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Freitag, 10. September 2010

Wo man Fahnen verbrennt

„Dies war ein Vorspiel nur, dort, wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen.“
Heinrich Heine 1821

Dieser Satz wurde in den letzten Tage oft im Zusammenhang mit der für den 11.09.2010 geplanten Koranverbrennung durch Pastor Terry Jones zitiert. Und auf Youtube existiert mittlerweile das erste Video eines brennenden Korans mit der unterlegten Musik der Bloodhound Gang: Burn Motherfucker, burn...
Nach der Bücherverbrennung 1933 durch die Nazis folgte denn auch bald die Menschenverbrennung in den Öfen von Dachau und Auschwitz.

Bild: Flawka (Flickr.com)
Aber nicht nur Bücher brennen ja gut - auch Fahnen sind brennbar. Am beliebtesten sind zur Zeit die israelische und die amerikanische Flagge.
Man könnte analog zu Heine auch sagen: Wo Landesfahnen verbrannt werden brennt  auch bald das ganze Land. - In Israel ist das schon bittere Realität geworden. In den USA brannte bisher nur das World Trade Center. Aber zuerst brannte die amerikanische Fahne in vielen moslemischen Ländern.

Erstaunlich für mich ist die gegenwärtige Reaktion auf den Plan eines einzelnen kleinen radikalen Pastors. Die ganze Welt ist entrüstet - oder tut zumindest so. Wer reibt sich aber wohl alles klammheimlich die Hände, daß WIR es den Moslems jetzt endlich mal heimzahlen - diese Fahnenverbrennerei und Fußabtreten auf Fahnen gewisser Länder. Selbst die dänische Flagge musste ja neulich dran glauben.
Ein einzelner Mann kann durch solch eine symbolische Aktion die ganze Welt in Aufruhr versetzen? Hallo?
Und wenn wir Bilder aus dem nahen Osten sehen wo symbolisch westliche Politiker verbrannt werden gruseln wir uns nur kurz und zucken mit den Achseln? Wer empört sich in der westlichen Welt über so etwas, welche Politiker rufen in islamischen Ländern ihre Bevölkerung zu Besonnenheit und Abkehr von dieser unsäglichen Tradition auf?
Den einen kleinen Pastor jagt man in die Wüste - so wie bei uns den Sarrazin. Das Prinzip des Sündenbocks ist uralt aber immer noch wirksam:  
Der Bock, für den das Los für Azazel herauskommt, soll lebend vor den Herrn gestellt werden, um für die Sühne zu dienen und zu Asasel in die Wüste geschickt zu werden. ...Aaron soll seine beiden Hände auf den Kopf des lebenden Bockes legen und über ihm alle Sünden der Israeliten, alle ihre Frevel und alle ihre Fehler bekennen. Nachdem er sie so auf den Kopf des Bockes geladen hat, soll er ihn durch einen bereitstehenden Mann in die Wüste treiben lassen und der Bock soll alle ihre Sünden mit sich in die Einöde tragen.“ 3.Mose 16,8-21
 Wer aber jagd die Fahnenverbrenner im nahen Osten und der islamischen Welt in die Wüste? Wo ist dort die Selbstkorrektur? Und aus welchem Grunde werden solche Feuerschürer und geistigen Brandstifter wie Sarrazin und Terry Jones in unserem westlichen Kulturkreis eigentlich in die Wüste geschickt? Aus Angst vor Terroranschlägen von radikalen Islamisten oder weil wir tatsächlich etwas aus der Geschichte gelernt haben?  Aus Furcht vor dem (rechtsradikalen, rassistischen) Echo, oder weil wir den dahinter stehenden Hass ablehnen? Selten so viele Fragezeichen in einem meiner Artikel gehabt....
Hos 8,7 Denn Wind säen sie, und Sturm werden sie ernten; da wächst kein Halm; das Gewächs ergibt kein Mehl; und sollte es etwas geben, so würden Fremde es verschlingen.
Wer Hass und Gewalt sät wird auch Hass und Gewalt ernten - das ist für mich Naturgesetz und auch eine geistliche Gesetzmäßigkeit. Wer das Schwert ergreift wird durch das Schwert umkommen, sagte mein geliebter Herr Jesus einst.
Mt 26,52    Da sprach Jesus zu ihm: Stecke dein Schwert an seinen Ort! Denn alle, die das Schwert ergreifen, werden durch das Schwert umkommen.
Hebr 12,14  Jaget nach dem Frieden mit jedermann und der Heiligung, ohne welche niemand den Herrn sehen wird!
Es ist sehr mühselig dem Frieden andauernd hinterherjagen zu müssen, es kostet mehr als nur viel Kraft - aber es gibt KEINE Alternative. Denn von allein kommt der Friede nicht - leider. Es reicht auch nicht aus seinen Nachbarn einfach nur in Ruhe zu lassen und zu hoffen, daß Er mich dann auch in Ruhe lässt. Denn es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt! (Friedrich Schiller)
Wir müssen uns entscheiden als Friedensstifter zu leben - bis zum letzten Atemzug!


