Geistlicher Kampf

Jakobs Kampf mit dem Engel Foto: litmuse (flickr.com)

Eph 6,12 Denn unser Kampf ist nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen die Gewalten, gegen die Mächte, gegen die Weltbeherrscher dieser Finsternis, gegen die geistigen Mächte der Bosheit in der Himmelswelt.

1. Das Wort Kampf, daß Paulus hier gebraucht, heißt im Urtext: Ringkampf oder Faustkampf, d.h. es ist ein Nahkampf und kein Fernkampf, wo wir womöglich sicher in unserem Flugzeug sitzend mit dem Joystick unsere intelligenten Bomben und Raketen abschießen.

2. Unser Kampf ist nicht gegen Fleisch und Blut. Wir sollen nicht gegen Menschen oder Tiere kämpfen, sondern gegen die geistigen Mächte der Bosheit in der unsichtbaren Wirklichkeit.


3. Man kann sich als Christ diesem Kampf nicht entziehen. Es ist ein Kampf, der uns von den Herrschern der Finsternis aufgezwungen wird, ob man es nun bemerkt oder nicht!
Wer kämpft - kann gewinnen. Wer sich nicht wehrt - hat den Kampf schon verloren.
Wie sieht denn dieser Kampf nun genau aus? Nehmen wir die Bibel wie eine Art Fliegenklatsche in die Hand und hauen damit in der Luft rum? Paulus sagt an anderer Stelle, daß er nicht wie einer ist, der Luftschläge ausführt. ER spricht von mächtigen Waffen Gottes, die er ganz gezielt einsetzt, um Bollwerke des Feindes zu zerstören.
Und wo sind diese Bollwerke?
2Kor 10,4 denn die Waffen unseres Kampfes sind nicht fleischlich, sondern göttlich mächtig zur Zerstörung von Festungen; indem wir Vernunftschlüsse zerstören und jede Höhe, die sich erhebt wider die Erkenntnis Gottes, und jeden Gedanken gefangen nehmen unter den Gehorsam des Christus...
Diese Festungen und Bollwerke des Feindes befinden sich offensichtlich in uns, genauer gesagt in unserem Verstand. Paulus nennt sie "Vernunftsschlüsse". Es handelt sich um Gedanken und ganze Gedankengebäude in unserem Hirn, die gegen Gott und seine Weisheit und Wahrheit gerichtet sind. Sie erheben sich gegen Gott und sein Wort. Es sind Gedanken des Ungehorsams gegen Jesus und seine Lehre.
Wir meinen, es besser zu wissen als Gott. Wir denken logisch. Wir betrachten die vermeintliche Realität und machen uns so unsere eigenen Gedanken darüber. Wenn A gleich B ist, dann kommt C dabei heraus. Ist doch völlig logisch, oder?
Was sind Vernunftsschlüsse?
Wir geben uns selber die Antworten auf unsere Fragen, die uns Gott ja augenscheinlich nicht beantworten will. Selbst ist der Mann - selbst ist die Frau! Do it yourself. Selbstverantwortung, Selbstverteidigung. Mach DEIN Ding! Jeder soll nach seiner eigenen Facon selig werden...usw.usw.
Paulus hatte überhaupt nichts gegen die Vernunft oder den Verstand. Im Gegenteil, er riet den Korinthers sogar am Verstand vollkommen zu werden und keine Kinder im Denken zu bleiben.
Er hatte nur etwas dagegen seine eigenen Gedanken und die eigene Vernunft über die Weisheit und Wahrheit Gottes zu erheben. Er hatte etwas gegen die Arroganz des Menschen, der sich für klüger hält als Gott und sein Wort.


Das ist unser Kampfplatz gegen die Mächte der Bosheit in der Himmelswelt: Unsere Gedankenwelt, unsere Phantasie, unser Vorstellungsvermögen.


