Sonntag, 30. November 2008

Das Hemd des Zufriedenen

Es war einmal ein reicher König, dem machte das Regieren so viele Sorgen, daß er darum nicht schlafen konnte die ganze Nacht. Das ward ihm zuletzt so unerträglich, daß er seine Räthe zusammen berief und ihnen sein Leid klagte. Es war aber darunter ein alter erfahrener Mann, der erhob sich, da er vernommen, wie es um den König stand, von seinem Stuhle und sprach: »Es giebt nur ein Mittel, daß wieder Schlaf in des Königs Augen kommt, aber es wird schwer zu erlangen sein; so nämlich dem Könige das Hemd eines zufriedenen Menschen geschafft werden könnte und er das beständig auf seinem Leibe trüge, so halte ich dafür, daß ihm sicherlich geholfen wäre.«

Da das der König vernahm, beschloß er, dem Rathe des klugen Mannes zu folgen und wählte eine Anzahl verständiger Männer, die sollten das Reich durchwandern und schauen, ob sie nicht ein Hemd finden könnten, wie es dem Könige Noth that. Die Männer zogen aus und gingen zuerst in die schönen volkreichen Städte, weil sie gedachten, daß sie da wohl am ehesten zu ihrem Zwecke kämen; aber vergebens war ihr Fragen von Haus zu Haus nach einem zufriedenen Menschen; dem Einen gebrach dies, dem Andern das; so mochte sich keiner zufrieden nennen. Da sprachen die Männer untereinander: »Hier in der Stadt finden wir doch nimmer, wonach wir suchen; darum so wollen wir jetzunder auf das Land hinausgehen, da wird die Zufriedenheit wohl noch zu Hause sein,« sprachen's, ließen die Stadt mit ihrem Gewühle hinter sich und gingen den Weg durch das wallende Korn dem Dorfe zu. Sie fragten von Haus zu Haus, von Hütte zu Hütte, sie gingen in das nächste Dorf und weiter von da, sie kehrten bei Armen und bei Reichen ein, aber keinen fanden sie, der ganz zufrieden war. Da kehrten die Männer traurig wieder um und begaben sich auf den Heimweg. Wie sie nun so in sorgende Gedanken vertieft über eine Flur dahinwandelten, trafen sie auf einen Schweinhirten, der da gemächlich bei seiner Heerde lag; indem so kam auch des Hirten Frau, trug auf ihren Armen ein Kind, und brachte ihrem Manne das Morgenbrod. Der Hirt setzte sich vergnüglich zum Essen, verzehrte was ihm gebracht war, und nachdem so spielte er mit seinem Kinde. Das sahen die Männer des Königs mit Erstaunen, traten herzu und fragten den Mann: wie es käme, daß er so vergnügt wäre und hätte doch nur ein so geringes Auskommen? »Meine lieben Herren«, sprach der Sauhirt, »das kommt daher, weil ich mit dem, was ich habe, zufrieden bin.« Da freuten sich die Männer höchlich, daß sie endlich einen zufriedenen Menschen gefunden hatten, und erzählten ihm, in welcher Sache sie von dem Könige wären ausgesandt worden, und baten ihn, daß er ihnen möchte für Geld und gute Worte ein Hemd von seinem Leibe geben. Der Sauhirt lächelte und sprach: »So gern ich Euch, meine lieben Herren, in Eurem Anliegen möchte zu Willen sein, so ist es mir doch nicht möglich; denn Zufriedenheit habe ich wohl, aber kein Hemd am Leibe.« Als das die Männer vernahmen, erschracken sie und gaben nun ganz die Hoffnung auf, ein Hemd zu finden, wie es dem Könige Noth that. Betrübt und mit gesenkten Blicken traten sie wieder vor ihren Herrn und berichteten ihm, wie all ihr Suchen und Fragen sei vergeblich gewesen; sie hätten manchen gefunden, der wohl ein Hemd gehabt hätte, aber keine Zufriedenheit, und endlich hätten sie Einen angetroffen, der wäre freilich zufrieden gewesen, aber leider hätte er kein Hemd gehabt.

So mußte denn der König seine Sorgen ferner tragen und voll Unruhe oft Nächte lang auf seinem Bette liegen, ohne daß Schlaf in seine Augen kam, und konnte ihm nicht geholfen werden.

