Mittwoch, 29. Juli 2009

Lebenselixier für Depressive gefunden!

Solltest Du vielleicht gerade jetzt in gedrückter Stimmung sein, gucke Dir dieses Filmchen vielleicht mehrmals hintereinander an... :-)

Dienstag, 28. Juli 2009

Lakeland is alive and well..

Ach Du mein lieber Todd,
was hast Du da nur losgetreten? Die neue apostolische Bewegung? Eine neue Horde Geisteskranker? Eine neue Generation christlicher Komiker?
Ich bin ja für Comedy sehr zu haben - solange man selber weiß, daß man Comedy macht. Aber unfreiwillig wie dieser im übrigen mir sehr sympathische christliche Hippie? Was sagt ihr
DAZU?

Montag, 27. Juli 2009

Teestube Jesus Treff 1977

Teestube Jesus Treff in den späten 70er Jahren. Wir saßen während der "Gemeinschaft", die regelmäßig fast 4 Stunden dauerte, am Sonntagabend ab 19:00 Uhr nach Hippieart auf Polstern am Fußboden und am Rand auf Holzstühlen. Im Winter bullerte der nicht ungefährliche Ölofen, während wir unsere Lieder sangen, "Zeugnissen" zuhörten und die Predigten verfolgten, die meistens von Achim Schneider kamen. (Die anderen Ältesten waren besser im musizieren) *g*
Dieses Video verschafft einen athmosphärischen Eindruck in die damalige Zeit, in der viele junge Leute zum Glauben kamen und Befreiung von den verschiedensten Süchten und unsichtbaren Ketten erlebten. Niemals wieder habe ich so viele innerlich kaputte Menschen zusammen an einem Ort erlebt, obwohl ich früher Gast in einschlägigen Lokalen der Drogen- und (Apo)Politszene gewesen war. Das lag sicher hauptsächlich daran, daß es an diesem Ort tatsächlich echte Hilfe gab und Gott die Leben von Vielen zum Positiven hin verändert hat.

Sonntag, 26. Juli 2009

Viele Christen sind Heuchler

Viele Christen sind Heuchler und Pharisäer. Die Nichtchristen und Atheisten stürzen sich sehr gern wie die Geier auf diese Tatsache. Und man kann und sollte sie nicht verleugnen.
Aber nun kommt eine Neuigkeit: Man muß nicht erst Christ werden, um ein Heuchler und Pharisäer zu sein!
Die Nichtchristen können das mindestens ebenso gut, wenn nicht noch besser! ;-)
Ich nehme an, sie können es sogar noch wesentlich besser als wir, besonderns dann wenn sie die Heuchelei der Christen anprangern um von der eigenen Sinnlosigkeit und der Hoffnungslosigkeit ihres Daseins abzulenken...
> Lies auch:
Humanisten sind Heuchler

Black Snake Moan

Habe gerade einen hervorragenden Film gesehen: Black Snake Moan. Man könnte sagen einen "Blues-Film", falls es so eine Gattung überhaupt gibt ;-)
Bisher kannte ich Justin Timberlake ja nur aus der Klatschpresse und
nur Samuel L. Jackson und Christina Ricci als sehr gute Schauspieler/innen.
Der Soundtrack ist einfach hervorragend und besteht zum größten Teil aus Blues-Tracks. Mal akustisch mit Slide-Gitarre und mal elektrisch und mit Bluesharp.
Und wie Samuel L. Jackson den Blues singt - Gänsehaut pur!
Ich kann diesen Film nur allerwärmstens weiterempfehlen. Über die Handlung möchte ich nichts schreiben, um niemand die Freude zu verderben - aber diese urtypische amerikanische Geschichte hat mich zutiefst berührt.
Ps. Justin Timberlake ist ein hervorragender Schauspieler...