Doch Gott hat uns mächtige geistige Waffen für diesen Nahkampf gegeben, wir brauchen nicht mit unserer Kraft und mit unseren Händen zu kämpfen sondern in der Kraft des Heiligen Geistes mit Gottes Waffen und Gottes Mitteln.
Lust zu kämpfen? Lust zu gewinnen? Hoffentlich! Ich feuere Dich an, yeah!
Möge Gott dir Offenbarung über Deine Fragen und seine Antworten geben. Mögest Du die Kraft und den Mut finden, Gott persönlich zu fragen und in seinem Wort nach Antworten zu suchen. Möge er Dich von Deinen eigenen Ratschlägen erlösen und Dir seine Ratschläge geben. Sein Name ist Wunderrat!

 

Was nicht unser Kampf ist!


Bild: Meats Meier (http://www.3dartspace.com)
Es gibt einen geistlichen Kampf in den wir verwickelt sind, ob wir wollen oder nicht. Das habe ich im letzten Artikel dargelegt. Andere Leute auf der Welt lesen auch Bibel und haben Erfahrungen mit dieser Tatsache gemacht. Es ist immer gut, das Wort Gottes ernst zu nehmen.
Allerdings gibt es auch Viele, die aus diesem geistlichen Kampf eine Art Wissenschaft gemacht haben. Der Guru oder Gründer dieser Bewegung ist C.Peter Wagner, ein sehr respektabeler Christ und Bibellehrer. Ich habe kein einziges Buch von ihm gelesen sondern bin in langjährige Berührung mit seinen Adepten und den Adepten der Adepten gekommen.
Stark beeinflusst wurde ich durch Berthold Becker und seiner Organisation "Fürbitte für Deutschland" Berthold ist schon ein starker Typ und ein supernetter Mensch.
Wir und andere sammelten uns unter der Fahne der "geistlichen Kriegsführung", beteten anhaltend für die Errettung von Städten und Ländern. Hauptsächlich aber für Deutschland.
Sehr wichtige Bibelstellen für unsere "geistliche Kriegsführung" entnahmen wir dem Propheten Daniel. Daniel begegnet dem Engel Gabriel, der ihm folgende Botschaft brachte:
Dan 10,11ff Und er sprach zu mir: Daniel, du vielgeliebter Mann! Achte auf die Worte, die ich zu dir rede, und steh an deinem Platz! Denn ich bin jetzt zu dir gesandt. Und als er dieses Wort mit mir redete, stand ich zitternd auf. Und er sprach zu mir: Fürchte dich nicht, Daniel! Denn vom ersten Tag an, als du dein Herz darauf gerichtet hast, Verständnis zu erlangen und dich vor deinem Gott zu demütigen, sind deine Worte erhört worden. Und um deiner Worte willen bin ich gekommen. Aber der Fürst des Königreichs Persien stand mir 21 Tage entgegen. Und siehe, Michael, einer der ersten Fürsten, kam, um mir zu helfen, und ich wurde dort entbehrlich bei den Königen von Persien.
Daniel betete für sein Volk und bat Gott um Vergebung der Sünden des ganzes Volkes Israel. Darufhin wurde der Engel zu ihm gesandt und wurde auf Grund des Kampfes in der Himmelswelt 21 Tage lang mit seiner Botschaft aufgehalten. Ein ungeheuerliches Ereignis mit großen Konsequenzen für jeden, der für sein Land intensiv betet.
Ja Freunde, es ist in der Tat so, daß man nicht nur für sich selber und sein eigenes Wohlergehen beten kann, sondern auch für Andere. Sogar für ganze Städte, Regionen und Länder!
Aber wie kommt es, daß Gott dem Daniel nicht einfach direkt begegnet. ER ist doch der Allmächtige, oder?
Ich weiß nicht viel über die Gründe, aber es ist ein typisches Muster in der ganzen Bibel, daß Gott für alles und jeden seine Boten hat. Erstaunlich aber wahr.
Vielleicht liegt es daran, daß wir Menschen einfach nicht in der Lage wären, Gottes leibhaftige Gegenwart zu ertragen? Zu Mose sprach er folgende Worte auf dessen Bitte, Gottes Herrlichkeit zu sehen:


2Mo 33,20 Dann sprach er: Du kannst es nicht ertragen, mein Angesicht zu sehen, denn kein Mensch kann mich sehen und am Leben bleiben.
Zurück zum geistlichen Krieg in der Himmelswelt. Da kämpfen mächtige Engel Gottes gegen Herrscher der Finsternis, die sich über spezifischen Ländern aufhalten und diese geistig beeinflussen. Erschreckend, oder?
Ausgehend von der Bibelstelle in Epheser 6.12, die ja behauptet, daß wir uns im Nahkampf mit derartigen Mächten befinden, fingen wir nun an im Gebet gegen diese unbekannten Mächte vorzugehen. Wir versuchten herauszufinden, warum sie ein Anrecht hatten, über bestimmte Städte und Länder zu regieren.
Wir setzten Mächtige über Städten und Nationen ab und den Geist Gottes und seine Engel ein.
Alles im Namen Jesus. Wir waren so richtige Ghost-Busters.
Überall spürten wir die Machenschaften des Teufels und seiner dunkelen Fürsten auf, um sie im Gebet zu bekämpfen. Aufregend, nicht wahr? Das ist großes Hollywood-Kino!
Wir vergaßen nur ein winziges aber wichtiges Detail bei der Sache: Der Kampf ist die Sache des HERRN! Er setzt Könige ein und Könige ab - nicht WIR.
In der himmlischen Welt über Ländern kämpfen die Engel Gottes gegen die Engel Satans und wir sollten uns besser nicht unbedacht in diesen Krieg begeben - weil uns Gott überhaupt nicht dazu berufen hat!
Falscher Kampfplatz - die Himmelswelt über Nationen und Städten. Da gehören wir nicht hin!
Unser Kampfplatz ist unsere Gedankenwelt. Dort können und sollen wir gewinnen, denn es ist unser Terrain und unser Privatbesitz. Natürlich verlockt ein kluger Feind seinen Gegner, ihm auf einen Kampfplatz zu folgen, auf dem er im Vorteil ist.
Dort in der Himmelswelt, über Städten und Ländern haben wir keinerlei Chance. Es war alles sinnlos vergeudete Zeit und viele sind in diesem Krieg verletzt und verwundet worden. Wir hätten uns lieber um Menschen und ihre Probleme kümmern sollen. Ich kann nur noch vor dieser gigantischen Irrlehre der "geistlichen Kriegsführung" warnen. Und mich bei denen entschuldigen, die ich durch meine Dummheit mit in einen solchen sinnlosen Kampf gezogen habe. Entschuldigung an Jeden, der von mir in dieser Richtung beeinflusst wurde! Ich möchte allerdings ausdrücklich betonen, daß ich die genannten Befürworter dieser Art von "Geistlicher Kriegsführung" niemals als Irrlehrer bezeichnen würde. Es sind gute und integere christliche Persönlichkeiten, die sich einfach in diesem Punkt der Lehre irren.
Sehr geholfen und überzeugt hat mich bei diesem Thema das Buch von Wolfram Kopfermann: " Macht ohne Auftrag - Warum ich mich nicht an der geistlichen Kriegführung beteilige"  Leider gibt es das nur noch Antiquarisch zu kaufen.

Unser Kampf - Die Waffen 

 Foto: Tjflex2 (flickr.com)
Eph 6,13ff Deshalb ergreifet die ganze Waffenrüstung Gottes, damit ihr am bösen Tage zu widerstehen vermöget und, nachdem ihr alles wohl ausgerichtet habt, das Feld behalten könnet.
So stehet nun, eure Lenden umgürtet mit Wahrheit, und angetan mit dem Panzer der Gerechtigkeit, und die Füße gestiefelt mit Bereitwilligkeit, die frohe Botschaft des Friedens zu verkündigen. Bei dem allen aber ergreifet den Schild des Glaubens, mit welchem ihr alle feurigen Pfeile des Bösewichts auslöschen könnet. Und nehmet den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, nämlich das Wort Gottes.
Bei allem Gebet und Flehen aber betet jederzeit im Geist, und wachet zu diesem Zwecke in allem Anhalten und Flehen für alle Heiligen...