Throw down the sword,
The fight is done and over,
Neither lost, neither won.
To cast away the fury of the battle
And turn my weary eyes for home.
There were times when I stood at death's own door
Only hoping for an answer.
Throw down the sword,
And leave the glory -
A story time can never change.
To walk the road, the load I have to carry -
A journey's end, a wounded soul.
There were times when I stood at death's own door
Only searching for an answer.

Montag, 9. November 2009

San Antone

Irgend Jemand aus San Antonio Texas besucht immer wieder meinen Blog. Das sagt mir zumindestens die "live traffic map" von feedjit.
In San Antone stehen die Ruinen des weltberühmten Fort Alamo in denen die tapferen Helden Davy Crockett und Jim Bowie mit dreihundert Mann bis zum letzten Blutstropfen gegen eine gewaltige Übermacht von Mexikanern unter General Santa Ana die Stellung hielten.
Ich habe dort mal Mexikanisch gegessen - und es war überhaupt nicht scharf.
Und ein Professor einer Bibelschule hat Bernd und mir das Motel ausgegeben. Er kannte uns überhaupt nicht und wir wollten nur unseren Freund Billy Hornsby begleiten, um mal richtig Texas zu sehen ;-)
Interessant war auch das Buffet bei Mc Donalds dort, welches es in dieser wunderbaren Qualität und Vielfalt in Deutschland nie gab. Oder war es Burger King? Jedenfalls gab es dort super leckere Käsesoße und scharfe Soße zum Buffet.
Wenn also hier jemand aus San Antone immer wieder aufkreuzt, kann er sicherlich auch Deutsch, denke ich :-)
Also wer immer Du bist - grüß mir das Alamo und die Sheriffs mit Cowboyhut und Cowboyrevolver, die so aussehen wie im wilden Westen.
Wir konnten damals im Tshirt herumlaufen - es war 25° Celsius im Januar.
And God bless America!

Mittwoch, 19. August 2009

Proteste gegen "Antichrist" Obama haben Erfolg

Im Lande der Freien und Zuhause der Tapferen haben wir Christen noch etwas zu sagen. Selbst der "Antichrist" ist beeindruckt und signalisiert mittlerweile Kompromissbereitschaft in seiner Gesundheitsreform. Er will wahrscheinlich auf die Einführung einer gesetzlichen Krankenkasse verzichten. Hurra!
Dann werden die 40 Millionen US Bürger, die sich derzeit keine Krankenversicherung leisten können der Bevölkerung nicht durch ein zu langes Leben zur Last fallen, denn lebenswichtige Operationen und teure Medikamente sind für sie nicht erschwinglich.
Auf Zahnprothesen kann man auch verzichten - wofür gibt es denn Kartoffelbrei und Suppe?
Schade, daß sozial engagierte Ärzte jetzt kaum noch Zeit für Einsätze in der dritten Welt haben - sie werden im eigenen Land gebraucht, wo auf grüner Wiese unentgeltlich in Feldlazaretts behandelt wird.
Hallelujah - Amerika ist ein Land der Pioniere. Und so soll es auch nach dem Wunsch unserer christlichen Geschwister bleiben. Wo sonst auf der Welt kann man auf Demonstrationen gegen den Präsidenten denn schon von der Polizei unbehelligt mit einem Sturmgewehr über der Schulter erscheinen? - Das gibt es nur im Land der unbegrenzten Möglichkeiten!

Lesen Sie auch:
> Obama deutet Kompromiß bei Gesundheitsreform an
> Schmutziger Kampf gegen Obamas Reform
> Obama wirft Gegnern Angstmacherei vor
> Männer kommen mit Waffen zu Obama Protest
> Kranke hoffen auf Obama

Foto: ~C4Chaos (Flickr.com)

Sonntag, 9. August 2009

Obamas Gesundheitsreform ist vom Teufel

Jawohl vom Toiiiifääääl!!! Rick Joyner, den ich früher mal als weitsichtigen Propheten eingeschätzt habe, heult auch mit in dem Chor christlicher Wölfe in Amerika, die Präsident Obama unterstellen wollen, er wollte den teuflischen Sozialismus in den USA einführen, baue schon heimlich an Konzentrationslagern und wäre der neue Hitler, Stalin oder sogar Antichrist. Rick drückt es vorsichtiger aus, aber in seinem neuen special Bulletin "National Health Scare" entblödet er sich nicht, die Einführung der Krankenversicherung für alle in den USA, die doch auch in christlichem Verständnis dringend nötig wäre, mit der Politik Hitlers und Stalins zu vergleichen und Ängste in diese Richtung zu schüren - als ob das noch nötig wäre im rechtskonservativen Amerika.
Originalzitat einer christlichen Freundin aus dem "Bible Belt" (Sinngemäß übersetzt):
Die Aufgabe sich um die Armen und Kranken zu kümmern liegt einzig und allein bei der Kirche (Gemeinde) und auf keinen Fall beim Staat. Wenn sich der Staat um all die Schwachen der Gesellschaft kümmern würde, würden die ihre Hilfe nicht mehr bei Jesus suchen.
Der Staat soll sich so weit wie möglich aus allem raushalten, was die Freiheit des Einzelnen in irgendeiner Weise schmälern könnte!
Bei den Millionen von Menschen in Amerika, die sich kein Gebiss, Medikamente oder Operationen leisten können oder die in reichen Städten wie Los Angeles am hungern sind, hat die Kirche wohl offensichtlich versagt. Liegt es vielleicht daran, daß sie ihr Geld in riesige, teuere Gemeindezentren und christliches Fernsehen stecken muß?
Da kann man nur beten: Herr wirf HIRN vom Himmel!
Ich dachte mal, daß die konsevativen Christen in den USA vielleicht von ihren Behauptungen, daß Obama der Antichrist sei, abrücken würden, wenn die Realität beweisen würde, daß er nur ein ganz normaler Mensch ist, der eben nicht so extrem rechts wie das übrige Amerika ist, aber weit gefehlt. Sie sind wütend darüber, daß ihre Prognose sich noch nicht erfüllt hat und hauen um so mehr in diese Kerbe. Die Realität hat aber leider keine Chance, wenn sie nicht in die paranoiden religiösen Gedankengebäude unserer Glaubensgeschwister hineinpasst.
Siehe der Artikel in der SZ: Die Wut der rechten Amerikaner.
Meine Freundin in Louisiana glaubt immer noch, daß Saddam Hussein Massenvernichtungswaffen im Irak versteckt hatte, obwohl selbst die Bush-Administration zugegeben hatte, daß dem nicht so war.
Selbst die ehrwürdige Washington Post sieht sich mittlerweile genötigt, dem Volk mit theologischer Argumentation zu erklären: Obama is NOT the Antichrist!