Eine ausführliche Rezension des "Spiegel" gibt es > HIER


Samstag, 25. Juli 2009

Freitag, 17. Juli 2009

Der Mann glänzt, die Frau hat lange Haare

Was hielt Paulus eigentlich von der holden Weiblichkeit? Von Gleichberechtigung und Antidiskriminierungsgesetz hatte er noch nichts gehört. Das kann man ihm nicht vorwerfen, immerhin lebte er in einer anderen Zeit und einem anderen Kulturkreis als wir. Den Korinthern hatte er so manches mitzuteilen, auch über Mann und Frau:

Ich lobe euch aber, dass ihr in allem meiner gedenkt und die Überlieferungen, wie ich sie euch überliefert habe, festhaltet. Ich will aber, dass ihr wisst, dass der Christus das Haupt eines jeden Mannes ist, das Haupt der Frau aber der Mann, des Christus Haupt aber Gott. Jeder Mann, der betet oder weissagt und dabei etwas auf dem Haupt hat, entehrt sein Haupt. Jede Frau aber, die mit unverhülltem Haupt betet oder weissagt, entehrt ihr Haupt; denn sie ist ein und dasselbe wie die Geschorene. Denn wenn eine Frau sich nicht verhüllt, so werde ihr auch das Haar abgeschnitten; wenn es aber für eine Frau schändlich ist, dass ihr das Haar abgeschnitten oder geschoren wird, so soll sie sich verhüllen.
Denn der Mann freilich soll sich das Haupt nicht verhüllen, da er Gottes Bild und Abglanz ist; die Frau aber ist des Mannes Abglanz. Denn der Mann ist nicht von der Frau, sondern die Frau vom Mann; denn der Mann wurde auch nicht um der Frau willen geschaffen, sondern die Frau um des Mannes willen. Darum soll die Frau eine Macht (das heißt ein Zeichen der Macht, unter der sie steht) auf dem Haupt haben um der Engel willen. (1. Korinther 11, 2,10)

Schon mit dem Gedanken, dass »der Mann das Haupt der Frau« sei, gehen unsere Probleme mit diesem Abschnitt aus dem ersten Brief an die Korinther los. Dass Christus das Haupt des Mannes (und der Frau) ist, dürfte unter Gläubigen keinerlei Widerspruch auslösen, aber wo bleibt die Gleichwertigkeit der Geschlechter bei dem, was Paulus hier schreibt?
Er meint ja, dass die Reihenfolge der Schöpfung eine Rangfolge bedingt, denn er erklärt, dass die Frau als Abbild des Mannes geschaffen wurde, der Mann jedoch sei Gottes Abbild. Stimmt das so?
In 1. Mose 1, 27 lesen wir: »Und Gott schuf den Menschen nach seinem Bild, nach dem Bild Gottes schuf er ihn; als Mann und Frau schuf er sie.« Beide. Mann und Frau. Jedenfalls ich würde das so verstehen.
Den detaillierten Bericht, wie Adam zu seiner Eva kam, finden wir in 1. Mose 2 ab Vers 21. Dort steht: »…und Gott, der HERR, baute die Rippe, die er von dem Menschen genommen hatte, zu einer Frau, und er brachte sie zum Menschen. Da sagte der Mensch: Diese endlich ist Gebein von meinem Gebein und Fleisch von meinem Fleisch; diese soll Männin heißen, denn vom Mann ist sie genommen. Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhängen, und sie werden zu einem Fleisch werden.« Das Wort »Männin« im Hebräischen ist das gleiche Wort wie für »Frau«. Es wird lediglich die weibliche Endung an das Wort für »Mann« angefügt.
Wenn Mann und Frau also nach dem Bilde Gottes geschaffen sind und Mann und Frau zu einem Fleisch verschmelzen beziehungsweise aus dem einen Fleisch geschaffen wurden, dann haben wir es hier mit einer Meinung des Paulus zu tun, die nicht unbedingt von uns zu teilen sein muss. Ich meine sogar, dass er sich beim Zitieren des Alten Testamentes beziehungsweise seinem Bezug auf die Schriften vertan hat.

Auch die Frage der Kopfbedeckung beim Gebet und Weissagen sehe ich eher unter der Kategorie »unanstößig, sowohl für Juden als auch für Griechen als auch für die Gemeinde Gottes« – im gesellschaftlichen Umfeld der Korinther.