Den Kampfplatz unseres geistlichen Nahkampfes habe ich im ersten Artikel beschrieben und auch dargelegt, was nicht unser Kampf ist. Vielleicht hätte ich präzisieren sollen: Wo unser Kampf nicht stattfindet, denn entscheidend ist der ORT des Kampfes und der Gegner. Wir sollen nicht gegen Fleisch und Blut (also Menschen) kämpfen, sondern gegen böse Mächte in den himmlischen Regionen.
Aber wir können und sollen nicht dem Widersacher auf seinen Kampfplatz folgen sondern hübsch zu hause bleiben.
1.Petr 5,8 Seid nüchtern, wacht! Euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann.
Wenn Jesus nun am Kreuz alle Mächte und Gewalten entwaffnet und öffentlich zur Schau gestellt hat (Kol.2,15) , wie kommt es denn dann, daß der Teufel immer noch wie ein brüllender Löwe umhergeht? Paradox?
Nein, es ist lediglich nicht einfach, geistliche Wahrheiten und Realitäten der unsichtbaren Wirklichkeit einem menschlichen Verstand klar zu machen.
Der Verstand ist da schnell überfordert. Geistliche Wirklichkeiten müssen mit dem Geist beurteilt werden, sagt Paulus in 1.Kor.2,13ff.
Unser Verstand gehört aber zum natürlichen Wesen. Unser Geist dagegen ist laut der biblischen Anthropologie übernatürlich, weil er eine neue Schöpfung durch den Geist Gottes ist. Christus lebt in uns. Ja wie denn und wo? Nicht in unserem Körper, dann müsste wohl jeder von uns die Wundmale tragen. Und auch nicht in unserer Seele, denn dann würden wir nur noch reden und handeln wie er. Er wohnt in diesem weitgehend unbekannten Teil unserer Persönlicheit - unserem Geist.
Nun noch mal zu Petrus und seinem "brüllenden Löwen". In Afrika ist es auch heute noch teilweise üblich, das Vieh des Dorfes in einem Kreis aus Dornengebüsch über nacht aufzubewahren. Kein Löwe würde wegen der Dornenhecke dort einbrechen um sich seine Beute zu holen. Aber die Löwen sind nicht dumm. Ihre Strategie ist, in der Nähe der Dornenhecke laut zu brüllen. Schon mal im Zoo aus zwei Meter Entfernung einen Löwen brüllen gehört? Es fährt einem durch Mark und Bein. Mein damals dreijähriger Sohn ist bei dieser Gelegenheit unter Tränen in Panik aus dem Tropenhaus entflohen. Wir konnten ihn nur ganz mühsam beruhigen.
Ähnlich ergeht es dem dummen Vieh in Afrika. Vor Angst brechen einige Rinder aus dem Schutz der Dornenhecke aus und werden draussen eine leichte Beute des Löwen!
Als Paulus in Athen war und in der ganzen Stadt die Götzenbilder und Altäre ihrer Götter sah, ergrimmte sein Geist in ihm - aber er machte keine "geistliche Kriegsführung", in dem er vor die Altäre trat und die geistigen Mächte dahinter direkt ansprach, band und austrieb. Er setzte keine "Fürsten der Himmelswelt" ab, sondern sprach zu den Menschen. Er erzählte von Jesus und der frohen Botschaft. Das war seine Kampfführung!
Was war hier seine Waffe? Das Schwert des Geistes, welches ist das Wort Gottes.
Das Schwert ist die einzige offensive Waffe, die im Epheser 6 genannt wird. Paulus sprach hier in die Gedankenwelt der Zuhörer mit dem Wort Gottes hinein. Das war sein Kampf gegen die Mächte der Finsternis, nichts weiter. Keine Wissenschaft, keine Dämonologie, kein stürzen der Mächtigen vom Thron in der Himmelswelt - einfach nur die Wahrheit verkündigt. Und so setzte er den Sieg des Herrn Jesus auf der Erde durch - etliche wurden gerettet und zu Jüngern des Herrn.