Leute hütet Euch vor dem Sauerteig der Religiösen!

Foto: creative commons (Flickr.com)

Montag, 10. November 2008

Wie lange überlebt Obama?

Foto: transplanted mountaineer (Flickr.com)
Meine Frau und ich haben seit einigen Monaten ein mulmiges Gefühl wenn wir an Barrack Obama denken. Wir vermuteten, daß er zum Prädident gewählt werden würde, aber daß sie ihn danach nicht mehr lange am Leben lassen würden.
Präsident ist er bereits geworden. Nun stellt sich für uns die Frage: "Wie lange wird er das Amt überleben?" Oder diese: "Wird es überhaupt noch zu seiner Vereidigung kommen?"
Du magst denken ich male viel zu schwarz und pessimistisch - hoffentlich hast Du recht!
Wenn man die Wahlstatistiken zur Kenntnis nimmt, stellt man fest, daß die meisten evangelikalen Christen gegen die Wahl von Obama waren und daß es eine tiefe Kluft zwischen den sehr konservativen Christen und der demokratischen Partei und ihrem neuen Präsidenten gibt. George W. Bush dagegen hatte als "wiedergeborener" Christ und was fast noch wichtiger war - Abtreibungsgegner - die Evangelikalen voll auf seiner Seite. (Unter evangelikal zähle ich auch die Pfingstler und Charismatiker mit deren Spielarten)
Barack Obama geht zwar auch seit 20 Jahren in eine Baptistengemeinde und bekennt sich öffentlich zum Glauben an Jesus und das Evangelium, wird aber von den konservativen Evangelikalen kaum als "Bruder" in Christus wahrgenommen, weil er für eine liberale Abtreibungspraxis steht. Zudem steht er im Verdacht ein Sozialist und Marxist zu sein, was für Amerikaner fast ein noch schlimmeres Verbrechen darzustellen scheint.
In Deutschland wäre seine Partei wahrscheinlich noch rechts von der CDU anzusiedeln, aber in Amerika zählt Obama zu den "Liberalen", die von konservativen Christen schon fast als "kommunistisch" angesehen werden.
Die Uhren ticken in den USA völlig anders als in Europa und Deutschland. Es gibt gravierende Unterschiede in der Mentalität, Politik und in Glaubensfragen.
Für die meisten Christen in Deutschland ist Obama eher ein Hoffnungsträger, bei den Christen in den USA wird er dämonisiert, mit Hitler verglichen und als eine Art "Antichrist" wahrgenommen.
Der Rassismus mag zurückgedrängt worden sein, ist aber latent immer noch unter der Oberfläche vorhanden und wirksam. Ähnlich wie das braune Gedankengut bei uns in Deutschland.
Der Ku-Klux-Clan ist nur der schmutzige Schaum einer rassistischen Welle, deren tiefe Wurzeln bis in die Mitte der weissen evangelikalen Christen reichen.
Während die Masse der konservativen Christen nach Anstand und Moral ruft und den Schutz des ungeborenen Lebens in radikalster Weise einfordert, schließen sie beim Schutz des geborenen Lebens beide Augen oder schauen weg. Hundertausende getötete Zivilisten im Irakkrieg, die ungerettet zur Hölle fahren sind kein Problem für sie - es sind ja keine Amerikaner. Folter in Guantanamo und Geheimgefängnissen des CIA werden toleriert.
Die Todesstrafe wird meist unterstützt. Waffenbesitz ist wie der heilige Gral, der nicht angetastet werden darf.