Foto: cjb22 (Flickr.com)


Freitag, 14. November 2008

Über den Jordan

Im allgemeinen säkularen Sprachgebrauch bedeutet "über den Jordan gehen" das Ableben des Probanden. Für uns als Christen, die wir ja an die "Auferstehung" glauben hat es eher etwas mit dem hineingehen in ein wie auch immer geartetes "Neuland" zu tun.
Als Josua mit den Kindern Israel durch den Jordan ging, ließ er 40 Jahre Wüstenwanderung hinter sich, um in ein Land hineinzuziehen, daß von "Milch und Honig" floss.
Das neue Land war sehr gut und fruchtbar - aber es gab auch etwas, daß er am Jordan zurückließ, es gab einiges daß sterben musste. Z.B. hörte die übernatürliche Versorgung mit dem Manna auf.
Zurück blieben die Erinnerungen an starke Begegnungen mit Gott am Berg Sinai oder die Wolkensäule Gottes bei Tag und der Feuersäule bei Nacht. Es gab Erinnerungen an Kämpfe und Aufruhr in der Gemeinde - Erinnerungen an Menschen, die bei der Wanderung ums Leben kamen.
Das alles ließ Josua nun hinter sich, ließ es sterben um in das neue Land hineinzugehen. ER wusste noch nicht, was genau auf ihn zukommen würde, es waren ja die "Riesen" im Land und viele befestigte Städte. Er ging im Glauben und mit der Vision: "Yes we can!"
Wie schön ist es für uns Christen, wenn wir uns an solchen biblischen Geschichten mit ihrem Symbolgehalt festhalten können.
Das Wort Gottes ist ein Licht auf unserem Weg und ein Leitfaden, an dem wir uns festhalten können.
Wir sind gerade umgezogen und lassen 21 Jahre Leben in unserem gemieteten Reihenhaus in Alt-Laatzen hinter uns. In diesem Haus sind meine vier Kinder aufgewachsen. Dort hat ein behinderter Freund mit uns gelebt, mit dem wir unser Leben 25 Jahre geteilt und den wir gepflegt haben. Er hat von Geburt an keine Arme und lebt nun in einem eigenen Appartement in einer Pflegeeinrichtung. Viele Freunde wohnten übergangsweise bei uns, weil wir Platz hatten. Manchen haben wir seelsorgerlich geholfen, manchen einfach nur menschlich, praktisch und materiell.
Ich war im Stadtteil verwurzelt und hatte einige Freunde dort. Man war sehr schnell zu Fuß oder mit dem Fahrrad in der nahen Leineaue, die sich Kilometerweit hinstreckt und wunderschön ist.
Der Abschied fiel mir nicht leicht. Ich war traurig über den Verlust unseres kleinen Gartens mit seiner Terasse, wo ich im letzten Frühling und Sommer oft saß, um Zeitung zu lesen, Kaffee zu trinken und mir die Sonne auf die Nase scheinen zu lassen. Ich mochte das alles zuerst gar nicht loslassen.
Aber ich wusste irgendwann, daß Gott einen neuen Abschnitt in unserem Leben beginnen wollte und wurde auch gespannt auf das "neue Land".
Wir trennten uns von viel Ballast, der sich über 21 Jahre angesammelt hatte. Dadurch fühlt man sich dann auch leichter! So ein Haus macht auch viel Arbeit und kostet viel Energie.
Es war sehr dunkel im Erdgeschoss, so daß ich selbst im Sommer ständig das Licht brennen hatte.
Unser neues Wohnzimmer hat eine riesige Fensterfront und ist nur so von Licht durchflutet. Das ist gut für einen Menschen, der Probleme mit Depressionen hat.
Ich bin sehr froh, daß wir das Alte Leben abgeschlossen haben und mal wieder ganz neu anfangen. Ich bin gespannt, was Gott für uns vorbereitet hat.
Und wenn ich einst über den endgültigen Jordan gehe, wird es ebenso sein. Man ist für eine kurze Zeit traurig über den Verlust des Gewohnten, aber man verliert sehr viel an Ballast - Endgültig. Und ein wunderbares neues Leben wartet auf uns, welches wir mit Spannung erwarten können.

Montag, 10. November 2008

Wie lange überlebt Obama?