Der Gürtel der Wahrheit


Foto: Dennie Fransen (flickr.com)
Eph 6,13 Deshalb ergreift die ganze Waffenrüstung Gottes, damit ihr an dem bösen Tag widerstehen und, wenn ihr alles ausgerichtet habt, stehen bleiben könnt! So steht nun, eure Lenden umgürtet mit Wahrheit
Paulus legt uns nahe, daß es verschiedene Waffen in unserer geistlichen Rüstung gibt. Es ist ihm offenbar wichtig, nicht nur auf eine einzige Waffe zu vertrauen, sondern er ermahnt uns, die ganze Waffenrüstung anzuziehen! Wir sollen komplett geschützt in diesen Kampf hineingehen und nicht nur teilweise. Alle Ausrüstungsgegenstände sind wichtig.
Ausgehend von der Rüstung römischer Soldaten, die Paulus hier sicherlich vor Augen stand geht man davon aus, daß der Gürtel die gesamte Rüstung zusammenhielt. Mit ihm wurde Brustpanzer, Tunika und Kettenhemd fixiert, Dolch und Schwert befestigt. Ohne den Gürtel wäre die ganze Rüstung nutzlos gewesen. Was bedeutet nun, daß wir mit "Wahrheit" umgürtet sein sollen? Eins bedeutet das Wort hier ganz gewiss nicht: Das richtige Dogma! Wenn man das Wort Wahrheit in der Bibel untersucht, stellt man schnell fest, daß dieser Begriff im damaligen Sprachgebrauch auch überhaupt nichts mit einer wissenschaftlichen Wahrheit zu tun hatte. Es ging vielmehr um das richtige Verhalten, die Rechtschaffenheit eines Menschen, als um die Rechtgläubigkeit.
 Joh 3,21 Wer aber die Wahrheit tut, der kommt zum Licht, damit seine Werke offenbar werden, daß sie in Gott getan sind.
Es geht um:1. Wahrhaftigkeit und Ehrlichkeit! Interessant ist auch, daß das Wort Wahrheit in der Bibel sehr häufig einen Begleiter hat: Gnade!
Ps 85,11 daß Gnade und Wahrheit einander begegnen, Gerechtigkeit und Friede sich küssen,
Ps 25,10 Alle Pfade des HERRN sind Gnade und Wahrheit denen, die seinen Bund und seine Zeugnisse bewahren.
Was zeigt uns das? Eine Wahrheit ohne Gnade ist zerstörerisch, lieblos und kalt. Es ist die Wahrheit des Teufels, der nur anklagt, beschuldigt und verleumdet.
Jak 3,13 Wer ist weise und verständig unter euch? Der zeige durch einen guten Wandel seine Werke in Sanftmut der Weisheit! Habt ihr aber bitteren Neid und Streitsucht in eurem Herzen, so rühmet euch nicht und lüget nicht wider die Wahrheit! Das ist nicht die Weisheit, die von oben stammt, sondern eine irdische, seelische, dämonische. Denn wo Neid und Streitsucht regieren, da ist Unordnung und jedes böse Ding. Die Weisheit von oben aber ist erstens rein, sodann friedsam, gelinde, folgsam, voll Barmherzigkeit und guter Früchte, nicht schwankend, ungeheuchelt. Die Frucht der Gerechtigkeit aber wird in Frieden gesät denen, die Frieden machen.
2. Es geht um Jesus
Jesus ist der Weg, die Wahrheit und das Leben. Die Wahrheit ist eine Person und kein Dogma. Wir werden in den Lehrbriefen ermutigt, den Herrn Jesus Christus anzuziehen! Der Gürtel der Wahrheit hat also vor allen Dingen mit unserer aufrichtigen und engen Beziehung mit Jesus zu tun. Er hat mit einer Liebe zu seinen Worten zu tun und einem Verlangen ihm ganz und gar nachzufolgen. Wir sollen ihm gegenüber völlig ehrlich sein und anderen Menschen keine Rolle vorspielen. Jesus hasst Heuchelei. Bei nichts ist er so ausgerastet, wie in der Konfrontation mit frommen Heuchlern! Wir sollen unsere Schwächen realistisch einschätzen und sie nicht vor den Menschen verstecken. Wir sollen einander als Glaubensgeschwister unsere Sünden zugeben. Genauso ehrlich dürfen wir allerdings auch mit unseren Stärken sein :-) Wir sollen unser Licht nicht unter den Scheffel stellen, um besonders demütig zu erscheinen. Wahrhaftigkeit bedeutet eine Liebe zur Wahrheit zu haben, die wichtiger ist als die eigene Person.
1Petr 1,13 Deshalb umgürtet die Lenden eurer Gesinnung, seid nüchtern und hofft völlig auf die Gnade, die euch gebracht wird in der Offenbarung Jesu Christi!
3. Der Gürtel der Wahrheit umgürtet unsere Gedankenwelt. Und hiermit sind wir wieder auf unserem Kampfplatz angekommen. Es geht um unsere Gesinnung, die Art, wie wir denken. Es geht um unser Herz, denn Gesinnung schließt die Herzensmotivation ein. Und es geht eben nicht um lehrmäßige "Wahrheiten" aus dem Wort Gottes, sondern um ein Leben in der Wahrheit, um ein Tun der Wahrheit. Denn die Art unseres denkens mit den damit verbundenen Werten und Emotionen bestimmt unser Handeln. Und Gott ist nicht an unserer verstandesmäßigen Erkenntnis interessiert, sondern an Taten der Hoffnung, des Glaubens und der Liebe!