Im Zusammenhang mit der Präsidentenwahl haben mich zwei erschreckende Hassmails erreicht, die vor dem dämonischen Einfluss Obamas warnen. Es wird Angst und Panik geschürt und die Christen werden regelrecht gegen Obama aufgewiegelt. Dieses Dämonisieren des Andersgläubigen in religiösen Hetzschriften hat eine lange Tradition und wurde schon im dreißigjährigen Krieg gegen den jeweilig Andersgläubigen eingesetzt. Nach der verbalen Gewalt folgte die offene Waffengewalt. Protestanten wurden von Katholiken gehetzt und ermordet und Baptisten und "Wiedertäufer" von den Protestanten später in Flüssen und Seen ersäuft!
Und das alles im Namen des "rechten Glaubens" an unseren Heiland und Erlöser!

Ungesund ist in den USA auch die Vermischung eines geradezu "heiligen" Patriotismus mit Glaubensinhalten der Bibel. In jeder Kirche und Gemeinde und in jedem Pastorenbüro findet sich eine amerikanische Fahne. Christ sein und Patriot sein sind fast schon Synonyme.
Man ist kein guter Christ, wenn man kein guter Patriot ist. Ich halte dieses Geschwisterpaar für latent hochgefährlich.
Es gibt immer viele psychisch labile und kranke Menschen, die sich rund um die christlichen Gemeinden aufhalten, die anfällig für radikales Gedankengut sind. Waffen sind leicht zugänglich.
Die Pro-Life Bewegung in den USA ist teilweise dermaßen radikalisiert, daß wiedergeborene, evangelikale Christen Abtreibungsärzte samt ihren Fahrern und Begleitern erschossen haben.
Alles für den Herrn Jesus und die gute Sache! Ich las vor Jahren den Brief eines dieser Attentäter, in dem er beschreibt, wie er unter viel Gebet und Fragen nach dem Willen Gottes zu dieser Entscheidung kam - ein Familienvater und braver Christ wie Du und ich! Aus einer ganz normalen christlichen Gemeinde.

Martin Dreyer hatte vor einigen Wochen einen prophetischen Traum
über das bevorstehende Attentat an Barack Obama. Kurz darauf wurden Anschlagspläne einiger Jugendlicher Aufgedeckt, die ein Massaker an Schwarzen anrichten wollten, um danach Obama zu töten. Das Waffenarsenal war schon vorhanden. Meiner Meinung nach war das nur die erste kleine Manifestation eines Geistes des Rassismus und der Gewalt, der sich - unterstützt durch die Hetzpropaganda der weissen christlichen Konservativen - weiter Bahn brechen wird.

Versteh mich bitte nicht falsch. Die evangelikalen konservativen Christen in den USA sind zumeist nette uns sympathische oft vorbildliche Menschen von denen wir auch vieles lernen können. Sie haben nur noch nicht verstanden, wohin ein übertriebener mit weltanschaulichen Idealen vermischter Patriotismus führen kann. Sie hatten noch keinen Hitler wie wir und sind auf diesem Gebiet einfach nicht sensibel genug!
Ich persönlich habe weder ein prophetisches Wort vom Herrn noch einen Traum wie Martin Dreyer vorzuweisen. Nur ein mulmiges Gefühl und einen wachen Geist und einiges Hintergrundwissen zu diesem Thema. Allerdings bin ich ein prophetisch begabter Mensch und wurde über viele Jahre von Gott in diesem Bereich ausgebildet.
Das bedeutet natürlich nicht, daß ich mich nicht irren könnte! ich bin weit davon entfernt, mich für unfehlbar zu halten und hoffe sehr, daß meine Wahrnehmung der Dinge zu überspitzt ist.
Aber ich habe kein gutes Gefühl bei dieser Präsidentschaft.
Wir sollten für Obama und die USA beten.
Gott liebt dieses Land und alle seine Einwohner sehr. Wir sind den Amerikanern auf vielen Gebieten zur Dankbarkeit verpflichtet. Besonders auch den amerikanischen Christen, die viel geistliches Leben und Bewegung nach Deutschland gebracht haben. Aber geistliche Unterscheidung ist bei vielen Dingen wichtig, die über'n großen Teich nach Deutschland kommen. Die Zeit der ungeprüften, naiven Annahme von Glaubensinhalten sollte vorbei sein.
God bless America!

Freitag, 7. November 2008

Auslegung von "America the beautiful"

