergeltet nicht Böses mit Bösem, oder Scheltwort mit Scheltwort, sondern im Gegenteil segnet, weil ihr dazu berufen worden seid, daß ihr Segen ererbet.

Jemanden segnen bedeutet: Gutes über ihn aussprechen, ihm Gutes wünschen - im Namen Gottes und im Namen Jesu Christi. - Das Gegenteil ist ihm zu fluchen, ihm Böses zu wünschen, zu meckern und murren, über ihn zu klagen.

Im Segnen und im Fluchen liegt eine große Macht verborgen - sowohl zum Guten als auch zum Bösen. In den Weisheits-Sprüchen Salomos heißt es: "Tod und Leben steht in der Gewalt der Zunge" (Spr.18,21)

Montag, 22. Juni 2015

Ein Halsabschneider im Zollamt


Matthäus 9,9
Jesus sah einen Menschen am Zoll sitzen, der hieß Matthäus; und er sprach zu ihm: Folge mir! Und er stand auf und folgte ihm.
( Lutherbibel 1984)

Die meisten Menschen sahen dort am Zoll wahrscheinlich einen Halsabschneider sitzen, ein Arschloch, einen Schweinehund, Aasgeier oder Betrüger!
Jesus dagegen sah einen "Menschen" dort am Zoll sitzen.
Ich habe mich schon oft gefragt warum Menschen alles stehen und liegen ließen um mit Jesus einfach so mitzugehen, ihm nachzufolgen.
Natürlich - er war Gottes Sohn und muß eine faszinierende Ausstrahlung und natürliche Autorität gehabt haben.
Aber deshalb wegen eines einzigen Satzes sein bisheriges Leben einfach so aufgeben?

Hatte es vielleicht auch damit zu tun, daß Jesus nicht den ungebildeten Fischer, den Steuereintreiber, die Prostituierte, den Widerstandskämpfer oder superfrommen Heuchler in den Leuten sah, sondern immer zuerst den Menschen?

Wen oder was sehen wir so am Alltag in der Arbeitsagentur, am Autosteuer, im Fernsehen oder Zeitung, auf Facebook, in der Politik, im Supermarkt? Menschen oder Arschgeigen?
Wie betrachten wir Politiker, Penner, Nachbarn, Flüchtlinge, Migranten und Asylbewerber? Wie schauen wir auf bestimmte Künstler, Moderatoren, Sportler, Journalisten?
Schauen wir verächtlich auf sie herab oder vergöttern wir einige sogar?

Was könnte sich wohl in unserem Land verändern wenn wir all diese Personen so wie Jesus wahrnehmen würden, als Mensch?

Der "Halsabschneider" Matthäus jedenfalls veränderte sich radikal, seitdem er mit Jesus mitging und sein Jünger, sein Schüler wurde. Noch heute wird in aller Welt sein Evangelium gelesen, zitiert und darüber gepredigt. Und seine niedergeschriebenen Worte verändern die Denk- und Lebensweise von Menschen noch heute!