Der Brustpanzer 

Foto: peterjr1961(Flickr.com)
Eph 6,14ff So steht nun, eure Lenden umgürtet mit Wahrheit, bekleidet mit dem Brustpanzer der Gerechtigkeit und beschuht an den Füßen mit der Bereitschaft zur Verkündigung des Evangeliums des Friedens! Bei alledem ergreift den Schild des Glaubens, mit dem ihr alle feurigen Pfeile des Bösen auslöschen könnt! Nehmt auch den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, das ist Gottes Wort! Mit allem Gebet und Flehen betet zu jeder Zeit im Geist, und wachet hierzu in allem Anhalten und Flehen für alle Heiligen.
Bekleidet mit dem Brustpanzer der Gerechtigkeit!
Was schützt der Brustpanzer hauptsächlich? Unser Herz. Die Bibel ist durchgehend der Ansicht, daß unser Herz der wichtigste Teil unserer ganzen Persönlichkeit ist, so wie eben das physische Herz für den Körper. Wird das physische Organ entscheidend verletzt, sterben wir sofort und das Leben entweicht. Das Herz als metaphorischer Begriff bedeutet den Kern unserer Persönlichkeit - unser innerstes Wesen. Jesus sagte, daß die Gedanken aus unserem "Herzen" aufsteigen, sowohl gute als auch böse. Ebenso werden Worte und Gedanken nicht allein in unseren Verstand gesät, sondern in unser Herz!
Mt 13,19 So oft jemand das Wort vom Reiche hört und nicht versteht, so kommt der Böse und raubt das, was in sein Herz gesät ist. Das ist der, bei welchem es an den Weg gestreut war.
Spr 12,18 Wer unbedacht schwatzt, der verletzt wie ein durchbohrendes Schwert; die Zunge der Weisen aber ist heilsam.
Darum ist es so wichtig, genau aufzupassen, was für Worte, Gedanken und Motivationen sich in unserem Herzen befinden: Wes das Herz voll ist, redet der Mund, sagte Jesus auch noch dazu. Und die Gedanken und Worte unseres Mundes beeinflussen unser ganzes Handeln in der Welt. Und unbedachte Worte können andere Menschen im Herzen schwer verletzen. Wer dann nicht vergeben kann, trägt diese Verletzungen manchmal über Jahre oder länger mit sich herum.
Spr 4,23 Mehr als alles, was man sonst bewahrt, behüte dein Herz! Denn in ihm entspringt die Quelle des Lebens. 
 