Ich trage gerne Hut, beim Betreten einer Kirche nehme ich diesen jedoch vom Kopf, auch wenn ich nur zur Besichtigung und nicht zum Beten und Weissagen dort eintrete. Es schickt sich eben nicht, dass ein Mann mit Hut in einem sakralen Raum verweilt, wenngleich dies vielen Menschen heutzutage nicht mehr bekannt oder wichtig ist, denn so mancher männliche Tourist behält seine Baseball-Kappe auf. Vielleicht bin ich ja auch nur altmodisch, was das betrifft. Beim Betreten einer Synagoge wiederum wäre es unschicklich, nichts auf dem Kopf zu tragen.
In meiner Jugend war ich in einer ländlichen Gemeinde zu Hause, in der die Frauen stets ein Kopftuch in der Handtasche mit sich führten, das sie zum Gebet im Gottesdienst anlegten. Die Predigt verfolgten sie mit unverhülltem Kopf. Als sich dann mehr und mehr Hippies bekehrten, verschwand dieser Brauch relativ zügig, denn die Mädchen hatten alles Mögliche bei sich, aber keine Kopftücher. Ich erinnere mich allerdings, dass es diesbezüglich einer Ältestensitzung bedurfte, die dann mehrheitlich entschied, dass die weiblichen Gottesdienstbesucher auch mit unverhüllter Haarpracht beten durften. Ach waren manche Mädchenhaare prächtig! Mit Blümchen und Perlen geschmückt, wilde Mähnen und ... - ach nein, ich schweife ab.

Dass geschnittenes oder geschorenes Haar bei einer Frau ein Zeichen der Ächtung und Schande ist, kann man heute und hier nicht mehr nachvollziehen, wie so manche Gepflogenheiten und Vorschriften aus dem Alten Testament. Mir scheint, dass Paulus diese Sätze hauptsächlich deshalb an die Gemeinde in Korinth gerichtet hat, damit sie bei den Juden – in ihrem gesellschaftlichen Umfeld – keinen Anstoß erregte. Wer sich heute und hier dementsprechen kleiden würde, steht eher in der Gefahr, genau den gegenteiligen Effekt zu erzielen. Beispielsweise die Amish in den USA, die ich wegen ihrer Ernsthaftigkeit im Glauben hoch schätze, werden von zahlreichen Touristen und Einheimischen als exotische Lebewesen fotografiert, angestarrt und belächelt, aber sicher nicht ernst genommen.

Ich meine, dass es Paulus gerade darum geht, dass solches Amüsement über Gläubige in Korinth nicht stattfindet. Seine nächsten Worte jedenfalls relativieren das zuvor Geschriebene in gutes Stück weit:

Dennoch ist im Herrn weder die Frau ohne den Mann, noch der Mann ohne die Frau. Denn wie die Frau vom Mann ist, so ist auch der Mann durch die Frau; alles aber von Gott.
Urteilt bei euch selbst: Ist es anständig, dass eine Frau unverhüllt zu Gott betet? Und lehrt euch nicht selbst die Natur, dass, wenn ein Mann langes Haar hat, es eine Schande für ihn ist, wenn aber eine Frau langes Haar hat, es eine Ehre für sie ist? Denn das Haar ist ihr anstatt eines Schleiers gegeben.
Wenn es aber jemand für gut hält, streitsüchtig zu sein, so soll er wissen: wir haben eine derartige Gewohnheit nicht, auch nicht die Gemeinden Gottes. (1. Korinther 11, 11-16)

Nun gut. In diesem Punkt, lieber Paulus, zähle ich mich zu denen, die es »für gut halten, streitsüchtig zu sein.« Unsere gesellschaftlichen Konventionen sind andere, ob das nun gut oder neutral oder schlecht ist, sei dahingestellt.