Foto: transplanted mountaineer (Flickr.com)
Meine Frau und ich haben seit einigen Monaten ein mulmiges Gefühl wenn wir an Barrack Obama denken. Wir vermuteten, daß er zum Prädident gewählt werden würde, aber daß sie ihn danach nicht mehr lange am Leben lassen würden.
Präsident ist er bereits geworden. Nun stellt sich für uns die Frage: "Wie lange wird er das Amt überleben?" Oder diese: "Wird es überhaupt noch zu seiner Vereidigung kommen?"
Du magst denken ich male viel zu schwarz und pessimistisch - hoffentlich hast Du recht!
Wenn man die Wahlstatistiken zur Kenntnis nimmt, stellt man fest, daß die meisten evangelikalen Christen gegen die Wahl von Obama waren und daß es eine tiefe Kluft zwischen den sehr konservativen Christen und der demokratischen Partei und ihrem neuen Präsidenten gibt. George W. Bush dagegen hatte als "wiedergeborener" Christ und was fast noch wichtiger war - Abtreibungsgegner - die Evangelikalen voll auf seiner Seite. (Unter evangelikal zähle ich auch die Pfingstler und Charismatiker mit deren Spielarten)
Barack Obama geht zwar auch seit 20 Jahren in eine Baptistengemeinde und bekennt sich öffentlich zum Glauben an Jesus und das Evangelium, wird aber von den konservativen Evangelikalen kaum als "Bruder" in Christus wahrgenommen, weil er für eine liberale Abtreibungspraxis steht. Zudem steht er im Verdacht ein Sozialist und Marxist zu sein, was für Amerikaner fast ein noch schlimmeres Verbrechen darzustellen scheint.
In Deutschland wäre seine Partei wahrscheinlich noch rechts von der CDU anzusiedeln, aber in Amerika zählt Obama zu den "Liberalen", die von konservativen Christen schon fast als "kommunistisch" angesehen werden.
Die Uhren ticken in den USA völlig anders als in Europa und Deutschland. Es gibt gravierende Unterschiede in der Mentalität, Politik und in Glaubensfragen.
Für die meisten Christen in Deutschland ist Obama eher ein Hoffnungsträger, bei den Christen in den USA wird er dämonisiert, mit Hitler verglichen und als eine Art "Antichrist" wahrgenommen.
Der Rassismus mag zurückgedrängt worden sein, ist aber latent immer noch unter der Oberfläche vorhanden und wirksam. Ähnlich wie das braune Gedankengut bei uns in Deutschland.
Der Ku-Klux-Clan ist nur der schmutzige Schaum einer rassistischen Welle, deren tiefe Wurzeln bis in die Mitte der weissen evangelikalen Christen reichen.
Während die Masse der konservativen Christen nach Anstand und Moral ruft und den Schutz des ungeborenen Lebens in radikalster Weise einfordert, schließen sie beim Schutz des geborenen Lebens beide Augen oder schauen weg. Hundertausende getötete Zivilisten im Irakkrieg, die ungerettet zur Hölle fahren sind kein Problem für sie - es sind ja keine Amerikaner. Folter in Guantanamo und Geheimgefängnissen des CIA werden toleriert.
Die Todesstrafe wird meist unterstützt. Waffenbesitz ist wie der heilige Gral, der nicht angetastet werden darf.

Im Zusammenhang mit der Präsidentenwahl haben mich zwei erschreckende Hassmails erreicht, die vor dem dämonischen Einfluss Obamas warnen. Es wird Angst und Panik geschürt und die Christen werden regelrecht gegen Obama aufgewiegelt. Dieses Dämonisieren des Andersgläubigen in religiösen Hetzschriften hat eine lange Tradition und wurde schon im dreißigjährigen Krieg gegen den jeweilig Andersgläubigen eingesetzt. Nach der verbalen Gewalt folgte die offene Waffengewalt. Protestanten wurden von Katholiken gehetzt und ermordet und Baptisten und "Wiedertäufer" von den Protestanten später in Flüssen und Seen ersäuft!
Und das alles im Namen des "rechten Glaubens" an unseren Heiland und Erlöser!