Der berittene Helfer im Traum war in Wirklichkeit ein Engel Gottes, das war mir schon im Traum klar. So schenkte ich dem überrealistisch wirkenden Traum noch mehr Aufmerksamkeit.
Gott selbst liebt dieses Land sehr, das wurde mir klar. Es war mir, als ob ER selbst dieses Land liebevoll: "Amerika meine Schöne" nennt weil er es in sein Herz geschlossen hat. Das Mädchen, daß mich im Traum küsste, war ein Symbol für das Land Amerika und die tiefe Liebe und Zuneigung der Deutschen für die Amerikaner. Ich glaube, daß Gott mir sagen wollte, daß er diese echte Herzensbeziehung zwischen den beiden Ländern wieder neu entfachen will. Das wusste ich sofort nach dem Traum und spürte eine regelrecht spürbare Veränderung meiner Haltung den USA gegenüber in den nächsten Tagen und Wochen. Wo ich vorher kritisch und lieblos geredet hatte, redete ich jetzt verständnisvoll und Beschwichtigend über Amerika mit all seinen Fehlern.
Dann kam der Anschlag auf das World Trade Center und mir wurde klar, was der Heissluftballon mir sagen wollte.
Das Meer ist ein biblisches Symbol für die vielen Völker der Welt. Es wird öfter so benutzt. Der Heissluftballon ist ein Symbol für die Freiheit.
Der Angriff auf die Twin Towers war nicht allein ein Angriff gegen die Supermacht, die sich auf der Welt viele Feinde durch ihre Kriege und ihr Vormachtstreben gemacht hat - es war ein Angriff der vom Islamismus versklavten Menschen auf die gesamte Westliche Freiheit.
Die Freiheit des Denkens und der Kunst, die Redefreiheit und Demokratie!
Es war ein satanischer Angriff eines Geistes, der die Menschen versklaven will gegen den Geist der frei macht - den Geist des Glaubens, der Hoffnung und Liebe.
In der Welt die streng islamisch bis islamistisch ist, gibt es diese individuellen Freiheiten entweder überhaupt nicht, oder sie ist stark eingeschränkt - besonders bei den Frauen. Es gibt nur wenige Lichtblicke und Ausnahmen.
Die Folgen dieses Anschlags waren drastisch. Eine Schockwelle ging durch die ganze Welt. Unser Bundeskanzler versprach den USA die uneingeschränkte (ich wiederhole) uneingeschränkte Solidarität mit dem amerikanischen Volk. Ich lief eine ganze Woche wie betäubt durch die Gegend und konnte an nichts Anderes denken, als die schlimmen Bilder aus New York. Für kurze Zeit waren wir als gesamtes deutsches Volk Amerikaner. Das wurde von Politikern genau so artikuliert:
"In diesem schicksalhaften Moment des Unglücks sind wir alle Amerikaner!"
Dann begann der "Krieg gegen den Terror. George W. Bush machte ernst und versetzte das ganze Land in den Kriegszustand. Die Freiheitsrechte in Amerika wurden wegen der "nationalen Sicherheit" eingeschränkt. Guantanamo wurde zum Gefangenenlager für vermeintliche und echte Terroristen, denen jegliche Menschenrechte entzogen wurden.
Der Ballon der Freiheit in Amerika kam ins straucheln - Amerika begann einen ungerechten Krieg, der auf Lügen über Massenvernichtungswaffen im Irak begründet war.
Die Meinungsfreiheit in den Medien wurde beschnitten. Es durften nur noch ausgewählte (embedded) Reporter ins Kriegsgebiet, die sich dort nicht frei bewegen durften, wie in früheren Kriegen üblich gewesen war. Die Filme aus dem Irak wurden von der Regierung zensiert!
George W. Bush setzte sich selbst über das oberste Gericht hinweg, welches das Lager Guantanamo mit den Menschenrechtverletzungen für Verfassungswidrig erklärte. Es wurde gefoltert - und zwar auf höchsten Befehl!
Im Irak wurden die Menschenrechte von amerikanischen Soldaten mit Füßen getreten. Wir kennen die furchtbaren Bilder von Abu Ghraib.
Die sogenannte "nationale Sicherheit" wurde das Zauberwort, daß sämtliche Freiheitsrechte außer Kraft setzen konnte. Schließlich war Amerika im Krieg!
Ich wurde ein entschiedener Gegner dieser Politik und sehr kritisch gegenüber dem amerikanischen konservativen Christentum, dessen herausragender Vertreter George W. Bush war.

Im Traum sprang ich herzu, um den Heissluftballon der Freiheit zu retten und zu sichern.

Ich bin überzeugt, daß ich in diesem Bild symbolisch für Deutschland stehe. Wir sind als Volk dazu gerufen, die Freiheit des Westens in und mit Amerika zu verteidigen! Es war richtig den politisch und menschlich falschen Irakkrieg möglichst wenig zu unterstützen - denn das war der falsche Kampf am falschen Ort!
Aber nun kommt ein neuer Hoffnungsträger nach Berlin.
Er heißt Barack Obama und verspricht, das Unrecht in Guantanamo schnell zu beenden. Er will die Truppen möglichst schnell aus dem Irak abziehen. 200.000 Menschen jubeln diesem Mann mit Vision an der Siegessäule zu. Moment mal: Antiamerikanische Deutsche jubeln einem amerikanischen Präsidentschaftskandidaten zu?
Mein Freund Günter Jott meinte dazu: Die deutschen waren gar nicht so antiamerikanisch - sie waren mehr anti-Bushistisch! Und damit hat er Recht (meiner Meinung nach)

Nach dieser Wahl in den USA wird ein neues Kapitel in der Beziehung zwischen Deutschland und Amerika aufgeschlagen werden, dem "Land of the free"
Gott möchte, daß wir Amerika und diesen Präsidenten unterstützen und ihm helfen den Geist der Freiheit in der Welt wieder neu aufzurichten.
Der Ballon der Freiheit soll wieder neu fliegen!
Barack Obama ist ein Mann der zuhört und er wird auf Deutschland zukommen, so wie das kleine amerikanische Mädchen aus meinem Traum auf mich zukam. Und wir werden ihn und Amerika ganz neu unterstützen.
Ich schreibe jetzt einen Satz, der total gegen meine verstandesmässige und emotionale Erkenntnis verstösst und mit dem ich möglicherweise bei einigen Freunden anecke:
Ich fand einen alten Trommelrevolver auf dem Weg und hatte Freude an ihm.
Ist es möglich, daß Gott möchte, daß wir als Deutsche Amerika jetzt sogar militärisch mehr unterstützen? Muss die Freiheit vielleicht auch mit Waffen verteidigt werden?
Ich bin Pazifist und hasse den Krieg und Gewalt. Auch Gott hat sicher keine Freude am Tod von Menschen - das macht die Bibel ganz klar.
Kann es sein, daß zum Wohle aller Menschen auf der Welt, das Wohl einer geringeren Anzahl von Menschen durch Waffengewalt in Kauf genommen werden muss? In diesem Fall bin ich mir unsicher und werde wohl Ärger mit Det4JC kriegen, der ein Lupenreiner Pazifist ist.