Und was ist diese Quelle des Lebens? Der wunderbare Geist Gottes, der sich mit unserem menschlichen Geist zu einer untrennbaren Einheit verbindet, sobald wir von neuem geboren werden. Die Quelle ist "Christus in uns", die Hoffnung der Herrlichkeit! Wenn unser geistliches Herz verwundet wird, werden wir vom Leben und der Versorgung Gottes abgeschnitten. 
Und wodurch wird unser Herz verletzt? Offenbar sehr oft durch Anklagen, Verleumdungen und böse harte Worte, die gegen unsere Gerechtigkeit gerichtet sind. Die Mächte der Bosheit in der Himmelswelt versuchen ständig unser Herz anzugreifen, in dem sie uns vor Augen führen, wie schlecht und minderwertig wir doch sind. Sie greifen unser Fehlverhalten und unsere Unvollkommenheiten nur zu gern auf, um sie ständig vor unserem inneren Auge ablaufen zu lassen. 
Und viele Menschen, ja leider auch sehr viele Christen machen sich zum Handlanger und Komplizen des Bösen ohne es zu bemerken. Böse und harte Worte, inspiriert von Ärger und Zorn oder sogar Hass tragen das Gift der Mächte der Bosheit in sich, um zu verletzen, zu rauben und zu morden. Wir können nicht nur zu Kanälen des heiligen Geistes werden, sondern ebenso zu Kanälen der dunkelen Seite.
Warum hassen die meisten Menschen Kritik? Weil sie sehr oft unser empfindliches Herz verletzt! Gerade Wenn wir ehrlich und aufrichtig sind, werden wir schnell durch diese Angriffe verletzt - denn wir schützen unser Herz nicht genug. Wir stimmen innerlich der Kritik des Anderen zu und kommen uns ganz klein und schäbig vor. Deshalb ist es so eminent wichtig, zu wissen woher unsere Gerechtigkeit eigentlich kommt und was uns überhaupt gerecht macht. Ich kenne nur einen, der in seinem ganzen Leben nichts als gerechte Taten vollbracht hat. Ich kenne nur einen, der nie gesündigt hat und dessen Herz allezeit ganz rein war: Jesus Christus. Nur ER kann uns durch und durch gerecht machen, ja er hat es am Kreuz ja schon längst vollbracht.
Apg 13,38 So sei es euch nun kund, ihr Brüder, daß durch diesen euch Vergebung der Sünden verkündigt wird; und von allem, wovon ihr durch das Gesetz Moses nicht gerechtfertigt werden konntet.
Röm 3,23 ...denn alle haben gesündigt und erlangen nicht die Herrlichkeit Gottes und werden umsonst gerechtfertigt durch seine Gnade, durch die Erlösung, die in Christus Jesus ist.
Und das Annehmen dieser Gnade, der Glaube an diese Erlösung und Rechtfertigung ist unser Brustpanzer der Gerechtigkeit. Wenn wir wissen, daß durch Jesus alle unsere Sünden vergeben werden, können wir offen und ehrlich unsere Sünden und Fehlverhalten zugeben - und unser Herz wird nicht dabei verletzt, sondern geheilt! Wir brauchen keine Ausreden mehr, wenn wir angeklagt werden. Die einzig gültige Ausrede ist das Blut des Lammes. Wir brauchen uns vor Menschen auch nicht mehr zu rechtfertigen. Es gibt jemand anders, der uns rechtfertigt - unser himmlischer Fürsprecher und Rechtsanwalt - Jesus Christus! Und dieser Brustpanzer der Gerechtigkeit schützt unser Herz ganz hervorragend. Es ist wieder einmal Jesus selbst, der uns beschützt. Er ist die große Allzweckwaffe - der Gürtel der Wahrheit und der Brustpanzer der Gerechtigkeit. :-)