Ungesund ist in den USA auch die Vermischung eines geradezu "heiligen" Patriotismus mit Glaubensinhalten der Bibel. In jeder Kirche und Gemeinde und in jedem Pastorenbüro findet sich eine amerikanische Fahne. Christ sein und Patriot sein sind fast schon Synonyme.
Man ist kein guter Christ, wenn man kein guter Patriot ist. Ich halte dieses Geschwisterpaar für latent hochgefährlich.
Es gibt immer viele psychisch labile und kranke Menschen, die sich rund um die christlichen Gemeinden aufhalten, die anfällig für radikales Gedankengut sind. Waffen sind leicht zugänglich.
Die Pro-Life Bewegung in den USA ist teilweise dermaßen radikalisiert, daß wiedergeborene, evangelikale Christen Abtreibungsärzte samt ihren Fahrern und Begleitern erschossen haben.
Alles für den Herrn Jesus und die gute Sache! Ich las vor Jahren den Brief eines dieser Attentäter, in dem er beschreibt, wie er unter viel Gebet und Fragen nach dem Willen Gottes zu dieser Entscheidung kam - ein Familienvater und braver Christ wie Du und ich! Aus einer ganz normalen christlichen Gemeinde.

Martin Dreyer hatte vor einigen Wochen einen prophetischen Traum
über das bevorstehende Attentat an Barack Obama. Kurz darauf wurden Anschlagspläne einiger Jugendlicher Aufgedeckt, die ein Massaker an Schwarzen anrichten wollten, um danach Obama zu töten. Das Waffenarsenal war schon vorhanden. Meiner Meinung nach war das nur die erste kleine Manifestation eines Geistes des Rassismus und der Gewalt, der sich - unterstützt durch die Hetzpropaganda der weissen christlichen Konservativen - weiter Bahn brechen wird.

Versteh mich bitte nicht falsch. Die evangelikalen konservativen Christen in den USA sind zumeist nette uns sympathische oft vorbildliche Menschen von denen wir auch vieles lernen können. Sie haben nur noch nicht verstanden, wohin ein übertriebener mit weltanschaulichen Idealen vermischter Patriotismus führen kann. Sie hatten noch keinen Hitler wie wir und sind auf diesem Gebiet einfach nicht sensibel genug!
Ich persönlich habe weder ein prophetisches Wort vom Herrn noch einen Traum wie Martin Dreyer vorzuweisen. Nur ein mulmiges Gefühl und einen wachen Geist und einiges Hintergrundwissen zu diesem Thema. Allerdings bin ich ein prophetisch begabter Mensch und wurde über viele Jahre von Gott in diesem Bereich ausgebildet.
Das bedeutet natürlich nicht, daß ich mich nicht irren könnte! ich bin weit davon entfernt, mich für unfehlbar zu halten und hoffe sehr, daß meine Wahrnehmung der Dinge zu überspitzt ist.
Aber ich habe kein gutes Gefühl bei dieser Präsidentschaft.
Wir sollten für Obama und die USA beten.
Gott liebt dieses Land und alle seine Einwohner sehr. Wir sind den Amerikanern auf vielen Gebieten zur Dankbarkeit verpflichtet. Besonders auch den amerikanischen Christen, die viel geistliches Leben und Bewegung nach Deutschland gebracht haben. Aber geistliche Unterscheidung ist bei vielen Dingen wichtig, die über'n großen Teich nach Deutschland kommen. Die Zeit der ungeprüften, naiven Annahme von Glaubensinhalten sollte vorbei sein.
God bless America!

Freitag, 7. November 2008

Auslegung von "America the beautiful"