Komasaufen

Ich bin ein Flaschenkind, haben wir früher des öfteren scherzhaft gesagt, wenn wir uns die Bierflasche an den Hals gehalten haben.
Wir wußten ja gar nicht wie recht wir damit hatten!
Don Ralfo meint: An der (Alkohol) Flasche hängen ist im Grunde eine Verlängerung des Daumenlutsches bis in die Jugendzeit oder ins hohe Alter.
Eigentlich sollte man sich das irgendwann abgewöhnen, wenn man Erwachsen werden will. Aber wer will schon Erwachsen werden?
Man muß zuerst auf die Mutterbrust, dann auf die Flasche und später sogar den Schnuller verzichten. Verzicht tut weh! Keiner verzichtet gern auf etwas bis...
bis er eine interessante Alternative der Befriedigung seines Mangels gefunden hat.
Erwachsen sein kann Spaß machen, wenn man die richtigen Alternativen für das findet, auf daß man besser verzichten sollte...

Foto: JasonRogersFooDogGiraffeB (Flickr.com)

Donnerstag, 16. Juli 2009

Wie kann ein 2 Tage alter Blog schon über 300 Besucher haben?

Nein, es hat diesmal nix mit einem Wunder zu tun. Ich lese nur regelmäßig den Blog von Günter Jott, und registriere aufmerksam seine Erlebnisse bei der Steigerung des Traffics auf seinem Blog.
Weil ich keine Chance auf einen normalen Wiedereinstieg im Beruf für mich sehe, hat es schon einen gewissen Reiz für mich, durch ein wenig Werbung auf meinen Blogs zu Geld zu kommen. (Google Adsense + Amazon-Anzeigen)
Ich habe nun schon wirklich viele Blogs, die ich bediene, oder auf denen ich mitschreibe.
Zuerst mit dem Motiv, nicht alles in einen einzigen Blog (Labyrinth bzw. nun D.R. and friends)
zu packen, sondern die verschiedenen Themen, die mich bewegen zu entzerren und für jedes andersartige Label, sprich: Musik, Christliches und Glaube, Evangelisation, Politik, Kunst und Psychiartrie/Seelsorge einen eigenen Blog einzurichten. Wegen der Übersichtlichkeit und weil sich die Einen mehr für Privates und Glauben interessieren, die anderen für Musik etc.

So rief ich vorgestern den neuen Blog "Der Bluesfreund" ins Leben und schaltete dort auch Werbeanzeigen von Amazon und Google. Ich mag Amazon sehr gern und kaufe meine meisten CDs dort selbst. (Nein ich mache keine illegalen Downloads mehr. Die Künstler müssen und sollen auch leben!)
Dort kann man IMHO besser und sicherer einkaufen als bei Ebay und kann Sachen auch aus Amerika, Übersee oder UK ordern. Find ich toll. (Auch wenn Günter sauer auf Amazon ist)

Ich teile ja Günter Jotts tiefe existenzialistische Begeisterung für Bob Dylan nicht, was einen simpelen Grund hat: Ich verstehe einfach dessen Englisch und sein Genuschel kaum! Leider.
Aber ein wenig angesteckt hat er mich schon. Ich habe zumindest 2mal die Theme-time Radio Hour des Altmeisters gehört und fand sie nur oberkultig. Aber leider habe ich nur immer höchstens die Hälfte verstanden. :-( Mist!
Aber als Werbung für meinen neuen Musikblog taugt sie doch sehr! Ich verlinkte die schöne Downloadseite der The Time Radio Hour in einem kurzen Bericht über "seine Bobness" und schickte den Link zu meinem Artikel an Expectingrain.com. Dort sehen dann offenbar tausende Dylan-Fans diesen Eintrag und gelangen in Scharen zu meinem Blog, dem Bluesfreund! ;-)
Und zwar aus aller Herren Länder der ganzen Welt, wie man bei mir in der feedjit-Weltkarte ablesen kann.
ich habe schon 5 cent eingenommen! Grandios.