Die Schuhe

 Eph 6,15 ...und die Füße gestiefelt mit Bereitwilligkeit, die frohe Botschaft des Friedens zu verkündigen.
Mal versucht ohne Schuhe durch den Wald zu gehen? Oder auf einem steinigen Weg? Selbst in der Stadt kann man in eine Scherbe oder einen spitzen, scharfen Gegenstand hineinlaufen und sich gehörig verletzen. Das macht das Leben nicht gerade angenehmer, denn wir sind ständig auf unsere Füße angewiesen um uns in dieser Welt fortzubewegen.Wenn man ganz auf Schuhe verzichtet, entwickelt man sicher eine dickere Hornhaut und einige Naturvölker beweisen uns, daß es zur Not auch ohne geht. Aber irgendwie hat sich der Schuh doch weltweit ziemlich durchgesetzt! ;-)
Die Füße sind der direkte Kontaktpunkt mit der Welt, oder im übertragenden Sinne mit den Menschen in dieser Welt, die Gott nicht kennen. (Was nun nicht bedeutet, daß wir diese treten sollten) ;-) Aber diese Menschen sind dem Glauben an Jesus und denen, die sich dazu bekennen nun mal sehr oft nicht besonders zugeneigt, um es vornehm auszudrücken. Ein wenig Schutz ist da schon zu empfehlen um nicht ins offene Messer zu rennen. Und unsere Schuhe sind: die Bereitschaft allen Menschen von der rettenden Gnade unseres Herrn Jesus zu erzählen.
Interessantes Statement. Und ich dachte immer, dadurch fängt der ganze Ärger mit seinen Mitmenschen erst an! So habe ich es jedenfalls immer wieder erlebt. Wie die Vögel in unserer Natur, die einen bunten Paradiesvogel (Wellensittich) nicht mögen und gern mobben und hinterherjagen bis er erschöpft oder tot zu Boden fällt, so werden Christen, die sich zu ihrem Glauben bekennen gern als "Pradiesvogel" von ihrer Umwelt gemobbt. Das ist oft in der Schule, bei der Arbeit und im Freundeskreis der Fall. Da sind besonders die Leute, die uns Christen grundsätzlich Intoleranz vorwerfen sehr aktiv bei der Sache und selber mehr als Intolerant.
Und deshalb lassen so manche Christen gern bei vielen Gelegenheiten ihre Schuhe lieber aussgezogen und reden gar nicht erst mit anderen über Jesus. Es mag allerdings auch sein, daß so mancher Christ seine Schuhe tatsächlich als eine Art Waffe begreift, um andere damit zu treten! (Sie gehen Nichtchristen mit dem Evangelium in unsensibeler und dämlicher Weise dermaßen auf den Wecker, daß diese sich eben dagegen wehren) Paulus spricht aber hier von der "Bereitschaft" das Evangelium weiter zu sagen und nicht davon es bei jeder Gelegenheit als moralische Keule gegen alle Menschen zu schwingen! Diesen Fehler begehen leider viele Christen und machen sich damit zu recht unbeliebt und schrecken so manchen ab oder bestätigen deren Vorurteile gegen Christen.
Aber die Schuhe sind eine wichtige Abgrenzung zur Welt und vor allen Dingen Zum "Geist dieser Welt". Wenn wir uns zu Jesus als Herrn bekennen, bekennt dieser sich auch zu uns! Und wir machen den Mächten der Bosheit in der Himmelwelt damit klar, auf welcher Seite wir stehen. Deshalb ist ja auch z.B. die Taufe so wichtig. Sie ist der Anfang dieses Weges mit Jesus und ein öffentliches Bekenntnis zu ihm und schneidet uns von vielen schlechten geistigen Einflüssen der Welt ab. Nicht umsonst gibt es bei dem Thema Taufe so richtig Stress mit vielen Großkirchen oder dem Islam. Wer als Moslem an Jesus glaubt, bekommt meistens Ärger mit der Familie. Wer sich aber taufen lässt ist für die Familie gestorben und nicht mehr vorhanden.
Wenn ein Pastor der Großkirchen die Säuglingstaufe nicht anerkennt indem er zusätzlich an Erwachsenen die Glaubenstaufe vollzieht, weil man sich als Säugling noch gar nicht bewusst zu Jesus bekennen kann, verliert er in der Regel seinen Job.
Unser Evangelium ist ein Evangelium des Friedens, sagt Paulus hier und bestätigt damit noch einmal die Tatsache, daß wir Nichtchristen keine "Drohbotschaft", sondern eine "Frohbotschaft" weitergeben sollen.

1.Petr 3,15 und seid allezeit bereit zur Verantwortung gegen jedermann, der Rechenschaft fordert über die Hoffnung, die in euch ist, aber mit Sanftmut und Furcht; und habet ein gutes Gewissen, damit die, welche euren guten Wandel in Christus verlästern, zuschanden werden mit ihren Verleumdungen.

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