Der berittene Helfer im Traum war in Wirklichkeit ein Engel Gottes, das war mir schon im Traum klar. So schenkte ich dem überrealistisch wirkenden Traum noch mehr Aufmerksamkeit.
Gott selbst liebt dieses Land sehr, das wurde mir klar. Es war mir, als ob ER selbst dieses Land liebevoll: "Amerika meine Schöne" nennt weil er es in sein Herz geschlossen hat. Das Mädchen, daß mich im Traum küsste, war ein Symbol für das Land Amerika und die tiefe Liebe und Zuneigung der Deutschen für die Amerikaner. Ich glaube, daß Gott mir sagen wollte, daß er diese echte Herzensbeziehung zwischen den beiden Ländern wieder neu entfachen will. Das wusste ich sofort nach dem Traum und spürte eine regelrecht spürbare Veränderung meiner Haltung den USA gegenüber in den nächsten Tagen und Wochen. Wo ich vorher kritisch und lieblos geredet hatte, redete ich jetzt verständnisvoll und Beschwichtigend über Amerika mit all seinen Fehlern.
Dann kam der Anschlag auf das World Trade Center und mir wurde klar, was der Heissluftballon mir sagen wollte.
Das Meer ist ein biblisches Symbol für die vielen Völker der Welt. Es wird öfter so benutzt. Der Heissluftballon ist ein Symbol für die Freiheit.
Der Angriff auf die Twin Towers war nicht allein ein Angriff gegen die Supermacht, die sich auf der Welt viele Feinde durch ihre Kriege und ihr Vormachtstreben gemacht hat - es war ein Angriff der vom Islamismus versklavten Menschen auf die gesamte Westliche Freiheit.
Die Freiheit des Denkens und der Kunst, die Redefreiheit und Demokratie!
Es war ein satanischer Angriff eines Geistes, der die Menschen versklaven will gegen den Geist der frei macht - den Geist des Glaubens, der Hoffnung und Liebe.
In der Welt die streng islamisch bis islamistisch ist, gibt es diese individuellen Freiheiten entweder überhaupt nicht, oder sie ist stark eingeschränkt - besonders bei den Frauen. Es gibt nur wenige Lichtblicke und Ausnahmen.
Die Folgen dieses Anschlags waren drastisch. Eine Schockwelle ging durch die ganze Welt. Unser Bundeskanzler versprach den USA die uneingeschränkte (ich wiederhole) uneingeschränkte Solidarität mit dem amerikanischen Volk. Ich lief eine ganze Woche wie betäubt durch die Gegend und konnte an nichts Anderes denken, als die schlimmen Bilder aus New York. Für kurze Zeit waren wir als gesamtes deutsches Volk Amerikaner. Das wurde von Politikern genau so artikuliert:
"In diesem schicksalhaften Moment des Unglücks sind wir alle Amerikaner!"
Dann begann der "Krieg gegen den Terror. George W. Bush machte ernst und versetzte das ganze Land in den Kriegszustand. Die Freiheitsrechte in Amerika wurden wegen der "nationalen Sicherheit" eingeschränkt. Guantanamo wurde zum Gefangenenlager für vermeintliche und echte Terroristen, denen jegliche Menschenrechte entzogen wurden.
Der Ballon der Freiheit in Amerika kam ins straucheln - Amerika begann einen ungerechten Krieg, der auf Lügen über Massenvernichtungswaffen im Irak begründet war.
Die Meinungsfreiheit in den Medien wurde beschnitten. Es durften nur noch ausgewählte (embedded) Reporter ins Kriegsgebiet, die sich dort nicht frei bewegen durften, wie in früheren Kriegen üblich gewesen war. Die Filme aus dem Irak wurden von der Regierung zensiert!
George W. Bush setzte sich selbst über das oberste Gericht hinweg, welches das Lager Guantanamo mit den Menschenrechtverletzungen für Verfassungswidrig erklärte. Es wurde gefoltert - und zwar auf höchsten Befehl!
Im Irak wurden die Menschenrechte von amerikanischen Soldaten mit Füßen getreten. Wir kennen die furchtbaren Bilder von Abu Ghraib.
Die sogenannte "nationale Sicherheit" wurde das Zauberwort, daß sämtliche Freiheitsrechte außer Kraft setzen konnte. Schließlich war Amerika im Krieg!
Ich wurde ein entschiedener Gegner dieser Politik und sehr kritisch gegenüber dem amerikanischen konservativen Christentum, dessen herausragender Vertreter George W. Bush war.

Im Traum sprang ich herzu, um den Heissluftballon der Freiheit zu retten und zu sichern.

Ich bin überzeugt, daß ich in diesem Bild symbolisch für Deutschland stehe. Wir sind als Volk dazu gerufen, die Freiheit des Westens in und mit Amerika zu verteidigen! Es war richtig den politisch und menschlich falschen Irakkrieg möglichst wenig zu unterstützen - denn das war der falsche Kampf am falschen Ort!
Aber nun kommt ein neuer Hoffnungsträger nach Berlin.
Er heißt Barack Obama und verspricht, das Unrecht in Guantanamo schnell zu beenden. Er will die Truppen möglichst schnell aus dem Irak abziehen. 200.000 Menschen jubeln diesem Mann mit Vision an der Siegessäule zu. Moment mal: Antiamerikanische Deutsche jubeln einem amerikanischen Präsidentschaftskandidaten zu?
Mein Freund Günter Jott meinte dazu: Die deutschen waren gar nicht so antiamerikanisch - sie waren mehr anti-Bushistisch! Und damit hat er Recht (meiner Meinung nach)