30 Jahre Treue (Perlenhochzeit)

Ich habe heute eine Kerze angezündet. Standesgemäß natürlich im Internet. Es war ein Dank an meine liebe Ehefrau, Freundin und Kumpel(in) Sylle für 30 Jahre Treue zu mir.
Man braucht schon ein wenig Ausdauer für so etwas.
Aber das ist wohl wechselseitig.
Vielleicht sollte ich noch eine zweite Kerze des Dankes an den lieben Gott anzünden, der uns so lange durchgetragen hat, uns Liebe füreinander und die Kinder gab?
Tja, was soll man dazu noch sagen? Ist es ein (kleines) Wunder heutzutage wo jede zweite Ehe geschieden wird? Oder haben wir es etwa ganz allein geschafft?

Meine Frau ist ein toller, grandioser Mensch und ich selbst möglicherweise auch, und wir lieben uns sogar immer noch trotz aller Schwächen und Merkwürdigkeiten. Vielleicht sogar mehr als am Anfang.
Aber irgendwie ist es trotzdem ein Wunder für mich, daß wir gemeinsam durch Dick und Dünn gegangen sind, heute beim Italiener das exakt Gleiche Essen und Trinken bestellt haben um anschließend eine Flasche Sauvignon blanc und danach eine Flasche Chianti zu leeren und auf SKY einen schaurigen Thriller zu gucken.
Wem kann man dafür danken außer Gott?

Donnerstag, 9. Juli 2009

...dass Ihm die Menschheit misslungen war.

Als ich vor einiger Zeit am Ende des Buches „Der Schwarm” von Frank Schätzing angekommen war, hatte ich 993 Seiten spannende Lektüre genossen. Auf den letzten sechs Seiten folgt der Erzählung ein Epilog, in dem der Autor überwiegend die Unverträglichkeit seiner Erzählung mit dem Christentum reflektiert. Es wird recht deutlich, warum Frank Schätzings Romangestalten keinem Glauben anhängen, der irgendwelche Relevanz für ihr Leben hätte, denn er lässt Samantha Crowe, eine der wenigen Überlebenden des gerade noch verhinderten Untergangs der menschlichen Rasse feststellen, dass sich Christentum, Islam und Judentum gleichermaßen als gescheitertes Menschenwerk entpuppen. Samantha Crowe macht sich symptomatische Gedanken:

Gott hat mit der Menschheit nicht gerade sein Meisterstück abgeliefert. Er hat gepatzt. Er hat nicht verhindern können, dass die Menschen sündig wurden, also sah Er sich gezwungen, Seinen Sohn zu opfern, um die Schuld zu tilgen. Eine Art Kredit in Blut. Welcher Vater tut so etwas leichten Herzens? Gott selber musste zu dem Schluss gelangt sein, dass Ihm die Menschheit misslungen war.

Nun ist dies ein Roman, und als solcher zu verstehen. Und doch spiegelt sich im Epilog des Buches das Bild der Gemeinde Jesu Christi, wie es die Welt heute wahrnimmt.
Das Nachrichtenmagazin FOCUS widmete die Titelgeschichte der Weihnachtsausgabe 2006 dem Thema „Was nützt Religion?” Dabei stellen die Journalisten in einem Vergleich „Das Angebot der Weltreligionen” fest, dass nach dem Tod die Protestanten „auf die Auferstehung der Toten hoffen, von Hölle ist kaum noch die Rede.” Über die Katholiken heißt es:

„Optionen: selige Gemeinschaft mit Gott im Himmel, ein vorangehender Aufenthalt im Fegefeuer oder die ewigen Qualen der Hölle.”

Was weiß der FOCUS-Vergleich sonst noch über die Christen? Zum Beispiel:

„In konservativen Gruppen wie etwa den Evangelikalen wird nicht geschlemmt.” Sex ist bei den Katholiken „prinzipiell erlaubt, aber Ehebruch ist eine Todsünde. Sex außerhalb der Ehe gilt als Unzucht, Selbstbefriedigung, gelebte Homosexualität, Verhütungsmittel sind verboten.”