Donnerstag, 6. November 2008

America the beautiful - Fotos

Als ich nach Fotos für meinen letzten Artikel suchte fand ich sehr erstaunliches. Nämlich Fotos aus der Gegend, wo das originale Gedicht "America the beautiful" entstand. Die Gegend ähnelt auf frappierende Weise den Bildern meines Traums mitsamt dem gelblichen Gestein und Geröll des Gipfels und der bergigen Landschaft, sowie den Farben der Prärie auf der ich dahinschwebte. Ich habe die Fotos mit der Geschichte des Liedes erst HEUTE gefunden und kannte sie vorher nicht. Der Artikel mit meinem prophetischen Traum war schon im Entwurf fertig!
Das Gedicht ist auf dem Berg "Pikes Peak" entstanden, als eine Professorin mit dem Namen Katherine Lee Bates 1893, die am College von Colorado in diesem Sommer lehrte, einen Ausflug auf den Berggipfel machte. Später wurde es vertont. Sie war überwältigt von der Schönheit der Natur und wurde zu diesen Worten inspiriert:
O beautiful, for spacious skies,
For amber waves of grain,
For purple mountain majesties
Above the fruited plain!
America! America! God shed His grace on thee,
And crown thy good with brotherhood, from sea to shining sea.
O beautiful, for pilgrim feet
Whose stern, impassioned stress
A thoroughfare for freedom beat
Across the wilderness!
America! America! God mend thine ev'ry flaw;
Confirm thy soul in self control, thy liberty in law!
O beautiful, for heroes proved
In liberating strife,
Who more than self their country loved
And mercy more than life!
America! America! May God thy gold refine,
'Til all success be nobleness, and ev'ry gain divine!
O beautiful, for patriot dream
That sees beyond the years,
Thine alabaster cities gleam
Undimmed by human tears!
America! America! God shed His grace on thee,
And crown thy good with brotherhood, from sea to shining sea!
Ich wusste zur Zeit meines Traumes nicht, daß es quasi die zweite Nationalhymne für Amerika ist, obwohl ich das Lied von Phil Driscoll schon einmal gehört hatte. Allerdings kannte ich damals nicht den Titel des Liedes! "America the beautiful"



Eine besonders schöne Gegend in der Nähe heißt: Garden of the Gods und sieht so aus:

Alle Fotos haben die creative commons license und sind auf Flickr.com von folgenden Personen in dieser Reihenfolge veröffentlicht worden:
Dave Merill, Finsprings, Wavy 1, Clickr bee und 2x Thom C

Freitag, 25. April 2008

Amerikanische Christen unterstützen ihre Truppen

Ich schaue oft bei Youtube rein, weil ich dort selbst sowohl als Kasper, als auch als Internetmissionar tätig bin. Habe mittlerweile über 30 eigene Kurzvideos hochgeladen.
Ich schaue mir auch gerne an, was andere Christen dort so fabrizieren. - Manchmal bin ich davon gesegnet, manchmal auch peinlich berührt.
Aber gestern habe ich mich sogar furchtbar aufgeregt! Ein gewisser CGOStriker2911
hat dort einige selbstgedrehte Videos seines Kumpels von der amerikanischen Armee eingestellt, die das Heldentum und die christliche Nächstenliebe der Besatzungstruppe beweihräuchern. Er ruft zur uneingeschränkten Unterstützung der tapferen Soldaten auf und zeigt Bilder von betenden Sodaten, Taufen in der Wüste und Bilder von lächelnden Marines, wie sie lächelnden Kindern kleine Geschenke machen. Und die Kommentare der anderen Christen lauten: Amen Bruder! Gutes Video. Weiter so. Habe dieses Video in meinen Blog gesetzt. Öfter gab es auch Seitenhiebe auf die unpatriotischen "Liberalen", die gerne die Truppen aus dem Irak abziehen möchten. Z.B. diesen hier:
It makes me sad to think what will happen to all of those children if we pull out of Iraq. For all the libs out there who think it is a good idea, the blood of the children who will be killed in the ultimate uncivil war that would follow would be on your hands. Great job to all of the service men and women who put their heart and soul into what they are doing. May God bless you all!