Nach dieser Wahl in den USA wird ein neues Kapitel in der Beziehung zwischen Deutschland und Amerika aufgeschlagen werden, dem "Land of the free"
Gott möchte, daß wir Amerika und diesen Präsidenten unterstützen und ihm helfen den Geist der Freiheit in der Welt wieder neu aufzurichten.
Der Ballon der Freiheit soll wieder neu fliegen!
Barack Obama ist ein Mann der zuhört und er wird auf Deutschland zukommen, so wie das kleine amerikanische Mädchen aus meinem Traum auf mich zukam. Und wir werden ihn und Amerika ganz neu unterstützen.
Ich schreibe jetzt einen Satz, der total gegen meine verstandesmässige und emotionale Erkenntnis verstösst und mit dem ich möglicherweise bei einigen Freunden anecke:
Ich fand einen alten Trommelrevolver auf dem Weg und hatte Freude an ihm.
Ist es möglich, daß Gott möchte, daß wir als Deutsche Amerika jetzt sogar militärisch mehr unterstützen? Muss die Freiheit vielleicht auch mit Waffen verteidigt werden?
Ich bin Pazifist und hasse den Krieg und Gewalt. Auch Gott hat sicher keine Freude am Tod von Menschen - das macht die Bibel ganz klar.
Kann es sein, daß zum Wohle aller Menschen auf der Welt, das Wohl einer geringeren Anzahl von Menschen durch Waffengewalt in Kauf genommen werden muss? In diesem Fall bin ich mir unsicher und werde wohl Ärger mit Det4JC kriegen, der ein Lupenreiner Pazifist ist.

Donnerstag, 6. November 2008

America the beautiful - Fotos

Als ich nach Fotos für meinen letzten Artikel suchte fand ich sehr erstaunliches. Nämlich Fotos aus der Gegend, wo das originale Gedicht "America the beautiful" entstand. Die Gegend ähnelt auf frappierende Weise den Bildern meines Traums mitsamt dem gelblichen Gestein und Geröll des Gipfels und der bergigen Landschaft, sowie den Farben der Prärie auf der ich dahinschwebte. Ich habe die Fotos mit der Geschichte des Liedes erst HEUTE gefunden und kannte sie vorher nicht. Der Artikel mit meinem prophetischen Traum war schon im Entwurf fertig!
Das Gedicht ist auf dem Berg "Pikes Peak" entstanden, als eine Professorin mit dem Namen Katherine Lee Bates 1893, die am College von Colorado in diesem Sommer lehrte, einen Ausflug auf den Berggipfel machte. Später wurde es vertont. Sie war überwältigt von der Schönheit der Natur und wurde zu diesen Worten inspiriert:
O beautiful, for spacious skies,
For amber waves of grain,
For purple mountain majesties
Above the fruited plain!
America! America! God shed His grace on thee,
And crown thy good with brotherhood, from sea to shining sea.
O beautiful, for pilgrim feet
Whose stern, impassioned stress
A thoroughfare for freedom beat
Across the wilderness!
America! America! God mend thine ev'ry flaw;
Confirm thy soul in self control, thy liberty in law!
O beautiful, for heroes proved
In liberating strife,
Who more than self their country loved
And mercy more than life!
America! America! May God thy gold refine,
'Til all success be nobleness, and ev'ry gain divine!
O beautiful, for patriot dream
That sees beyond the years,
Thine alabaster cities gleam
Undimmed by human tears!
America! America! God shed His grace on thee,
And crown thy good with brotherhood, from sea to shining sea!
Ich wusste zur Zeit meines Traumes nicht, daß es quasi die zweite Nationalhymne für Amerika ist, obwohl ich das Lied von Phil Driscoll schon einmal gehört hatte. Allerdings kannte ich damals nicht den Titel des Liedes! "America the beautiful"



Eine besonders schöne Gegend in der Nähe heißt: Garden of the Gods und sieht so aus:

Alle Fotos haben die creative commons license und sind auf Flickr.com von folgenden Personen in dieser Reihenfolge veröffentlicht worden:
Dave Merill, Finsprings, Wavy 1, Clickr bee und 2x Thom C