Den Protestanten bescheinigt die Studie, dass “…heute die meisten größeren Kirchen Sex als Gabe Gottes anerkennen.”
Interessant ist, dass der Weltreligionsvergleich den Glauben als eine Art Club betrachtet, dem man hier oder dort beitreten kann:

„Wer einer Glaubensgemeinschaft beitreten will, sollte die Angebote auf seine persönliche Situation hin überprüfen. Heikle Punkte sind meist Speisevorschriften, der Umgang mit Sexualität und die Rolle der Frau. Wichtig ist auch, ob man die Religion als Amateur oder als Profi betreiben will. An letztere werden meist deutlich höhere Anforderungen gestellt.”

Wir können uns natürlich darüber empören, dass „die Welt” ein so schiefes und verzerrtes Gottesbild hat, so wenig beziehungsweise überhaupt nicht begreift, was das Evangelium eigentlich ist. Wir können uns kopfschüttelnd abwenden und im Kreis der Gläubigen unsere Urteile über Journalisten, Autoren, Künstler und Berichterstatter austauschen, die als Blinde die Farbe zu beschreiben sich aufmachen. Und dabei selbstverständlich scheitern.
Wir können uns jedoch auch darüber empören, dass wir „der Welt” solch ein Bild darbieten. Wer ist denn die Gemeinde, wenn nicht jeder von uns Gläubigen? Wen sehen denn die Menschen, wenn nicht uns im Alltag?
Sie sehen uns nicht im Rahmen der Gottesdienste, Hauskreise, Jugenmeetings oder wasnochalles, die besuchen sie nämlich nicht. Sie sehen uns nicht bei der stillen Andacht im Kämmerlein, da schließen wir ja sorgfältig die Türe. Sie sehen uns nicht beim Austausch von frommen Phrasen und gelehrten Gesprächen über theologische Details, das tun wir ausschließlich unter uns.
Sie sehen uns im Alltag. In ihrem Alttag, ihrem Umfeld, genau da, wo wir mit ihnen zu tun haben. Sie sehen uns, aber offenbar nicht Christus in uns und durch uns. Sonst wäre es kaum vorstellbar, dass der Glaube so missverstanden – beziehungsweise überhaupt nicht verstanden wird. Statt dessen beobachten sie solche Szenen:

„Wer Kirchensteuer zahlt, hat deshalb keinen Anspruch auf einen Platz in der ersten Kirchenbank. Das erlebten Berliner am Heiligabend, als sie vor dem überfüllten Dom abgewiesen wurden. Einige drohten prompt mit dem Kirchenaustritt. Domprediger Friedrich-Wilhelm Hünerbein musste Briefe aufgebrachter Christen beantworten, die sich beschwerten, dass sie am Heiligabend nicht in den Berliner Dom hineinkamen. Sie hätten ja wohl ein Recht darauf, am Heiligabend im Berliner Dom einen Gottesdienst zu feiern, so die Absender, schließlich würden sie Kirchensteuer zahlen. Zur Strafe würden sie jetzt austreten” (Zitat aus „Der Tagesspiegel” vom 28. Dezember 2006.)

Was haben diese Journalisten gesehen? Empörte Christen, die für ihre Kirchensteuer einmal im Jahr einen Sitzplatz verlangen. Sie haben einen Club gesehen, dessen Mitglieder eine verlangte Leistung nicht bekommen haben und daher nun den Club verlassen. Der Ruderclub hält zu wenige Boote bereit – wir gehen nicht mehr hin.

Unser Spiegelbild finden wir oft genug in den Medien und der Kunst. Schauen wir hin?

Mittwoch, 8. Juli 2009

Donralfo & Friends?

Die liebe Stella (Talitakum) will mich neuerdings hier beim Gestalten kreativ unterstützen.
*Applaus brandet auf*
Und mein alter Froind Det ist ja auch schon länger mit von der Partie.
Ich könnte mir auch Günther als Mitschreiber vorstellen. (Den mag ich nämlich besonders gern)
Natürlich mag ich auch noch andere Blogger gern, wie z.B. Günter Jott, aber die sind meistens ziemlich ausgebucht.
Wie wäre es, wenn ich endlich den Ausgang aus meinem Labyrinth gefunden hätte und dieser Blog dann Don Ralfo & Friends hieße?