Die Videos vermitteln den Eindruck, als sei der Irakkrieg der reinste Ferienaufenthalt gewesen, kritische Kommentare (auch von mir) werden unterbunden und nur die Claqueure kommen zu Wort. Wohlgemerkt: Alles (scheinbare) Christen.
Mir kam nur noch das große Kotzen! Da meint der Bruder amyjo304, die
"liberalen" Kriegsgegner hätten das Blut der irakischen Kinder an den Händen, wenn die Ami-Armee sich aus Irak zurückziehen würde und vergisst dabei völlig das Blut der 100.000 Zivilisten, die bereits durch diesen idiotischen verdammten Krieg ihr Leben lassen mussten! Von Streubomben zerfetzt, durch Napalm verbrannt: Alte, Frauen und Kinder. Durch die vorrauszusehende Instabilität nach Saddam kamen die Islamistischen Terrorgruppen zuhauf ins Land, plündern, morden und vergewaltigen auch gerade die Urchristen des Landes, die beteten, daß Saddam Diktator bleiben würde, weil er sie vor den radikalen Moslems beschützte. Nun müssen sie nach Syrien und andere Länder flüchten, wo sie natürlich mit offenen Armen empfangen werden (Bitterer Sarkasmus). Selbst Deutschland will jetzt diese Flüchtlinge aufnehmen.
Ich weiß, es gibt viel harmlose Spinnerei in der amerikanischen Christenheit, aber dieser Hurra-Patriotismus ist antigöttlich. Diese Ehrfurcht vor der amerikanischen Fahne, die in keiner Kirchengemeinde fehlen darf, grenzt für mich an Götzendienst.
Ich bin zutiefst empört!

Foto:http://www.flickr.com/photos/walkadog/ / CC BY 2.0

Dienstag, 2. Oktober 2007

Wahlverhalten der Ami-Christen

Bald wird in Amerika wieder gewählt. Ich meine die vereinigten Staaten. Da ist zur Zeit ja noch unser Bruder George Dabbeljuh an der Regierung. Der wurde von uns Christen ins Amt gewählt.
Ich meine damit bekehrte, wiedergeborene, geisterfüllte, zungenredende und "tiefgläubige" Christen wie Dich und mich.
Jawoll, wir haben in den USA viel viel Einfluß auf die Politik. Halleluhjah! Da müsste doch die Gerechtigkeit, Liebe, Friede und Freude in Amerika bald überhand nehmen.
Ja Auch die gesamte Bush-Regierung und Administration bestand zu Anfang mehrheitlich aus überzeugten Christen. Schade, daß so viele schon ihren Hut nehmen mussten. (Wegen Kleinigkeiten wie Unehrlichkeit, Vetternwirtschaft, versagen bei humanitärer Hilfe in New Orleans und Guantanamo-Bay u.s.w.)
Die Erfolge dagegen, wie z.B. der Sturz des gefährlichen Amokläufers Saddam Hussein und der Irak-Krieg fallen scheinbar nicht so ins Gewicht. Endlich ist die atomare und biochemische Bedrohung im nahen Osten eingedämmt worden. Und neben den Verlusten im irakischen Militär sind auch mindestens 100000 Zivilisten an den Kriegsfolgen verstorben. Das macht nach Adam Riese 100000 Muselmanen weniger auf der Welt und damit 100000 potentielle Terroristen weniger. Toll.
George Dabbeljuh sagte mal im Interview, daß er während des Irak-Krieges vorzüglich schlafen konnte. Weil er das "Richtige" tue. Außerdem betet er ja jeden Tag und lässt den Kontakt zu Gott nicht abreißen. Seiner Frau bringt er nach dem Frühgebet den Kaffee ans Bett.
Vorbildlich!
Schade, daß er bei der nächsten Wahl nicht mehr kandidieren kann. Es sieht danach aus, daß nun eher so Namenschristen (In Wirklichkeit Gottlose) ans Ruder der Macht kommen. Ob die den Krieg gegen den Terror so entschieden weiterführen werden? - Ich fürchte nein -
Ich habe gehört und gelesen, daß unsere amerikanischen Brüder und Schwestern damals ziemlich geschlossen für unseren "Burning Bush" gewählt hatten. Damals war ich noch dumm und unwissend und habe mir erlaubt, einige amerikanische Freunde dafür zu kritisieren. Die sind seitdem nicht mehr gut auf mich zu sprechen. (Ich bin für sie ein Verblendeter, der sich von den gottlosen Medien zum Anti-Amerikanismus verführen ließ)
Tja, mit den USA wird es demnächst wohl krass bergab gehen. Vielleicht kommt die Frau von "Porno-Bill-Clinton" an die Macht oder sogar ein Neger namens Barack Obama.
Das schöne christliche Erziehungslager Guantanamo könnte abgeschafft werden. Aber gottseidank gibt es jetzt wieder starken Zulauf für den Ku-Klux-Klan, das stärkste christliche Bollwerk gegen die Gottlosigkeit in den USA. Wie jetzt, Du wusstest nicht, daß das Christen sind? Dann schau mal auf ihre Webseite und mach Dich schlau.
Aber sie sind nicht die einzigen Helden im Kampf gegen die Mächte der Finsternis. Es gibt ja auch noch die "Pro-Life" Bewegung. Die demonstrieren nicht nur vor Abtreibungskliniken, nein da gibt es auch Aktivisten, die schon mal einen antichristlichen Abtreibungsarzt erschießen. (Gut, daß es die Waffenlobby gibt) Selbstverständlich wird vor solch einer Aktion länger gefastet und gebetet um sich über den Willen Gottes klar zu werden.
Alles in Allem werden wir sicher auch in Zukunft noch viel Freude am Wahlverhalten der amerikanischen Christen haben. Auch wenn der nächste Präsident mal kein Christ wird.
Da steckt die geballte Gebets-Power hinter der Politik!