America the beautiful


Es war ein zwei Wochen vor 9/11, dem Tag als die Türme des Stolzes fielen - die Twin Towers in New York. Ich hatte einen Traum von Gott. Er war symbolisch und so verstand ich ihn nur teilweise.
Im Traum hatte ich mich im Wald hoffnungslos verirrt und es war niemand in der Nähe, den ich nach dem Weg fragen konnte. Ich war traurig. Plötzlich erschien ein Reiter auf dem Weg und gab mir ein Pferd. Es war ein Cowboy, der auffallende Ähnlichkeit mit Robert Redford hatte. Ich war überzeugt, daß es der Schauspieler selbst war, mit Cowboy-Hut und Lederjacke nach Trapperart.
Er ritt voran und zeigte mir den Weg aus dem schier endlosen Wald. Offensichtlich war er sehr gut gelaunt und grinste ständig schelmisch und leicht spöttisch zu mir herüber. Er ritt vielleicht 20 - 30 Meter links von mir im Wald. Irgendwie erschien mir sein Lächeln wie das eines Engels.
So können eigentlich nur Engel lächeln: Sehr hell und freundlich, wissend und immer etwas spöttisch. (Bin mir sehr sicher, daß Engel immer liebevoll spöttisch lächeln)
Dann ließ er mich allein. Er hatte mich nach Amerika geführt, mitten hinein in die schönste Prärie.
Ich ging zu Fuß weiter. Das Land war felsig und bergig und sehr wild und romantisch. Die wunderbarsten wilden Blumen und Pflanzen wuchsen dort. Ich fand einen alten Trommelrevolver auf dem staubigen Weg, der aber noch funktionierte. Ich ballerte in der Gegend herum und freute mich total über den Fund und fühlte mich frei und stark wie ein Western-Held. (Nebenbei, ich bin Pazifist)

Es ging wunderbare Berge hinab, die von den fremdartigsten, wildesten und schönsten Blumen bewachsen waren.
Ich war von überschäumender Freude erfüllt und schien die Berge nur so herabzufliegen und über das Land zu gleiten. Ein Satz erklang ständig dabei wieder: "America the beautiful, America the beautiful!" Ich pflückte ein paar der herrlichen wilden Blumen auf dem Weg und kam in einer alten Western-Stadt aus Holz an. Ich schien in das 19. Jahrhundert versetzt worden zu sein und ging in einen Saloon. Dort begrüßte mich ein kleines blondes Mädchen, in das ich mich sofort verliebte. Auch ich war plötzlich ein kleiner Junge geworden und schenkte ihr meine Blumen, die sie dankbar strahlend annahm. Mir wurde bewusst, daß sie die Blumen kannte, weil sie hier aufgewachsen war und lebte und ich schämte mich ein wenig, daß ich kein Geschenk aus meinem eigenen Land dabei hatte. Sie nahm mich bei der Hand und wir schauten uns an. Ihre blauen Augen strahlten wie zwei Sterne und sie küsste mich unschuldig wie nur Kinder das tun.
Plötzlich gab es draussen Aufruhr und ängstliche Schreie. Wir waren plötzlich an der Küste. Ein sehr aufgewühltes und seltsames Meer brandete wild ans Gestade. Es hatte einen Heissluftballon, der dort angebunden war in die Wellen hinein gerissen. Der Ballon tanzte hilflos auf und ab und drohte unterzugehen. Die Männer, die die Seile festhielten waren mit der Kraft der Wellen überfordert und kämpften in der Brandung stehend mit letzter Kraft, um den Heissluftballon zu retten. Ich sprang mutig herzu und packte mit an. Mit gemeinsamen Kräften gelang es uns, den Ballon aus den Fluten zu ziehen und er erhob sich wieder stolz und sicher in die Lüfte.
Beim Aufwachen hörte ich ständig den Satz nachklingen: America the Beautiful, America the beautiful! Dabei sah ich ein neues Buch mit dem Titel AMERIKA vor mir, dessen Autor Rick Joyner war. Kurz nach dem Anschlag auf das World-Trade-Center, kurze Zeit nach meinem Traum, begann Rick Joyner mit seiner ausführlichen Artikelserie: "America under attack"

Ich erkannte sofort die prophetische Bedeutung dieses Traums, der eine große Auswirkung auf mein Leben hatte. Ich begann Amerika wieder neu zu lieben, nachdem ich es jahrelang mit großem Stirnrunzeln betrachtet hatte und tat Buße für meine Missgunst. Durch den Irakkrieg mit all dessen Ungerechtigkeiten, fing ich an, Amerika wieder zu hassen...
Möchte jemand die Auslegung des Traumes wissen?

Foto: BL1961 (Flickr.com)