Einige meiner allerbesten Freunde/innen wie die Hilde oder gute Poeten wie Vera haben mir leider immer wieder abgesagt - aber wer weiß schon, wer später noch dazu stößt?
Ich fände es toll wenn die Schwarmintelligenz hier zuschlagen würde und eine revolutionäre Synergie sich durch die weiten des virtuellen Raumes ausbreitete...

Der Papst fordert eine "WELTAUTORITÄT"

Don Ralfo schlägt vor:
Rom wäre ein guter Ort für die Weltregierung!
Und Vati Kahn könnte einen guten Führer abgeben.
Schön, daß selbst die Linken und Gewerkschaften diesen Plan gut finden, neben allen möglichen anderen Parteien. Nur unsere "Angie" bleibt etwas skeptisch.


> Lies auch:
> Papst will Weltautorität gegen Krise

> Papst: Echte politische Weltautorität als Konsequenz der Wirtschaftskrise
> Der Papst und die Weltautorität
Foto: hellvet2000 (Flickr.com)

Dienstag, 7. Juli 2009

Leben lernen

Ich versuche es nun schon seit 55 Jahren.
Leben lernen.
Irgendwie habe ich nie richtig mitbekommen, wie das eigentlich wirklich geht:
Leben in Harmonie mit den Anderen, der Arbeit und Familie, der Ehefrau, der Gemeinde, den Nachbarn und dem Staat.
Und dann auch noch mit dem allerhöchsten Gott!
Irgendwie war ich immer überfordert von den vielen Beziehungen, die es zu bedienen gab und vergaß darüber oft - MICH SELBST!
Ach ja, da war ja noch was - man sollte ja auch noch neben all den anderen Dingen mit sich selbst im Reinen sein.
Zufrieden, selbstbewusst und zielgerichtet - jung, gutaussehend und dynamisch.
2004 auf dem Freakstock-Festival hatten viele junge Leute witzige und originelle T-shirts an und es gab viele Aufkleber-Sprüche auf den Autos. Ich liebe das!
Ein Spruch hatte es mir besonders angetan: "Machs wie Gott - werde Mensch!"
Und ich hatte seit Jahrzehnten versucht wie Gott zu sein - Jesus ähnlicher zu werden!
War da nicht noch was? Ein Ereignis im Paradies? "Ihr werdet sein wie Gott" sagte da jemand zum Menschen. Eine übele Verführung, oder letztlich Gottes Plan?

Jedenfalls halte ich mich seit längerer Zeit an diesen Aufkleberspruch: Machs wie Gott - werde Mensch. Irgendwie scheint mir dort eine Lösung für sehr viele Probleme zu liegen.
Ich werde auf jeden Fall erwachsener mit den Jahren - so richtig Erwachsen werde ich wohl jedoch niemals werden, scheint mir.
Ich finde das auch nicht schade, denn ich liebe das Kind in mir - immer noch. Wir sind ja die gleiche Person, oder? Das Kind von damals mit seinen Ängsten, Phantasien und dem gewaltigen Lebenshunger und der alte Steppenwolf von 55 Jahren, der ich jetzt bin.

Werde ich jemals auslernen? Wenn ich mir die Welt betrachte - mit allen Kriegen, Wirren, Hass und Terror, den endlosen politischen Diskussionen und wissenschaftlichen Debatten, psychischen Krankheiten und religiösen Verirrungen - beschleicht mich das Gefühl, daß ich vielleicht nur Einer von Milliarden bin, der am lernen ist wie man lebt. Das ich womöglich nur Einer von vielen bin, die noch auf dem Weg sind Mensch zu werden.

Wer von sich meint schon dort angekommen zu sein ist in der Regel wohl nur ein Blinder oder Heuchler.

Wie hält man Jehovas Zeugen fern?

Wer könnte es anderes sein als ein findiger Amerikaner, der dieses neuartige, einfache und relativ günstige Abwehrsystem gegen Zeugen Jehovas erfunden hat?
>>>Lassen Sie sich überraschen!>>>