Dienstag, 27. Februar 2007

Who would Jesus bomb?

Wie viele Todesfälle von unschuldigen Zivilisten müssen als "Kollateralschaden" toleriert werden, um einen grausamen Diktator durch einen Krieg zu stürzen? Einer, zehn, hundert, tausend, hunderttausend, eine Million?
Im Irak gibt es seit dem Einmarsch der Amerikaner und ihrer
Allierten bis zum heutigen Tag nach einer Untersuchung der Bloomberg School of Public Health (Johns Hopkins University, Baltimore, USA) und der Al Mustansiriya Universität von Bagdad ca. 654,965 zivile Todesfälle direkt durch den Krieg und durch die Kriegsfolgen, wie Terroranschläge etc. Seit Kriegsbeginn fielen 2978 amerikanische Soldaten.
Wie ich im Presseclub (Sonntag mittags 12.00 Uhr) neulich erfuhr, spielt die Rechtmäßigkeit des Irakkrieges keine politische Rolle mehr für Europa und die westliche Welt. Es ist mittlerweile politisch irrelevant geworden, ob der Krieg durch Lügen über angebliche Massenvernichtungswaffen und Beteiligung von
Saddam Hussein an den Anschlägen vom 11. September ausgelösst wurde, oder durch Interessen der Ölindustrie Amerikas. Die USA lenken langsam aber sicher politisch um in eine andere Richtung: Truppenabzug, egal was aus dem Irak wird. Sicher scheint nur, daß der Irak eine neue Brutstätte für den internationalen islamistischen Terrorismus geworden ist.
Wer wird sich das Land unter den Nagel
reißen, wenn die Amis gegangen sind? Der Iran? Wie lange wird der Bürgerkrieg dauern? Gibt es dort schon bald einen neuen "Gottesstaat"?
Wofür sind die hunderttausende Zivilisten und die amerikanischen Soldaten gestorben?
Wie gesagt, die Schuldfrage ist politisch völlig irrelevant geworden. Wer weint schon bei uns im Westen um irakische Kinder?
Das sind doch "nur" Moslems. Und die mögen wir hier ja sowieso nicht. Ein paar potenzielle Terroristen und Asylbewerber weniger, na und?
Erschreckend für mich ist besonders,
daß auch die Mehrzahl der bekennenden Christen in den USA den Kriegskurs von George W. Bush bedingungslos unterstützt haben und ihn sogar wiedergewählt haben, nachdem die ganzen Lügen über Massenvernichtungswaffen und Verbindungen zu Al Quaida aufgeflogen waren. Bis heute glaubt ein Großteil der Amis immer noch, daß Massenvernichtungswaffen im Irak gefunden wurden! Haben sie noch nicht einmal die Dementis ihrer eigenen Regierung registriert?
Der Irakkrieg wird bald vergessen sein. Wir brauchen uns aber nicht zu langweilen, denn wir haben ja auch noch den Iran. Der will atomar aufrüsten und ist eine konkrete Bedrohung für Israel und das Gleichgewicht im nahen Osten. Da haben wir dann ja bald einen "
rechtmässigen" Krieg, wenn es nach George W. Bush geht. Vielleicht wird das ja sein Vermächtnis an den nächsten Präsidenten der USA.
Wie sieht das denn eigentlich bei den bekennenden Christen in Deutschland aus? Werden wir diesen neuen Krieg innerlich unterstützen? Wie sieht unsere Haltung gegenüber Israel aus? Weinen wir nur über israelische Terroropfer oder auch über die zivilen Opfer und
Kollateralschäden der Palästinenser bei israelischen Vergeltungsmaßnahmen? Was zählt für uns, Menschen oder die Ideologie? Liebt nicht Gott alle Menschen gleichermassen, ohne Rücksicht auf Rasse oder Religion? Sind wir so unparteiisch wie Gott, oder halten wir Gott etwa für parteiisch? Diesen Eindruck habe ich bei den christlichen "Israelfreunden". In den Palästinensergebieten wird gejubelt, wenn Raketen auf Israel treffen, bei den philosemitischen Christen empfindet man eine "klammheimliche Freude", wenn den Palästinensern ein paar israelische Granaten um die Ohren fliegen. Die Fotos von toten Kindern und Zivilisten sind natürlich stets "getürkt". Falls sie doch echt sind, zuckt man nur die Achseln.
Was würde Jesus tun? (
What would Jesus do?) Das ist ein bekannter christlicher Slogan heute.
Who would Jesus bomb? (Wen würde Jesus bombardieren?) Diesen Slogan erfanden amerikanische Kriegsgegner. Er, der alle Schmach und Gewalt an seinem eigenen Leibe erduldet hat und sich
nicht gewehrt hat, Er, der seinen Mördern am Kreuz vergeben hat, würde Er wehrlose Zivilisten, Frauen und Kinder opfern, um einen Despoten wie den iranischen Präsidenten Ahmadinejad zu stoppen? Was glaubst Du?